Beitragvon Michael G. » 11. Dezember 2007, 15:45
> Bei 95% frag ich mich, ob deine Mitspieler vielleicht einfach
> zu "wohlwollend" sind.
> Bei Sticheln hab ich mehr den Eindruck, es geht darum, wer
> die wenigsten Miese hat - da man dort völlig untergehen kann,
> wenn nur die Mitspieler gehässig genug sind ;)
Hm, langsam frage ich mich, ob da vielleicht ein wichtige Regel überlesen wurde. Oder ob ich das Spiel wirklich nicht kapiere. Angenommen, es gibt vier verschiedene Ärgerfarben. Spieler A spielt raus.
a) er spielt die Ärgerfarbe von B aus. Klappt zu 99% nicht, da B entweder drunter oder knapp drüber bleiben kann bzw. C oder D dann eh eine Trumpffarbe spielen, und sich so Puinkte schnappen.
b) er spielt die Ärgerfarbe von C oder D aus. Groß ändert sich da nichts, außer dass D dem B/C bzw. C dem B evt. eine (niedrige) Ärgerkarte unterjubeln kann.
c) A spielt eine neutrale Farbe aus: das bereits gesagte überträgt sich nun im Prinzip auf B.
d) A spielt die eigene Ärgerfarbe aus: Nur dann riskant, wenn nicht sicher ist, dass mindestens einer drübergehen muss oder eh abstechen will. Kam bei uns zumindest also nicht besonders oft vor bzw. schon gar nicht bei erhöhtem Risiko.
So, a) bis d) trafen bei uns immer zu 95% auf alle Karten zu, d.h. hohe Ärgerkarten landen fast immer bei einem, dem sie nichts ausmachen.
Natürlich gibt es immer wieder mal einzelne Stiche, bei denen jemand ordentlich fressen muss. Diese Situationen entstehen aber eher selten, meist durch Zufall oder extrem ungünstige Kartenverteilung und naturgemäß zum Schluss. Gezielt fies sein kann man IMO kaum, da sich der "Angepeilte" wie in a) bis d) beschrieben so gut wie immer rausmanövrieren kann oder halt mit ein paar wenigen Minuspunkten davonkommt. Wo da nun der Brüller ist, will sich mir nicht erschließen. Vielleicht funktioniert Sticheln aber zu Viert auch schlicht (noch) nicht.