Beitragvon Michael Weber » 7. Oktober 2006, 14:16
> Beispiele müssen plakativ sein und sorry ich wusste nicht,
> dass nicht alle Rezis auf RdS zur Diskussion zur Verfügung
> standen :-|
Doch, doch. Hast halt einen unbequemen Treffer gelandet ;-)
> Andererseits habe ich auf RdS noch nie eine Rezi gelesen,
> welche an einem Spiel [i]kein[/i] gutes Haar lässt. In diesem
> Sinne seid Ihr durchaus "diplomatisch" :wink:
Och. Dazu sage ich nur zwei Sachen. Erstens gibt es viele für die jeweiliige Zielgruppe gemachte Spiele, die zumindest nicht so schlecht sind, dass man sie ohne Weiteres verdammen darf, selbst wenn man sie als Rezensent nicht mag. Unsere Schreiber sind zudem angewiesen, die Rezension für die Zielgruppe zu schreiben. Zum Zweiten gibt es bei uns einige echte Verrisse, die aber tendenziell weniger Menschen lesen, weil es sich meist um Spiele kleiner, unbekannter Verlage handelt, die mit der Qualität der "etablierten" Hersteller nicht mitkommen.
> Andere schreiben durchaus mal, wenn ein Spiel total flach
> rausgekommen ist, aber vielleicht kannst Du mir ja ein paar
> Beispiele nennen, da ich nicht behaupte alle Eure Rezis zu
> kennen.
Spotan:
http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/Taki.php
http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/Dribbel-FCBayernMuenchen.php
http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/GrabraeuberAusDemAll.php
http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/ObscuraTempora.php
Was den totalen Flop angeht: Wenn ich nur auf Grundlage meine Vorlieben ein Spiel rezensiere, werde ich mehr Verrisse schrieben. Das wird jedoch dem Spiel NICHT gerecht. Deshalb gilt für einen ernsthaft arbeitenden Rezensenten immer, den Anspruch des Spiels/Autors/Verlages, die Zielgruppe und die Qualität im Vergleich im Auge zu behalten. Nur dann kann eine Rezension dem Spiel gerecht werden. Das bedeutet auch, dass ich abseits von meiner persönlichen Vorliebe ein Spiel positiv bewerten kann, das ich selbst nicht wieder spielen mag. Wer diesen Drahtseilakt nicht beherrschen WILL, sollte keine Rezensionen schreiben. Aber auch oben auf diesem Drahtseil kann man einen Verriss formulieren, der sich gewaschen hat. Ich finde es anders herum aber äußerst bedauerlich, dass auf einigen Seiten zum Beispiel Kinderspiele verrissen werden, die zum Teil augenscheinlich nicht einmal mit Kindern getestet werden. So geht die Rezesnion dann vollends an der Zielgruppe vorbei. Oder was, wenn Attila oder Braz Uno rezensieren würden? Was käme da wohl bei raus? Also, eine Rezension muss schon den Anspruch haben, dem Spiel gerecht zu werden.
Michael