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Quo Vadis Days of Wonder ?

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Jo Wagner
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Quo Vadis Days of Wonder ?

Beitragvon Jo Wagner » 20. Mai 2007, 15:36

Nach langer Zeit möchte ich mich auch mal wieder hier im Forum melden und ein Punkt ansprechen der mir als Fan sehr am Herzen liegt..

Wie die vergangenen Tage hier im Forum über die Nominierungsliste diskutiert wurde, erging es uns auch im Freundeskreis. Ich hatte immer noch Colosseum auf dem Zettel und bin etwas überrascht ob der Tatsache dass der Titel es nicht mal auf die Nominierungsliste geschafft hat. Gerade dass, zum wiederholten mal, ein und der selbe Verlag zwei Titel auf die Auswahlliste schafft finde ich fragwürdig. Die Nominierungsliste und Empfehlungsliste ist für viele Verlage meines erachtens überlebenswichtig und wirtschaftlich notwendig. Frei nach dem Motto: "Wo ist Behle"? sag ich mal was ist los mit Days of Wonder?? Stark angefangen und jetzt geht die Luft aus?
Ich bin dann vorhin beim gemeinsamen Kaffee und Kuchen zum Entschluss gekommen diesen Beitrag zu schreiben, und hoffentlich mit Euch über den ein oder anderen Punkt zu diskutieren.

1. Welche Strategie verfolgt Days of Wonder?

2002 als hoffnungsvoller Verlag gestartet, mit Titeln wie dGdA und ZuZ wurde der Verlag schnell mit dem Titel SdJ belohnt. Ich war begeistert und freute mich jedesmal wenn ein neuer Titel erschienen ist auf das öffnen der Schachtel und die Begutachtung des Inhaltes. Mit Piratenbucht und SüC gewann ich den Eindruck, dass ein Verlag sich etabliert der klein aber fein sein Programm ausbaut und dabei sich erfolgreich etabliert. Vergangenes Jahr wurde ich dann allerdings erstmalig etwas stutzig: Kleopatra und die Baumeister war ein Materialüberquellender-Schnellschuß der schnell in der Versenkung verschwand und jetzt in Nürnberg mit Colosseum seinen Nachfolger findet. Colosseum ist zweifelsohne ein schönes Spiel aber wenn man den Karton aufmacht glaube ich nicht an den Hauch einer Chance auf den Titel.. höchstens auf die Nominierungsliste (mein Tip).. aber weit gefehlt.
Da DoW eh nur ein Titel in der Familienkategorie pro Jahr veröffentlicht finde ich die nicht Berücksichtigung noch viel gravierender..
Des weiteren versucht DoW sich nun mit Battlelore in der Hardcore Szene zu etablieren, allerdings ist dieser Bereich schon gesättigt und hier sich ein Name zu machen ist mit viel Aufwand verbunden. Ob Battlelore dort sich durchsetzt werden wir noch sehen. Warum also dieser Umschwung? Wird nur noch auf den Titel entwickelt..

2: Image?? we conquer the world...!!!

Oft stand ich am Stand von Days of Wonder in Essen und Nürnberg und habe versucht mich gegen ein seltsames Gefühl zu wehren. Tolle Produkte, tolles Onlineprogramm und dann allerdings der Eindruck dass eine Reihe von Conquistatores aus der Computerbranche versuchen den Spielemarkt aufzumischen. Gespickt mit viel Geld ist Ihnen auch gleich der Sprung in die Top 10 geglückt. Natürlich ist das alles auch in erster Linie Geschäft aber die Arroganz einem den Markt zu erklären (wie persönlich erlebt) finde ich schon sehr zweifelhaft...

3: Preispolitik - Glückwunsch und mein Beileid

kaum ein Verlag hat es in der Vergangenheit geschafft das Spiel des Jahres preislich so stabil zu halten wie Days of Wonder. Dass in der Branche der Titelträger eigentlich nur noch als Lockmittel für die großen angesehen wird ist kaum noch zu leugnen.. Kleinere Händler sind kaum noch verrückt entsprechende Stückzahlen in ihr Regal zu stellen wenn kurze Zeit später ein Müller mit Preisen um sich wirft die auch noch unter dem eigentlichen EK liegen. Nochmal, DoW hat diese Phalanx durchbrochen und 2004 auch Preisstabilitäz vorbildlich praktiziert. Allein der Dank bleibt aus (wozu auch). Die Troika zieht zum nächsten Weiler und zurück bleibt in diesem Falle DoW die alleine von dem klassischen Einzelhandel nicht leben können.. denn die Großen des Geschäfts führen ausser ZuZ und vielleicht ein SüC nichts aus dem Programm.. Versucht mal ein Piratenbucht bei Müller oder Karstadt einzukaufen...

4: Produktvielfalt

Wenn ich so Colosseum, SüC, Kleopatra, etc nebeneinander im Regal stehen sehe bestätigt sich bei mir die Übersättigung an toller Grafik und Ausstattung. Ich wünschte mir etwas mehr Abwechslung in der Grafik und vielleicht auch einmal wieder etwas mehr Innovation.. Mut zur Lücke.. Bei dem Tempo das im Moment in der Branche gefahren wird, ist es durchaus denkbar dass Colosseum in einem halben Jahr genauso in der Versenkung verschwindet wie Kleopatra und der Rest. Vielleicht ist auch in Betracht zu ziehen dass der französische Kunde einen anderen Geschmack hat wie der amerikanische und erst Recht der deutsche..

Nochmal und das ist mir wichtig!! Ich freue mich über und auf die meisten Days of Wonder Produkte und hoffe, dass aus dem hoffnungsvollen Stern 2004 nicht eine Sternschnuppe wird.

Aber besinnt Euch mal wieder auf Eure Stärken ...

Was denkt Ihr dazu..?

Viele Grüße aus Kiel

Jo..

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Braz
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Re: Quo Vadis Days of Wonder ?

Beitragvon Braz » 20. Mai 2007, 15:57

[i]
1. Welche Strategie verfolgt Days of Wonder?

2002 als hoffnungsvoller Verlag gestartet, mit Titeln wie dGdA und ZuZ wurde der Verlag schnell mit dem Titel SdJ belohnt. ....... .Vergangenes Jahr wurde ich dann allerdings erstmalig etwas stutzig: Kleopatra und die Baumeister war ein Materialüberquellender-Schnellschuß der schnell in der Versenkung verschwand und jetzt in Nürnberg mit Colosseum seinen Nachfolger findet. [/i]

Erstens finde ich nicht, dass "Kleopatra und die Baumeister" ein Schnellschuß ist, geschweige denn einer war, und zweitens was meinst du mit "..und jetzt mit Colosseum seinen NAchfolger findet....".

Colosseum erinnert weder spielerisch noch vom Aufbau her nur annähernd an Kleopatra und die Baumeister - finde ich zumindest. Colosseum ist ein hervorragendes Familienspiel, wie im überigen Kleopatra und die Baumeister auch...


[i]"Colosseum ist zweifelsohne ein schönes Spiel aber wenn man den Karton aufmacht glaube ich nicht an den Hauch einer Chance auf den Titel.. " [/i]

Versteh`ich nciht: Colosseum hat doch alles was ein gutes FAmilienspiel ausmacht? Einzig und allein die wenig fordernden Versteigerungen bei 3 Spielern finde ich etwas mau, aber bei 4 oder 5 Spielern ist hier doch eine Menge Hick-Hack mit im Spiel. Des weiteren schaut es klasse aus, die Regeln gehen sehr leicht über und rasch kann eine Strategie ausgebaut werden...hinzu kommt noch die angenehme und fordernde kurze Spieldauer - in 5 Runden ein großes Programm gewinnbringend aufzuführen...da muß man schon gut optimieren....

[i]Des weiteren versucht DoW sich nun mit Battlelore in der Hardcore Szene zu etablieren, allerdings ist dieser Bereich schon gesättigt und hier sich ein Name zu machen ist mit viel Aufwand verbunden. Ob Battlelore dort sich durchsetzt werden wir noch sehen.[/i]
Hier möchte ich dir entgegenen, dass weder du noch ich die Verkaufszahlen von BattleLore kennen....wer sagt dir denn, dass DoW sich hier in einem "gesättigten" Spielebereich zu etablieren versucht? Kann ja schon sein, dass der VErkauf vom BattleLore super läuft und sie bereits etabliert sind? ...würde zumindest das Addon erklären, denn ich bring ja nur dann ein Addon raus, wenn das Hauptspiel gut läuft, oder?!

[i]Wenn ich so Colosseum, SüC, Kleopatra, etc nebeneinander im Regal stehen sehe bestätigt sich bei mir die Übersättigung an toller Grafik und Ausstattung. Ich wünschte mir etwas mehr Abwechslung in der Grafik und vielleicht auch einmal wieder etwas mehr Innovation.. [/i]
Also mal ehrlich: SüC ist ein rein kooperatives Spiel und war mE schon innovativ. Des weiteren sind SüC, Kleoptra, BattleLore und Colosseum grundauf verschiedene Spiele:

- SüC -> kooperatives Spiel
- BattleLore -> 2Personen Kampfspiel
- Kleopatra -> verschiedene Elemente in einem SPiel vereint
- Colosseum -> wiederum versch. Elemente in einem Spiel vereint

...also wenn man DoW mE etwas achsagen kann, dann das, dass sie eben nicht ein Spiel wie das andere auf den Markt bringen. Mal abgesehen von der Grafik, welche zum Beispiel mir überaus gut gefällt. Schau ich auf den Spielplan vom Colosseum, dann kann ich viele kleinen Details erkennen. Ähnliches gilt für`s SüC. Zum Erscheinungsbild von Kleopatra will ich mal hier gar nichts erwähnen, denn das ist nahezu beispiellos, was in die kleine Kiste gepackt wurde......

Also kurzum: Ich teile nicht deine Meinung und freu mich schon jetzt auf`s nächste DoW-Spiel, denn die vorherigen haben mir alle fast ausnahmslos sehr gut gefallen... ;)

besten Gruß
Braz

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m19Oe
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Re: Quo Vadis Days of Wonder ?

Beitragvon m19Oe » 20. Mai 2007, 16:07

preisstabilität als qualitätskriterium?
riesige auflage = geringere kosten pro spiel. die meisten verlage geben diese einsparungen weiter, wo sie am ende den verbrauchern zugute kommen. ob es gut ist dass ein spiel des jahres verramscht wird, sei dahingestellt (spiele sind nix wert könnte man dann assoziieren).

woran liegt nun der von dir beweinte niedergang von DoW?
zuerst mal finde ich es nicht als niedergang, wenn ein verlag nicht auf nominierungs- oder empfehlungsliste landet. schmidt ist ja auch nicht vorhanden mit portobello market, ebenso vergeblich sucht man heuer zoch, phalanx, winning moves, habro/parker...
die preisgestaltung von DoW ist vermutlich ein schuss ins knie, da nicht jeder bereit ist 39,90 für ein spiel zu bezahlen - kinder sind ja bekannt etwas bald im eck verschwinden zu lassen, dafür sind zB 20 euro wie bei TuT auch genug; die anderen 400 spiele des jahrgangs sind ja nicht schlecht, nur weil sie nicht spiel es jahres wurden! darum kann man auch zu anderen (günstigeren) titeln greifen, wenn man sich zuvor informiert.
es war ja nicht so, dass DoW die o.a. einsparungen nicht weitergegeben hätte! der verlag konnte billiger einkaufen, DURFTE aber nicht billiger verkaufen. jedem der billiger verkaufen wollte wurde gedroht, dass er nie mehr von DoW beliefert wird. das finde ich bedenklich, da es komplett gegen das prinzip der freien marktwirtschaft geht. aus dieser not heraus kamen die vielen aktionen "kaufen sie ZuZ und erhalten sie die erweiterung mystery train gratis dazu" oder auch "kaufen sie ZuZ und ein zweites spiel, sie erhalten auf das zweite spiel 5 euro rabatt". aber durch den hohen preis züchten sie einen ladenhüter, der später erst recht zum spottpreis verscheudert wird.

ich kann auch deine schlussfolgerung nicht nachvollziehen, dass möglichst alle verlage auf der liste vertreten sein müssen, um deren überleben abzusichern. vor allem wenn sie nur 1 spiel veröffentlichen, sollen sie oben stehen?! für meinen teil sollten die spiele den ausschlag geben, wer aus der masse herausgehoben wird und wer nicht. wem würde es helfen, wenn man alle heraushebt? dann sticht ja wieder niemand hervor. für den unternehmer ist es zudem bedenklich, wenn er seine basis auf eine nicht vorhersehbare preisverleihung baut.

fazit: "weniger ist mehr" ist nicht immer der weg, wie zB haba zeigt: mit ca. 10 neuveröffentlichungen zu jedem messetermin sind sie wohl spitzenreiter. trotzdem sind viele gute titel dabei, die auch beim spiel des jahres berücksichtigt wurden. die chance den kriterien der jury zu entsprechen ist einfach auch größer, wenn man mehr titel publiziert (ohne jedoch jede noch so kleine idee auf dem markt zu werfen und sich dadurch ein negativimage einzutreten). natürlich ändern sich die kriterien, da spielen ein teil der gesellschaft und die gesellschaft einem stetigen wandel unterworfen ist. und wenn man in einem jahr den geschmack nicht getroffen hat - vielleicht funktioniert es im nächsten! ich sehe das nicht so tragisch.

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Daniel R.
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Re: Quo Vadis Days of Wonder ?

Beitragvon Daniel R. » 20. Mai 2007, 18:32

Jo Wagner schrieb:
>
Colosseum ist
> zweifelsohne ein schönes Spiel aber wenn man den Karton
> aufmacht glaube ich nicht an den Hauch einer Chance auf den
> Titel.. höchstens auf die Nominierungsliste (mein Tip).. aber
> weit gefehlt.

Wau, voller Neid muss ich anerekennen, dass nur durch Betrachtung des Spielmaterials, ich mir die Chancen beim SdJ nicht ausrechnen könnte. ;-)

> Des weiteren versucht DoW sich nun mit Battlelore in der
> Hardcore Szene zu etablieren, allerdings ist dieser Bereich
> schon gesättigt...

Hardcore?
Echte Hardcore KoSimler hätten für diese Bemerkung nur ein Lächeln übrig. Auch Battlelore ist Massenmarkt ware, ähnlich wie Hasbros Heroscape zwar nach amerikanischem Vorbild (die mögen Konfrontation im Gegensatz zu uns auch in Familien, aber schliesslich war es auch nicht Deutschland, das als letztes ein Land unter dem Vorwand der Suche nach Massenvernichtungswaffen ein anderes überfallen hat).
Für echte Wargames und KoSims verweise ich hiermit auf die Produkte des Verlages GMT. Dieser bedient bspw. die Hardcore-Fans (bitte nicht mit Hardcore aus dem Erotikbereich verwechseln ;-) )


Viele Grüße Daniel
(der etwas den Advocatus Diaboli spielte; bitte nicht übel nehmen)

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Thomas O.
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Re: Quo Vadis Days of Wonder ?

Beitragvon Thomas O. » 20. Mai 2007, 19:45

m19Oe schrieb:
>
> ebenso
> vergeblich sucht man heuer zoch, phalanx, winning moves,
> habro/parker...

Stimmt nicht ganz; Zoch ist mit Burg Appenzell auf der Empfehlungsliste.

Gruß Thomas

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Martin

Re: Quo Vadis Days of Wonder ?

Beitragvon Martin » 20. Mai 2007, 20:10

m19Oe schrieb:

> riesige auflage = geringere kosten pro spiel. die meisten
> verlage geben diese einsparungen weiter, wo sie am ende den
> verbrauchern zugute kommen.

Ich möchte ungern uralte Diskussionen aufwärmen, aber mir ist kein Verlag bekannt, der die Einsparungen aufgrund höherer Auflagen weiter gibt.

Das, was den Verbrauchern zugute kommt, gewährt ausschliesslich der Handel.

Martin

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Re: Quo Vadis Days of Wonder ?

Beitragvon Golbin » 20. Mai 2007, 23:25

Hallo Jo,

DoW ist meines Wissens ein recht erfolgreicher, internationaler Verlag. Wenn dir seine Spiele nicht (mehr) gefallen, kauf sie nicht.

Ansonsten empfinde ich das Posting als anmaßend, wirfst du DoW eine falsche Veröffentlichungspolitik vor und meinst es besser zu wissen.

Golbin

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wolfi1971
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Re: Quo Vadis Days of Wonder ?

Beitragvon wolfi1971 » 23. Mai 2007, 11:40

Ich denke nicht, dass du dir um DOW Sorgen machen musst. Die Tatsache, dass Colosseum es nicht auf die Empfehlungsliste geschafft hat, könnte beispielsweise auch daran liegen, dass es noch nicht allzu lange auf dem Markt ist.
Wenn ich an den tollen Stand von DOW letztes Jahr in Essen mit den unzähligen Spieltischen denke, wird mir nicht bange um die Zukunft. Die sind inzwischen absolut etabliert und können vom Namen her auch mit größeren Verlagen gut mithalten.

Gut, Kleopatra und die Baumeister gehört sicher nicht zu den Überfliegern, ist aber nichtsdestotrotz ein gutes Spiel. Leider hat es an mancherorts viel zu schnell den Stempel "Blender" abbekommen, ein meines Erachtens nicht zutreffendes Vorurteil. Dabei weist es neben dem üppigen Spielmaterial auch unterhaltsame und gut ausbalancierte Spielmechanismen auf.

> bestätigt sich bei mir die Übersättigung an toller
> Grafik und Ausstattung. Ich wünschte mir etwas mehr
> Abwechslung in der Grafik und vielleicht auch einmal
> wieder etwas mehr Innovation.. Mut zur Lücke..

Wenn ich mir das Verlagsprogramm von DOW anschaue, möchte ich eigentlich behaupten, dass Innovation hier durchaus groß geschrieben wird. Ein großer Pluspunkt ist ohne Zweifel das hervorragende Spielmaterial, das für viele Spieler (wie auch für mich) zu einem rundum gelungenen Spielerlebnis beiträgt. Geheimnis der Abtei... Kleopatra und die Baumeister... Schatten über Camelot... Piratenbucht... Colosseum... bei all diesen DOW-Spielen hilft mir die tolle Präsentation, damit mich in das Thema des Spieles hineinversetzen kann und so intensiviert das Spielmaterial und die Aufmachung letztendlich die Atmosphäre.

Auch die Tatsache, dass DOW nur wenige Spiele veröffentlicht, würde ich jetzt nicht als besorgniserregend bezeichnen. Hier gilt eben Qualität vor Masse. Lieber nur wenige Spiele, die dafür in der Spielerszene entsprechende Beachtung finden, als viel Durchschnitt, den dann eh niemand kauft.

Ich stimme dir insofern zu, als eine Nominierung oder zumindest die Erwähnung in der Empfehlungsliste absolut verkaufsfördernd ist. Insofern ist es für DOW sicher schade, dass es Colosseum nicht (mehr) auf die Liste geschafft hat. Die guten Kritiken, die man seit der Veröffentlichung auf den diversen Spieleseiten lesen kann, werden aber sicher auch dazu führen, dass das Spiel erfolgreich wird.
Aber das Spiel des Jahres ist nur ein Preis von vielen und Deutschland ist nicht der einzige Markt für DOW. Colosseum ist so gut, dass es in anderen Ländern sicher entsprechende Nominierungen oder sogar Preise geben wird. Hierzulande ist ja auch noch eine gute Platzierung beim Deutschen Spielepreis möglich, auch wenn dieser von der öffentlichen Beachtung her (noch) nicht mit dem Spiel des Jahres konkurrieren kann.


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