Beitragvon Thomas » 26. Mai 2007, 10:58
Matthias Staber schrieb:
> Weil mit dem Gewinn des Preises meist ein großer
> wirtschaftlicher Erfolg des Spiels verknüpft ist
> und für den gleichen und andere Verlage Anreiz sein
> kann, ähnlich gelagerte Spiele zu verlegen.
Du gehst also davon aus, dass auch ein sehr komplexes und anspruchsvoller Vielspieler-Spiel, sofern es durch die Jury ausgezeichnet würde, ein großer wirtschaftlicher Erfolg würde? Dass also die breite Masse das Spiel kauft, obwohl sie mit den Regeln und der Komplexität gar nicht zurecht kommt?
> Da die Jury stets deutlich macht, dass komplexere Spiele
> keinerlei Chance auf den Preis haben, stellt sich für
> Verlage die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, den
> Markt der Hardcore-Spieler zu bedienen.
Du gehst also davon aus, dass Verlage ihr komplettes Programm auf den Hauptpreis ausrichten? Ich habe eher den Eindruck, dass Verlage, die "Hardcore-Spiele" verlegen, dies im Bewusstsein tun, dass damit ein eher kleiner Markt bedient wird.
> Ich finde, das darf man schade finden.
Du darfst das ja gerne so finden. Ich hab ja nur hinterfragen wollen, warum du das so empfindest, weil ich das anders sehe. Das Spiel des Jahres ist eine Marke, die in der breiten Masse bekannt ist. Eine Empfehlung (nichts anderes ist die SdJ-Auszeichnung) sollte sich immer an den Interessen der Zielgruppe ausrichten, sie darf natürlich etwas neues und sollte etwas interessantes empfehlen, aber sie sollte die Zielgruppe nicht überfordern. Man lernt schwimmen ja auch erstmal im Nichtschwimmerbecker. Gleich mit dem komplexen Hammer zu kommen, schreckt doch viele eher ab. Und dann würde den Verlagen erst Recht die Grundlage fehlen, unsere kleine Nische mitzutragen.