Beitragvon Volker Scheinert » 6. Dezember 2006, 15:21
Hallo Ingo,
zu den Card Driven Games gehört Comman&Colors: Ancients nicht. Die Gemeinsamkeit ist zwar sicherlich, dass abwechselnd jeder Spieler grundsätzlich eine Karte ausspielt und dann die dadurch ausgelösten Aktionen auf dem Spielbrett umsetzt. Bei CDG´s gibt es aber viel mehr mögliche Aktionen, die Du mit einer ausgewählten Karte durchführen kannst: Will ich etwa den Kartentext oder die Aktionspunkte benutzen, um Einheiten zu bewegen, Verstärkungen zu erhalten, Belagerungen durchzuführen etc. ?) Du hast dabei in der Regel die Qual der Wahl, welche Funktion Du nun gerne benutzen möchtest. Ich kenne aus der C&C-Serie nur Battle Cry + Memoir´ 44, glaube aber aus Rezensionen verstanden zu haben, dass sich C&C: Acients nicht Galaxien enfernt spielt. Für meinen Geschmack verbietet sich ein Vergleich von Hannibal, Twilight Struggle + Path of Glory (habe ich alle gespielt) einerseits und der C&C-Serie andererseits. Der Spielablauf von C&C ist viel einfacher, die Enscheidungen begrenzter, die Strategie offensichtlicher, die Spielzeit viel kürzer, die Handlung beschränkt sich auf eine bloße Schlacht.
Wie bereits ein "Vorredner" bemerkt hat, hat sich das Spielkonzept von den von Dir genannten CDG´s Hannibal, Twilight Struggle und POG von dem Spiel "We the people " ausgehend weiterentwickelt (z.B. Gemeinsamer/getrennter Kartenstapel, Kampfsystem, Einsetzbarkeit von Aktionspunkten). Einzelne Konzepte wurden übernommen, verfeinert oder rausgeworfen. In der Praxis erkennt man deutlich die "Verwandschaft" dieser Spiel untereinander. Damit hat das C&C-System nichts zu tun. Aus meiner Sicht kannst Du nicht aus Deinem C&C: Ancients ableiten, ob Du die von Dir genannten CDG´s gerne spielen wirst. Ich persönlich spiele die CDG´s sehr gerne, Battle Cry und Memoir ´44 finde ich nach ein paar Partien relativ langweilig und werde mir weitere Spiele aus der Reihe nicht mehr zulegen.
Gruß Volker