Beitragvon Olav Müller » 2. August 2007, 13:15
Marcus schrieb:
> Angenommen bei Caylus, letzte Runde, würde das Versetzen des
> Vogtes entscheiden ob Spieler A oder B gewinnt. Wenn das
> Versetzen des Vogtes durch einen Würfelwurft bestimmt würde,
> würden viele Aufschreien zu viel Glück. Wenn aber Spieler C
> darüber entscheiden könnte, und damit Spieler A oder B zum
> Sieger macht, wird es eher akzeptiert, obwohl Spieler A oder
> B genau so wenig zu ihrem Sieg beitragen könnten wie beim
> Würfeln. Was wäre jetzt allerdings wenn Spieler C immer
> Spieler B bevorteiligen würde?
Dazu nur:
Ich würde sagen, dass das von A schlecht gespielt war. Denn wenn ALLE wissen, dass C IMMER B bevorteilt, dann muss das in die Betrachtung der Situation einfliessen :-) Dann mache ich mich (an As Stelle) nicht von der Platzierung des Vogtes abhängig oder sorge zumindest dafür, dass C vor mir den Vogt verschiebt und ich noch korrigierend eingreifen kann!
Aber vielleicht ist es tatsächlich nur so, dass wir unterschiedliche Geschmäcker in dieser Hinsicht haben. Mich stört es, wie gesagt, nicht, gegen eine Übermacht zu verlieren. Ich MAG die soziale Komponente sogar. Damit kann man ja auch wieder spielen, wenn man sich darauf VERLASSEN kann, dass C nicht für sich sondern mehr für B spielt ... das ist ausbaubar.
Ich empfände es als erheblich schwächer, wenn in Caylus der Vogt immer per Würfelwurf verschoben wird. Das würde Caylus zu einem sehr anderen Spiel machen. Ich habe aber nichts gegen "Glücksspiele" oder besser gesagt Glückskomponenten in einem Spiel. Ich bin keiner "von denen", die jeder Form der Glückskomponente den Kampf angesagt haben. Die gehören zu vielen Spielen einfach dazu. Zu anderen dann aber wiederum auch nicht. Zielgruppe heißt das Zauberwort.
Dass bei Spielen mit sozialer Komponente dann Chaos oder Unwägbarkeiten auftreten können, die manchmal sogar zum Kingmaking führen, akzeptiere ich. Ja, dazu gehört immer auch der reflexartig geäußerte Einwand, dass aber doch bitte jeder für sich das bestmögliche Ergebnis anstreben sollte und so weiter. Aber wir sind alle nur Menschen. Wenn ich am Spieltisch Spaß habe, akzeptiere ich auch, dass der schlechtere Spieler nur mit Hilfe gewinnt ;-)
CU,
Olav
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