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Gebühr bei Ravensburger

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marc Noelkenbockhoff
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Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 31. August 2006, 12:49

Ich habe eine Spielidee gehabt und einen Prototypen entwickelt und möchte meine Idee bei den verschiedenen Verlagen einreichen (natürlich nacheinander). Ich war auf der Seite von Ravensburger und habe dort gelesen, dass die dafür wohl eine externe Firma haben. Habe ich mich jetzt verlesen oder spinne ich, dass diese Agentur 65 EUR haben will, wenn man dort seine Spielidee einreicht. Ich dachte gerade beim Lesen, dass das ja wohl nicht wahr sein kann. Diese Praktik erscheint mir jedenfalls sehr merkwürdig.

Gruß

Marc (der Ravensburger dann wohl nicht anschreibt)

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Tom

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Tom » 31. August 2006, 13:06

Hallo Marc,

du hast richtig gelesen. Ravensburger und auch Hasbro haben Personen beauftragt die den Großteil der eingehenden Spielideen bearbeitet. Dafür fällt jeweils ein "Unkostenbeitrag" an der, laut Verlage, nicht einmal einen Teil der Kosten deckt.

Damit wollen sie jeder Idee die gebührende Aufmerksamkeit widmen. Außerdem soll so "die Spreu vom Weizen" getrennt werden. Also die Menschen "abgeschreckt" werden, die eventuell nur ein zweites "Monopoly" oder ähnliches entwickelt haben. Die Spieleautorenzunft begrüßt in einer Stellungnahme sogar diese Einrichtung.

Du kannst dich aber auch mit deiner Idee an andere Verlage wenden (so habe ich es gemacht). Dort werden die Ideen (noch) kostenlos bearbeitet.
Am Besten du erkundigst dich im Vorfeld welcher Verlag am Besten zu deiner Idee passt. Adressen findest du hier im Forum.

Bei weiteren Fragen schreibst du am Besten direkt ins Unterforum "Spieleautoren". Dort lesen sehr viele Spieleautoren mit und helfen gern.

Viel Glück bei der Verlagssuche.

Gruß

Tom
PS: Es ist übrigens dein Recht dich mit deiner Idee gleich an mehrere Verlage zu wenden. Wenn du den Verlagen das mitteilst, gibt es auch keine Probleme.

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Günter Cornett

[F] im Autorenforum: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Günter Cornett » 31. August 2006, 13:13

Hi,

hier ist meine Antwort:

http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=3&i=5780&t=5780

Gruß, Günter

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Marc Noelkenbockhoff
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Beiträge: 283

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 31. August 2006, 13:17

Erstmal schönen Dank für die schnelle Antwort.
Ich wundere mich ehrlich gesagt darüber, dass die Spieleautoren das begrüssen. Denn meiner Meinung nach lebt ein Verlag doch davon, dass Spieler Ihre Ideen einreichen. Ich habe jetzt kein 2. Monopoly erfunden, sondern ein in meinen Augen witziges, kleines Kartenspiel.
Aber ich bin halt nicht bereit, dafür 65 EUR zu bezahlen, damit mir der Verlag oder eine Agentur mitteilt, ob das in Ihren Augen gut oder schlecht ist.
Ich will damit auch nicht reich werden, sondern für mich ist der Reiz, dass ein Spiel von mir veröffentlicht wird.
Aber, wie schon oben erwähnt, muss doch der Verlag Interesse daran haben, möglichst viele Spielideen zu bekommen. Dann soll man doch einen Redakteur mehr einstellen oder was auch immer. Für mich ist das ein essentieller Bestandteil der Arbeit eines Verlages, Ideen zu sichten und nicht dafür auch noch Geld zu verlangen.
Aber ich akzeptiere natürlich auch die Sichtweise anderer Menschen und wenn die Mehrheit diese Regelung begrüßt, finde ich das zwar schade, aber ändern kann ich es auch nicht.

PS: Mit der Spreu vom Weizen trennen find ich auch nicht so gut. Ich halte mein Spiel für durchaus spielenswert, aber sollte das in den Augen anderer nicht so sein, reicht mir ein NEIN eines Verlages aus. Dafür leg ich nicht noch Geld auf den Tisch.

Gruß

Marc (der andere Verlage anschreiben wird, die für ein NEIN kein Geld nehmen)

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Günter Cornett

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Günter Cornett » 31. August 2006, 13:24

Marc Noelkenbockhoff schrieb:
>
> Ich will damit auch nicht reich werden, sondern für mich ist
> der Reiz, dass ein Spiel von mir veröffentlicht wird.

Manche Leute sind bereit dafür zu zahlen. ;-)

> Aber, wie schon oben erwähnt, muss doch der Verlag Interesse
> daran haben, möglichst viele Spielideen zu bekommen. Dann

Ne, sie bekommen schon zu viele Spielevorschläge.

> soll man doch einen Redakteur mehr einstellen oder was auch
> immer. Für mich ist das ein essentieller Bestandteil der
> Arbeit eines Verlages, Ideen zu sichten und nicht dafür auch
> noch Geld zu verlangen.

Ja, das ist es.
Demnächst wird Ravensburger die Reinigungskräfte outsourcen.
Und jeder, der sie besucht, muss eine reingungsgebühr zahlen.
Der SAZ-Vorstand wird es begrüßen, weil die Autoren dafür einen Schuhputz-Service bekommen und saubere Schuhe der erste Schritt auf dem Weg zur Professionalisierung unserer Berufsgruppe sind. :grin:

> Aber ich akzeptiere natürlich auch die Sichtweise anderer
> Menschen und wenn die Mehrheit diese Regelung begrüßt, finde
> ich das zwar schade, aber ändern kann ich es auch nicht.

Ich glaube nicht, dass eine Mehrheit der Autoren diese regelung begrüßt. Es war gerade nur die Mehrheit im SAZ-Vorstand.

> PS: Mit der Spreu vom Weizen trennen find ich auch nicht so
> gut. Ich halte mein Spiel für durchaus spielenswert, aber
> sollte das in den Augen anderer nicht so sein, reicht mir ein
> NEIN eines Verlages aus. Dafür leg ich nicht noch Geld auf
> den Tisch.

Jo, dafür ist es imho ein untaugliches Mittel.
Es macht nur Sinn als Einstieg in eine generelle Gebührenerhebung für das Einreichen von Spielevorschlägen.

Deshalb sollte die SAZ soetwas entschieden ablehnen anstatt zu begrüßen.

Gruß, Günter (fänd es besser, wenn die Diskussion im Autorenforum weitergeführtwürde, will aber nciht jedes mal ne Umleitung legen)

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Marc Noelkenbockhoff
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Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 31. August 2006, 13:33

Hi Günter (hoffe, ich darf das so schreiben),

da ich einige deiner Spiele kenne und besitze (mein Liebling ist Kahuna, obwohl ich komischerweise gegen meine Freundin fast immer verliere :-) ) bin ich nach deiner Antwort ein wenig erleichtert. So ganz doll scheint dieses Verfahren ja wohl doch nicht zu sein und wird von jedem "professionellen" Spieleautor vorbehaltlos begrüßt. Für mich ist nach wie vor das merkwürdigste an dieser Praxis, dass jemand wie ich, der nach Jahren des Spielens endlich auch mal ein Spiel kreiert hat, Geld bezahlen soll, um sich seine Idee bewerten zu lassen. Natürlich werden die Verlage etliche Spielideen bekommen, die man am besten nie erfunden hätte (und vielleicht ist auch meine Idee so eine), aber es muss für einen so großen Verlag und geschulten Mitarbeitern doch möglich sein, diese relativ schnell von den guten Ideen zu trennen.
Mich würde es echt mal interessieren, wie viele gute Ideen Ravensburger dadurch durch die Lappen gegangen sind. Das kann man leider nicht herausfinden, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass etliche Erfinder Ihre Idee lieber erst den Verlagen zusenden, die dafür kein Geld verlangen. Und in meinen Augen ist das auch gut so.

Gruß

Marc (der sich über Taktiktipps für Kahuna freut, damit er mal öfters gewinnt :-) )

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Marcel-André Casasola Merkle

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 31. August 2006, 13:46

Hallo Marc,

ich würde jetzt nicht sagen, dass die Merheit die Regelung begrüßt. Da gehen die Meinungen durchaus auseinander - genauso übrigens wie generell beim Stichwort Agenturen, die als Vermittler zwischen Autoren und Verlagen arbeiten.

Ich kann die Beweggründe von Ravensburger zwar nachvollziehen, persönlich halte ich jedoch wenig davon 65 Euro für einen Test zu bezahlen. Wenn du nicht gerade "Mensch ärgere dich nicht" neu erfunden hast, gibt es in der Tat bessere Wege.

Konkret hast du zwei Möglichkeiten:

1. Du stellst deine Spiele anderen Verlagen vor.
2. Du besuchst eines der beiden Spielautorentreffen (Göttingen oder Haar bei München). Hier gibt es die Möglichkeit, kostenlos mit den Ravensburger-Redakteuren zu sprechen. Allgemein ist der Besuch eines der Treffen überhaupt ein guter Einstieg für Spieleautoren, da sie sich dort mit Gleichgesinnten treffen, Tipps und Tricks austauschen und direktes Feedback zu ihren Spielen sammeln können.

Mit besten Grüßen und viel Erfolg!
Marcel-André Casasola Merkle (1. Vorsitzender der Spieleautorenzunft)

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Günter Cornett

Taktiktipps für Kahuna

Beitragvon Günter Cornett » 31. August 2006, 13:46

Marc Noelkenbockhoff schrieb:
>
> Hi Günter (hoffe, ich darf das so schreiben),

aber logo, hier sind Vorname und Du übliche. Und ich duze auch Autoren, die mir Spielevorschläge zuschicken.

> da ich einige deiner Spiele kenne und besitze (mein Liebling
> ist Kahuna, obwohl ich komischerweise gegen meine Freundin
> fast immer verliere :-) ) bin ich nach deiner Antwort ein
> wenig erleichtert. So ganz doll scheint dieses Verfahren ja

Tja, ich verliere auch einen teil meiner Partien auf http://www.yucata.de/ , auch gegen Frauen ;-)

> Natürlich werden die Verlage etliche Spielideen
> bekommen, die man am besten nie erfunden hätte (und
> vielleicht ist auch meine Idee so eine), aber es muss für
> einen so großen Verlag und geschulten Mitarbeitern doch
> möglich sein, diese relativ schnell von den guten Ideen zu
> trennen.

Es ist nicht so einfach. Aber manche Verlage können das trotzdem ganz gut.

> Mich würde es echt mal interessieren, wie viele gute Ideen
> Ravensburger dadurch durch die Lappen gegangen sind. Das kann
> man leider nicht herausfinden, aber ich könnte mir sehr gut
> vorstellen, dass etliche Erfinder Ihre Idee lieber erst den
> Verlagen zusenden, die dafür kein Geld verlangen. Und in
> meinen Augen ist das auch gut so.

Jo, das sehe ich auch so.
Ich selbst gehöre aber auch zu denen, die Ravensburger Redakteure in Göttingen ansprechen. Bin also nicht unmittelbar betroffen. Mittelbar natürlich schon, weil es ein gleichberechtigtes Verhältnis von Autor und Redakteur generell erschwert. Wir sind die Bewerber, Bitsteller, ...

> Marc (der sich über Taktiktipps für Kahuna freut, damit er
> mal öfters gewinnt :-) )

So auf die Schnelle hab ich mal einen englischen Beitrag von mir kopiert:
http://boardgamegeek.com/browser.php?itemtype=thread&articletype=replycomment&sortby=date&username=Guenter.Cornett
Subject: Re:I don't *get* this game
It's good to control islands which are close to each other, because you need lesse bridges and it's possible to build a (rather) safe castle.

But placing as many bridges as possible between a few islands mean that your opponent gets more islands if he places as many bridges as necessary. On the other hand it's easier to loose such an island.
All what you do has advantage and disadvantage. So observe your opponent. If you know what he is doing (and planning) you can better decide which risk you can take.

A small island (Aloa) is easy to take. You need less bridges to control it than f.e. Elai. But cards of Elai can be placed at six different places, Aloa cards can be placed at three different places.

Islands with pair numbers of bridges are expensive because it's harder to take them than islands with unpair numbers. To get Coco or Kahu you need three bridges. But there are more bridges which can be placed at Kahu than at Coco.
On the other hand: if your opponent takes your bridge from Coco and places an own he'll not controll it.

Knowing these is not a tactic but it helps to decide.

Tactic hints:
Which card you take is as important (or more) than the place where you put the bridge.

First take cards until you've five. Don't play a card before. A strong hand of five cards allows the most combinations.

When you have five cards: Often it's good to play a single bridge as first move and draw a card to keep five card hand.

Playing first bridge save or bluff: Play the first bridge at an iland where you have other cards. If it's attacked you can answer. Play the first bridge at an where you have no cards. Your opponent may be afraid of your answer and places his bridges elsewhere.

In most cases it's bad place two bridges at an island with five places, because you can loose both at the same time.

If you can remove your opponents bridges it may be good to play more cards. But think about his answer. If he drew open cards you can calculate his possibility.

So: Draw face down cards if you don't need face open cards.

Who is in better position? Add bridges+cards of each player. That gives a hint, but you've to add a few thoughts about actual position and which cards both players have.

'Don't draw a card'-rule.
The player who draws the last card before scoring, can act without answer of opponent. He knows the result of scoring, but the opponent takes the first card of the new round. Because of there are new cards, it can be good to loose an early scoring to get a useful card and have a better position in next round.

When I played Kahuna as a board game I underestimated this rule. Very rarely I didn't draw a card. But since a few weeks I play Kahuna online at yucata.de . Before scoring it's very important to NOT DRAW A CARD. One time I did it two turns, so that my opponent couldn't do it - and I won.


Hoffe, auf Englisch ist's ok.

Gruß, Günter

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Tom

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Tom » 31. August 2006, 13:48

Hallo Marc,

ich habe nur "kurz" die allgemeine Lage geschieldert.
Das hatte mit meiner Meinung weniger zu tun. Ich denke man kann auch keine generellen Schlußfolgerungen ziehen.

Aber nochmal kurz, damit keine Mißverständnisse auftreten:

> Ich wundere mich ehrlich gesagt darüber, dass die
> Spieleautoren das begrüssen.

Nicht die Spieleautoren sondern die Spieleautorenzunft begrüßte die vorgehensweise (s. auch Antwort von Günter). Aber selbst in der Spieleautorenzunft gibt es Autoren die mit der vorgehensweise nicht einverstanden sind. Ich persönlich kenne niemanden der die Vorgehensweise begrüßt.

> Denn meiner Meinung nach lebt
> ein Verlag doch davon, dass Spieler Ihre Ideen einreichen.

Ja, sollte man annehmen.

> Ich habe jetzt kein 2. Monopoly erfunden, sondern ein in
> meinen Augen witziges, kleines Kartenspiel.
> Aber ich bin halt nicht bereit, dafür 65 EUR zu bezahlen,
> damit mir der Verlag oder eine Agentur mitteilt, ob das in
> Ihren Augen gut oder schlecht ist.

Musst du nicht. Schicke es doch zu Amigo. Die haben eine hervorragende Kartenspielreihe. Auch Abacus und Adlung sind für Kartenspiele gute Ansprechpartner.

> Ich will damit auch nicht reich werden, sondern für mich ist
> der Reiz, dass ein Spiel von mir veröffentlicht wird.

Geht mir auch so :)

> Aber, wie schon oben erwähnt, muss doch der Verlag Interesse
> daran haben, möglichst viele Spielideen zu bekommen.

Anscheinend haben Ravensburger und Hasbro mehr als genug Ideen. Das ihnen eventuell ein zukünftiges "Spiel des Jahres" entgehen könnte, haben sie wohl kalkuliert. Wenn ich mir das Programm von Ravensburger so ansehe, scheint es mir auch so zu sein, dass sie hauptsächlich mit ihnen bekannten Autoren zusammenarbeiten. Unbekannte Autoren sind mir jedenfalls in letzter Zeit nicht aufgefallen.

> Dann
> soll man doch einen Redakteur mehr einstellen oder was auch
> immer. Für mich ist das ein essentieller Bestandteil der
> Arbeit eines Verlages, Ideen zu sichten und nicht dafür auch
> noch Geld zu verlangen.

Sehen diese beiden Verlage wohl anders. Aber es ist wohl so, dass die Personen sich nicht nur über die eingereichten Ideen finanzieren, sondern auch den Verlagen noch etwas bekommen.

> PS: Mit der Spreu vom Weizen trennen find ich auch nicht so
> gut. Ich halte mein Spiel für durchaus spielenswert, aber
> sollte das in den Augen anderer nicht so sein, reicht mir ein
> NEIN eines Verlages aus. Dafür leg ich nicht noch Geld auf
> den Tisch.

Das habe ich nur sinngemäß aus der Stellungnahme des Ravensburger Verlages übernommen (weiss nicht mehr, wo ich den gelesen habe).

> Gruß
>
> Marc (der andere Verlage anschreiben wird, die für ein NEIN
> kein Geld nehmen)

Finde ich gut. Ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass das keine Schule macht und auch die beiden Verlage bald wieder kostenlos Spielideen annehmen.

Gruß

Tom

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Kathrin Nos
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RE: Taktiktipps für Kahuna - Ergänzung

Beitragvon Kathrin Nos » 31. August 2006, 13:58

Hallo Günter, Marc und alle anderen,

und ich möchte die Frage nach den Taktiktipps zu Kahuna mit einem Link auf einen Thread ergänzen, der vor 2,5 Jahren im Forum lief: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=83470&t=83470

Viel Spass mit Kahuna und bis bald in Essen!
Alles Gute von
Kathrin.

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Marc Noelkenbockhoff
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Beiträge: 283

Re: Kahuna/Gebühr

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 31. August 2006, 14:03

Hi,

danke erstmal für die Tipps. Dafür reicht mein Englisch noch aus. Mal sehen, ob es meine Siegchancen steigert.

Vielleicht schaue ich wirklich mal bei einem Autorentreffen vorbei (momentan ist es ja für mich nur eine kleine Freizeitbeschäftigung, aber wer weiss... ; es macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, eigene Spiele von Null zu entwickeln)
Bleibt für mich eigentlich nur noch die Feststellung, dass sich Ravensburger in meinen Augen ein Eigentor geschossen hat. Der Verlag will mit den Spielen Geld verdienen, also muss man auch vorher in die Sichtung Geld investieren.

Gruß

Marc

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Günter Cornett

Ravensburger Eigentor?

Beitragvon Günter Cornett » 31. August 2006, 14:20

Marc Noelkenbockhoff schrieb:
>
> Bleibt für mich eigentlich nur noch die Feststellung, dass
> sich Ravensburger in meinen Augen ein Eigentor geschossen
> hat. Der Verlag will mit den Spielen Geld verdienen, also
> muss man auch vorher in die Sichtung Geld investieren.

Weiß nicht. Die meisten Veröffentlichungen gibt es sicherlich über die bewährten Kanäle. Professionelle Autoren wie Wolfgang Kramer und Michael Kiesling, in Göttingen gesichtete Spiele, etc.
Unter den Einsendungen von 'Einmal-Autoren' ist sicherlich wesentlich weniger Brauchbares. Von daher ist das Verfahren aus Sicht von Ravensburger schon nachvollziehbar.

Aber eine Lösung auf dem Rücken von Autoren sollte die SAZ nicht begrüßen - zumal Mitglieder des damaligen Vorstandes gerade zuvor gemeinsam auch mit Ravensburger Redakteuren ein Feedback-Formular erstellt hatten, das es den Redakteuren ermöglichen sollte, ohne großen Aufwand eine qualifizierte Absage zu schreiben. Das weiterzufolgen wäre imho der richtige Weg gewesen.

Aber irgendwer im Hause Ravensburger muss da wohl gedacht haben: Hey das lassen wir uns bezahlen.

Ich persönlich bin mir übrigens nicht mal sicher, ob das Verfahren auch von den Ravensburger Redakteuren einhellig begrüßt wird.

Gruß, Günter

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achim

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon achim » 31. August 2006, 15:34

Jede größere Firma, egal welcher Brache, steckt viel Gehirnschmalz in Ideen, wie man bishere kostenlose Leistungen egal welcher Art kostenpflichtig werden lassen kann. Beispiele hierfür gibt es mannigfaltig. Nur als Beispiel nenne ich kostenpflichtige Callcenter. Nach vollzogener Änderung wird nun permanent geprüft, wie sich diese Änderung auf den Geschäftserfolg auswirkt und ob die früheren Prognosen entsprechend eintreten. Da Ravensburger von diesem Konzept (65 Euro Gebühr) bisher nicht wieder abging, scheint sich das für Ravensburger zu rechnen, ansonsten hätten sie schlechte Mitarbeiter. Ideologische oder soziale Komponenten haben hier meist keinen Platz. Das Murren verärgerter Autoren hört der Konsument jedenfalls nicht. Ich halte es daher für kräfteraubend und unergiebig sich darüber den Kopf zu zerbrechen. In der Zwischenzeit stehen viele Konkurrenzfirmen zur Verfügung, die (noch) anders handeln. Wird diese Gebühr Usus bei allen Verlagen, bleibt, sofern man immer noch diesem Verfahren ablehnend gegenübersteht, nur die Selbsthilfe, sprich der Eigenverlag. Hier sind imo sowieso die Schößlinge, die später einmal den Spielewald bilden. Ob ein Spiel sich verkauft, wird hier nicht über Werbung entschieden, sondern für einen Erfolg muß es entsprechend gut sein. Verkauft sich dein Spiel dann nicht, war es entweder nicht zeitgemäß, oder es taugt nichts.
Das Hauptproblem der Eigenverlage ist leider häufig eine lebenslange Verschuldung. :sad:

Wünsche dir für dein Spiel viel Erfolg.

Gruß
achim

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peer

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon peer » 31. August 2006, 15:39

Hi,
im Prinzip wurde alles bereits gesagt. Damals war gerade das Wort "Professionalisierung" groß in Mode (ist es heute auch noch, aber nicht so extrem wie damals) und die Argumentation war z.T. so:

Der Großteil der Einsenungen an Ravensburger kam von irgenwelchen Wirrköpfen*, die MÄDN-Varianten und Schach-Klone erfunden haben und diese einschicken. Wir entsthaften Autoren leiden darunter, da wir mit diesen Wirrköpfen in einen Topf gesteckt werden und weil die Autoren jetzt weniger Zeit haben, sich um unsere Spiele zu kümmern.
Wenn die jetzt abgeschreckt werden, so bleiben nur noch wir ernsthaften Autoren und alles ist gut. Außerdem sieht das dann viel Professioneller aus, und wir werden als ernsthafte Berufsgruppe in der Bevölkerung anerkannt.

Diese Argumentation hat imho allerdings drei Schwachpunkte:
1) Die MÄDN-Erfinder bewegen sich eh ausserhalb der Szene, die SAZ hat darauf keinen Einfluss. Es wird sie immer geben und ich kann mir vorstellen, dass zumindest ein teil auch bereit ist, die Gebühr zu zahlen. Und wenn nicht, verteilen sie sich nur auf die anderen Verlage. Letztlich verschiebt sich die Lage nur und macht es für neue Autoren (wie mich und dich) generell schwieriger zu einem Verlag zu kommen. Schon jetzt sind Kontakte in der Spieleszene sehr, sehr wichtig. Würde das Beispiel Schule machen, würde die Autorenszene noch mehr im eigenen Saft kochen (Naja, sind schon fast zwei Punkte in einem ;-)

2) Die damalige Argumentation implizierte (für mich), dass ein Autor mit einer brauchbaren Spielidee, die auch gut getestet ist, tolle Chancen auf einen Vertrag hat, denn die "Bösen" sind ja die MÄDN-Clone und die Ungetesteten Spiele.
Spätestens durch einen Besuch in Göttingen stellt man fest, dass nix der Wahrheit weniger entspricht. Ich weiß nicht, wie viele MÄDN-Klone es tatsächlich gibt, aber es gibt VERDAMMT VIELE ausgezeichnete Spiele, die aus dem einen oder anderen Grund keinen Verlag finden. Trotz aller Sorgfalt ist ein Vertrag vor allem eines: Glückssache.

3) Vergleicht man einmal die Praxis mit der Praxis anderer kreativer Sparten stellt man fest: Buchverlage verlangen kein Geld für unverlangt eingeschickte Manuskripte (ich habe schon mal verdammt viele Verlage mit einem Rätselbuch belästigt). Produzenten schmeißen Drehbücher vielleicht auf den Müll, aber sie stellen sie nicht freischaffenden Autoren in Rechnung (ich kenne zwei Drehbuchautoren). Computerspielfirmen verlangen keine "Produktionsgebühr" für unverlangt eingeschickte Spielideen (die werden meistens ignoriert). Das sind drei Sparten die von kreativen Köpfen leben und deutlich mehr Geld umsetzen als die relativ unbedeutende Brettspielszene.
Warum es ein Zeichen von Professionalisierung ist, wenn ein Verlag Geld nimmt, kann ich unter diesem Hintergrund nicht verstehen...

ciao
peer (sollte eigentlich den morgigen Versuch vorbereiten)

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achim

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon achim » 31. August 2006, 15:48

peer schrieb:
> 3) Vergleicht man einmal die Praxis mit der Praxis anderer
> kreativer Sparten stellt man fest: Buchverlage verlangen kein
> Geld für unverlangt eingeschickte Manuskripte (ich habe schon
> mal verdammt viele Verlage mit einem Rätselbuch belästigt).
> Produzenten schmeißen Drehbücher vielleicht auf den Müll,
> aber sie stellen sie nicht freischaffenden Autoren in
> Rechnung (ich kenne zwei Drehbuchautoren).
> Computerspielfirmen verlangen keine "Produktionsgebühr" für
> unverlangt eingeschickte Spielideen (die werden meistens
> ignoriert).

Aber peer,
in diesen Sparten gibt es doch ein so genanntes Besetzungssofa.
Da bezahlt man mit seiner Haut! :grin:

Gruß
achim

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Volker L.

[OT ]Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Volker L. » 31. August 2006, 15:51

peer schrieb:
>
> ciao
> peer (sollte eigentlich den morgigen Versuch vorbereiten)

Solltest Du nicht vor allem den morgigen [b]Be[/b]such vorbereiten? ;-)

Gruß, Volker (SCNR)

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Ralf Arnemann » 31. August 2006, 15:59

> 1) Die MÄDN-Erfinder bewegen sich eh
> ausserhalb der Szene, ...
Und landen deswegen bevorzugt bei Ravensburger oder Hasbro.
Es ist ja kein Zufall, daß ausgerechnet diese beiden Verlage das so praktizieren (müssen?), die kriegen halt den Schrott fast komplett ab ...

Wenn ein Spieleautor überhaupt weiß, daß es Verlage wie "Hans im Glück" oder "Adlung" gibt, wird er schon mit wesentlich geringerer Wahrscheinlichkeit nur einen primitiven MÄDN-Clon basteln.

> 2) Die damalige Argumentation implizierte (für
> mich), dass ein Autor mit einer brauchbaren
> Spielidee, die auch gut getestet ist, tolle Chancen
> auf einen Vertrag hat, ...
So direkt hielte ich das auch für falsch.
Selbst mit einem guten Entwurf ist das Risiko da, daß man nicht in die derzeitige Planung paßt etc. und beim angesprochenen Verlag nicht durchkommt.

Aber es ist immerhin so, daß man mit Gebühr wenigstens eine faire Chance bekommt, weil der Entwurf wirklich ordentlich geprüft wird (das setze ich jetzt wenigstens voraus ...).

Wenn ein Verlag mit zu viel Müll zugeschüttet wird ist umgekehrt die Gefahr groß, daß ein guter Entwurf durchfällt, weil seine Qualitäten nicht schnell genug erkennbar sind.

> Buchverlage verlangen kein Geld für unverlangt
> eingeschickte Manuskripte ...
... dafür ist es dort oft üblich, diese Manuskripte ungeprüft zu retournieren.
Es sei denn, sie kommen über einen Agenten rein, das wäre dann eine Variante der Gebühr.

Insgesamt begrüße ich die Gebühren weder wie die SAZ noch lehne ich sie ab.
Es ist eine legitime Entscheidung der Verlage, ob sie so etwas machen.
Und jeder muß halt selber entscheiden, wieviel er seiner Idee zutraut und was er da investiert.

WENN ich mal eine wirklich gute Spielidee hätte, UND das Gefühl, diese wäre bei Ravensburger am besten aufgehoben (bei Hasbro kann ich mir das nicht vorstellen), dann wären die 65,- Euro für mich letztlich völlig nebensächlich.

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Marc Noelkenbockhoff
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Beiträge: 283

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 31. August 2006, 16:01

Ich halte es daher für
> kräfteraubend und unergiebig sich darüber den Kopf zu
> zerbrechen.

Ich zerbrech mir ja nicht den Kopf darüber. Ich habe nur von dieser Praxis gerade das 1. Mal gehört und wollte nur wissen, wie das die anderen hier im Forum sehen, weil ich das so nicht nachvollziehen konnte.

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peer

Re: [OT ]Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon peer » 31. August 2006, 16:45

Hi,
Volker L. schrieb:
>
> peer schrieb:
> >
> > ciao
> > peer (sollte eigentlich den morgigen Versuch vorbereiten)
>
> Solltest Du nicht vor allem den morgigen [b]Be[/b]such
> vorbereiten? ;-)
>
> Gruß, Volker (SCNR)

Nö, sowas mach ich spontan. Bin ja professionell ;-)

ciao
peer

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peer

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon peer » 31. August 2006, 16:57

Hi,
Ralf Arnemann schrieb:
>
> > 1) Die MÄDN-Erfinder bewegen sich eh
> > ausserhalb der Szene, ...
> Und landen deswegen bevorzugt bei Ravensburger oder Hasbro.
> Es ist ja kein Zufall, daß ausgerechnet diese beiden Verlage
> das so praktizieren (müssen?), die kriegen halt den Schrott
> fast komplett ab ...
>
> Wenn ein Spieleautor überhaupt weiß, daß es Verlage wie "Hans
> im Glück" oder "Adlung" gibt, wird er schon mit wesentlich
> geringerer Wahrscheinlichkeit nur einen primitiven MÄDN-Clon
> basteln.

Naja, Schmidt-Spiele gibts da auch noch, Hans im Glück und Kosmos dürften mittlerweile auch bekannt sein. Und wer "Spieleverlag" googelt landet bei Bambus (gefolgt von Ravensburger, Sphinx und Heidelberger).

Ich muss es mal duetlich machen: Aus Verlagssicht kann ich die Entscheidung irgendwo nachvollziehen. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist dass die Reaktion des damaligen Vorstandes der SAZ. Und daruf bezogen sich meine Kommentare in erster Linie.
Den MÄDN-Leuten ist es egal, ob die SAZ Professionalisierung oder Sauerkraut predgt.

>
> > 2) Die damalige Argumentation implizierte (für
> > mich), dass ein Autor mit einer brauchbaren
> > Spielidee, die auch gut getestet ist, tolle Chancen
> > auf einen Vertrag hat, ...
> So direkt hielte ich das auch für falsch.
> Selbst mit einem guten Entwurf ist das Risiko da, daß man
> nicht in die derzeitige Planung paßt etc. und beim
> angesprochenen Verlag nicht durchkommt.
>
> Aber es ist immerhin so, daß man mit Gebühr wenigstens eine
> faire Chance bekommt, weil der Entwurf wirklich ordentlich
> geprüft wird (das setze ich jetzt wenigstens voraus ...).
>
> Wenn ein Verlag mit zu viel Müll zugeschüttet wird ist
> umgekehrt die Gefahr groß, daß ein guter Entwurf durchfällt,
> weil seine Qualitäten nicht schnell genug erkennbar sind.

Kommt immer darauf an, wie geprüft wird. Wie gesagt, damals bin ich der Diskussion gefolgt und hatte den obigen Eindruck bekommen. Irgendwie schwingte immer "Machs richtig, dann klappts auch" mit. Meine Überraschung war groß als ich in meiner neuen Berliner Autorenrunde mit tollen Prototypen konfrontiert wurde, die niemand haben wollte.

> > Buchverlage verlangen kein Geld für unverlangt
> > eingeschickte Manuskripte ...
> ... dafür ist es dort oft üblich, diese Manuskripte ungeprüft
> zu retournieren.
> Es sei denn, sie kommen über einen Agenten rein, das wäre
> dann eine Variante der Gebühr.

Hmm, kann ich so nicht bestätigen. Ich habe damals knapp 15 Verlage angeschrieben. 1 hat nie geantwortet. 2 haben mein Manusskipt zurückgeschickt mit der Meldung, sie nähmen so nix an, 2 weitere meinten es passt nicht ins Verlagprogramm. Die anderen haben eine persöhnliche Rückmeldung gegeben, bei der ich mal davon ausgehe, dass sie sich mit dem Manusskript beschäftigt haben.

> Insgesamt begrüße ich die Gebühren weder wie die SAZ noch
> lehne ich sie ab.
> Es ist eine legitime Entscheidung der Verlage, ob sie so
> etwas machen.

Natürlich. Es ist auch eine legitime Entscheidung die Preise für Spiele zu verdoppeln. Nur muss ich die deshalb als Spieler nicht loben und mich freuen, dass Spielen jetzt professioneller wird ;-)

> Und jeder muß halt selber entscheiden, wieviel er seiner Idee
> zutraut und was er da investiert.
> WENN ich mal eine wirklich gute Spielidee hätte, UND das
> Gefühl, diese wäre bei Ravensburger am besten aufgehoben (bei
> Hasbro kann ich mir das nicht vorstellen), dann wären die
> 65,- Euro für mich letztlich völlig nebensächlich.

Ehrlich gesagt könnte ich mir eher vorstellen, eine Idee speziell für Hasbro zu haben (z.B. Merchandising), zumal "Hasbro" ja auch für Parker, MB, Wizards of the coast... also für einen Großteil des amerikanischen Spielemarktes steht.
Bei Ravensburger wüsste ich keine Idee, die ich nicht genauso gut bei Amigo, Hans im Glück oder Schmidt unterbringen könnte... :-)
Naja, ich bin jaim Zweifelsfall in Göttingen dabei, komme als -wenns gut läuft - um die 65 EUR herum, bin also nicht direkt betroffen. Nur macht es diese Regelung Neulingen eben deutlich schwerer (und Neulinge sind ja nicht nur MÄDN-Macher) und gerade deshalb war ich damals von der SAZ schwer enttäuscht.

ciao
peer

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Ralf Arnemann
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Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Ralf Arnemann » 31. August 2006, 17:22

> Schmidt-Spiele gibts da auch noch, Hans im Glück
> und Kosmos dürften mittlerweile auch bekannt sein.
Aber noch lange nicht so bekannt wie Ravensburger, das ist doch für viele Leute fast ein Synonym für "Spiele", so à la "Tempo-Taschentuch".

> Und wer "Spieleverlag" googelt landet bei Bambus
Interessant - wie macht der Günter das ;-)?

Da könnte ich jetzt auch überspitzt schließen: Die MÄDN-Neu-Erfinder sind sogar zu blöde zum Googeln.

Wobei ich übrigens nicht wirklich gegen diese Leute lästern will. Die können ja meist nichts dafür, daß sie nie mehr kennen gelernt haben als die konventionelle Spielesammlung, und haben immerhin die Initiative und Kreativität, sich was auszudenken.
Aber ich kann mir gut vorstellen, daß man als Ravensburger-Redakteur die Krise bekommt, wenn schon wieder so ein Haufen völlig unbrauchbarer Entwürfe den Schreibtisch bedeckt.

> Was ich nicht nachvollziehen kann, ist dass die
> Reaktion des damaligen Vorstandes der SAZ.
Wie schon gesagt: Ich stimme ihr nicht zu, aber nachvollziehen kann ich sie schon.
Wenn gute Ideen untergehen, weil im Verlag wegen des Mülls zu wenig Zeit zur Prüfung bleibt, ist das für die Spieler-(Spieleautoren-)szene nachteilig. Wenn man sonstige Abhilfeideen für wenig wirksam hält, kann man auch als Spieleautor so eine Idee für gut halten.

> Kommt immer darauf an, wie geprüft wird.
Richtig. Ich erwarte schon, daß für die 65,- Euro ein gutes Stück Arbeit investiert wird.

> Irgendwie schwingte immer "Machs richtig, dann
> klappts auch" mit.
Das wäre natürlich falsch - aber dann ein Fehler in der Diskussions-Darstellung, nicht der Gebühr.

> Die anderen haben eine persöhnliche Rückmeldung
> gegeben, ...
10 von 15 halte ich für eine gute Quote.
Ich befürchte, daß das nicht typisch ist. Habe aber dann doch nicht den großen Überblick auf dem Buchmarkt, daß ich mich hier weiter aus dem Fenster lehnen möchte ;-)

Im übrigen ist der Buchmarkt nun sehr viel größer und vielgestaltiger als unser kleiner Spielesektor.
Da gibt es sogar Verlage, die nehmen nicht nur eine Prüfgebühr, sondern da muß der Autor erheblich für die Produktion bezahlen, damit er genommen wird.

> Bei Ravensburger wüsste ich keine Idee, die ich
> nicht genauso gut bei Amigo, Hans im Glück oder
> Schmidt unterbringen könnte...
Aber Ravensburger ist der Jackpot. Dort ins Programm zu kommen dürfte einen erheblich höheren Ertrag bringen, wegen höherer Startauflage und möglichem Auslandsgeschäft.
Wenn ich eine Ravensburger-fähige Idee hätte, dann würde ich immer zuerst die 65 Euro investieren.

> Nur macht es diese Regelung Neulingen eben
> deutlich schwerer ...
Auch da bin ich mir nicht sicher.
Sie zwingt die Neulinge in erster Linie einmal zum Nachdenken. Sie müssen sich überlegen, ob sie ihrem Entwurf wirklich vertrauen, ob ihre Präsentation überzeugend genug ist, oder ob es andere Möglichkeiten gibt. Vielleicht kommen sie überhaupt erst dadurch mal per Googeln in die Spielerszene oder an andere Verlage.
Wenn der Neuling stattdessen einfach etwas an Ravensburger schickt und dann kostenlos die Absage kriegt - wird ihm das mehr helfen?

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der drei

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon der drei » 31. August 2006, 17:36

Wer fürs Casten Geld verlangt, ist nicht seriös, das tut Ravensburger.

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Günter Cornett

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Günter Cornett » 31. August 2006, 17:44

Ralf Arnemann schrieb:
>
> > Schmidt-Spiele gibts da auch noch, Hans im Glück
> > und Kosmos dürften mittlerweile auch bekannt sein.
> Aber noch lange nicht so bekannt wie Ravensburger, das ist
> doch für viele Leute fast ein Synonym für "Spiele", so à la
> "Tempo-Taschentuch".
>
> > Und wer "Spieleverlag" googelt landet bei Bambus
> Interessant - wie macht der Günter das ;-)?
Das wechselt ständig. Momentan sieht es an der Spitze so aus:

Ergebnisse von ungefähr 176.000 Seiten auf Deutsch für 'Spieleverlag' :
Ravensburger AG
Heidelberger Spieleverlag
Bambus Spieleverlag
Sphinx Spieleverlag
Aktuell-Spiele-Verlag


Wie man das macht?
Mit ganz viel Dummheit. Wer bei 'Spieleverlag' an der Spitze steht wird mit Spielevorschlägen und Spendenanfragen zugeschüttet.

Ist aber zu aufwändig da wieder runter zu kommen.
Ausserdem nutze ich es als Referenz für meinen Nebenjob:

http://www.jagupard.de/suchmaschinen_referenz.htm

Über das Wie der Suchmaschinenoptimierung: http://www.jagupard.de/lernbrief.htm

Was ich dabei falsch gemacht habe , ist mir vorher genau zu überlegen:
Bei welchen Suchwörtern will ich gut gefunden werden.


> Wobei ich übrigens nicht wirklich gegen diese Leute lästern
> will. Die können ja meist nichts dafür, daß sie nie mehr
> kennen gelernt haben als die konventionelle Spielesammlung,
> und haben immerhin die Initiative und Kreativität, sich was
> auszudenken.
> Aber ich kann mir gut vorstellen, daß man als
> Ravensburger-Redakteur die Krise bekommt, wenn schon wieder
> so ein Haufen völlig unbrauchbarer Entwürfe den Schreibtisch
> bedeckt.

Tja, da könnten Sie mal ne kleine Info in ihre Spiele legen.
Es gab da auch diesen standardisierten Antwortbogen.

> Wenn gute Ideen untergehen, weil im Verlag wegen des Mülls zu
> wenig Zeit zur Prüfung bleibt, ist das für die
> Spieler-(Spieleautoren-)szene nachteilig. Wenn man sonstige
> Abhilfeideen für wenig wirksam hält, kann man auch als
> Spieleautor so eine Idee für gut halten.

Wenn man die Konkurrenz zu anderen Autoren betonen will.
Das sollte aber nicht Aufgabe der SAZ sein.

> Im übrigen ist der Buchmarkt nun sehr viel größer und
> vielgestaltiger als unser kleiner Spielesektor.
> Da gibt es sogar Verlage, die nehmen nicht nur eine
> Prüfgebühr, sondern da muß der Autor erheblich für die
> Produktion bezahlen, damit er genommen wird.

Und Harry Potter wurde auch abgelehnt ...


> > Bei Ravensburger wüsste ich keine Idee, die ich
> > nicht genauso gut bei Amigo, Hans im Glück oder
> > Schmidt unterbringen könnte...
> Aber Ravensburger ist der Jackpot. Dort ins Programm zu
> kommen dürfte einen erheblich höheren Ertrag bringen, wegen
> höherer Startauflage und möglichem Auslandsgeschäft.
> Wenn ich eine Ravensburger-fähige Idee hätte, dann würde ich
> immer zuerst die 65 Euro investieren.

Die Frage ist: wie wahrscheinlich ist es, dass Ravensburger das Spiel nimmt?
Es gibt ja noch andere Ravensburger-fähige Spiele. Und u.U. hat man bei Ravensburger da ne ganz andere Meinung als du.

Möglicherweise ist es besser im Lotto zu spielen oder bei neun-live anzurufen ...

> Wenn der Neuling stattdessen einfach etwas an Ravensburger
> schickt und dann kostenlos die Absage kriegt - wird ihm das
> mehr helfen?

Mehr als wenn er es gar nicht hinschickt.

Mir ist ein Punkt wichtig, der in der Diskussion untergeht:
Autoren und redakteure begegnen sich nicht mehr auf gleicher Augenhöhe, wenn die Autoren für die Begegnung zahlen müssen.

Gruß, Günter

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peer

Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon peer » 31. August 2006, 18:46

Hi,
Ralf Arnemann schrieb:
> Aber ich kann mir gut vorstellen, daß man als
> Ravensburger-Redakteur die Krise bekommt, wenn schon wieder
> so ein Haufen völlig unbrauchbarer Entwürfe den Schreibtisch
> bedeckt.

Ja, wobei ich wirklich nicht einschätzen kann, wie viele dass wirklich sind und wie vie lZeit das wirklich verschlingt, aber darum geht es mir ja auch nicht.

>> > Nur macht es diese Regelung Neulingen eben
> > deutlich schwerer ...
> Auch da bin ich mir nicht sicher.
> Sie zwingt die Neulinge in erster Linie einmal zum
> Nachdenken. Sie müssen sich überlegen, ob sie ihrem Entwurf
> wirklich vertrauen, ob ihre Präsentation überzeugend genug
> ist, oder ob es andere Möglichkeiten gibt. Vielleicht kommen
> sie überhaupt erst dadurch mal per Googeln in die
> Spielerszene oder an andere Verlage.
> Wenn der Neuling stattdessen einfach etwas an Ravensburger
> schickt und dann kostenlos die Absage kriegt - wird ihm das
> mehr helfen?

Hängt von der Absage ab. Ich finde eine Aussage wie "Wir nehmen im Moment keine Prototypen an, wir haben so viele" ehrlicher und helfenswerter als wenn der Proto erst einmal einbehalten wird und dann 8 Monate später mit einer beliebigen Begründung zurückkommt.

Hinzu kommt folgendes: Das Spiel kann noch so geeignet, noch so gut sein, es gibt viele Faktoren, die damit nichts zu tun haben:
-Es ist (zitat) "Zu groß für die kleine Schachtel und zu klein für die Große"
-Ein ähnliches Spiel ist in der Pipeline (und das kann auch nur ein oberflächlich ähnliches Spiel sein)
-Die Spiele für die nächsten 3 Jahre sind bereits geplant
- Die Schachtelgröße für die das Spiel konzipiert war, wird aus dem Programm genommen (ist gerade einem Bekannten passiert).
...
Und da sind 65 EUR eben viel Geld.

Einen ganz anderen Punkt hat Günter angesprochen: Die Verlage sind genau genommen nichts ohne Spieleautoren. Es ist also nicht so, dass wir in der Bittstellerposition sitzen müssten - aber genau dahin wird man von Ravensburger irgendwo gestellt.

Ich persöhnlich bin zudem der Meinung, dass ein talentierter unbekannter Spieleautor dieselben Chancen haben sollte, wie ein bekannter. Das ist durch den Ravensburger Vorstoss aber nicht gegeben - Bekannte Autoren rufen an und zahlen nix. Unbekannte schon. Das meine ich, wenn ich schreibe, dass Neulinge mehr Probleme haben werden.

ciao
peer

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Droegi
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Re: Gebühr bei Ravensburger

Beitragvon Droegi » 31. August 2006, 19:19

Also wenn Du ein witziges Kartenspiel hast, würde ich Dir sowieso andere Verlage empfehlen. Abacus und Lookout-Games wären da gute Adressen. Ggf. auch Amigo, nur weiß ich nicht, ob die z.Zt. ein Augenmerk auf Kartenspiele gelegt haben.

Viel Erfolg
Droegi


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