Beitragvon Andreas Last » 17. Januar 2007, 20:25
Marten Holst schrieb:
>
> (a) Ich mochte Voyager nicht so. Wir trafen uns mit 6 "Fans"
> der vorigen Serien zur Pilotfolge, und nach der Hälfte hatten
> wir keine Lust mehr. Späteres "mal reinschauen" begeisterte
> keinen, lediglich Frau Ryan erhob sehr viel später des einen
> oder anderen Hormonspiegel, was wohl auch ihre Hauptaufgabe
> war.
Am Anfang, als ich noch jung und unbedarft war, mochte ich Voyager sogar ganz gerne. Irgendwann hab ich dann aber doch gemerkt, dass kaum was erwähnenswertes passiert, es sei denn, man steht eben auf GZSZ oder ähnliche Serien. Und Siebte von Dreiunddrölfzich war nun wirklich nur als Blickfang da. Das hat aber doch schon Tradition bei Star Trek.
Uhura auf der ersten Enterprise. Ok, damals wussten die es noch nicht besser. Da warens dann eher die Frauen, die Kirk jede Folge abgeschleppt hat.
Troi auf der Enterprise D. Wobei Crusher sicherlich auch nett ausschaut, aber Troi dürfte da eher die Mehrheit ansprechen.
Dax, Jadzia und Ezri auf der DS9. Kira ist da eher die Crusher der DS9.
Kes und ihre Nachfolgerin 7of9 auf der Voyager.
T'Pol auf der Enterprise vor der kirkschen Enterprise.
> (b) Wesley Crusher... verzogener Bengel, darf auf die Brücke
> und bekommt ein "Du Du Du". Statt direttamente zurück zur
> Erde oder in Ermangelung der Erde zum nächsten bewohnbaren
> Planeten oder in Ermangelung eines bewohnbaren Planeten
> irgendwie sonst raus gekegelt zu werden. Dafür ist er aber so
> genial, dass er in 5 Minuten Dinge löst, für die selbst
> McGyver eine Viertelstunde und ein Extrastreichholz gebraucht
> hätte. Und dann kehrt er zurück als ein Halbgott.
Es gibt ja auch ganzer Foren nur zu dem Thema, wie sehr man diesen Rotzbengel hasst. Hätte es den nicht in der Wolshek-Sternennova (oder wie die hieß) drauf gehen können? Naja, man kann eben nicht alles haben. So war er wenigstens einmal der dumme. Auch wenn am Ende doch wieder sein über alles erhabene Gewissen gesiegt hat und er das richtige tat. Wurgs.
> (c) Charakterorientierte Drehbücher müssen aber nicht
> schlecht sein. Insbesondere weil einige Abenteuer einfach
> Auswirkungen haben müssen. Das weitestgehende "zurück auf
> Null" der meisten Serien, angefangen bei klassischen
> Krimireihen, hat natürlich auch Vorteile, gerade für
> Gelegenheitsseher. Aber es geht im ST-Universum eben nichts
> über Deep Space 90210. Nicht mal Käpt'n Glatze, wenngleich
> nur knapp nicht.
Nein, ich sage auch nicht, dass die schlecht sein müssen. Eine Weiterentwicklung der Chahraktere macht durchaus Sinn und bindet die Fans. Aber wenn es fast nur noch darum geht, wirds dröge. Ich zieh mir keine Sience Fiction rein, um durchweg die menschlichen Schicksale zu erleben, die auf so einem Raumschiff passieren können. Hier würde auch niemand Milliarden dafür ausgeben, einige Astronauten und Astronautinnen in den Weltraum zu schießen, nur um herauszufinden, welche der Astronautinnen zuerst schwanger wird, oder wer zuerst wieder nach Hause möchte.
Aber ich stimme mit dir überein. DS9 war eindeutig die beste aller ST Serien. Auch wenn zum Ende einiges von Babylon 5 abgekupfert wurde.