Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 1. Februar 2007, 09:55
Hallo, lieber Frank,
soweit ich es aus den dort veröffentlichten Teilen der Studie folgern kann, gibt es aber keine Belege dafür:
Frank"Riemi"Riemenschneider schrieb:
> Wer 40 oder plus ist, hat massig Geld und Zeit für
> Brettspiele übrig. Deswegen lohnt es sich unbedingt diese
> Gruppe zu umwerben und die Zukunft der Branche ist gesichert.
Dort ist an einer Stelle im Text davon die Rede dass 70 % der Befragten (!) mehr als einmal im Monat spielen, der neben dem Text abgedruckten Grafik zufolge sind es allerdings nur 47 %. Unklar bleibt überhaupt, wer da wo befragt wurde: Es ist sicherlich unterschiedlich zu bewerten, ob man erfährt, dass 47 % der Menschen, die Spielwarengeschäfte aufsuchen, regelmäßig spielen, oder ob es 47 % der Leute sind, die Sonntags in Fußballstadien sitzen.
So oder so: Es ist nur ein Teil der "Generation 40+", der überhaupt als Zielgruppe infrage kommt, und ob dieser Teil überhaupt Geld - vielleicht sogar noch "massig" - für Brettspiele übrig hat, steht überhaupt nirgendwo im veröffentlichten Text.
Dass es sich überhaupt lohnt, ältere Käuferschichten anzusprechen, ist sicherlich aus der Studie abzuleiten - aber diese Erkenntnis ist ja nicht mehr als eine Binsenweisheit. (Es entspricht etwa der Erkenntnis, dass Autobesitzer mehr Benzin kaufen als Autoverweigerer.)
Es gibt zwar ein Käuferpotenzial für Spiele in den Altersgruppen ab 40, allerdings sind diese Altersgruppen auch von Arbeitslosigkeit, Rentenkürzungen und durch Krankheiten entstehende Kosten bedroht. Eine "Sicherung" der Zukunft der Branche sehe ich nicht, durchaus aber Chancen, die man im Marketing nutzen sollte.
Insgesamt gilt heute wie gestern und vermutlich auch morgen: Nichts ist so wenig sicher wie das, was sich erst in Zukunft ereignen wird.
Mit einem lieben Gruß
Gustav