Beitragvon peer » 17. September 2006, 15:23
Hi,
Eric schrieb:
>
> peer schrieb:
> >
> > Wer sich aufregt, dass z.B. ein Packeis am Pol zu teuer wäre
> > und man mit dem Kauf bis nach dem Verramschen warten soll,
> > bis man es kauuft, hat an diesen Trend nicht unwesentlich
> > beigetragen.
>
> Du behauptest also meine einzelne Meinung zu einem einzelnen
> Phalanx-Spiel hat Pro Ludo direkt oder indirekt dazu gebracht
> in China zu produzieren?
> Sehr lustig..... aber an der Realität wohl ziemlich weit
> vorbei.
Stimmt. Deswegen schrieb ich "z.B." und deutete damit (anscheinend nicht deutlich genug) an, dass dies nur ein Beispiel von vielen ist. Ich hätte auch das Posting über die "Wucherpreise von Adlung" als Beispiel zitieren können.
Die Sache ist doch die: Viele hier beklagen sich über hohe Preise. Also versucht ein Verlag diese Preise irgendwie niedrig zu bekommen. Du selbst schriebest:
> Es gibt doch wohl eher ein Problem die massiv gestiegenen
> Kosten irgendwie zu kompensieren, um Spiele weiterhin zu
> vernünftigen Preisen anzubieten. China ist da eine gern
> genommene Lösung (...)
> Die richtige Balance zwischen Qualität und Preis zu finden
> ist Aufgabe des Verlages. Den Mangel an Qualität beim
> Spielmaterial auf die Wünsche der Kunden nach erschwinglichen
> Spielen zurückzuführen ist ein ziemlich weiter
> Gedankensprung, den ich so nicht nachvollziehen kann.
Als Kunde wollen wir folgendes:
1.) Beste Qualität
2.) Bester Service
3.) Niedrige Preise
Wie soll ein Verlag das auf Dauer schaffen? Die meisten Verlage versuchen irgendwie ein Mittelweg zu finden. Aber besonders kleine Verlage haben Schwierigkeiten der Preisspirale zu entgehen. Und besonders kleine Verlage leiden, wenns nicht klappt, denn die müssen sich erst einmal einen Namen machen (wenns dann mit dem Namen geklappt hat, dann können die Preise auch höher sein - siehe Splotter oder eggert).
Natürlich hat der Berlag die Verantwortung alles zu machen, aber er kann sich dem Preisdruck eben auch nicht entziehen.
> hapert hier doch wohl eher an der Vorgabe von
> Qualitätsstandards und der Qualitätskontrolle.
Von den Verlagen oder in China? Ganz versteh ich diese Aussage nicht (wirklich nicht!). Meinst du in Deutschland sollte es eine Qualitätskontrolle für Brettspiele geben oder meinst du dass China billig produziert, weil es keine Qualitätskontrollen gibt?
Oder würdest
> Du behaupten die Verlage würden absichtlich Spiele mit
> Qualitätsproblemen veröffentlichen und die folgende Kritik in
> Kauf nehmen, nur um bestimmte Marktpreise einhalten zu können?
Nein. Aber sie versuchen eben auch mal was Neues, um Preise halten zu können, bzw. um nicht teurer anbieten zu müssen. Das kann auch mal daneben gehen - Pro Ludo hat sich das Ganze sicherlich anders vorgestellt. Das Ganze war ein Fehler, aber es war eben auch ein Versuch Kundenfreundlich zu sein (ja, natürlich kein uneigennütziger Versuch, aber immerhin).
Daher finde ich diese ganze Pro-Ludo-Basherei etwas sehr überzogen. Und letztlich sogar etwas heuchlerisch (das aber ganz allgeimein, definitiv nicht auf Dich bezogen). Pro Ludo hätte sicherlich lieber in Deutschland produziert und wird es jetzt wieder tun. Weswegen der nächste Thread "Pro Ludo Spiele sind überteuert" nur noch eine Frage der Zeit sein wird ;-)
ciao
peer