Beitragvon Ralf Arnemann » 12. April 2007, 10:21
> Ich habe es durchaus erlebt das der
> Gewinner eine 4er Lok hatte ...
Ui, dann muß die Partie aber sehr schnell gewesen sein und er muß eine ungewöhnliche Kombination an Sonderpunkten abgegriffen haben.
Aber grundsätzlich zeigt das Beispiel, welche Variabilität im Spielsystem steckt.
> Hängt aber auch stark von der
> Spielerzahl ab!
Völlig richtig. Das Schöne ist, daß das Spiel bei verschiedenen Spielerzahlen zwar sehr verschieden abläuft, aber immer gut funktioniert.
> Besser wäre imo alle Plätze zu
> versteigern ...
Das haben wir auch schon überlegt.
Aber abgesehen davon, daß wir zu denkfaul sind, dauernd von der Sitzreihenfolge abweichend zu agieren - das triffts halt auch nicht wirklich.
Der zweite Platz kann sehr schön sein, aber auch recht uninteressant. Deswegen ist das zweithöchste Gebot für den ersten Platz eben etwas völlig anderes als das höchste Gebot für den zweiten Platz wäre.
Und jeden Platz getrennt zu versteigern wäre verdammt aufwendig.
> Oder von mir aus den Startspieler
> reihum weiter laufen zu lassen
> (allerdings dann ohne die beknackten
> RE-Karten).
Das würde aber viele interessante Situationen verhindern.
Abgesehen von der RE-Karte gibt es ja auch viele andere Karten, deren Auftauchen zu einem Gebot reizen können.
Und dann gibt es immer wieder Fälle, wo man VOR einem anderen Spieler dran sein möchte, um einen bestimmten Bauzug oder eine Fahraktion zu machen.
> man macht den Massstab einfach kleiner,
> lässt aber die grösse der Hexfelder und
> ändert das Baulimit auf max. 3 ...
Im Zweifelsfall hat man dann aber ein deutlich anderes Bauspiel.
Dann müßte man z. B. überlegen, ob man nicht doch enge Kurven einführen muß etc.
> Nördlich von Duluth, Nord-Westlich von
> Toronto, östlich von Boston -
Die paar Hexe machen doch nicht viel aus.
Natürlich hätte man den Plan ein wenig kleiner kriegen können. Man hätte auch Hexes einige Millimeter kleiner machen können, das würde sich bei den Gesamtdimensionen schon addieren.
Aber was solls - ist halt als Monsterspiel gedacht, hat auch seinen Reiz.
> Wenn du es so siehst, ist es nur ein
> zusätzlich Zufallsfaktor - das kann
> man dann einfach getrost direkt
> weglassen, ...
Dann würde wieder etwas fehlen.
Man sollte die Tycoon-Karte ignorieren, wenn sie gar nicht zur Strategie paßt.
Aber sie gibt halt (wie viele Karten) einen kleinen Siegpunktvorteil, den man mitnimmt, wenn es nur einen "kleinen Umweg" bedeutet.
Z. B. verzichtet man vielleicht auf den Kauf einer 7-er (und damit unterm Strich auf 2-3 Siegpunkte beim Transportieren), wenn man reichster Spieler werden möchte.
> aber weil er am Schluss $1 mehr als
> jemand anderes hat hat er dank seines
> "Auftrages" trotzdem gewonnen.
Nun ja - wie halt beim typischen "Eurogame" z. B. eines Knizia: Bei der letzten Wertungsrunde kriegt irgendeiner noch einen Bonus und gewinnt mit knappem Abstand.
Auch 18xx-Ergebnisse können sehr knapp sein und letztlich von irgendeiner Nebensächlichkeit entschieden werden.
> da kann man dann halt ein bissl Glück
> und ein bissl Pech haben.
Exakt.
Letztlich ist das einfach Geschmackssache.
RRT hat einen gewissen (wenn auch überschaubaren) Glücksfaktor, im Gegenzug kriegt man reichlich "Atmosphäre", das wird nie allen gefallen.