Beitragvon Andreas Odendahl » 4. Juli 2006, 13:58
Hallo,
da muss ich jetzt mal wieder mitspielen...
Als erstes möchte ich sagen, dass ich die Kritik von Norman nicht nachvollziehen kann. Phalanx-Spiele kenne ich so, dass sie immer wunderschön anzusehen und ausgestattet sind. Sowohl Raja, Mesopotamien als auch Bison finde ich grafisch als auch der Ausstattung nach sehr gelungen. Wer bei Bison ähnliche Qualität wie bei Masopotamien erwartet hat, der sollte mal auf den Preis achten...
In meinem Spiel ist kein Landschaftteil verbogen oder krumm und die Landschaft lässt sich auf einem herkömmlichen, geraden Tisch mit glatter Oberfläche (wie alle Tische also, die noch keine 50 Jahre aufm Buckel haben...) hervorragend auslegen. Dass sich das Spielfeld verschieben kann, und das als Mangel empfindet, dem verbiete ich hiermit hochoffiziell je wieder eine Partie Carcassonne, Metro oder Alhambra zu spielen... Dummes Gesülze... (Sorry, meine Meinung...)
Desweiteren finde ich das Spielfeld, wie es sich im Spielverlauf entwickelt, hervorragend, und schön anzusehen. Macht Spaß!!! Wenn man darauf achtet, dass man die Marker nicht auf die Tiere legt, gibt es, meiner Ansicht nach, auch kein Problem mit der Übersichtlichkeit, das nicht mit dem Argument des sehr schönen Spielfeldes augenblicklich beiseite geschoben werden könnte.
Eins ist mal ganz sicher: Das Spielmaterial ist keine Katastrophe!!!! Es ist sehr schön und funktional, und entsprechend einem Spiel für ca. 20€.
Eine Sache hakt aber etwas: Und zwar auf dem Markt Indianer zu kaufen. Hört sich derbe nach Sklaverei an. :wink: Aber wie soll man es spieltechnisch umsetzen? Aber in anderen Spielen gibt es noch ganz andere Böcke um die Story am Laufen zu halten...
Weiter oben musste ich lesen: "...denn über den Ausgang entscheidet praktisch nur die letzte Runde...". So eine Aussage halte ich für ausgemachten Blödsinn! Jeder, der die Siegbedingung kennt, weiß worauf das Spiel hinauslaufen wird und muss sich auf diese Abrechnung im Verlauf des Spiels vorbereiten. Deswegen sind die vorangegangenen Runden doch nicht zwecklos!!! So ein Quatsch!!! Das Spiel läßt dir alle Möglichkeiten offen und du bist jederzeit in der Lage selbst dafür zu sorgen, dass du selbst gewinnst. Nicht mal das Bißchen Glück beim Ziehen der Plättchen darf hier als Kriterium herangezogen werden. Es ist so verschwindend wenig Glück nötig und selbst viel Pech läßt sich spielerisch kompensieren.
Vorschlag: Wen die Endabrechnung stört, der besorge sich Zettel und Stift und addiere seine Endpunkte zu den aktuellen. Hätte sicher keiner was dagegen, wenn ihr das so spielt... Da bin ich ganz sicher! Könnte sogar ganz interessant sein, oder?
Ich finde, dass Spiel ist seinen Preis wert und dem Verlag vorzuwerfen, er würde dem Spiel nicht viel zutrauen ist unverschämt. Ich bin sicher, bei einem Verlag, der ca. 3-5 Spiele im Jahr veröffentlich (eine grobe Schätzung aus der Hüfte geschossen...), steckt viel Herzblut in solchen Spielen. Ich zumindest, glaube das erkennen zu können...
Abschließend möchte ich sagen, dass ich dieses Spiel absolut fantastisch finde!!! Ein geniales Mehrheiten-/ Aufbauspiel!!!
[Ich muss sagen, dass ich solche Spiele grundsätzlich mag (also, Mehrheitenspiele), so sie denn gut gemacht sind. (Zu meinen Lieblingen zählen z.B. Ys, Louis XIV., Tikal, Raja oder Flandern 1302)]
Dabei bin ich auch immer bereit Abstriche bei der Übersichtlichkeit zu machen, wenn das Spiel so schön gestaltet ist wie Bison (meine Freundin fand es recht unübersichtlich, ich hatte damit keinerlei Probleme).
Glückwunsch an Phalanx, denn aus meiner Sicht ist dies hier ein supergeniales Spiel!!!
ode.