Beitragvon Michael Weber » 27. Oktober 2006, 17:39
Christine W. schrieb:
> Auch das mal ganz andere
> Thema und die Gestaltung waren ansprechend.
Richtig. Großartiges Thema, ansprechende Gestaltung.
> Welches Potenzial seht ihr in Emira?
Zwei Spiele mit Überlänge und dann ein anderes vorziehen. Leider! Es ist schön, dauert aber viel zu lange und hat meiner Meinung nach Probleme:
Die Schwierigkeit, sich auf die Damen der nächsten Runde rechtzeitig (!) vorzubereiten (es ist eher Glückssache, wer gerade in den benötigten Gebite die Nase vorne hat) und die sehr unausgewogenen Aktionskarten. Dazu ist ein Vorsprung in einem der Gebiete der Scheichs schwer aufzuholen. Außerdem sind die Kamele sehr wichtig, aber extrem von Kartenglück und -pech abhängig.
> Wie schätzt ihr den
> Langzeitspielreiz ein?
s. o.
> Sind Anfangsfehler wirklich so schwer
> aufholbar?
Meiner Meinung nach bei "richtigen" Fehlentscheidungen nur im nächsten Spiel, aber es gibt viele Teilaspekte, die ausgebügelt werden können. Problematisch ist nur, wenn man sich nicht früh auf die Notwendigkeit einer gesunden Mischung aus Eigenschaften (weiß gerade das passende Wort im Spiel nicht) und Geldfluss einstellt.
> Ist der Glücksanteil durch die Haremsdamenkarten
> zu hoch?
Ja, aber im Grunde liegt das an der starren Platzierung in den Eigenschaften der Scheichs. Man kann innerhalb einer Runde kaum einen Führenden in einzelnen Bereichen einholen.
> Für wen ist das Spiel geeignet?
Frag Emira. Vom Ansatz für geübte Familienspieler und willige Freaks, von der Länge her für Freaks, vom Zufallseinfluss nicht für Freaks. Für Scheichs?
Ich möchte hier mal betonen, dass ich die Idee sehr gut finde und das Spiel mögen will, aber irgendwie überzeugt es leider nicht.
> Wenn ihr trotz kleinerer Nachteile das Spiel gerne mochtet
> und auch weiterempfehlen würdet, was macht für euch den Reiz
> des Spiels aus (außer Thema und Aufmachung)?
Im Grunde alles (Bieten, Ausbau der Bereiche, Unterhalt, sehr vielschichtiges Spiel eigentlich), aber dafür hat es leider zu viele kleine Schwächen, die es in der Summe nicht zu einem Tipp werden lassen.
Michael
(darf keine Haremsdamen neben seiner ersten haben)