Beitragvon achim » 22. Juli 2006, 19:03
Jetzt gebe ich auch noch mal meinen Mist dazu:
Volker meinte es zunächst ja mal ganz gut, uns einige journalistische Beispiele herauszusuchen.
Da ich mit den meisten Berichten in Tageszeitungen über Spiele jedoch eine geteilte Meinung habe, fand auch ich die Berichte über Schmidt nicht so prickelnd. Es ist halt auch nicht so einfach über Themen zu schreiben, in denen man nicht seit Jahrzehnten zu Hause ist. Ich versuche das noch mal zusammen zu fassen:
1. Mit Erscheinen von Magic und einer allgemeinen Kaufzurückhaltung bei mittelmässigen Spiele durch die Konsumenten entstand Anfang der 90iger Jahre imo ein Umbruch in der Spieleverlagswelt. Besonders die größeren Verlage litten unter dem starken Umsatzeinbruch, da sie viel personalkostenlastiger als Kleinverlage waren. In dieser Zeit wurden viele, seit Jahrzehnten aktive Verlage aufgekauft. Klee, Ass Schmidt, FXS, Noris, MB, Parker, (Peri) um nur einige zu nennen.
2. Schmidt-Spiele hatte mal ca 100 Mitarbeiter, jetzt sind es nur noch einige wenige. Schmidt agiert unter Blatz, soweit mir bekannt ist, nur als Vertrieb. Die Spiele, die unter der Marke Schmidt vertrieben werden, tragen in meinen Augen die Handschrift von Hans im Glück, speziell was die Erscheinungsform und das Design betrifft.
3. Ich denke Schmidt hat wahrscheinlich auch nicht mehr die Manpower diese Spiele zu entwickeln.
4. Die nicht gerade hochwertigen Spieleschachteln, produziert bei der Firma Scheer für Schmidt, findet man heutzutage auch nicht mehr.
4. Ein Umbruch fand, wenn überhaupt, dann nur Mitte der 90iger statt. Da Schmidt als nicht selbständiger Betriebsteil in die Blatz überging, sehe ich für Schmidt speziell auch heute keinen Umbruch, wenn HIG als selbständig funktionierender Betrieb zum wiederholtem Male den Titel SDJ holt und deren Mitarbeiter an einer Hand abzählbar sind.
Gruß
achim