Beitragvon Michael Weber » 6. Oktober 2006, 18:37
Huh, das hatten wir hier alle paar Monate mal wieder mehr oder weniger direkt diskutiert. Ich denke, du wirst ein so uneinheitliches Meinungsbild bekommen, wie es ein uneinheitliches Bild von Websiten dazu gibt.
Ich persönlich finde (und da folgt mir mein Reich der Speiel :-D ), dass Noten nicht geeigent sind, die Komplexität des Spielens und Spielspaß' so darzustellen, dass sie für unbedarfte Surfer von uneingeschränkten Nutzen sind. Ich finde sogar, dass eine Note, auch Teilnoten, einem Spiel nicht gerecht werden kann, weil eben die Vergleichbarkeit nur vorgegaukelt ist. Darf man zum Beispiel Puerto Rico und Die Sieben Siegel eine Schulnote 1 geben, obwohl sie so unterschiedlich sind? Und wenn man das tuit, versteht das ein Surfer, der sich mit beiden Spielen nicht auskennt und in Wirklichkeit eine Alternative zu Monopoly sucht?
Ich finde, dass die Struktur einer Rezension völlig unerheblich ist, so lange deutlich wird, für wen das Spiel ist, warum es ein Tipp oder nicht ist und woran sich der Spielspaß festmachen lässt (oder eben nicht). Ich bin zudem der Meinung, dass eine Rezension nicht einmal zwangsläufig den Spielmechanismus darstellen MUSS. Es geht auch ohne, wenn die anderen genannten Bedingungen erfüllt sind.
Was ich absolut nicht gut finde: Eine langatmige Nacherzählung von Regeln mit möglichst vielen Details. Entschuldigung, aber da lese ich lieber die Spielanleitung. Eine Rezension muss bewerten und nach Möglichkeit unterhalten. Das ist viel wichtiger, als in - manchmal nicht einmal - eigenen Worten die Anleitung zu wiederholen. Natürlich kann nicht jede Rezension ein literarisches Meisterwerk sein. Muss ja auch nicht. Aber ab und an darf ruhig mal ein lesenswerter Ansatz aufblitzen. Nicht vergessen: Fast alle Rezensenten machen das als Hobby ...
Was Fotos angeht, ist es zum Teil eine Frage des Webspaces. Große Seiten, zu denen wir mit rund 1300 Rezensionen sicher gehören, haben ab einem gewissen Punkt schlicht Kapazitätsprobleme. Außerdem ist es nicht immer möglich, eigene Fotos zu machen. Und meist sind das die Fälle, in denen nur ungenügendes Fotomaterial der Spiele von den Verlagen vorliegt.
Außerdem finde ich viele Rezensionen zu lang, um sie am Bildschirm gut lesen zu können. Aber das ist ganz sicher vom Spiel abhängig. Leider erwische ich mich auch ab und an, dass ich zu viel des Textes wollte.
Mit diesen Aussagen werde ich wieder reichlich einsam im Glaskasten sitzen, aber bitte schön, werft ruhig eure Steine, vielleicht kommen ja zumindest schöne Scherben dabei heraus.
Unter dem Pelek-Motto "Was ich schon immer einmal tun wollte" heute die Folge: "Alle Rezensenten anpöbeln, wie mies sie schreiben, dann meine schlechteste Rezension herauskramen und behaupten, wie toll sie ist. Wer es nicht glaubt, den verdonnere ich zu 100 Tagen Dauerspiel von Alra und Age Of Aventinus.
Michael