Beitragvon Marten Holst » 12. Oktober 2006, 15:03
Moin,
ich denke wir müssen hier wirklich überlegen, welche Skala wo sinnvoll einzusetzen ist. Klar ist, denke ich, dass nach veröffentlichten Spieletiteln zum Beispiel Puerto Rico nicht zu den 10% "schwersten" (im Sinne, wie wir es hier nutzen) gehört. Und falls ich mich täusche, dann schraube ich mal die Prozentzahl runter, bis es passt. Aber: wenn wir nach einer "Wahrnehmung" gehen, dann ist auch die Bedeutung der Spiele auf dem Markt relevant. Um Im Autobeispiel zu bleiben: die meisten Supertransporter und Schwerstbaumaschinen sind Unikate, vielleicht mal ne Serie von fünf gleichen. Somit gibt es also auf einmal hunderte Kraftwagentypen, die schwerer sind als ein Ottonormal-40-Tonner-Diesel (Hallo Gunter). Dennoch ist letzterer in der allgemeinen Wahrnehmung, und ich denke zu recht, ein Schwertransporter, weil er eben zu den "10% schwersten", die ein normaler Mensch mit bissel Autobeobachtung auf der Straße wirklich sieht, gehört. Also Stückzahl, nicht Modellzahl. Und ich denke übertragen auf den Spielemarkt ist dann Puerto blitzartig wieder dabei.
Klar weiß ich, dass es jenseits der Schwertransport-Lkws auf der Autobahn noch die Bergwerkslaster mit den 5-Meter-Reifen gibt, oder die Braunkohlebagger. Aber das sind Exoten, die ich gerne mal bestaune, bei denen ich mich vielleicht auch gerne mal ans Steuer setzen mag, aber die, außer für eine kleine Zielgruppe, doch keine besondere praktische Relevanz haben.
Nun sind Deine Beispiele sicherlich weniger extrem gewesen, dennoch ist ein "da gibt es noch ganz anderes" zum einen ein Argument, was bis ins Vorletzte durchexerziert werden kann (Civi, AoR Schwergewichte? 7 Ages? Lächerlich... was haltet Ihr von meinem Conquest Of the Magic Universe mit 24m² Spielplan, 160.000 Markern, 32.361 (ca.) Plastikgussfiguren, 781 Seiten Grundregeln und garantierten 2050 Stunden Mindestspielzeit?), zum anderen aber auch etwas, bitte nicht persönlich nehmen, snobistisch, denn es sind dann häufig Spiele einer kleineren Verbreitung (ich rede vom Deutschen Markt), die man außer in esoterischen Spezialgeschäften und bei eingefleischten Freaks eben nur auf solchen Messen mal sehen kann.
Klar ist natürlich auch, dass wir hier im Forum teilweise schon selber etwas esoterisch sind. Dennoch würde ich nicht sagen wollen, dass "PR ist ein Schwergewicht" hier zu undifferenziert wäre.
Tschüß
Marten