Beitragvon Thomas O. » 3. Januar 2007, 16:07
Jonas Hoffmann schrieb:
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> Thomas O. schrieb:
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> > Hallo Jonas,
> >
> > Jonas Hoffmann schrieb:
> > >
> > > meine subjektiven 2ct zu diesem Thema, in der Hoffnung das
> > > der "Mut zur Komplexität" wieder steigt beim SdJ.
> >
> > Warum? Und was hättest du davon? Man muss den heutigen
> > Zeitgeist, der in vielen Familien herrscht (wenig Zeit für
> > gemeinsame Aktivitäten, viel mediale Ablenkung etc.) so
> > nehmen wie er ist und der Zielgruppe ein geeignetes Produkt
> > zur Verfügung stellen.
>
> nicht dein Ernst, oder?
Aber mein vollster :-) , das Problem ist nur, dass du mich nicht verstanden hast. Wenn du eine Gesellschaft (oder Teile davon), die so strukturiert ist, dass anderen Dingen mehr Zeit eingeräumt wird als ein gemeinsames Gesellschaftsspiel, für das Thema "Spiel" begeistern willst, dann musst du ihr etwas bieten, was sie auch annimmt. Und wenn es zu Beginn ein leicht verdauliches, aber fesselndes Häppchen ist, dann entwickelt sich vielleicht daraus Etwas, und später werden auch gerne größere Brocken konsumiert. Aber wenn du mit etwas kommst, was schon von vornherein auf Ablehnung stößt, dann hast du keine Chance, dass angebissen wird. Glaub mir, ich habe Sätze wie "Die Regeln hören sich zu kompliziert an" oder "Wenn überhaupt, dann will ich was Einfaches spielen" schon mehr als genug gehört. Versteh mich nicht falsch: Ich halte diese Einstellung für bedauernswert, aber sie gibt es. Auch ich würde mich freuen, wenn mein privates Umfeld offener für komplexere Spiele wäre, aber das kann ich nur erreichen, wenn ich es zunächst mit "Einstiegsdrogen" probiere.
> Ich denke Gesellschaftsspiele sollte genau gegenüber diesen
> Dingen Position beziehen und den medialen Ablenkungen Zeit
> "wegnehmen" und die Familie wieder zusammenführen.
Ganz klar, das ist das Ziel, und zwar je mehr Zeit, desto besser :-) Aber wenn du genau da ansetzt, und ein "Caylus" verschenkst, würdest du zwar im besten Fall 3 Stunden Glotze "wegnehmen", aber in der Realität meist nur 5 Minuten, weil nämlich nach Betrachten der Spielregel der Ruf nach der Fernbedienung wieder laut würde...
Wir sprechen über das SdJ, nicht über Spiele im Allgemeinen. Und ich glaube nicht, dass ein SdJ "Position beziehen" muss (wie du schreibst), sondern seinen Zweck darin sieht, den Blick der wenigspielenden Bevölkerung auf das Gesellschaftsspiel zu richten.
> Auf der anderen Seite sind da aber auch die medialen Dinge
> wie "World of Warcraft" etc.. Daran sieht man doch, das
> durchaus der Wille da ist "komplex" zu spielen, nur eben am
> Computer, diese Leute kann man sicherlich auch ans Spielbrett
> bewegen, aber nicht mit trivialen Spielen.
Ich weiß nicht, ob die WOW-Spieler zur Kernzielgruppe des SdJ gehören...
Gruß Thomas