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[RF] 1829 - Mainline

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Dominik Opolony

[RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Dominik Opolony » 25. Juli 2006, 17:35

Hallo zusammen,

meine Runde hat sich vor einigen Tagen erfolgreich durch eine der schlechtesten Regeln der Welt gelesen, nämlich die von 1829 - Mainline. Nach erfolgreichem Studium von diesem Werk haben wir ein Spiel gefunden, welches uns alle restlos begeistert hat.

Allerdings sind da noch ein paar Dinge, welche nicht ganz klar geworden sind.

1.) Wie endet eine Aktienrunde ? Müssen alle Spieler hintereinander passen ? Oder spielt dort auch die Ziehen-Vom-Nachzugstapel-Und-Nicht-Kaufen Regel mit rein ?

2.) Wann genau werden die Firmen gegründet ? In der Regel steht ja, dass sobald von einer Firma 3 Aktien oder die Direktorkarte ausgespielt sind bzw ist, die Firma gegründet wird. Wenn nun aber in einer Aktienrunde eine Firma oben genannte Bedingungen erfüllt, wird diese dann SOFORT gegründet oder erst nach der Aktienrunde ? Dies hat nämlich dann Einfluss auf das Startkapital der Firma.

3.) Legen von farbigen Schienenplättchen. Ich möchte euch nicht damit langweilen zu beschreiben, welche Regeln wir wie verstanden haben. Das war alles sehr vage. Also vielleicht kann mir jemand erklären, was man beim legen darf und was man nicht darf. Besonders in den Randbereichen der Karte.

Vielen Dank im vorraus
Dominik

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: [RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Ralf Arnemann » 26. Juli 2006, 10:16

> 1.) Wie endet eine Aktienrunde ? Müssen alle
> Spieler hintereinander passen ?
Exakt.

> 2.) Wann genau werden die Firmen gegründet ?
Sobald die Bedingungen erfüllt sind.

> Dies hat nämlich dann Einfluss auf das Startkapital
> der Firma.
Nein, später in der Aktienrunde gekaufte Aktien führen ja zu direkten Einzahlungen in die Firmenkasse - und gebraucht wird das Geld erst in der Operationsrude.

> 3.) Legen von farbigen Schienenplättchen.
Das ist jetzt so allgemein nicht zu beantworten.
Geht aber mal von der Grundannahme aus, daß die meisten Regeln dazu nur etwas kompliziert versuchen Selbstverständliches festzuhalten.
D.h. man darf generell keine "unmöglichen" Strecken bauen, z. B. solche, die in unbebaubares Gebiet führen.
Wichtig beim Ersetzen ist eigentlich nur das Grundprinzip, daß immer nur etwas dazukommen kann, d.h. das neue Plättchen muß alle Verbindungen des alten Plättchens enthalten.

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Fabian P.

Re: [RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Fabian P. » 26. Juli 2006, 14:20

Hallo Ralf,

> > 1.) Wie endet eine Aktienrunde ? Müssen alle
> > Spieler hintereinander passen ?
> Exakt.

Verstehe ich das richtig: Jeder Spieler, der passen will, deckt doch trotzdem noch eine Karte vom verdeckten Stapel auf und legt sie dann auf den offenen Stapel ab. Erst wenn dies eine komplette Runde lang jeder Spieler getan hat, endet die Aktienrunde?

D.h. wenn bei 3 Spielern z.B. Spieler 1 und 2 passen, und danach Spieler 3 kauft, müssen danach auch wieder Spieler 1 und 2 (und natürlich Spieler 3) passen, indem sie wieder jeweils eine Karte vom verdeckten auf den offenen Stapel legen? Das hat ja einen enormen Kartenumsatz zur Folge! Vielleicht ist das gerade so gewünscht!?

Was mich in diesem Zusammenhang verwirrt, ist die Regelformulierung, dass die Aktienrunde erst zu Ende ist, wenn jeder Spieler das gleiche Angebot ausschlägt (Regel+/-; ich habe die Regel gerade nicht zur Hand). Durch das Umdrehen der Karten beim Passen hat doch jeder passende Spieler ein anderes Angebot!

Ich hoffe, ich habe mich verständlich genug ausgedrückt, im Zweifelsfall ist die Hitze schuld ;-)

Gruß
Fabian

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Dominik Opolony

Re: [RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Dominik Opolony » 26. Juli 2006, 16:15

Du hast dich verständlich ausgedrückt und genau aus deinen oben genannten Gründen ist die Frage von mir aufgetaucht :-)

Kann evetuell auch nochmal jemand was zu der Firmengründung sagen ? Denn so eine Regel wie die von Ralf beschriebene, dass gekaufte Aktien direkt ins Firmenkapital fliessen kann ich nirgendwo nachvollziehen.

mfg
Dominik

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Ralf Rechmann

Re: [RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Ralf Rechmann » 26. Juli 2006, 18:08

Hallo,

ich hatte auch so meine Anfängerprobleme mit 1829 Mainline. Man muss die Regel wirklich Wort für Wort verstehen, weil eine "könnte das bedeuten" Auslegung kann schnell zu einer falschen Spielweise führen.

Eventuell helfen folgende Forenthreads:

http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=131554&t=131554
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=139897&t=139897

Oder auch folgende Rezensionen:

http://www.superfred.de/1829mainline.html
http://www.boardgamegeek.com/game/13924

Cu/Ralf

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Fabian P.

Re: [RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Fabian P. » 26. Juli 2006, 20:41

Hallo Ralf,

> Eventuell helfen folgende Forenthreads:
>
> http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=131554&t=131554
> http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=139897&t=139897

Beim zweiten Thread habe ich ja tatkräftig mitgewirkt ;-)

Aber mich würden andere Meinungen zu meiner oben gestellten Frage schon interessieren :-)

Gruß
Fabian

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Fabian Pfitzenmaier

Re: [RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Fabian Pfitzenmaier » 26. Juli 2006, 23:30

Hallo Dominik,

Ralf hat schon recht: Im Prinzip dienen die ganzen detaillierten Bauregeln nur dazu, dass nichts Unsinniges gebaut werden kann und dass bestehende Verbindungen beim Austausch erhalten bleiben müssen.

Falls Du aber dennoch auf einer Zusammenstellung der Bauregeln bestehst:
Voila, hier ein Auszug aus meiner in Arbeit befindlichen Spielhilfe für Mainline:

Kapitel "Gleisbau":

A) Ein Gleisplättchen (GP) darf gebaut werden, wenn es eine Verlängerung einer bereits existierenden, von der bauenden AG theoretisch befahrbaren Strecke darstellt.
- Bei der Midland und der NER legt der Direktor vor dem ersten eigentlichen Zug eines der gel-ben GP 6 oder 115 auf das Feld mit der Start-Niederlassung. Bei der NBR legt der Direktor ana-log das grüne GP 10 und kann sich eine der beiden großen Bahnhöfe als Start-Niederlassung heraussuchen. Die aufgeführten GP können natürlich auch von anderen AG gebaut werden. In diesem Fall muss jedoch jeweils ein Bahnhof für die Start-Niederlassung der Midland, NER bzw. NBR freigelassen werden.
- Auf beige Felder werden gelbe GP gelegt.
- Auf die 6 gelben Felder kann nur das grüne GP 10 gelegt werden.
- Auf das grüne Feld Liverpool kann nur das braune GP 33 gelegt werden.
- Auf die grünen Felder Birmingham und Manchester kann nur das braune GP 34 gelegt werden.
- Auf braune Felder kann kein GP gelegt werden.
- Auf die 4 farbigen Felder London, Glasgow, York und Holyhead kann kein GP gelegt werden.
- Auf unvollständige Felder kann kein GP gelegt werden.
- Kosten vor Bebauen eines Bergfeldes (= Feld mit weißem Dreieck): £80
- Kosten vor Bebauen eines Flussfeldes (= Feld, das durch Fluss zweigeteilt wird): £40
- Auf einigen beigen Feldern sind ein bzw. zwei Kleinstädte als schwarze Punkte dargestellt. Auf diese müssen gelbe GP mit ein bzw. zwei kleinen Bahnhöfen gebaut werden.
- Auf einigen beigen Feldern ist eine Großstadt als Kreis dargestellt. Auf diese müssen gelbe GP 6 oder 115 mit einem großen Bahnhof gebaut werden.
- Manche Felder können nur von einer bestimmten (aufgedruckten) AG bebaut werden.

B) Pro Zug dürfen ein oder mehrere gelbe GP gebaut werden.
Bedingungen für Bau von mehreren gelben GP:
a) Die gebaute Strecke muss durchgängig sein, darf aber durch braune Felder führen.
b) Der Zug endet, sobald ein bereits vorhandener großer Bahnhof angeschlossen wird.
c) Der Zug endet, sobald ein gelbes GP 6 oder 115 gebaut wird (großer Bahnhof).
d) Der Zug endet, sobald ein gelbes GP 3 oder 7 gebaut wird (scharfe Kurve).

C) Kein GP darf so gelegt werden, dass ein Gleis ins Wasser oder in den dunkelgrünen Spielfeldrand führt. Gleise dürfen nur dann in braune Felder hineingebaut werden, wenn sich auch an dem braunen Feld ein Gleiszugang befindet.

D) Ein GP muss nicht so gebaut werden, dass Gleise auf benachbarten GP angeschlossen werden.

E) Austausch von GP:
Statt ein GP zu legen, kann alternativ genau ein bereits liegendes GP ersetzt werden (siehe separates Übersichtsblatt). Reihenfolge: gelb, grün, braun, grau
- Das ersetzte GP muss spätestens nach dem Austausch an das bestehende Streckennetz der AG angeschlossen sein.
- Ein Bahnhof kann nur ersetzt werden, wenn er vor dem Austausch mit einem aktuellen Zug der AG erreicht werden kann.
- Bestehende Gleisverläufe müssen beim Austausch erhalten bleiben.
- GP ohne Städte dürfen nach dem Austausch keine Städte enthalten (und umgekehrt).
- Ein kleiner Bahnhof kann durch Austausch zu einem großen Bahnhof werden.
- Zwei kleine Bahnhöfe auf einem GP dürfen nicht ausgetauscht werden.
- Ersetzte GP stehen nach Austausch wieder zum Gleisbau zur Verfügung.

F) Durch Bau der GP 14, 15, 38 und 51 entsteht zusätzlicher Platz für einen Niederlassungs-Marker.

Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht noch mehr verwirrt :-)
In der Word-Version der Spielhilfe ist das rein layoutmäßig übersichtlicher ;-)

Gruß
Fabian

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Dominik Opolony

Re: [RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Dominik Opolony » 27. Juli 2006, 09:07

Vielen Dank für deine Mühen. Ich denke das Problem mit dem Plättchen legen ist nun erledigt.

Bleiben nur noch die anderen beiden Sachen, der Abschluss der Aktienrunde und die "angebliche" Regel, dass neugekaufte Aktien während einer Aktienrunde ins Kapital der Gesellschaft fliessen.

mfg
Dominik

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: [RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Ralf Arnemann » 27. Juli 2006, 10:36

> D.h. wenn bei 3 Spielern z.B. Spieler 1 und 2 passen,
> und danach Spieler 3 kauft, müssen danach auch
> wieder Spieler 1 und 2 (und natürlich Spieler 3)
> passen, indem sie wieder jeweils eine Karte vom
> verdeckten auf den offenen Stapel legen?
Ich habe die Regel jetzt nicht da.
Aber ich meine mich zu erinnern, daß explizit irgendwo stand, daß es auch reicht, wenn man in der Vorrunde gepasst hat, man muß (und darf?) also nicht noch einmal eine Karte nehmen.

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Fabian P.

Re: [RF] 1829 - Mainline

Beitragvon Fabian P. » 28. Juli 2006, 09:21

Hallo Dominik

> Bleiben nur noch die anderen beiden Sachen, der Abschluss der
> Aktienrunde und die "angebliche" Regel, dass neugekaufte
> Aktien während einer Aktienrunde ins Kapital der Gesellschaft
> fliessen.

Bei der Sache mit dem Abschluss der Aktienrunde hätte ich ja auch noch gerne Meinungen zu meiner Auslegung ;-)

Stichwort: Wohin geht das Geld von später in der Aktienrunde gekauften Aktien:
Du hast schon recht: In der kompletten Mainline-Regel steht nichts darüber. Das wurde wohl vergessen. Es wird lediglich erwähnt, dass die Aktiengesellschaft (AG) bei der Eröffnung den Gegenwert der offen ausliegenden Aktien als Startkapital erhält.

In anderen 18xx gibt es dazu unterschiedliche Regelungen:

Bei 1825 kann eine AG erst mit 6 Aktien eröffnet werden, erhält dann aber gleich den Gegenwert von 10 Aktien als Startkapital! (zumindest in meiner deutschen Regelübersetzung)

Bei 1835 dagegen erhält eine AG den Gegenwert der offen ausliegenden Aktien als Startkapital. Werden im weiteren Spielverlauf weitere Aktien erstmalig zum aufgedruckten Preis erworben, erhält die AG das Geld ebenfalls in das Betriebskapital. Ich denke, so ist das auch bei Mainline sinnvoll.

Gruß
Fabian (zunehmend Fabian P. anstelle Fabian Pfitzenmaier ;-) )


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