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Phoenicia - Eine Katastrophe

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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achim

Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon achim » 26. August 2007, 22:01

Hallo,

wir haben heute Phoenicia von Tom Lehmann, erschienen bei JKLM/Rio Grande Games, gespielt, oder versucht zu spielen.
Wenn auch Kleinverlag, so finde ich das mit zunehmenden Alter einfach immer ärgerlicher, wenn ich stundenlang an der Spielregel basteln muss, bis endlich mal so etwas wie ein Spiel zustande kommt.

Ich beginne mal mit dem Spielmaterial:

1. Graue Scheiben sind weisse.

2. Dass es fünf zusätzliche 5er-Karten gibt, sucht man in der deutschen Regel vergeblich.

3. 45 Arbeiterfiguren, wobei höchstens 40 zum Einsatz kommen können. Mehr Spielmaterial ist ja gut, sollte aber als Ersatzmaterial gekennzeichnet sein, da man sich sonst fragen muss, ob man was falsch spielt.

4. 40 Produktionskarten entpuppen sich als 60 Karten. Wieviele soll man nun verwenden?

5. Wozu man 40 Lagerhäuser braucht ist zunächst mal unverständlich. Hierzu benötigt man zumindest eine Regelklärung.

6. Die Produktionskarten mit dem Wert 4 sind im Rücken etwas dunkler als die anderen Karten, somit auch bei schlechten Lichtverhältnissen erkennbar.

Die deutsche Regel wirkt so, als hätte Ferdinand das Spiel vor der Regelübersetzung nie gesehen, anders kann ich mir die stellenweise holbrige Übersetzung nicht erklären. Vielleicht wurde seine Version auch im Nachhinein überarbeitet, (verschlimmbessert). Soll ja schon mal vorgekommen sein. Ich will ihm da nichts Böses unterstellen.

Beispiele gefällig:

"Dorfplättchen", "Lagerplättchen" und andere "Plättchen" sind 7x10cm große Kartons, graue Scheiben sind weiss.
Den Begriff "strategische Zonen" würde ich mir patentieren lassen, und dass bei Gleichstand gebrochen wird, war mir auch neu. So leer, wie nach diesem Spiel war mein Magen noch nie.

Ein größeres Problem hatten wir auch mit der Regelauslegung im Hinblick auf die Lagerhäuser.
Wenn ich die Regel richtig verstehe, so habe ich zu Beginn des Spieles zwei Lagerhäuser auf meiner Lagerkarte. Mehr Lagerhäuser dürfen da nicht stehen oder? Wenn ich mittels der Karte Granery die Lagerkarte drehen darf, bekomme ich noch zwei weitere Lagerhäuser dazu. Nach meinem Verständnis ist jetzt die Kapazität der neuen Lagerhalle erreicht. Durch viele andere Karten kann man aber weitere Lagerhäuser erhalten, was passiert mit diesen, und was ist, wenn ich keine Granery-Karte ersteigern kann? Es sind nur 3 Stück davon vorhanden. Das erscheint alles nicht sehr logisch.

Die Kartenübersicht auf der letzten Seite der Spielregel finde ich jetzt (nach dem Spiel) ganz gut, als Newbie konnte ich damit leider nichts anfangen. Eine wörtliche Erklärung der einzelnen Karten hätte hier viel erreicht.

In der englischen Regel sind zudem einige Bildchen mehr als in der deutschen abgedruckt, das muss doch nicht sein, dass man immer blättern muss.

Vielleicht rege ich mich ja etwas zu sehr auf, aber wenn ich sehr lange für ein eigenlich einfaches Spielchen brauche, um mich durch eine, in meinen Augen verquasste Regel zu ackern, dann werde ich grantig. Der Sonntagnachmittag ist rum, und ich habe gerade einmal Phoenicia gespielt.

Das Spiel selber ist nicht schlecht, aber so tolle auch wieder nicht, dass sich das Regelstudium so gelohnt hätte.
Etwas Civi ohne Handel und Interaktion. Aufbau ohne Angst vor Rückfällen, da das, was man hat, sich nicht verschlechtern kann. Anderen Spielern kann man nur in der Auktion schaden, indem man ihnen Karten wegbietet. Das ist in meinen Augen zu wenig für ein 5 Personen-Spiel.

Als Testspieler sind übrigens u.a. Stefan Brück und Bernd Brunnhofer angegeben. Vielleicht hätte man die vor Regelniederschrift mal fragen sollen, wie man so etwas professionell macht.

Und bevor sich jetzt wieder einige aufregen, ob man einen Kleinverlag kritisieren darf, lasst es bleiben. Ich machs einfach. Das Problem, das Kleinverlage in Zukunft haben werden ist, dass größere Verlage häufig zu niedrigeren Preisen in besserer Qualität vergleichweise gleich gute oder bessere Spiele anbieten. Das war früher in diesem Ausmaß so nicht der Fall, da war man froh, wenn man ein Spiel noch selber basteln durfte, solange die Spielidee super war. Die Zeiten sind aber schon lange vorbei.

Gruß
achim

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freak
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Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon freak » 26. August 2007, 23:13

Hallo Achim,

ja, die Frage haben wir uns auch gestellt, ob Ferdi das Spiel je zu Gesicht bekommen hat.
Die deutsche Regel hat wirklich Defizite und ist an einigen Stellen einfach ungenauer wie die englische. Zudem ist das Deutsch an einigen Stellen etwas "merkwürdig".

Da ich Ferdi's Arbeit sonst wirklich sehr schätze (und sage mal danke für viele sehr gute Übersetzungen), kann ich es mir auch nur so erklären, dass nachträglich noch einiges geändert worden ist.
Ich denke, er wird da selbst was zu sagen können.

Mit Hilfe der englischen Version haben wir es dann spielen können.

Wie das mit den Lagerhäusern war, kann ich dir im Augenblick auch nicht mehr sagen. Wir haben die abgebildeten meiner Erinnerung nach nur dafür benutzt, das man sehen konnte, wieviele man mit der Karte kriegt und dies nicht als als max. Anzahl verstanden. Hat man z.B. schon alles vier Häuser gehabt und ein 5. bekommen, hat man es einfacah dazu gestellt.

Wir haben es zu viert gespielt und es hat allen eigentlich gut gefallen, sodass wir es mit Sicherheit noch mal spielen werden. Allein schon deswegen, damit sich das Regelstudium gelohnt hat.

Viele grüße
freak

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Braz
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Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Braz » 26. August 2007, 23:21

Hallo achim,

ich persönlich finde Phoenicia wirklich ein sehr gutes Spiel, welches den Charme eines Zepter von Zavanor o.v. hat, jedoch mit viel geringerer Spielzeit.

Deinen Satz "Das Spiel selber ist nicht schlecht, aber so tolle auch wieder nicht, dass sich das Regelstudium so gelohnt hätte.", wie deine Überschrift "Phoenicia - Eine Katastrophe" kann ich demnach in keinster Weise nachvollziehen.

Sicherlich sind natürlich Spiele gemschackssache, und das Regelwerk läßt auch zu wünschen übrig -da gebe ich dir Recht-, ABER mE bis die in vielen gennanten Punkten einfach zu kurzsichtig bzw kleinlich (ist meine Meinung).

Beispiel:
Sicherlich ist im SPiel von 35 grauen Scheiben die Rede, aber wenn ich nur 1-3 Sekunden mir das ganze Material anscheue, dann sehe ich sofort, dass das Material überschaubar ist und es nur 35 weiße Scheiben gibt. Ergo müssen das die dann sein. Ist eigentlich kaum der Rede wert, sowas zu bemängeln, denn es viel mir zumindest so nebenbei auf.....

"Die Produktionskarten mit dem Wert 4 sind im Rücken etwas dunkler als die anderen Karten, somit auch bei schlechten Lichtverhältnissen erkennbar"
Bei mir nicht! Habe es eben nochmal angeschaut -> alle Karten exakt auf Rückseite gleich!


"Vielleicht rege ich mich ja etwas zu sehr auf,...."
Jup, sehe ich zumindest so ;)


"....aber wenn ich sehr lange für ein eigenlich einfaches Spielchen brauche, um mich durch eine, in meinen Augen verquasste Regel zu ackern, dann werde ich grantig."
Verständlich, aber mal ehrlich: Die Regel von Roads`n Boats dauert vielleicht 1-2 Stunden und das Spiel ist mal super einfach! Ich finde halt, dass es oft so ist...


Lange Rede kurzer Sinn: Die Regel finde ich auch nicht optimal, das Spiel finde ich hingegen sehr gut! Bin froh es mir zugelegt zu haben ;)

Gruß
Braz

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achim

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon achim » 27. August 2007, 00:28

Hallo Braz,
es ging mir nicht um einige weisse oder graue Scheiben. Hier machts die Summe aus, und aus diesem Grund habe ich das dazugeschrieben.

Wenn die Rückseiten der Karten bei dir in Ordnung sind, ist das positiv zu bewerten, bei mir sind sie das leider nicht.

Ich handhabe es normalerweise so, dass bei neuen Spielen, die auf dem Tisch kommen, die Regeln gemeinsam erarbeitet werden. Heute konnte ich meine Gäste nur mit letzter Kraft dazu bewegen, das Spiel mit mir zu spielen und nicht vorzeitig abzubrechen.
Was glaubst du, was passiert, wenn so ein Spiel auf weniger geübte Leute trifft? Ich denke die Verleger solcher Werke bringen das Hobby "Spiel" so nicht voran, wahrscheinlich ist eher das Gegenteil der Fall.

Sag jetzt bitte nicht, es wäre meine Aufgabe gewesen, die Spielregeln im Vorfeld entsprechend aufzuarbeiten um sofort losspielen zu können. Wie gesagt, es ist bei uns Usus, die Regeln gemeinsam zu erarbeiten und normalerweise klappt dies auch hervorragend.

Zur Spielgüte gebe ich den allgemeinen Tenor meiner Spielrunde wieder, wobei das Spiel eben als "gerade noch so" bewertet wurde. Als Hauptproblem sahen die Spieler die fehlende Interaktion und den zu geradlinigen Aufbau an. Im Vergleich zu ähnlichen Spielen wurde es halt schwächer beurteilt. Ohne mich hinter der Meinung der Gruppe verstecken zu wollen, meine Meinung ist da deckungsgleich.

Wie habt ihr das mit den Lagerhäusern geregelt?
Wieviele Lagerhäuser darf ich haben ohne "Plättchen"-drehen, und welche Menge ist nach dem "Plättchen"-drehen erlaubt?

Gruß
achim

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Marc

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Marc » 27. August 2007, 07:51

achim schrieb:
> Und bevor sich jetzt wieder einige aufregen, ob man einen
> Kleinverlag kritisieren darf, lasst es bleiben. Ich machs
> einfach.

Warum auch nicht? Erstaunlicherweise kommt die Bitte um Mitleid für Kleinverleger/Kleinhändler ja in der Regel erst, wenn sich jemand beschwert. Und auf der Schachtel oder Website steht ja auch nicht "Wir sind ein Kleinverlag, deswegen hat die Regel Lücken, ist teilweise unklar, das Material ist medioker und in den Schulferien bin ich nicht erreichbar."

Wenn ich für Geld irgendwo antrete, wird man halt mit denen verglichen, die das auch tun. Meine eingeschränkten Möglichkeiten muss ich dann halt irgendwie ausgleichen. (besserer Service, wenige aber gute Spiele oder billigere Spiele)

Zumal es der Verleger auch nicht lustig finden wird, dass ich nur ein "Klein-Einkömmler" bin und deswegen nur die Hälfte fürs Spiel - und in Raten und nach sieben Mahnungen - zahlen werde.

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ode

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon ode » 27. August 2007, 07:54

achim schrieb:

> Ich handhabe es normalerweise so, dass bei neuen Spielen, die
> auf dem Tisch kommen, die Regeln gemeinsam erarbeitet werden.
> Heute konnte ich meine Gäste nur mit letzter Kraft dazu
> bewegen, das Spiel mit mir zu spielen und nicht vorzeitig
> abzubrechen.

Genau hier liegt der Fehler. Aber du bist ja nochmal kurz darauf eingegangen:


> Sag jetzt bitte nicht, es wäre meine Aufgabe gewesen, die
> Spielregeln im Vorfeld entsprechend aufzuarbeiten um sofort
> losspielen zu können. Wie gesagt, es ist bei uns Usus, die
> Regeln gemeinsam zu erarbeiten und normalerweise klappt dies
> auch hervorragend.

Warum sollte man das nicht sagen? Denn, wenn du dir im Vorfeld ein paar Threads zum Thema PHOENICIA durchgelesen hättest, die es hier ja auch schon definitiv gab, dann hätte dir klar sein müssen, dass das so nicht klappt. Nur, weil ihr das immer so macht, heißt das doch nicht, dass das bei jedem Spiel klappen muss.

Okay, wenn ein Spiel deshalb bei euch durchfällt, ist das euer Ding, aber das dem Spiel anzulasten ist meiner Meinung nach falsch und kleinlich.

Habt ihr das mit KHRONOS auch gemacht? Und falls das nich anstehen sollte: Lasst es! Du sparst dir nen hitzigen Nachmittag... ;-)

Was ist denn so schlimm daran, sich vorher mit den Regeln zu beschäftigen? In meinen Augen hat sich das für uns auch gelohnt, da ich das Spiel auch sehr gut finde...

ode.

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achim

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon achim » 27. August 2007, 09:14

ode schrieb:
> Warum sollte man das nicht sagen? Denn, wenn du dir im
> Vorfeld ein paar Threads zum Thema PHOENICIA durchgelesen
> hättest, die es hier ja auch schon definitiv gab, dann hätte
> dir klar sein müssen, dass das so nicht klappt.

Hallo Ode,
nach deinem Hinweis habe ich die Suchfunktion nochmals bedient. Da muß ich mich entschuldigen, der Fehler lag bei mir. Habe während des Spieles natürlich versucht im Forum nachzulesen, ob schon jemand was dazu weiß. Leider muß mir bei der Eingabe ein Fehler unterlaufen sein, denn es gab keine Treffer. Hätte sonst dazu nichts mehr geschrieben, wozu auch, wurde doch schon alles gesagt.

Gruß
achim

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Ralf Arnemann » 27. August 2007, 09:39

> Denn, wenn du dir im Vorfeld ein paar
> Threads zum Thema PHOENICIA durchgelesen
> hättest, ...
Moment mal!

Wenn hier jemand im Forum Fragen stellt, die schon dreimal durchgekaut wurden - dann ist der Verweis auf die Suchfunktion bzw. vergangene Threads voll berechtigt.

Aber wenn jemand ganz normal ein Spiel nach Regellektüre spielen will, dann ist der Verweis aufs Forum m. E. etwas daneben.

Jedenfalls gehe ich davon aus, daß auf dem Spiel nicht "ACHTUNG, erst nach Lektüre des Spielbox-Forums spielbar" als Warnung steht.

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Anne
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Beiträge: 62

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Anne » 27. August 2007, 11:11

Das machen die Verleger ja schon:
Die besseren Spiele haben sie allemal.
Wie du dein Spiel bezahlst, ist ihnen in der Regel egal, da du nicht ihr
Direktkunde bist.Und was dein Internetshop oder vielleicht Laden dazu sagt, ist auch klar:Erst das Geld, dann das Spiel!
Du scheinst ja immer noch beleidigt zu sein Marc.
Wie wärs denn , wenn du demnächst nur noch Habaspiele kaufst:
die haben einen super Ersatzteilservice, du kannst jedes Teil nachkaufen, egal warum es nicht da ist.
Die Preise sind auch eher stabil, also kein Streß damit, wer billiger ist und die Regeln sind auch unmißverständlich.
:-D :-)) :-P
Anne

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Braz » 27. August 2007, 12:38

achim schrieb:
> Ich handhabe es normalerweise so, dass bei neuen Spielen, die
> auf dem Tisch kommen, die Regeln gemeinsam erarbeitet werden.
> Heute konnte ich meine Gäste nur mit letzter Kraft dazu
> bewegen, das Spiel mit mir zu spielen und nicht vorzeitig
> abzubrechen.

Hallo achim,

kann ich mir vorstellen, dass die Gäste rebellierten ;)

Ich kann dich ja auch verstehen, so ist es ja nicht...!
Ich finde es ja selbst schade, dass die Regel mE eher mäßig ist....aber es gleich als "Katastrophe" zu bezeichnen halte ich (!) für überzogen, denn das SPiel an sich funktioniert doch super, oder nicht?!


> Was glaubst du, was passiert, wenn so ein Spiel auf weniger
> geübte Leute trifft?


Leute schmeißen das Spiel in die Ecke -> wäre meine Vermutung! ;)


> Sag jetzt bitte nicht, es wäre meine Aufgabe gewesen, die
> Spielregeln im Vorfeld entsprechend aufzuarbeiten um sofort
> losspielen zu können. Wie gesagt, es ist bei uns Usus, die
> Regeln gemeinsam zu erarbeiten und normalerweise klappt dies
> auch hervorragend.

Jup, jeder wie er es mag!
Selbst spiele ich in Spielekreisen beides: Regel vorher durcharbeiten, oder mit Freundin gemeinsames Regelstudium.

Beim vorherigen Regelstudium hast du halt den Vorteil, evtl. auftretende Fragen im Netz beantwortet zu bekommen.


> bewertet wurde. Als Hauptproblem sahen die Spieler die
> fehlende Interaktion und den zu geradlinigen Aufbau an. > Im
> Vergleich zu ähnlichen Spielen wurde es halt schwächer
> beurteilt. Ohne mich hinter der Meinung der Gruppe verstecken
> zu wollen, meine Meinung ist da deckungsgleich.

Oki, das ist natürlich legitim, wenngleich der Bezug "fehlende Interaktion" und "schwächer als vergleichbare Spiele" in einem Zusammenhang meines Erachtens nicht stehhen kann, denn ein vergleichbares Spiel ist Zepter von Zavandor und da spielt auch fast jeder für sich.
Ich würde dir in diesem Zusammenheng Recht geben, hättest du die Spieltiefe damit gemeint, denn spiele ich 2 h Zepter von Zavandor, dann bin ich einfach der Zeit schon wegen tiefer in der Materie als bei 60 Minuten Phoenicia.
Phoenicia geht einfach sehr schnell udn anfängliche Fehler lassen sich mE nach fast kaum korrigieren.

Und noch was zum Thema, dass vergelichbare Spiele besser sein sollen: Von Zepter von Zavandor -das mE direkt mit Phoenicia vergelichbar ist- kennst du die Regel? Ich würde mal gerne dein Spielerkreis sehen, wenn du die Regeln von diesem Spiele denen offenbarst ;)

...und zum Spielmaterial generell: Ich finde das Spielbrett funktional, übersichtlich und sehr stabil. Alle Karten sind aus gutem Material und die Plättchen (Skills) mE auch. Ob da jetzt weiße oder graue Counter, oder 45 statt 40 Pöppel drin sind ist mir da egal. Klar es verwirrt, macht aber mE das SPiel nciht schlechter!


> Wie habt ihr das mit den Lagerhäusern geregelt?
> Wieviele Lagerhäuser darf ich haben ohne "Plättchen"-drehen,
> und welche Menge ist nach dem "Plättchen"-drehen erlaubt?


Hmm...meine letzte Partie ist schon eine Weile her.....lass mich mal in mich kehren und dann geb` ich dir deswegen nochmals einen Reply, ja?! ;)

Gruß
Braz

P.S. Nicht dass du denkst, dass ich deine Meinung zum Spiel für falsch o.ä. halte....Jeder hat halt nunmal einen anderen Geschmack und OPhoenicia muss schon lange nicht jedem gefallen, zumal die Regel wirklich nicht die Optimalste ist! Auch ist klar, dass es die Summe an Defiziten bei dir und anderen -wie auch mir- macht, welche eine Meinung zu einem Spiel bildet. Ich finde halt nur, dass das Spiel wirklich vom Material her gut (nicht "sehr gut", aber "gut") gemacht ist und das Spiel in Bezug zur Spieltiefe für ein solches Spiel sehr gut ist. Es ist halt ein Optimierungsspiel. Ich finde es halt deswegen so gut, da es -entgegen anderer Vertreter- eine angenehme Spieldauer hat.

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Heinrich Tegethoff

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 27. August 2007, 14:00

Hallo Braz,

Braz schrieb:
> Beim vorherigen Regelstudium hast du halt den Vorteil, evtl. auftretende Fragen im Netz beantwortet zu bekommen.

Führt aber auch allzu häufig zu der Antwort "spiel es doch erst einmal, dann wirst Du sehen, dass es kein Problem ist". Regelfragen vor dem ersten Spiel ist ein zweischneidiges Schwert, da man sich schnell tatsächlich Gedanken um Dinge macht, die irrelevant sind.

Servus,
Heinz

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Marc

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Marc » 27. August 2007, 14:03

Beleidigt? Immer noch? Seit wann?

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achim

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon achim » 27. August 2007, 15:11

Braz schrieb:
Und noch was zum Thema, dass vergelichbare Spiele besser sein sollen: Von Zepter von Zavandor -das mE direkt mit Phoenicia vergelichbar ist- kennst du die Regel? Ich würde mal gerne dein Spielerkreis sehen, wenn du die Regeln von diesem Spiele denen offenbarst

Ja Braz, Zepter von Zavandor, da kann ich mich noch gut erinneren. Zufällig war genau der gleiche Spielerkreis wie bei Phoenicia bei mir zusammen. Das Spiel war frisch aus Essen eingeflogen und noch mit der alten Regel. Nach längerem hin und her flog das Spiel dann in die Ecke. Obwohl ich in der Zwischenzeit eine angeblich bessere Regel erhalten habe, wollte aber niemand mehr das Spiel seitdem mit mir spielen.

Gruß
achim

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Grzegorz Kobiela

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 27. August 2007, 17:26

Du wurdest wahrscheinlich verwechselt mit dem Marc N. von etwas weiter unten im Forum.

Zum Thema Kleinverlag enthalte ich mich. Da ist jeder seiner Meinung und felsenfest davon überzeugt, dass seine die einzig wahre ist.

Zum Thema schlechte Regeln: traurig und ein Fauxpas, das sich Verlage heutzutage nicht mehr erlauben lassen dürfen. Doch zum Glück gibt es ja das Internet, das viele Fragen klären kann und so ist es zwar ärgerlich (und weiterhin ein Verlagsfehler), aber doch verschmerzbar. :)

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Ernst-Jürgen Ridder

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 27. August 2007, 19:24

achim schrieb:
>
>
> Die deutsche Regel wirkt so, als hätte Ferdinand das Spiel
> vor der Regelübersetzung nie gesehen, anders kann ich mir die
> stellenweise holbrige Übersetzung nicht erklären. Vielleicht
> wurde seine Version auch im Nachhinein überarbeitet,
> (verschlimmbessert). Soll ja schon mal vorgekommen sein. Ich
> will ihm da nichts Böses unterstellen.
>
Hallo achim,

Ferdi hat sich dazu schon geäußert. Wenn ich mich recht erinnere, hatte er in der Tat das Spiel zur Zeit der Übersetzung nicht. Die englische Regel, die ihm zur Übersetzung vorlag, war dann auch nicht die Endfassung der englischen Regel. Von den Änderungen hatte man ihn nicht unterrichtet. Zudem wurde wohl auch noch an seinem Text etwas geändert. Da darf man sich dann nicht wundern, wenn das Ergebnis suboptimal ist.

Trotzdem ist Phoenicia ein gutes Spiel. Zwar mag ich es auch nicht sonderlich, wenn das Studium der Regel in Arbeit ausartet. Es gibt da jedoch deutlich schlimmere Beispiele.

Spielerische Grüße
Ernst-Jürgen (beschäftigt sich derzeit mit Through the Ages;das ist schon im Basisspiel nicht ohne Reiz)

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ode

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon ode » 28. August 2007, 19:00

Kein Ding. Brauchst dich sicherlich nicht dafür entschuldigen... Ist nur ne Sache, die ich dann oft mache. Wenn ich mich für ein Spiel interessiere, informiere ich mich vorher in den gängigen I-Net-Gazetten...

ode.

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ode

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon ode » 28. August 2007, 19:22

Das war nicht so gedacht, dass hier die Regel durchgekaut werden soll. Aber einem Forumsleser sind sicherlich einige Threads zu dem Spiel aufgefallen und wenn man sich für das Spiel interessiert, dann schaut man da doch mal rein, oder? Und dann wird einem schnell klar, dass da eine schlechte Regel beim Spiel dabei ist. Wieso sollte man nicht sowas bemerken? Quasi ein kostenloser Beratungsservice unter Spielern. Ich verlange doch gar nicht, dass man das muss. Ich finds nur logisch so was zu machen...

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achim

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon achim » 28. August 2007, 20:26

ode schrieb:
>
> Das war nicht so gedacht, dass hier die Regel durchgekaut
> werden soll. Aber einem Forumsleser sind sicherlich einige
> Threads zu dem Spiel aufgefallen und wenn man sich für das
> Spiel interessiert, dann schaut man da doch mal rein, oder?
> Und dann wird einem schnell klar, dass da eine schlechte
> Regel beim Spiel dabei ist. Wieso sollte man nicht sowas
> bemerken? Quasi ein kostenloser Beratungsservice unter
> Spielern. Ich verlange doch gar nicht, dass man das muss. Ich
> finds nur logisch so was zu machen...

Also Ode, du magst ja (leider) recht haben. Nur in diesem Fall, habe ich eben nicht im Vorfeld recheriert. Ich wollte das Spiel sowieso erst in Essen kaufen, aber da bei meiner letzten Spiele-Bestellung noch Luft war, um Porto zu sparen habe ich das Spiel halt mitbestellt.
Als zweites kam hinzu, dass wir für Sonntag eigentlich ein anderes Spiel vorgesehen hatten, ein Mitspieler aber das Spiel sah, und sofort wollten alle Phoenicia spielen.

Das "(leider)" oben bezieht sich darauf, dass man bei einigen Verlagen multimedial vernetzt sein muß, um deren Spiele überhaupt spielen zu können. Ich besitze alle Spiele von JKLM, wobei "On the Underground" unproblematisch ist und hier von mir lobend erwähnt sein soll. Bei den anderen Spielen war jedes Jahr ein anderer Bug. Entweder die Regeln waren Murks oder es fehlte Spielmaterial. Der normale Vorgang bei JKLM war, dass ich in einem Jahr die Spiele in Essen kaufte, und im nächsten Jahr die Spiele in Essen umtauschte (was allerdings problemlos möglich war) oder ich dort eine neue Spielregel bekam. Ein Bekannter von mir sagte letztes Jahr, ich solle die Spiele doch lieber gleich am Stand liegen lassen, und sie erst im nächsten Jahr abholen.(Kein Witz)
Aus diesem Grund wollte ich eigentlich von JKLM die Finger lassen. Daher hat es mich auch besonders geärgert, dass ich wieder mal Schwäche zeigte, und wieder war die Regel entsprechend.

Ich schätze mal,ich kaufe jährlich ca 400-500 Spiele.
In Zukunft sollte ich mich da ernsthaft eingehender mit Internetmeinungen beschäftigen, dann sind's nächstes Jahr wahrscheinlich höchstens nur noch 50 Spiele. Ob das allerdings im Interesse von JKLM und Kollegen ist, wage ich zu bezweifeln.

Seit über 25 Jahren beschäftige ich mich jetzt intensiv mit Spielen. Ich kann dir sagen, ich habe mich in dieser langen Zeitspanne oft genug mit schwachen Spielregeln und dümmlichen Spielchen abgegeben. Im Moment bin ich einfach etwas frustriert, dass ich immer noch meine Zeit und auch mein Geld für so halbgares Zeug verschwende. Wie schon erwähnt, ich reagiere vielleicht etwas überzogen, aber ich überlege ernsthaft, ob ich das mit dem Kauf von Spielen nicht ganz lassen sollte und in Zukunft "back to the roots" nur noch Schach und Go spiele.

Gruß
achim

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ode

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon ode » 28. August 2007, 20:42

Ich wollte dir sicher nicht zu nahe treten...

Vielleicht ist so eine Selektion bei deinem Spielekonsum ja auch nicht das Schlechteste.

Und wenn du nur wegen des Sammelns kaufst, dann ist es doch eigentlilch egal, ob es funktioniert, oder nicht. Oder? Ohne, dass das jetzt ironisch, oder sarkastisch gemeint ist. Eher pragmatisch...

Wieso kaufst du so viele Spiele?

Bist du reich?

ode.

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Andreas Keirat

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Andreas Keirat » 28. August 2007, 21:48

ode schrieb:
>
> Wieso kaufst du so viele Spiele?
>
> Bist du reich?
>
> ode.


Ich tippe mal auf einen Spieleclub und eigene Anschaffungen nebenher *grins*


Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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achim

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon achim » 28. August 2007, 22:03

Meistens fängt es so an, dass man nur die Spiele kauft, die man unbedingt spielen möchte. Irgendwann kommt man dann nicht mehr dazu, alle Spiele zu spielen, die man kauft. Wenn man sich dann von dem ganzen Krempel nicht mehr trennen kann, und auch noch "sammellabil" ist, dann sieht das irgendwann so aus, dass ganz ganz viele bunte Schachtel das Eigenheim bevölkern. Man hat sich daran gewöhnt, dass nur noch jedes xte gekaufte Spiel, auch gespielt wird. In meinem Sammler-Bekanntenkreis sind fast alle Karrieren so verlaufen. Viele hier im Forum, die jetzt schon nach den Essen-Neuheiten gieren, haben bestimmt noch nicht alle Spiele aus den Vorjahren gespielt, geschweige denn viele Male intensiv dies getan. Gäbe es die Sammler nicht, bräuchten die meisten Kleinverlage garnicht erst anfangen Spiele in Kleinstauflagen zu verlegen. Viele dieser Machwerke wandern zum Großteil in die Regale der Süchtigen. Otto-Normalverbraucher bekommt diese Spiele meist nicht einmal zu Gesicht, sind sie schon von Sammlern eingesackt. Viele Spiele werden dabei leider auch nie gespielt.
Aber vielleicht bin ich ja auf dem Weg der Besserung.

Und zu deiner Frage, ob ich reich wäre? Ja, das bin ich, und zwar reich an vielen bunten Schachteln, mit vielen unzulänglichen Regeln.

Gruß
achim

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achim

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon achim » 28. August 2007, 22:07

Andreas Keirat schrieb:
> Ich tippe mal auf einen Spieleclub und eigene Anschaffungen
> nebenher *grins*

Hallo Andreas,
hätte ich mal tun sollen, am besten mit 30 Euro Monatsbeitrag und 10 Euro Heizkostenzuschuß. :wink:

Gruß
achim

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Volker L.

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Volker L. » 28. August 2007, 23:07

achim schrieb:
>
> Andreas Keirat schrieb:
> > Ich tippe mal auf einen Spieleclub und eigene Anschaffungen
> > nebenher *grins*
>
> Hallo Andreas,
> hätte ich mal tun sollen, am besten mit 30 Euro Monatsbeitrag
> und 10 Euro Heizkostenzuschuß. :wink:

Wozu der separate Heizkostenzuschuss?
Bei soviel Neuanschaffungen pro Jahr sollte doch genug
Ausschussware dabei sein... :-D

Gruß, Volker

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achim

Re: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon achim » 28. August 2007, 23:35

Volker L. schrieb:
>
> Wozu der separate Heizkostenzuschuss?
> Bei soviel Neuanschaffungen pro Jahr sollte doch genug
> Ausschussware dabei sein... :-D
>
> Gruß, Volker

Hallo Volker,
gerade dafür brauche ich doch den Heizkostenzuschuss. :LOL:

Gruß
achim

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Klaus Knechtskern
Kennerspieler
Beiträge: 1660

RE: Phoenicia - Eine Katastrophe

Beitragvon Klaus Knechtskern » 29. August 2007, 18:37

"achim" hat am 28.08.2007 geschrieben:
> Volker L. schrieb:
>>
>> Wozu der separate Heizkostenzuschuss?
>> Bei soviel Neuanschaffungen pro Jahr sollte doch genug
>> Ausschussware dabei sein... :-D
>>
>> Gruß, Volker
>
> Hallo Volker,
> gerade dafür brauche ich doch den Heizkostenzuschuss. :LOL:
>
> Gruß
> achim
Tststs es gibt auch Leute die Ausschussware noch ein Plätzchen fürs Gnadenbrot geben ;-)


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