Beitragvon Simon-spielbox » 6. März 2007, 22:47
Vergleichen kann man die beiden schon miteinander, jedoch sind beide auf ihre Art einzigartig.
Diplomacy ist im Grunde ein wirklich einfaches Spiel. Jeder übernimmt fest eine Nation und versucht, mit Hilfe von Bündnissen, seine Position zu stärken.
In Imperial dagegen spielt man die Investoren und verliert oft auch die Kontrolle über eine Nation.
Unterschiede sind vor allem (Diplomacy vs. Imperial):
- Feste Kontrolle vs "unabhängige Staaten mit wechselnder Regierung"
- simultane Züge vs Runden (der Nationen! nicht der Spieler)
- Spieler-Elimination vs Alle dabei bis zum Ende
- Sieg durch Militär vs Sieg durch Kapital
Gemeinsamkeiten
- Kampfsystem ist ähnlich simpel
- Fabriken die Einheiten produzieren
- wechselnde Bündnisse
Diplomacy ist ein reines Strategiespiel mit hohem Verhandlungs/Diplomatieelement während Imperial eher ein "normales" Regelspiel ist mit ständigem auf und ab. Diplomacy ist hinterhältiger, da man nur gewinnen kann, wenn man einen Spieler zum richtigesn Zeitpunkt betrügt. Imperial ist weniger konfrontativ (mal kurz aber dann auch nur oberflächlich).
Beide Spiele haben ihren Reiz, jedoch brauchst du für Diplomatie andere Spieler als für Imperial. Imperial ist eher gediegen im Vergleich zu Diplomacy. Dort braucht man viel mehr Zeit, eine höhere Toleranz gegenüber dem Ausscheiden von Spielern und vor allem ein dickes Fell!
Imperial dagegen spielt sich locker an einem Abend, bleibt spannend und interaktiv bis zum Schluss - Gewaltausbrüche wird es hier nicht geben (hoffentlich :) ).
Fazit:
Die Spiele erscheinen ähnlicher als sie sind. Vom Spielgefühl sind sie absolut anders. Beides sind Top-Spiele, wobei man dazusagen muß, dass man für ein Diplomacy-Spiel definitiv "ungewöhnlichere" Spieler braucht. Es ist wirklich ein ganz anderes Spiel (am ehesten noch vergleichbar mit Intrige + Risiko ohne Glück).
Ich hoffe, das hilft dir ein bischen :)
Ciao,
Simon