Beitragvon Roman Pelek » 9. Dezember 2006, 13:35
Hallo Bernd,
Bernd Schlüter schrieb:
> Ich hatte schon bei der Benotung das Problem, zwischen den
> Noten "1" und "2" zu unterscheiden zu müssen: "Spitzenspiel"
> oder "Spiel ich immer wieder" ist für mich das Gleiche, nur
> Von daher fasse ich für mich beim Anschauen des Ergebnisses
> einfach die Noten "1" und "2" zusammen. Klar, die einzelne
> Spitzenspiele spiele ich gerne immer wieder. Alles was ich
> sonst noch gut finde, "spiele ich gerne", was mit einer "3"
> aber quasi schon durchschnittlich ist.
> Von daher fasse ich für mich beim Anschauen des Ergebnisses
> einfach die Noten "1" und "2" zusammen. Klar, die einzelnen
Hm, hast Du einen konkreten Vorschlag, wie man's besser machen könnte? Dass 1 und 2 inhaltlich zusammengefasst werden ist eigentlich nicht unsere ursprüngliche Intention gewesen. Vorschläge zu einer allgemein brauchbaren Notenskala nehmen wir wirklich gerne, denn was nützen Noten überhaupt jemandem, wenn sie missverstanden werden *seufz*
> Ergebnisse kann man nicht absolut sehen, dafür beurteilen die
> Teilnehmer einfach zu unterschiedlich (bei gleicher
> Begeisterung gibt einer eine "1", ein anderer eine "2") und
> es gibt auch Scherzkekse, die willkürlich Noten verteilen
> oder Spiele beurteilen, die die sie gar nicht gespielt haben.
Ja, davon ist leider wie immer stark auszugehen.
> Aber immerhin kann man Trends absehen: Was ist gut angekommen
> und was nicht?
Wenn ich nicht schon verheiratet wäre, würde ich diese Auffassung heiraten wollen. Es sind schon wahrlich schlimme Zeiten, in denen selbst hauptberufliche Statistiknasen und Umfragenerfinder davor warnen (müssen/wollen), zuviel in Umfragen hinein zu interpretieren ;-)
> Für mich ziehe ich den Nutzen daraus, dass ich mir Spiele,
> die gut angekommen sind und die ich (noch) nicht kenne, auf
> jeden Fall mal anschauen werde. Wie Spiele benotet wurden,
> die ich bereits kenne und zu denen ich mir ein Urteil
> gebildet habe, juckt mich nicht weiter. Ein Spiel, das ich
> toll finde, werde ich nicht plötzlich schlecht finden, weil
> die Masse der Leute es nicht magt. Gilt umgekehrt natürlich
> genauso.
Ja, einfach nur: Ja.
> So, jetzt noch ein paar Kommentare zu einzelnen Spielen und
> Ergebnissen:
> Die Säulen der Erde: Hat mich etwas gewundert. Es wurde ja
> schon vor Erscheinen total gehypt (auch auf dieser Site), mir
> kamen dann beim Spielen aber eher Worte wie "brav", "bieder",
> "ganz nett" in den Sinn...
Dafür ist das Buch umso weniger bieder. Für ein Bemühen um einen "common sense" finde ich das Spiel dennoch wirklich gut. Es stammt schließlich von Kosmos - und nicht von Friedemann F. Es wäre ja auch ziemlich fies fatal, wenn diese Welt nur aus Friedemanns bestünde. Sonst gäbe das einen Druckeraufstand mit Plakaten wie "All das grüne Gras auf dieser Welt reicht nicht mehr aus!" und "Mein Chef hat mich entlassen, weil mir ein formschöner Konsonant heruntergefallen ist."
> Through the Ages, Descent & Co.: Die gute Benotung kann man
> natürlich damit erklären, dass solche Spiele hauptsächlich
> von Leuten gespielt werden, die Thema, Material etc.
> anspricht. Diesen "Vorteil" hat das gemeine German Type Game
> natürlich nicht.
Berndes Mund tut Wahrheit kund. Oder a la John Cleese, um achim mal zu zitieren: "Rrrrrright".
> Auffällig, dass die Familienangehörigen "Kampf um Rom" und
> "Alhambra Würfelspiel" ziemlich untergegangen sind und
> Phalanx mit allen Spielen auf den hinteren Rängen rangiert.
> Wobei ich Justinian eigentlich ganz interessant finde, es
> aber nicht mit Mesopotamien oder Raja mithalten kann.
S.o., was Deine absolut zutreffenden Ausführungen zu Familienspielne angeht. Ein Abbild guter Familienspiele ist die Umfrage sicher nicht. Es ist 'ne Freakumfrage mit dem Ansinnen, auch weniger beachteten Freakspielen objektiv Gehör zu verschaffen, damit jeder Freak (inlusive meinereiner) seine Weihnachtswunschliste nochmal überarbeiten kann. Mehr können wir nicht, mehr wollen wir nicht, und die bevorstehende Klimakatastrophe wird auch durch die Umfrage nicht abgewendet werden.
Auch wenn immer noch die durchaus interessante Frage bleibt, warum "Tal der Abenteuer" so komplett durchfällt, während die Ösis es mal jüngst zu ihrem SdS gemacht haben. Solche Diskrepanzen verleiten selbst mich zu einem staunungsvoll offenen Mund, weil es wirklich auffällig bis zum Anschlag und nicht mehr mit der Freakorientiertheit der Umfrage alleine entschuldbar ist.
Ciao,
Roman