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Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Michael G.
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Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Michael G. » 11. Dezember 2007, 02:15

Ich dachte mir mal, hier könnte man ein paar Ratschläge zu eventuell vorhandenen, aber noch nicht exakt definierten Spiele-Weihnachtswünschen einholen bzw. geben.

In meinem Fall ist es eine feste Vierrunde, bestehend aus meiner Lebensgefährtin, deren Bruder und seiner Frau. Wir spielen eher spaßige "Leichtgewichte", gerne mit hoher Interaktion und einem gewissen Ärgerfaktor. Auch viele lockere Kartenspiele wie Wizard, Bohnanza, Tichu und sogar Uno. Weniger gern gesehen sind zu arg startegie-/grübellastige Titel.

Es geht jetzt um ein "ausgewachsenes" Brettspiel. Es darf aber auch ruhig ein *bisschen* komplexer zugehen, immerhin ist die Runde wie so viele aus einer Siedler-Spielegemeinschaft hervorgegangen (*hust*). Unser meistgespielter Titel ist seit geraumer Zeit Sankt Petersburg, ebenfalls gern gesehen sind z.B. Oltre Mare, Säulen der Erde, Tanz der Hornochsen, Morgenland, Samurai oder Ohne Furcht und Adel.

Weniger gut kam z.B. Puerto Rico an: zu zäh, zu langatmig, zu abstrakt und mich persönlich erinnert das Ding ehrlich gesagt eher an eine PC-Wirtschaftssimulation aus den 90ern.

Also: Was würde hier gut reinpassen? Ist das Profil aussagekräftig genug? :)

Bislang stehen Agricola, Amyitis/Yspahan und Colosseum auf dem Zettel. Bin um jeden (begründeten) Vorschlag dankbar.

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Frank

Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Frank » 11. Dezember 2007, 09:37

Von "Agricola" würde ich abraten, ich mag es zwar aber es ist weder spassig noch interaktiv. Ärgerfaktor existiert dadurch, dass jede Aktion nur von einem Spieler genommen werden kann. Ist aber eher Konkurrenz- als Ärgerfaktor. Insgesamt entwickelt man seinen Hof alleine so vor sich hin. Aber das ist nett und anspruchsvoll.

Vielleicht passt "Galaxy Trucker" in Deine Runde?
Du kannst Dir bei czechgamesedition.com auch die Regeln downloaden.

Frank

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Bine
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Bine » 11. Dezember 2007, 10:23

Hallo Michael,

ich würde Yspahan sehr geeignet für eure Runde halten. Es spielt sich locker-leicht. Man muss sich keinen Knoten ins Gehirn dabei machen, es ist aber nicht zu simpel/langweilig.
Wir hatten in unseren Spielerunden (2-4) immer sehr viel Spaß damit! :)
lg Bine

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Kudde
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Kudde » 11. Dezember 2007, 10:25

Hallo Michael,

auf deiner Liste befinden sich ja schon gute Spiele. Von Amyitis würde ich eher abraten. Nicht dass es ein schlechtes Spiel wäre, ganz im Gegenteil. Aber es dürfte für euch zu abstrakt und grübellastig sein. Agricola ist auch recht grübellastig und man kann zu Beginn von den Möglichkeiten erschlagen werden. Allerdings kann man bei diesem Spiel durch die unterschiedlichen Versionen/Karten erst mal "einfach" anfangen.
Yspahan ist eigentlich auch schön, allerdings finde ich es wegen der "Karawanenstrategie" nicht mehr so gut.
Colosseum find ich sehr stimmungsvoll, mit moderatem Schwierigkeitsfaktor und ist durch die Versteigerungen recht interaktiv (allerdings erst ab 4 Spielern so richtig).

Ein weiterer Vorschlag von mir ist Sechsstädtebund. Auch nicht zu kompliziert und durch den "Kampf" um die Städte auch recht interaktiv.

Kudde

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Helmut R.
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Helmut R. » 11. Dezember 2007, 11:39

Hallo Michael,

ich unterstütze schon mal meine Vorposter, Yspahan und
Sechststädtebund halte ich nach deiner Beschreibung für
euch für geeignet, Agricola und Amyitis eher nicht (obwohl
es tolle Spiele sind). Meine Vorschläge sind:

Portobello Market - Hier versuchst du Flohmarktstände
möglichst punkteträchtig aufzubauen. Wenig Regeln, viel
Interaktion, schnell erklärt und gespielt.

Patrizier - Solides Mehrheitenspiel mit dem Thema
Turmbau in italienischen Städten. Ebenfalls wenige Regeln
und eine kurze Spieldauer.

Die Baumeister von Arkadia - Etwas komplexer mit etwas
längerer Spieldauer als die beiden erstgenannten, aber
wirklich nicht kompliziert. Hier geht es darum, sich
an Gebäuden zu beteiligen, so Wappen in einer Farbe zu
erlangen und zum richtigen Zeitpunkt Wertungen auszulösen.

Alles drei Spiele, die noch nicht sehr lange am Markt sind.
Es werden sicher noch einige Vorschläge kommen, deshalb belasse ich es mal bei den dreien.

Gruß aus Frankfurt, Helmut

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Helby
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Helby » 11. Dezember 2007, 12:16

Hi,

Agricola und Amyitis, wie schon genannt grübellastig, dadurch kann es langatmig werden.

Yspahan wäre für mich hier der klare Favorit, läßt sich locker und schnell spielen.

Colosseum kenne ich nicht.

Noch zwei Vorschläge, für euren Geschmack wäre das Kartenspiel Sticheln noch passend. Schnell gespielt mit Ärgerfaktor.
Als großes Spiel find ich Jenseits von Theben noch super, auch recht zügiger Ablauf, allerdings mit hohem Glücksfaktor, aber das Spielprinzip ist richtig gut.

Thomas

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Daniel R.
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Daniel R. » 11. Dezember 2007, 12:18

Frank schrieb:
>
> Von "Agricola" würde ich abraten, ich mag es zwar aber es ist
> weder spassig noch interaktiv. Ärgerfaktor existiert dadurch,
> dass jede Aktion nur von einem Spieler genommen werden kann.
> Ist aber eher Konkurrenz- als Ärgerfaktor. Insgesamt
> entwickelt man seinen Hof alleine so vor sich hin. Aber das
> ist nett und anspruchsvoll.

Bravo, eine treffende Charakterisierung von Agricola!
Die Meisten schreiben in Ihrer ersten Euphorie etwas übertriebene Lobeshymnen, die den Eindruck erwecken, Puerto Rico, Caylus oder auch Cuba können dagegen abstinken. Aber dem ist nicht so.
Agricola ist einfach ein weiterer würdiger Vertreter dieser Spielegattung, aber noch nicht die Krone.

Viele Grüsse
Daniel
(Sieses Posting enthält eine Meinung ohne [i]absolut[/i] gültigen Anspruch)

PS: Dieser Klammersatz war nötig, denn es gibt einige Forumsteilnehmer hier, die meine Äusserungen als Absolutismus missverstehen, um mich nur allzugerne in endlose Argumentationsketten zu verwickeln, was zeitaufwändig ist und nicht immer erwünscht.

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Daniel R.
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Daniel R. » 11. Dezember 2007, 12:21

Kudde schrieb:
>
> Yspahan ist eigentlich auch schön, allerdings finde ich es
> wegen der "Karawanenstrategie" nicht mehr so gut.


Ich konnt mit der Karawanenstrategie noch nie gewinnen (mehrmals zweiter). Deshalb betrachte ich diese Strategie nicht als unbedingten Garant für den Spielgewinn. Daher finde ich Yspahan eine gute Empfehlung.

Blue Moon City könnte Euch auch gefallen.
Evlt. auch Notre Dame und Wikinger (Hans im Glück)


Viele Grüsse
Daniel

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Kudde
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[OT] Karawanenstrategie

Beitragvon Kudde » 11. Dezember 2007, 12:30

Daniel R. schrieb:
>

> Ich konnt mit der Karawanenstrategie noch nie gewinnen
> (mehrmals zweiter). Deshalb betrachte ich diese Strategie
> nicht als unbedingten Garant für den Spielgewinn. Daher finde
> ich Yspahan eine gute Empfehlung.

Hat der Sieger denn "normal" gespielt?
Ich habe die Strategie einmal in einer 4er Partie ausprobiert und mit ca. 30 - 40 Punkten Vorsprung gewonnen. Spaß hatte ich daran aber nicht wirklich. Ich hab wahrscheinlich auch gut gezogen und die Gegner haben mich nicht konsequent bekämpft. Aber gewinnen ist durchaus möglich.

Kudde

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dilli
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon dilli » 11. Dezember 2007, 12:33

Meinersetits würde ich von Agricola und Amyitis abraten. Zu hoher Grübelfaktor. Obwohl, wenn man Agricola verfällt...
Yspahan mag ich nicht, aber zu viele Freunde mögen es. (Ich habe ein kleines Problem mit dem Würfelmechanismus, denn ich komme nie an mehr als ein Kamel. Habe eben in der Schule gefehlt als Würfeln gelehrt wurde ;) )

Dafür spielt man in unserer Runde, der deinen ähnlich, immer häufiger: Wikinger, Notre Dame, Sechsstädtebund, Galaxy Trucker, Wizard. (Spass macht am meisten der Galaxy Trucker, ärgern kann man sich am meisten über Karten in Notre Dame, jemandem Schaden kann man am meisten bei Wikinger und Sechsstädtebund vereinigt das Alles in einem guten Spiel. Wizard brauche ich nicht vorzustellen.)


dilli

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Helby
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[OT] Agricolasucht

Beitragvon Helby » 11. Dezember 2007, 12:41

dilli schrieb:
Obwohl, wenn man Agricola verfällt...

...oh ja ich komme nach Hause und spiele Solopartien, denke schon auf der Arbeit über Strategien nach, gehe erst sehr spät schlafen, muss mich auch noch dazu zwingen, um nicht durch zu spielen.

Meine Freundin will es nicht mehr mit mir spielen, weil ich in der Woche zu viel übe / spiele :-)

Ich muss mir wohl schon einen Club für anonyme Agricolaspieler suchen ;-)

Thomas

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Helby
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Re: [OT] Karawanenstrategie

Beitragvon Helby » 11. Dezember 2007, 12:44

Kudde schrieb:
Ich hab wahrscheinlich auch
> gut gezogen und die Gegner haben mich nicht konsequent
> bekämpft. Aber gewinnen ist durchaus möglich.

Dann liegt es aber an deine Gegner und nicht am Spiel, bei uns ist die Karawane nur eine Möglichkeit von vielen ohne Sieggarantie.
Aber das wurde ja alles schon lang und breit besprochen.

Thomas

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Michael G.
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Michael G. » 11. Dezember 2007, 13:09


> Bravo, eine treffende Charakterisierung von Agricola!
> Die Meisten schreiben in Ihrer ersten Euphorie etwas
> übertriebene Lobeshymnen, die den Eindruck erwecken, Puerto
> Rico, Caylus oder auch Cuba können dagegen abstinken. Aber
> dem ist nicht so.
> Agricola ist einfach ein weiterer würdiger Vertreter dieser
> Spielegattung, aber noch nicht die Krone.

Wenn ich es von den Beschreibungen und Kritiken her richtig verstanden habe, geht es ja darum, aus einem absoluten Anfangsminimum etwas möglichst "Großes" wachsen zu lassen, stimmts? Mich persönlich spricht das extrem an, zumal die Verzahnung Mechanismen-Thematik-Optik sehr gut gelungen zu sein scheint. Auf größtmögliche Komplexität kann ich gut verzichten, da setze ich mich lieber an den PC. Das hat mich bisher auch von Caylus abgehalten, da scheint die ganze Aufmachung nur als Mittel zum Zweck für die Zahlenkombinatorik/Optimiererei zu dienen.

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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Michael G. » 11. Dezember 2007, 13:15


> Noch zwei Vorschläge, für euren Geschmack wäre das
> Kartenspiel Sticheln noch passend. Schnell gespielt mit
> Ärgerfaktor.

Sticheln besitzen wir. Eins der Spiele (sowas gibt es wohl bei jedem), dessen angebliche Faszination mir sich überhaupt nicht erschließen will. Einfach nicht stechen oder versuchen, nicht die Ärgerfarbe zu erwischen, was zu 95% auch klappt. Beim Rest kommen dann viel Zufall und Pech ins Spiel...

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Daniel R.
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Daniel R. » 11. Dezember 2007, 14:04

Michael G. schrieb:
>
> Wenn ich es von den Beschreibungen und Kritiken her richtig
> verstanden habe, geht es ja darum, aus einem absoluten
> Anfangsminimum etwas möglichst "Großes" wachsen zu lassen,
> stimmts?

Ja und nein, wie in den meisten Spielen geht's um die meisten Siegpunkte am Schluss. Natürlich ist dies meistens verbunden mit etwas "Grossem", Du kannst diese aber auch mit einem Mix ergattern.


> Auf größtmögliche Komplexität kann ich gut
> verzichten, da setze ich mich lieber an den PC. Das hat mich
> bisher auch von Caylus abgehalten, da scheint die ganze
> Aufmachung nur als Mittel zum Zweck für die
> Zahlenkombinatorik/Optimiererei zu dienen.

Deine Begründung gegen Caylus trifft dann aber teilweise auch auf Agricola zu.
Für mich ist Agricola noch komplexer als Caylus (aber nicht schwieriger zu spielen). Auch in Agricola versuchst Du die ganze Zeit zu optimieren, aber Du hast sogar weniger Transparenz als in Caylus, da du bei A. bis zum Schluss nicht wissen kannst, wieviele Punkte Deine Gegner kumuliert haben.
Von dem her weist Caylus einiges mehr an Transparenz und Interaktion auf. Agricola ist aber bei Thema/Spielmechanik noch enger verzahnt, das stimmt.

Grüsse Daniel

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Daniel R.
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Re: [OT] Karawanenstrategie

Beitragvon Daniel R. » 11. Dezember 2007, 14:10

Kudde schrieb:

> Hat der Sieger denn "normal" gespielt?


Ja, falls "normal" Siegpunkte via Würfel in die Bazaare schaffen bedeutet. Wenn in einer Viererpartie nur 2 Leute Würfel in die Karawane schaffen, reicht dies nicht aus, um damit zu Gewinnen. Umgekehrt schaffst Du dafür den notwendigen Platz in den Bazaaren und machst den anderen das Leben leichter.

Ich habe sogar eine Hausregel eingeführt, damit die Karawane etwas interessanter wird.
Damit der Aufseher Dir den Würfel im Bazaar belässt, musst Du soviele Kamele bezahlen, wie die Woche gerade anzeigt (also 1 in der ersten Runde/Woche und 3 in der letzten). Doch auch damit kannst du den Bazaar-Taktikern keinen spürbaren Schaden zufügen.

Grüsse Daniel

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Gerhard Passler
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Beiträge: 554

Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Gerhard Passler » 11. Dezember 2007, 14:24

Hallo Michael!

Schau Dir unbedingt mal Wikinger (Hans im Glück) an! Ist in unserer Spielrunde nahe dran, St. Petersburg als Spiel abzulösen, das immer und immer wieder gespielt wird (ca. 100 mal).

Viel Glück bei der Spielauswahl wünscht Dir

Gerhard

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Tyrfing

[OT] Sticheln - widrige Mitspieler

Beitragvon Tyrfing » 11. Dezember 2007, 14:39

Michael G. schrieb:
> Einfach nicht stechen oder versuchen,
> nicht die Ärgerfarbe zu erwischen, was zu 95% auch klappt.
> Beim Rest kommen dann viel Zufall und Pech ins Spiel...

Bei 95% frag ich mich, ob deine Mitspieler vielleicht einfach zu "wohlwollend" sind.
Bei Sticheln hab ich mehr den Eindruck, es geht darum, wer die wenigsten Miese hat - da man dort völlig untergehen kann, wenn nur die Mitspieler gehässig genug sind ;)

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Tyrfing

Mein Problem mit der Fragestellung

Beitragvon Tyrfing » 11. Dezember 2007, 15:01

Ich hab leider ein Problem mit deiner Fragestellung, weswegen ich dir noch nicht so recht etwas empfehlen konnte:

Einerseits schreibst du:
> Wir spielen eher spaßige "Leichtgewichte", gerne mit hoher
> Interaktion und einem gewissen Ärgerfaktor. Auch viele
> lockere Kartenspiele wie Wizard, Bohnanza, Tichu und sogar
> Uno. Weniger gern gesehen sind zu arg
> startegie-/grübellastige Titel.

Okay, also eher "Leichtgewichte", das hab ich verstanden. Andererseits steht auf deiner Wunschliste:

> Bislang stehen Agricola, Amyitis/Yspahan und Colosseum auf
> dem Zettel. Bin um jeden (begründeten) Vorschlag dankbar.

Ausser Yspahan, sind das eher 3 schwerere Gewichte, bei denen man allesamt irgendwie eher "seine Siegpunkte abstrakt" optimiert.
Ich weiß also nicht, was man dir so recht empfehlen soll, wenn du einerseits nichts schweres willst, aber andererseits doch eben jenes auf den Wunschzettel hast.

Das einzige was ich nun ausschliesse, sind Spiele mit noch mehr Komplexität: Das heisst konkret, dass einige Wargames rausfallen oder anderes. Ringkrieg würd ich dir nun nicht empfehlen. Aber wesentlich mehr fällt damit nicht raus, wenn Agricola und Amyitis schon "keine Schwergewichte" sind.

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Matthias Wagner
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Matthias Wagner » 11. Dezember 2007, 15:11

Bei einer Viererrunde würde ich eher von Wikinger abraten, da es dann recht beliebig wird und man oft gezwungen wird den größten Mist zu nehmen.

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Helby
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Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Helby » 11. Dezember 2007, 15:19

Michael G. schrieb:
>Einfach nicht stechen

im richtigen Moment stechen und dann gut ausspielen, man sollte allerdings, wie beim Skat mitzählen, um zu wissen welche Karten der eigenen Ärgerfarbe noch drinnen sind.


>oder versuchen,
> nicht die Ärgerfarbe zu erwischen, was zu 95% auch klappt.
> Beim Rest kommen dann viel Zufall und Pech ins Spiel...

Zufall und Pech ergibt sich eigentlich nur bei der Kartenausteilung und da hat man aber die Gelegenheit sich die Ärgerfarbe aussuchen zu dürfen.
Natürlich mit nur schlechten Karten verliert man dann wohl mal ab und zu eine Runde, aber deshalb wird es ja über mehrere gespielt, dann gleicht es sich wieder aus, eben wie beim Skat, der Bessere hat die größten Chancen auf den Sieg.

Thomas

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Duchamp

Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Duchamp » 11. Dezember 2007, 15:32

Bei ebay gibt`s gerade "Hotel Life" - Spaß und Ärgerfaktor hoch 10, Komplexität auch gegeben, Strategie und Grüblerei eher weniger, meiner Erfahrung nach einfach 5 mal spielen und dann aus dem Bauch heraus ... und ideal für 4 Spieler (für 3 Spieler nur mit selbsterfundener Zusatzregel von mir spielbar - ahem!).

Ultimative Interaktion à la Hostettler inklusive.

Highly recommended, wird aber etwas teurer ...

Schöne Weihnachten jedenfalls!

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Michael G.
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Re: [OT] Sticheln - widrige Mitspieler

Beitragvon Michael G. » 11. Dezember 2007, 15:45


> Bei 95% frag ich mich, ob deine Mitspieler vielleicht einfach
> zu "wohlwollend" sind.
> Bei Sticheln hab ich mehr den Eindruck, es geht darum, wer
> die wenigsten Miese hat - da man dort völlig untergehen kann,
> wenn nur die Mitspieler gehässig genug sind ;)

Hm, langsam frage ich mich, ob da vielleicht ein wichtige Regel überlesen wurde. Oder ob ich das Spiel wirklich nicht kapiere. Angenommen, es gibt vier verschiedene Ärgerfarben. Spieler A spielt raus.
a) er spielt die Ärgerfarbe von B aus. Klappt zu 99% nicht, da B entweder drunter oder knapp drüber bleiben kann bzw. C oder D dann eh eine Trumpffarbe spielen, und sich so Puinkte schnappen.
b) er spielt die Ärgerfarbe von C oder D aus. Groß ändert sich da nichts, außer dass D dem B/C bzw. C dem B evt. eine (niedrige) Ärgerkarte unterjubeln kann.
c) A spielt eine neutrale Farbe aus: das bereits gesagte überträgt sich nun im Prinzip auf B.
d) A spielt die eigene Ärgerfarbe aus: Nur dann riskant, wenn nicht sicher ist, dass mindestens einer drübergehen muss oder eh abstechen will. Kam bei uns zumindest also nicht besonders oft vor bzw. schon gar nicht bei erhöhtem Risiko.

So, a) bis d) trafen bei uns immer zu 95% auf alle Karten zu, d.h. hohe Ärgerkarten landen fast immer bei einem, dem sie nichts ausmachen.

Natürlich gibt es immer wieder mal einzelne Stiche, bei denen jemand ordentlich fressen muss. Diese Situationen entstehen aber eher selten, meist durch Zufall oder extrem ungünstige Kartenverteilung und naturgemäß zum Schluss. Gezielt fies sein kann man IMO kaum, da sich der "Angepeilte" wie in a) bis d) beschrieben so gut wie immer rausmanövrieren kann oder halt mit ein paar wenigen Minuspunkten davonkommt. Wo da nun der Brüller ist, will sich mir nicht erschließen. Vielleicht funktioniert Sticheln aber zu Viert auch schlicht (noch) nicht.

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Re: Mein Problem mit der Fragestellung

Beitragvon Michael G. » 11. Dezember 2007, 15:58

Jaaa, wenn's so einfach wäre, dann würde ich nicht fragen.
;)

Es stimmt, die gemachten Angaben sind nicht wirklich homogen. Denn letztendlich muss einem auch das einzelne Spiel gefallen, und da ist natürlich immer eine gewisse Unwägbarkeit drin. So müsste etwa Zug um Zug perfekt reinpassen, alleine es gefällt dem anderen Pärchen einfach nicht.

Du missverstehst es aber dahin, dass das Spiel nicht komplex sein DARF. Nur ist das Spiel selbst nicht unbedingt das Ziel... wir treffen uns, quatschen, essen was und spielen eben auch, so ca. 5 bis 6 Stunden pro Abend. Ein einzelnes Spiel darf ruhig sowohl komplex sein als auch länger dauern, es darf nur nicht in Arbeit ausufern. Der Gewinn-/Wettkampfgedanke ist kurzfristig sicher da, global gesehen aber völlig unwichtig, d.h. es spielt z.B. keine Rolle, ob es ein echtes "Könner"-Spiel ist. Darin unterschieden wir uns z.B. völlig von den Westparkgamern, auch wenn ich deren Seite sehr gerne besuche.

Von daher kann ich mir z.B. schon vorstellen, dass Agricola sehr gut ankommen wird, da es bei aller Optimiererei so wirkt, als würde ein (zudem recht originelles) Thema sehr lebendig rübergebracht werden, was einfach nach "Unterhaltung" aussieht.

Alle Klarheiten beseitigt? :D

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Duchamp

Re: Der "was zu Weihnachten wünschen?"-Thread

Beitragvon Duchamp » 11. Dezember 2007, 16:13

Mehr infos (u.a. 2 reviews und eine Menge Fotos) hier:

http://www.boardgamegeek.com/game/4485

Aber vorsicht, die realistischen Männchen sind "customized"!


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