Beitragvon Roman Pelek » 15. Dezember 2006, 02:42
Hi Stefan,
Stefan schrieb:
> ich hätte mal eine Frage bezüglich Kartenhüllen.
> Ich habe mir Blue Moon City zugelegt und überlege nun, wie
> ich die Karten vor meiner Chipsfutternden Frau retten kann.
Vor Frauen und Kindern, Hunden und Katzen ist generell gar nichts sicher, egal wie gut man es zu ummanteln sucht. Wobei dieser Spruch universell recycelbar ist: jede eben der erwähnten Zielgruppen ersetze einfach die eigene Zugehörigkeitsnennung im Dativ selbst durch "Männern" ;-)
> (Chips u. ä. Artikel wegnehmen klappt nicht, nicht mitspielen
> lassen, geht auch nicht, da müsste ich dann alleine spielen).
Wer gegen Menschen spielen will muss auch Menschen dabei haben wollen. Computergegner demontieren das eigene Ego allerdings durchaus antiseptischer.
Wobei ich ehrlich zugebe, eine Mitspielerin in den letzten drei Jahren einmal gefragt zu haben: "Tut das Not?" - "Ei, was denn?" - "Die Karten in Deiner Hand so akribisch nervös zu knicken, dass sie mich an den Loriotschen Sketch zum Skat erinnern?" - "Häh?" - "Ach vergiss es, ich bastel' mir morgen ein Zeltlager für zwergwüchsige Goldhamster draus."
> Mir wurde der Tipp gegeben, die Karten in Kartenhüllen zu
> stecken. Derjenige, der mir den Tipp gegeben hat, meinte aber
> das Magic-Hüllen nicht zu diesem Kartenformat passen (zu groß
> oder zu klein). Welches Hüllenformat passt den ? (Evtl.
> Yu-Gi-Oh-Hüllen ).
Wenn, dann die Yu-Gi-Ohs (ich meine, die sind 6x9cm). Die Magic-Hüllen sind zu breit für europäische Standards.
> Macht es überhaupt Sinn, die Karten bei Blue Moon City
> einzutüten oder wird das Handling beim Spielen dann
> schlechter ?
Hm, mit 80 Spielkarten wird's langsam kritisch, da das ziemlich an Dicke zunimmt und zusehens unmischbarer wird. Ich habe mal versucht, 120 Protoausdrucke (und da nur 80g-Papier) in Kartenhüllen zu mischen und dabei noch Konversation zu betreiben. Endergebnis: Die Hälfte der Karten flog schmetterlingsgleich im Raum umher. Hämischer Kommentar meiner Mitspieler: "Ah, 'ne verschärfte Variante von '32 heb' auf' hast Du Dir also ausgedacht - wirklich hochoriginell, Pelek".
Bei einem Spiel wie "Blue Moon City" würde ich mich auf absehbare Zeit einfach drauf verlassen, dass selbige wiederbeschaffbar sind. Dank des meist guten Services in der deutschsprachigen Brettspielszene reicht meist eine Steno-E-Mail a la "Mitspieler und/oder ich waren doof. Karten kaputt. Will neue. Zahle auch." :-))
Aber Zusendeadresse nicht vergessen.
> Die Frage des Eintütens von Spielkarten stellt sich mir nicht
> nur bei o.g. Spiel, sondern bei anderen Spielen mit Karten
> auch. Natürlcih nicht bei Spielen wie z.B. Tichu o.ä.
> Wäre für Tipps dankbar.
Ich würde Karten von Spielen nur eintüten, wenn es sich wirklich um rare Spiele handelt. Und selbst dann meist nur vorab, wenn die Kartenrückseiten ästhetisch, unterschiedlich oder anderweitig spielrelevant sind. Denn Karten mit gleichen Rückseiten kann man, wie bereits vorher angesprochen, notfalls auch im Nachhinein mit Hüllen, die intransparente Rückseiten aufweisen, retten.
> (Suchfunktion hatte ich schon bemüht, hat mir aber nicht
> unbedingt weitergeholfen)
Ach, lass die Entschuldigung bitte einfach weg. Denn die überholten Antworten, die man dort findet, sind manchmal zwar nur sehr knapp an der Frage vorbei. Aber knapp vorbei ist im Leben manchmal eben auch komplett daneben. Aber wenigstens erspart der Verweis auf solche Utensilien den For(u)merhaltern unter uns die Arbeit, individuell zu antworten.
Ciao,
Roman ("See the ten thousand ministries / see the holy righteous dogs / they claim to heal / but all they do is steal". Hat Lemmy Kilmister von Motörhead mal jüngst gesungen. Und der wird an Heiligabend 61. Möge auch er im Kreis seiner Liebsten schön feiern, dieser dreckige alte Kulturpessimist.)