Beitragvon Roman Pelek » 24. Januar 2007, 01:42
Hi VolkiDu,
VolkiDU schrieb:
>
> peer schrieb:
> > Kinderspielautoren werden generell nicht so viel benannt.
>
> gibt es dafür eine nachvollziehbare Erklärung?
Meine persönliche Theorie war bislang immer: weil sich erwachsene Spielebegeisterte untereinander am liebsten über Dinge unterhalten, die ihren ureigenen Interessen am Nächsten kommen und daher logischerweise eher Strategiehämmer thematisieren als Familien-/Kinderspiele und deren Autoren.
Oder umgekehrt formuliert: sehr vieles, auch und gerade im Internet, verleitet m. E. leicht dazu, zu glauben, das eigene (Spiel-)Interesse handele sich nicht mehr um ein "special interest", während einem die eigentliche Massentauglichkeit ganz anderer Sachverhalte entgeht. Und Kinderspiele sind nunmal massentauglich, denn sehr viele um die Entwicklung ihres Kindes besorgte Eltern kaufen sie für ihre Sprösslinge.
Eklige Kehrseite der Medaille ist die häufig anzutreffende Auffassung: "Spiele sind reiner Kinderkram und nix für Erwachsene" ;-) Teilweise sogar so extrem, dass sich die eigenen Eltern gerne davor drücken, mit ihren eigenen Kindern Spiele zu spielen.
Ciao,
Roman (Weihnachten 2006: Meine Holde und ich schleppen erneut Spiele an und sind spielwillig sowie erklärbereit. Dann kommt der Kommentar von den Erziehungsberechtigten: "Spielt ihr mit den Kids doch mal alleine." Antwort: "Wir haben hier zwei Formulare für faule Erzeuger: eins für's Mitspielen, eins für die Vorbestellung eines Eichensarges. Welches möchtet ihr lieber ausfüllen?")