Beitragvon Roman Pelek » 26. Juli 2006, 03:22
Moin Günni,
Günter Cornett schrieb:
> > > > Art Jury zu installieren - vielleicht 50 anerkannte
> > > > Spielefreaks, natürlich ohne Autoren und
> > Verlagsvertreter. Da
> > >
> > > Wo willst du die hernehmen?
> > > Und wie willst du da eine kontinuierliche Arbeit leisten?
> > > Alles ist mit Arbeit verbunden.
> >
> > Nun, der "á la carte"-Preis der Fairplay schafft dies auch.
>
> Hi,
> als Beispiel taugt dieser Preis nicht.
> Die werden nicht jedes Jahr gewählt.
> Im Gegenteil, man weiss noch nicht mal, wer die sind.
> Man kann noch nicht mal wissen, ob die Rezensenten, die
> gleichzeitig Verlagsmitarbeiter sind, mit abstimmen dürfen.
> Und ob da irgendwie multi ... ;-)
>
> Die kritischen Fairplay-Redakteure sollten sich doch mal ein
> wenig dieses Skandals annehmen. :D
>
> Da schon lieber den Portvester oder Syltner ...
Eija, herrjeh, das ganze irdische Dasein ist ein einziger Kompromiss. Ich kenne keine einzige Methode, die über alle Zweifel erhaben wäre, das ist halt so ;-)
> > Man muss sich aber ganz klar vom Gedanken verabschieden, über
> > die Jahre eine kontinuierlich gleichbleibende Jury zu haben.
> > Aber das ist beim SdJ ja auch nicht der Fall. Menschen kommen
> > und gehen nunmal aufgrund ihrer sich stetig wandelnden
> Lebensumstände.
>
> Ja, aber bei 50 leuten ist der Organisationsaufwand zehnmal
> höher als bei 10.
> Und gewählt werden sollen die Leute auch noch.
>
> Aus einem kreis von wieviel Kandidaten?
Allen denkbaren. Und schon hätten wir wieder das Problem an der Hand, dass diejenigen, die sich immer wieder in Erinnerung rufen, anderen eher einfallen.
> > > > könnte man sogar ein Mordsbrimborium draus machen -
> > > So wie beim ALEX, dem unbekannten Medienpreis?
> >
> > Damit kann ich ja in meiner bis dato geheim gehaltenen
> > Forums-Checkliste jetzt beruhigt ein weiteres Häkchen im
> > Kästchen "Posting von Günter: Sarkasmus vorhanden?" machen
> ;-)
>
> Naja, wenn man sich jahrelang drum bemüht, dass man das Ganze
> so gestaltet, dass über journalistische Beiträge diskutiert
> wird ... - aber die Macher mögen lieber ganz diskrete
> Öffentlichkeitsarbeit ...
>
> Naja, ein wenig tut sich da jetzt, aber es ist immernoch eine
> entsetzliche Bürokratie. Und bis wir dahin kommen, dass mal
> inhaltlich über vorgeschlagene texte diskutieren, ... naja,
> du bist jung, du wirst es vielleicht noch erleben ... :-/
Ich glaube nicht daran, dass etwas, was erst einmal zwischen die Mühlen der Bürokratie geraten ist, noch zu retten ist. Oder zumindest nicht innerhalb meiner Lebensspanne, die ich persönlich eher als "lieber kurz und gut als lang und langweilig" definiert sehen mag. Es gibt leider vieles, was man persönlich durchziehen muss, wenn es nicht verwässert werden soll. Die ganze große Kunst liegt darin, zu unterscheiden, wann man auf andere hören sollte und wann nicht. Und natürlich muss man sich dabei stets gewiss sein, dass man beim Versuch dieser Unterscheidung unweigerlich einen hübschen Riesenhaufen Fehler macht.
> Da es nur alle fünf Jahre eine Jury braucht, kann man die
> tatsächlich wählen oder sie kann sich selbst ernennen, sollte
> darauf achten, dass unterschiedliche Fähigkeiten
> zusammenkommen.
Ja, aber irgendwer muss das ja beurteilen. Und niemand auf diesem Erdball ist wirklich frei in seiner Urteilskraft, manche mehr, manche weniger.
> > > Eine Auszeichnung wäre da rückblickend über einen
> > > 5-Jahres-Zeitraum sinnvoll nach einer Wartezeit von 1-2
> Jahren.
> >
> > Wenn es denn irgendwie machbar wäre, wäre das mein Traum, um
> > Spiele halbwegs fair bewerten zu können. Die Probleme, dass
> > das zum einen dann keine Sau mehr interessiert und etliche
> > Spiele bis dahin längst vom Markt verschwunden sind, kennen
> > wir aber sicher beide ziemlich gut :-))
>
> Ja, wobei marktfähigkeit nicht so eine große Rolle spielen
> sollte.
> Ich würde die künstlerische Leistung in den Vordergrund
> stellen, zeigen was möglich ist, wie Spiele gemacht werden,
> nicht: wie man gut verkauft.
Sag' mir, wie's funktionieren soll und wir machen's. Ich wäre sofort dabei.
[SdJ]
> Ich denke, dass die Jury da schon recht optimal arbeitet.
> Es ist zwar so, dass ein Dutzend Leute mit großer Macht
> entscheidet, aber sie hat Kriterien, an denen sie sich eben
> auch messen lässt.
Damit dürftest Du Recht haben. Viel besser kann man es wohl nicht machen, wenn man in dieser Position ist und mit den vorhandenen Handicaps umgehen muss. Denn das ist alles andere als einfach.
> > Roman (ist reif für die Insel, muss aber zum Glück nur noch
> > gut einen Tag warten - das nur als Vorwarnung/Anlass zur
> > Vorfreude, dass ich ab morgen vorübergehend nicht mehr
> > mitposte :-) )
>
> Hab ich da etwa Chancen, dich aus den Top Ten zu verdrängen?
In etwa 80 Postings in gut 14 Tagen - das kriegst Du hin, Günter. Ich habe da vollstes Vertrauen in Dich ;-)
Ciao,
Roman