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Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

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ravn

Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon ravn » 5. November 2007, 16:02

Hallo,

am Samstag "Im Jahr des Drachen" und danach "Kingsburg" gespielt. So unterschiedlich beide Spiele sind, so ist beiden Brettspielen doch gemeinsam, dass mit dem Mangel gekonnt umgegangen werden will.

So fehlt es "Im Jahr des Drachen" eigentlich zu jeder Spielzeit an allem. Da hätte man gerne mehr Reis, mehr Raketen, mehr Geld, um die Ereignisse gut überstehen zu können. Da möchte man gerne bauen, müsste aber eigentlich auch die anderen Aktionen für sich auslösen... Trotzdem oder gerade wegen dieser Herausforderung ein spannendes Spiel, was in unserer Runde aber eigentlich zum ständigen Jammern führte, man möchte dies und das doch gleichzeitig machen.

Bei "Kingsburg" sind es die lieben Baumaterialen, die eigentlich immer zu knapp sind, die Soldaten die man zu wenig hat, die zu wenigen Würfelaugen. Auch hier muss man seinen Mangel verwalten und trotzdem aus der Spielsituation eben das Beste machen und das macht Spass.

ABER: Gibt es eigentlich keine Spiele, wo man mal so völlig frei aus dem Vollen prassen kann, die aber trotzdem noch funktionieren und Spass machen?

Cu/Ralf

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JoelH
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Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon JoelH » 5. November 2007, 16:16

ravn schrieb:
>
> ABER: Gibt es eigentlich keine Spiele, wo man mal so völlig
> frei aus dem Vollen prassen kann, die aber trotzdem noch
> funktionieren und Spass machen?
>
> Cu/Ralf


Mankomania *lol*

SCNR.

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Joker13
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Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Joker13 » 5. November 2007, 16:17

:lol:

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Andreas Last

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Andreas Last » 5. November 2007, 16:20

Ich fürchte, da sieht es schlecht aus. Denn ohne Mangel könnte man ja, wie du schon sagst, wirklich alles machen, was man machen will. Man müsste sich nie entscheiden, was man gerade tut, weil man eh alles machen kann. Ich denke, da würde schnell langeweile aufkommen.

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Peter Gustav Bartschat

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 5. November 2007, 20:54

ravn schrieb:
> ABER: Gibt es eigentlich keine Spiele,
> wo man mal so völlig
> frei aus dem Vollen prassen kann, die
> aber trotzdem noch
> funktionieren und Spass machen?

Zumindest gibt's welche die funktionieren. Ob die auch Spaß machen, kann man für andere Leute natürlich nicht beantworten:

- Schach, Dame, Halma: Vom ersten Zug an stehen dir alle Figuren deiner Farbe zur Verfügung.

- Struggle of Empires: Du kannst niemals pleite gehen, sondern zu jedem beliebigen Zeitpunkt Kredite in beliebiger Höhe aufnehmen, um Bauten zu errichten und Truppen aufzustellen, so viel du nur magst.

- Bohnanza: Deine Bohnenproduktion ist derart hoch, dass du oft einen großen Teil davon unter Preis verkaufen oder sogar verschenken musst.

- Talisman: Kaum hast du eine halbe Stunde gespielt (von den gefühlten 689 Stunden, die eine Partie dauert), schon liegen erheblich mehr Waffen und nützliche Gegenstände auf deinem Weg herum, als du tragen, und mehr Zaubersprüche, als du dir merken kannst.

- History of the World, Vinci: Jede Runde eilt ein komplettes neues Volk mit hochmotivierten Truppen zu dir und wartet nur darauf, zu deinem Ruhm neue Länder zu erobern - während deine früheren Völker dir Jahrtausende lang unverbrüchlich die Treue halten.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Tyrfing

Mangel sind der Kern eines Spiels/Problems

Beitragvon Tyrfing » 5. November 2007, 21:07

Ich glaub ja nicht daran, dass es Spiele (oder Probleme) gibt, die nicht irgendwie eine Mangelsituation beschreiben.

Aber aus dem Grund zähle ich einfach mal mögliche Mangelinterpretationen zu den genannten "Gegenbeispielen" auf:
> - Schach, Dame, Halma: Vom ersten Zug an stehen dir alle
> Figuren deiner Farbe zur Verfügung.
Dennoch habe ich im Verlauf des Spiels Mangel an Steinen - diese reduzieren sich nämlich (außer bei Halma) ständig und ich bekomme keinen Nachschub.
Bei Halma: Mangel an Aktionen - nur einen Zug pro Spieler & Runde? Aber in zwei Zügen könnte ich sooo eine schöne Kombination machen!

> - Struggle of Empires: Du kannst niemals pleite gehen,
> sondern zu jedem beliebigen Zeitpunkt Kredite in beliebiger
> Höhe aufnehmen, um Bauten zu errichten und Truppen
> aufzustellen, so viel du nur magst.
Mangel an Aktionsmöglichkeiten: Ich muss aus meinen Aktionen möglichst viel herausholen.

> - Bohnanza: Deine Bohnenproduktion ist derart hoch, dass du
> oft einen großen Teil davon unter Preis verkaufen oder sogar
> verschenken musst.
Mangel an Bohnenfeldern.

> - Talisman: Kaum hast du eine halbe Stunde gespielt (von den
> gefühlten 689 Stunden, die eine Partie dauert), schon liegen
> erheblich mehr Waffen und nützliche Gegenstände auf deinem
> Weg herum, als du tragen, und mehr Zaubersprüche, als du dir
> merken kannst.
Mangel an Lebenspunkten und Attributwerten.

> - History of the World, Vinci: Jede Runde eilt ein komplettes
> neues Volk mit hochmotivierten Truppen zu dir und wartet nur
> darauf, zu deinem Ruhm neue Länder zu erobern - während deine
> früheren Völker dir Jahrtausende lang unverbrüchlich die
> Treue halten.
Wenn sonst nichts hilft: Mangel an Aktionen!
2 Aktionen pro Runde?
Ausserdem sind bei Vinci auch noch meine Völkersteine in der Regel einmal ausgespielt begrenzt (jaja, Medizin...).

History of the World kenne ich allerdings nicht.


Ich behaupte einfach mal frech, dass ein Mangel der Kern eines Problems/Spiels ist.
Schliesslich will man sich ja gegenüber seinen Mitspielern irgendwie abheben. In der Regel gibt's auch Gewinner und Verlierer - diese werden mit irgendeinem Kriterium ausgewählt.
Spätestens hier mangelt es den Verlierer an irgendwas.

Zu den Ursprungsbeispielen:
Im Jahr des Drachens ist für mich irgendwie ein "Katastrophen-Management" Spiel: Überall brennt's und man versucht bestmöglich davon zu kommen.
Kingsburg hingegen, nunja. Ressourcen sind halt irgendwie auch "Geld" - wäre nach der Definition "Siedler" auch ein Mängelspiel?
Wenn wir uns vielleicht etwas mehr darauf einigen, was ein "Mängelspiel" ist, wäre die Frage wahrscheinlich fruchtbarer.

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Marc

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Marc » 5. November 2007, 21:16

Als Gustav "Struggle of Empires" erwähnt, fiel mir noch "Railroad Tycoon" ein. Auch dort kann man beliebig viel Kredit aufnehmen.

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JoelH
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Beiträge: 302

Re: Mangel sind der Kern eines Spiels/Problems

Beitragvon JoelH » 5. November 2007, 21:25

Tyrfing schrieb:
>

> Aber aus dem Grund zähle ich einfach mal mögliche
> Mangelinterpretationen zu den genannten "Gegenbeispielen" auf:
> > - Schach, Dame, Halma: Vom ersten Zug an stehen dir alle
> > Figuren deiner Farbe zur Verfügung.
> Dennoch habe ich im Verlauf des Spiels Mangel an Steinen -
> diese reduzieren sich nämlich (außer bei Halma) ständig und
> ich bekomme keinen Nachschub.

Zumindest beim Schach kann man sich neue Damen aufs Brett holen, wenn das kein Nachschub ist :-? :-?

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Peter Gustav Bartschat

Re: Mangel sind der Kern eines Spiels/Problems

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 5. November 2007, 21:45

Tyrfing schrieb:
> Ich glaub ja nicht daran, dass es
> Spiele (oder Probleme)
> gibt, die nicht irgendwie eine
> Mangelsituation beschreiben.

Wenn wir die Frage auf Probleme allgemein ausdehnen:

Was ist denn mit einer Situation, in der du verheiratet bist, nebenher noch eine Geliebte hast - und zufällig kommt deine Frau dahinter?

Entsteht das Problem dabei nicht gerade aus dem Überfluss an Frauen, die dir zugeneigt sind?

Oder ... hmmm ... wenn ich jetzt mal darüber nachdenke ... entsteht es aus einem Mangel an "ich", weil's davon ja nur eins gibt, und nicht zwei, so dass sich ein "ich" der Gattin und das andere "ich" gleichzeitig der Geliebten zuwenden könnte? Andererseits: Kann bei etwas, wovon es ohnehin nur eins geben kann, überhaupt von einem "Mangel" die Rede sein?

Und wenn wir andererseits die Überfluss-Problematik weiter verfolgen: In meinem Leben hat niemals ein Mangel an Fettnäppfchen geherrscht, in die ich treten konnte.

Und das bringt mich gleich auf "Fiese Freunde - fette Feten": Da kann man gleichzeitig schwul sein und verheiratet und dann noch Kinder mit mehreren Frauen haben, auf jede Fete gehen und Drogen und Alkohol in rauen Mengen konsumieren: Noch so ein Spiel, bei dem man wirklich aus dem Vollen schöpfen kann.

Ach, wie gut, dass es diese Spiele gibt, herrscht doch in der schnöden Wirklichkeit schon absolut kein Mangel an Mangel!

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Tyrfing

Re: Mangel sind der Kern eines Spiels/Problems

Beitragvon Tyrfing » 5. November 2007, 22:33

Im Kern ging es mir eigentlich darum, dass es bei einem Spiel immer eingeschränkte Möglichkeiten gibt und sei es nur wegen der Spielregeln.

Mangel gibt es also bestimmt immer an etwas - und wenn es nur Siegpunkte sind.

Ich frage mich also ehrlich, was denn "Mängelspiele" sind, auch wenn ich da subjektiv bei "Im Jahr des Drachen" das noch einsehen will, verstehe ich in dem Kontext Kingsburg nicht.

Mein Vorschlag war dann ja auch "Krisenmanagement" als Kategorie für das Spiel.
Das würde ich bei Kingsburg im großen und ganzen nicht gelten lassen (zumindest hatte ich dort nicht den Eindruck ständig von einem Problem ins nächste zu schlittern).

Kurz gesagt: Wenn Kingsburg ein Mängelspiel ist, dann fällt es mir sehr schwer überhaupt noch andere Spiele von "Mängelspielen" abzugrenzen.
Das hab ich dann auch (zugegebenermassen überspitzt) an all den genannten Beispielen demonstriert.

Wenn man es allzu großzügig macht, herrscht natürlich kein Mangel an Mangeln... ganz im Gegenteil
(herrscht bei mir doch z.B. gerade im Moment ein Mangel an Mitspielern und Zeit fürs Spielen).

So ganz ernst war der Beitrag dann nicht gemeint, als dass ich mich im weiteren auf penible Abgrenzungsdiskussionen einlassen möchte (wobei ich ohnehin nicht den Eindruck habe, dass daran beiderseitiges Interesse bestände).

Aber wie gesagt: Mit obigem Beispiel von Kingsburg als Mängelspiel vermag ich die Frage nicht zu beantworten.

Ich habe vielmehr den Eindruck ich sammle bei Kingsburg Siegpunkte und Gebäude und habe allenfalls Runde für Runde Mangel an Rittern für die Schlacht im Winter.

Sind also alle Spiele gefragt, wo man in irgendeiner Form auf's Neue irgendwas sammeln muss um ein negatives Ereignis abzuwehren?
Dann würde ich z.B. nochmal Siedler: Städte und Ritter ins Feld führen.
(wo ich natürlich auch immer einen Mangel an Rohstoffen habe - außer vielleicht unmittelbar vor dem Würfelwurf 7...)

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Günter Burkhardt
Brettspieler
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Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Günter Burkhardt » 6. November 2007, 11:18

Hallo,

versuchs doch mal mit DARJEELING.
Da kannst du dich völlig frei bewegen, Plättchen nehmen und diese verschiffen wann immer du willst.
(Allerdings musst du sie mit Siegpunkten "bezahlen", du hast aber unbegrenzt davon).

Gruß

Günter

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Christian Hildenbrand

RE: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Christian Hildenbrand » 6. November 2007, 11:35

"Günter Burkhardt" hat am 06.11.2007 geschrieben:
> Hallo,
>
> versuchs doch mal mit DARJEELING.
> Da kannst du dich völlig frei bewegen, Plättchen nehmen und
> diese verschiffen wann immer du willst.
> (Allerdings musst du sie mit Siegpunkten "bezahlen", du
> hast aber unbegrenzt davon).
>
> Gruß
>
> Günter


Hallo Günter,

wobei sich aber auch da eingewisser Mangel findet ... ich erinnere mich zu gut an meine Partie am Wochenende, bei der ich dringend rote Kisten gebraucht hätte, die aber von meinen Mitspielern weggeschnappt wurden. :-/

Die Frage ist, wie man "Mangel" definiert bei Spielen, denn irgendwie gibt es den in irgendeiner Form praktisch immer.

Mangelnde Grüße,

Christian (hat in Can't Stop meist einen Mangel an bestimmten Zahlen :-))

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JoelH
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Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon JoelH » 6. November 2007, 11:47

ravn schrieb:
>
> ABER: Gibt es eigentlich keine Spiele, wo man mal so völlig
> frei aus dem Vollen prassen kann, die aber trotzdem noch
> funktionieren und Spass machen?
>
> Cu/Ralf

Vielleicht Caylus und Hamburgum. Bei beiden gibt es eigentlich keinen Mangel. Wennes bei Caylus an etwas mangelt, dann an Produktionsgebäuden, aber daruf kann man sich einstellen und die Strategie jeweils an die Gegebenheiten anpassen, man kann also eigentlich immer was machen. Und bei Hamburgum sowieso, da gibts wirklich fast keine einschränkungen, davon abgesehen, dass man halt immer nur einem Aktion pro Runde hat, aber dadurch dass das bei jedem Mitspieler so ist kann man stehts aus den vollen schöpfen.

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Thomas

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Thomas » 6. November 2007, 11:52

Günter Burkhardt schrieb:
> (Allerdings musst du sie mit Siegpunkten "bezahlen", du hast
> aber unbegrenzt davon).

Hab ich da ein anderes Spiel gespielt? Ich hatte anfangs fast keine und auch während des Spiels maximal eine zweistellige Anzahl Siegpunkte. Wenn ich unbegrenzt Siegpunkte hätte, würde ich diese nicht zum bezahlen verwenden, sondern um das Spiel zu gewinnen.

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Lorion42
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Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Lorion42 » 6. November 2007, 12:43

Ich weiß was du meinst... wenn man in einem Aufbauspiel so viel aufgebaut hat, dass man endlich mal das machen kann was man möchte, sind die meisten Spiele schon vorbei...
das Problem dabei ist aber meist, dass zu dem Zeitpunkt der Sieger schon feststeht...
was du also eigentlich suchst, ist ein Spiel wo man möglichst viele Möglichkeiten hat zu gewinnen ohne überlegen zu müssen auf was man verzichtet.
Zu dieser Kategorie gehören meiner Meinung nach z.B. Caylus oder Siedler (ohne Städte und Ritter Erweiterung)
Aber bei beiden braucht man Rohstoffe und hat dort einen Mangel (man darf aber auch immer nur einen Zug pro Runde machen, also eigentlich sind es auch kleine Mangelspiele, aber auf Grund der zahlreichen Möglichkeiten denkt mehr eher darüber nach was man machen will als auf was man verzichtet)

Will man auf Mangel verzichten, sollte man keine Aufbauspiele spielen, sondern z.B. Legespiele (wie z.B. Euphrat&Tigris, Carcassonne, Einfach Genial, aber auch z.B. Zug um Zug)
Hier muss man nicht überlegen was man machen soll, sondern hauptsächlich wo man es machen soll. Du wirst zwar auch hier einen Mangel an Plättchen (oder Eisenbahnkarten) haben und man kann auch nur ein Plättchen einsetzen, aber auch hier sind die Möglichkeiten sehr umfangreich...

die Frage ist also: Muss man beim Spiel überlegen, auf was man verzichtet oder was man besser tun soll...

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Klaus Knechtskern
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RE: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Klaus Knechtskern » 6. November 2007, 12:53

"Christian Hildenbrand" hat am 06.11.2007 geschrieben:

> Christian (hat in Can't Stop meist einen Mangel an
> bestimmten Zahlen :-))

Do sollst auch nciht immer au 2,3,11 und 12 setzen ;-P

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Günter Burkhardt
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Beiträge: 82

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Günter Burkhardt » 6. November 2007, 13:03

Hallo Thomas,

unbegrenzt meint, dass du frei bist in Deiner Entscheidung Siegpunkte zu vebrauchen. Du kannst sogar ins Minus kommen, wenn Dir das sinnvoll erscheint. Ich habe schon Spiele gespielt, da sind Spieler nach längerem Sammeln aus dem Minus an die Spitze geprescht.

Gruß

Günter

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Heinrich Tegethoff

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 6. November 2007, 13:06

Hallo JoelH,

bei Caylus herrscht in der Regel Geldmangel, denn ich möchte meist Arbeiter einsetzen und auch noch etwas kaufen und es fehlt einfach Geld.

Bei Caylus zu dritt oder zweit herrscht bald schon Arbeitskräftemangel, denn ich habe nur 6 Leute, und möchte mehr tun als Leute da sind.

Manche Mangelverwaltungen verschieben sich im Spiel und andere sind Spielerzahl-abhängig.

Servus,
Heinz

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Heinrich Tegethoff

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 6. November 2007, 13:09

Hallo Ralf,

obwohl St. Petersburg als reinrassiges Geldmangelspiel ausgelegt ist, so ändert es im 2-Personen-Spiel schnell seinen Charakter und man hat dann sehr viel Geld zur Verfügung und möchte es einfach nur gut investiert sehen.

Klar, ich habe dann immer noch zu wenig Geld, um *alles* zu machen, aber den gefühlten Charakter "Mangelverwaltung" legt das Spiel ab, und ich entscheide "wohin damit?".

Servus,
Heinz

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ravn

Re: Mangelverwaltung & zu kurze Aufbauspiele

Beitragvon ravn » 6. November 2007, 13:28

Lorion42 schrieb:
>
> Ich weiß was du meinst... wenn man in einem Aufbauspiel so
> viel aufgebaut hat, dass man endlich mal das machen kann was
> man möchte, sind die meisten Spiele schon vorbei...
> das Problem dabei ist aber meist, dass zu dem Zeitpunkt der
> Sieger schon feststeht...
> was du also eigentlich suchst, ist ein Spiel wo man möglichst
> viele Möglichkeiten hat zu gewinnen ohne überlegen zu müssen
> auf was man verzichtet.

Danke, perfekt für mich zusammengefasst! :-)

Zwar sind Mangelspiele herausfordernd, aber erzeugen meist bei mir kein richtig gutes Bauchgefühl während einer Partie, weil man ständig hin- und hergerissen ist, zwischen Tod und Teufel zu wählen. So ist (als aktuelles Beispiel) "Im Jahr des Drachen" ein wirklich spielenswertes Brettspiel, nur könnte man so viel in seinem Spielzug machen wollen, darf es aber nicht und muss sich damit begnügen, nur ein Feuer zu löschen, während es an drei anderen Ecken fröhlich weiterbrennt. Klar gehört eben genau diese Mangelverwaltung zum Spiel und wer damit am effektivsten klar kommt, der wird gewinnen. Aber so richtig befriedigend ist das Spielerlebnis nicht.

Stattdessen möchte ich gerne nach erfolgreichen Spielzügen ausrufen können: Seht her, das alles habe ich aufgebaut und damit eröffnen sich jetzt viele neue Möglichkeiten...

Aber solche Spiele scheinen heutzutage wirkliche Mangelware zu sein, weil wohl kein Spiel länger als 90 oder 120 Minuten dauern darf. Oder sind die Spiele deshalb so kurz, weil es im fortlaufenden Spielverlauf immer mehr Balanceprobleme zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Spielern geben würde? Um das zu umgehen, wird das Spiel dann lieber offiziell von den Regeln beendet, bevor es zu viele Möglichkeiten eröffnet!?

Cu/Ralf

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JonTheDon

Re: Mangelverwaltung & zu kurze Aufbauspiele

Beitragvon JonTheDon » 6. November 2007, 13:50

Das kann ich bei "Im Jahr des Drachen" so nicht sehen, denn wenn du auch mit zwei Palästen anfängst, finde ich es trotzdem sehr befriedigend, wenn nach überstandenen Schwierigkeiten du mit mehr und gefüllten Palästen dastehst. Bei Missmanagement kann das natürlich auch nach hinten losgehen und du hast nicht mal mehr die zwei Paläste sondern nur noch einen kleinen Trümmerhaufen vor dir - auch schon gesehen (was natürlich sehr entmutigend ist, andererseits aber auch mal schön, wenn man nach dem Spiel nicht zwingendermaßen mit mehr dasteht als am Anfang; so kann auch das Bewahren ein Erfolgserlebnis sein).

Liebe Grüße Jon

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Attila » 6. November 2007, 14:12

Hiho,

Da kann ich dir Agricola ans Herz legen. ;-)

Atti

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Fluxx
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Beiträge: 657

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Fluxx » 6. November 2007, 17:36

Agricola kann man immer ans Herz legen - ist ein tolles Spiel - aber an einem Mangel an Mangelerscheinungen mangelt es nicht... :lol:


Fluxx, der gerade hofft, seine dreifachverneinnung korrekt formuliert zu haben...

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Peter Gustav Bartschat

Re: Mangelverwaltung & zu kurze Aufbauspiele

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 6. November 2007, 22:18

ravn schrieb:
> Stattdessen möchte ich gerne nach
> erfolgreichen Spielzügen
> ausrufen können: Seht her, das alles
> habe ich aufgebaut und
> damit eröffnen sich jetzt viele
> neue Möglichkeiten...

Dazu würdest du zum Beispiel bei "Through the Ages" mehrfach Gelegenheit haben.

> weil wohl kein Spiel länger als 90
> oder 120 Minuten dauern darf.

Ich wüsste nicht, weshalb ein Spiel nicht länger dauern dürfte. Ich habe hier zum Beispiel "Advanced Civilization", "Republic of Rome", "History of the World", "Fief2", "Das Zeitalter der Renaissance" und noch so ein paar Schätzchen stehen, mit denen man sich merklich länger als 120 Minuten beschäftigen kann.

Wenn ich das so selten tue, dann liegt das ganz bestimmt nicht daran, dass ich es nicht dürfte, sondern eher an den Auswirkungen ganz alltäglicher Vorgänge wie zum Beispiel - und jetzt kommt die Rede auf den größten aller spielerische Mängel - verhältnismäßig wenig Freizeit. So schwer ist es, denke ich, also gar nicht, dahinter zu kommen, weshalb die meisten verkauften Spiele eher 2 als 20 Stunden pro Partie dauern.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Ernst-Jürgen Ridder

Re: Brettspiele ohne Mangelverwaltung?

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 7. November 2007, 19:55

Hallo,

es gibt ein lange vergriffenes Spiel namens "Bankrott de luxe". Da hat man das Gegenteil von Mangelverwaltung zu tun. Man fängt als Millionär oder so an und muss als erster sein Geld los werden. Das ist natürlich gar nicht so einfach angelegt. Man schöpft aus dem Vollen und selbst Glückspiele im Spiel sind so angelegt, dass man eher noch mehr Geld hinzu gewinnt.

Spielerische Grüße

Ernst-Jürgen


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