Beitragvon Wolf » 30. Juli 2006, 12:37
Ich habe Emira bisher erst einmal mit 5-Peronen-Besetzung gespielt und da es ein Spiel ist, welches erst entdeckt werden will, kann ich noch nichts Abschließendes sagen.
Material und Layout sind gelungen, wenn auch der Text auf einigen Karten zu klein und schlecht lesbar ist.
Die Spielregel will genau gelesen werden. Sie ist vollständig, aber mehr Beispiele und Strategietipps wären hilfreich gewesen.
Grundsätzlich neue Spielelemente gibt es kaum, so wurden z.B. Anleihen bei den Fürsten von Florenz gemacht. Aber das muss ja nicht unbedingt ein Nachteil sein, wenn alles miteinander harmoniert und das ist bei Emira der Fall.
Ziel des Spieles ist es ja, die passenden Haremsdamen in seinen Palast zu bekommen, aber deren Auftauchen wird durch den Zufall bestimmt. Sie gehen dann zu dem Scheich der entweder den höchsten Status, das beste Aussehen, den größten Palast oder das meiste Geld besitzt. Innerhalb der Runde kann man dann zwar dann noch dafür bieten, das geforderte Merkmal zu verbessern, aber wenn man in einer Kategorie im Rückstand ist, wird man es kaum schaffen, den aufzuholen. Insofern ist eben doch ein recht großes Glückselement vorhanden, denn niemand kann in allen Kategorien erster sein.
Trotzdem - Emira macht Spaß. Es gibt nette Elemente, z.B. die Kamele, die einem Vorteile beim Bieten liefern, die Haremsdamen, von denen einige zur Belastung werden können, die Ereigniskarten und die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie man durch Gewürzfelder zu Geld kommen kann.
Wie schon gesagt - nach nur einem Spiel lässt sich noch nichts endgültiges sagen, aber bei mir geht der Daumen doch schon mal hoch.