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Spieleautor - Autorenspiel

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ingo Althöfer
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Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon Ingo Althöfer » 7. Januar 2008, 15:41

Hallo allerseits,

um der Gefahr zu entgehen, weiter unten "sofort"
geschluckt zu werden, fang ich mal einen neuen
Thread an.

Manchmal hilft es zu klären, wer einen Begriff
eingeführt hat, wenn man um die Bedeutung streitet.

Sowohl Spieleautor als auch Autorenspiel sind
jedenfalls keine ganz klassischen Worte.


Als älteste Quelle zu "Spieleautor" habe ich in
der spielbox von 1982 (Heft 4) die Ankündigung
von Reinhold Wittig zum ersten (Göttinger)
Spiele-Autoren-Treffen gefunden. Kennt jemand
eine ältere Quelle?

Zu "Autorenspiel" ist mir keine (Literatur-)Stelle
aufgefallen, die Kandidat für das erste Erwähnen
sein könnte. Hat hier jemand Vorschläge?

Spielerische Autoren- und Verleger-Grüsse,
Ingo Althöfer

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MatthiasC
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Beiträge: 357

Re: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon MatthiasC » 7. Januar 2008, 16:38

Hallo zusammen,

ich halte den Begriff Autorenspiel für genauso absurd wie z.B. ein Autorenbuch. Ein Spiel gestaltet sich nicht von alleine, selbst wenn es die 746. Monopoly-Variante wäre. Wenigstens ist Google so konsequent und schlägt AutoreNNspiel vor. Vielleicht ist ja ein Rechtschreibfehler der Ursprung dieses Unworts ;-)

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Peter Gustav Bartschat

Re: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 7. Januar 2008, 17:12

Hallo, lieber Matthias,

ich denke, es steht gar nicht zur Debatte, ob es Spiele gibt,die ohne Autoren entstanden sind.

Wenn das Element "Autor" durch diesen Begriff besondes hervorgehoben wird, dann bedeutet das, dass damit Dinge in Gegensatz zu anderen Dingen gesetzt werden sollen, bei denen andere Elemente hervorzuheben sind.

So hat auch ein "Werbespiel" sicherlich einen Autor, aber es steht vermuten, dass der Autor eines Werbespiel in der Gestaltung seines Werks nicht völlig frei war, sondern konkrete Vorgaben durch seinen Auftraggeber hatte. (Wer etwa ein Werbespiel für - sagen wir - Eilles-Kaffee macht, wird den Auftraggeber kaum vom Thema "Bierbrauen" überzeugen können, auch wenn er selbst überzeugt ist, dazu ein viel interessanteres Spiel machen zu können.)

Wenn ein Verleger die Lizenz zu einem bestimmten Produkt eingekauft hat - sagen wir: die Lizenz zum Film "Alien Vs. Predator II", dann könnte er einen Autor beauftragen, dazu ein Spiel zu entwickeln, in dem bestimmte Handlungselemente des Film vorkommen müssen. Auch hier wäre der Autor nicht ganz frei, und wenn wir von einem "Lizenzspiel" sprechen, dann würden wir dieses Element hervorheben.

In einem "Autorenspiel" könnte demnach der Autor das bestimmende Element sein: Der Begriff kann also ein Spiel beschreiben, das von einem Autor weitgehend frei in der Wahl von Thema und Mechanik entwickelt wurde ... hmmm ... gerade überkommt mich wieder dieses seltsame Gefühl des Selbstzitats ...

Nun, die oben genannten Dinge müssen sich nicht gegenseitig ausschließen: Reiner Knizias "Der Herr der Ringe" sehe ich - unabhängig davon, dass es hergestellt wurde, weil Kosmos die entsprechende Lizenz hatte - als "Autorenspiel" treffend bezeichnet. Wenn aber jemand einen Essay zum Thema "Linzenspiele" schreibt, dann hat er keineswegs Unrecht, das Spiel in diesem Zusammenhang ebenfalls zu nennen.

Die Frage ist also nicht unbedingt: "Gibt es Spiele ohne Autoren?" oder "Ist das Spiel X ausschließlich ein Autorenspiel, Werbespiel oder Linzenzspiel?", sondern eher: Welchen Aspekt eines Spiels will ich im Zusammenhang meiner Äußerungen hervorherben?

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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RedPiranha
Kennerspieler
Beiträge: 357

Re: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon RedPiranha » 7. Januar 2008, 18:06

Der Name des Spieleautors stand ja nicht immer auf der Packung, so z.B. bei "Hase und Igel", "Focus" (http://www.spiel-des-jahres.com/cms/front_content.php?idcatart=343&lang=1&client=1) oder "Monopoly". Ich vermute daher, dass der Begriff Anfang der 80er entstanden ist.

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Andreas Keirat

Re: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon Andreas Keirat » 7. Januar 2008, 18:32

Ingo Althöfer schrieb:
>
> Hallo allerseits,
>
> um der Gefahr zu entgehen, weiter unten "sofort"
> geschluckt zu werden, fang ich mal einen neuen
> Thread an.
>
> Manchmal hilft es zu klären, wer einen Begriff
> eingeführt hat, wenn man um die Bedeutung streitet.
>
> Sowohl Spieleautor als auch Autorenspiel sind
> jedenfalls keine ganz klassischen Worte.
>
>
> Als älteste Quelle zu "Spieleautor" habe ich in
> der spielbox von 1982 (Heft 4) die Ankündigung
> von Reinhold Wittig zum ersten (Göttinger)
> Spiele-Autoren-Treffen gefunden. Kennt jemand
> eine ältere Quelle?
>
> Zu "Autorenspiel" ist mir keine (Literatur-)Stelle
> aufgefallen, die Kandidat für das erste Erwähnen
> sein könnte. Hat hier jemand Vorschläge?
>
> Spielerische Autoren- und Verleger-Grüsse,
> Ingo Althöfer

Irgendwo habe ich mal gelesen, daß Alex Randolph in den 70er Jahren darauf bestanden hat, daß sein Name auf den Schachteln auftauchte. War vielleicht bei den Ravensburger Casino-Spielen bzw. den kleinen quadratischen Schachteln der Traveller-Serie. Eventuell wäre das die "sichtbare" Geburtsstunde des Autoren-Spiels. Aber da können eventuell Sammler näheres zu sagen (in Spielanleitungen standen die Autoren ja schon einige Zeit vorher).

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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ludosophicus

Re: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon ludosophicus » 7. Januar 2008, 20:28

Hallo liebe Autorenspiele-Spieler und Autorenspiele-Autoren ;-)

Ein kurzer philosophischer Einwurf sei mir an dieser Stelle gestattet: Es ist doch immer wieder erstaunlich und auch ein wenig amüsant, wie gerne über die inhaltliche Bedeutung eines Wortes diskutiert wird, als läge ihr eine kontextunabhängige, quasi-transzendentale Bestimmung bzw. Aussage mit ontologischem Wahrheitsgehalt zugrunde. Bitte erlaubt mir die kleine kritische Anmerkung, dass sich die Bedeutung eines Wortes aus dem Kontext erschließt, in dem es angewendet wird, sei er nun objektiver, intersubjektiver, interobjektiver oder subjektiver Natur. Jede Anwendung eines Begriffes setzt das Vorhandensein all dieser Dimensionen voraus, ohne deren Berücksichtigung jeder Terminus zwangsläufig falsch/unwirklich/inhaltsleer sein muss.

Hierzu ein kurzes Zitat aus einer Nietzsche-Vorlesung Martin Heideggers:

[pre]Das Leben der wirklichen Sprache besteht in der Vieldeutigkeit. Die Umschaltung des lebendigen, schwingenden Wortes in die Starrheiteiner eindeutig, mechanisch festgelegten Zeichenfolge wäre der Tod der Sprache und die Vereisung und Verödung des Daseins.[/pre]

Spielerische Grüße
sendet Mirko (der zur Klärung des Begriffsinhaltes nicht nur auf eine monokausal orientierte genealogische Methode zurückgreifen würde)

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Micha A.
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RE: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon Micha A. » 7. Januar 2008, 20:44


> Zu "Autorenspiel" ist mir keine (Literatur-)Stelle
> aufgefallen, die Kandidat für das erste Erwähnen
> sein könnte. Hat hier jemand Vorschläge?

Ich habe dieses Wort zum ersten Mal auf einer Spieleschachtel gesehen: "Aquire" von FX Schmidt. War so ein stempelartiges Logo und es gab glaube ich noch einige wenige weitere Spiele aus dieser Reihe (allesamt Wiederveröffentlichungen älterer Titel).

Gruß
Micha

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Micha A.
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Beiträge: 1340

RE: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon Micha A. » 7. Januar 2008, 20:50

Hallo Mirko,

Dein Posting könnte interessant sein - wenn ich es verstehen würde.
Könntest Du das auch so formulieren, dass es allgemein verständlich ist? Oder willst Du uns mit Deinen Fremdwörtern imprägnieren?

Fall Du allerdings nur sagen willst, dass der Begriff Autorenspiel als solcher keine eindeutige Bedeutung hat, sondern diese davon abhängt, wie der Begriff gebraucht wird - dann habe ich's kapiert.

Gruß
Micha (sollte mal wieder einen Erotik-Kurs belegen. Oder wie heisst das, wo man Reden lernen tut?)

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JoelH
Kennerspieler
Beiträge: 302

Re: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon JoelH » 8. Januar 2008, 07:42

MatthiasC schrieb:
>
> Hallo zusammen,
>
> ich halte den Begriff Autorenspiel für genauso absurd wie
> z.B. ein Autorenbuch.

Für absurd halte ich ihn nicht, es ist in meinen Augen einfach ein typisches Wort aus dem Marketing, welches suggerieren soll: "Wenn dieser Autor drauf steht, ist dieses Spiel automatisch gut".

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Hartmut Th.

RE: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon Hartmut Th. » 8. Januar 2008, 07:47

"Micha A." hat am 07.01.2008 geschrieben:
>
>> Zu "Autorenspiel" ist mir keine (Literatur-)Stelle
>> aufgefallen, die Kandidat für das erste Erwähnen
>> sein könnte. Hat hier jemand Vorschläge?
>
> Ich habe dieses Wort zum ersten Mal auf einer
> Spieleschachtel gesehen: "Aquire" von FX Schmidt.

FX Schmidt hat auch noch mehr Spiele veröffentlicht. Hat eigentlich jemand diesen Herren (oder Dame?) je kennengelernt? ;-)

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

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Micha A.
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RE: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon Micha A. » 8. Januar 2008, 08:00

"Hartmut Th." hat am 08.01.2008 geschrieben:
> "Micha A." hat am 07.01.2008 geschrieben:
>>
>>> Zu "Autorenspiel" ist mir keine (Literatur-)Stelle
>>> aufgefallen, die Kandidat für das erste Erwähnen
>>> sein könnte. Hat hier jemand Vorschläge?
>>
>> Ich habe dieses Wort zum ersten Mal auf einer
>> Spieleschachtel gesehen: "Aquire" von FX Schmidt.
>
> FX Schmidt hat auch noch mehr Spiele veröffentlicht. Hat
> eigentlich jemand diesen Herren (oder Dame?) je
> kennengelernt? ;-)

jaja - F.X. SchmiD... ;-)

Gruß
Micha


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Never argue with idiots. They bring you down to their level, then beat you with experience."

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Ingo Althöfer
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Beiträge: 585

RE: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon Ingo Althöfer » 8. Januar 2008, 08:25

Hallo Michael,

danke für die Antwort, die meiner
Frage nach dem Ursprung von "Autorenspiel" am
konkretesten entspricht.

Micha A. schrieb:
> Ich habe dieses Wort zum ersten Mal auf einer
> Spieleschachtel gesehen: "Aquire" von FX Schmidt.
> War so ein stempelartiges Logo und es gab glaube ich
> noch einige wenige weitere Spiele
> aus dieser Reihe (allesamt Wiederveröffentlichungen
> älterer Titel).

Weiss zufällig jemand, welche Acquire-Ausgabe das
sein könnte?


Laut Hall9000 stehen [zu Acquire] folgende Auflagen
zur Auswahl:
"... es folgten diverse Neuauflagen durch Avalon Hill
und Schmidt Spiele 1968 1971 1993 1996 1997 und 2000..."

Hilfreich sind dabei auch Antworten vom Typ "in meiner
Ausgabe von 199* gibt es das Logo nicht". Danke im Voraus
für alle, die jetzt in ihre Schätzchen-Höhlen klettern.

Ingo

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ludosophicus

Versuch einer Definition

Beitragvon ludosophicus » 8. Januar 2008, 08:31

Hallo allerseits,

um ein wenig Licht in die Obskurität des Wesens "Autorenspiel" zu bringen, habe ich mich mal an einer Einfachheit bemühten Definition versucht:

[i]Ein Autorenspiel ist ein Gesellschaftsspiel, das von einem Autor entwickelt wurde, welcher einem Verlag die Rechte am Spiel zwecks Veröffentlichung veräußert hat und von diesem unabhängig ist.[/i]

Ist diese Aussage zur Klärung des Begriffs "Autorenspiel" hinreichend?

Spielerisch grüßt
Mirko (der standardisierende Definitionen gerne kritisch hinterfragt)

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Dirk Piesker
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Beiträge: 950

Re: Versuch einer Definition

Beitragvon Dirk Piesker » 8. Januar 2008, 08:48

Hallo Mirko,

nein, ich finde die Definition weder treffend noch
erhellend.


Viele Grüße,
Dirk

PS: Vorsicht mit den Fremdwörtern, da leidet schnell mal die Grammatik

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Micha A.
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Beiträge: 1340

RE: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon Micha A. » 8. Januar 2008, 10:01

Hallo Ingo,

> Weiss zufällig jemand, welche Acquire-Ausgabe das
> sein könnte?

es müsste die Ausgabe von 1997 sein.
Zumindest verlinkt ein diesbezüglicher Eintrag bei Luding auf eine Kritik bei Fairspielt, und das Coverbild dort entspricht der Ausgabe, die ich meine:

http://www.fairspielt.de/Spiele/acquire.php

Gruß
Micha

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Never argue with idiots. They bring you down to their level, then beat you with experience."

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Ingo Althöfer
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Beiträge: 585

Begriff "Autorenspiel" vor 1997 ?

Beitragvon Ingo Althöfer » 8. Januar 2008, 10:21

Danke, Michael.

Frage an alle (anderen):
Wer kennt Erwähnungen des Begriffs
"Autorenspiel" von vor 1997?

Ingo.


Micha A. schrieb:
>
> Hallo Ingo,
>
> > Weiss zufällig jemand, welche Acquire-Ausgabe das
> > sein könnte?
>
> es müsste die Ausgabe von 1997 sein.
> Zumindest verlinkt ein diesbezüglicher Eintrag bei Luding auf
> eine Kritik bei Fairspielt, und das Coverbild dort entspricht
> der Ausgabe, die ich meine:
>
> http://www.fairspielt.de/Spiele/acquire.php
>
> Gruß
> Micha
>
> -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
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> then beat you with experience."

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Ingo Althöfer
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Beiträge: 585

Anderer Versuch einer Definition

Beitragvon Ingo Althöfer » 8. Januar 2008, 10:25

Hallo allerseits,

da es ja keine allgemein akzeptierte Meinung
gibt, was ein Autorenspiel sein soll, werfe
ich auch mal einen Vorschlag in die Runde.


Vorerklärung: Ein SPIELE-AUTOR ist ein Spiele-Erfinder.
Der Begriff Autor wird verwendet, um anzudeuten,
dass er von der rechtlichen Situation eher
einem Buch-Autor gleichgestellt ist als einem
Erfinder, der Chancen auf ein Patent hat.

Def: Ein AUTOREN-SPIEL ist ein Spiel,
zu dem es einen oder mehrere namentlich
bekannte Spiele-Autoren gibt.

Ingo Althöfer

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ludosophicus

RE: Spieleautor - Autorenspiel

Beitragvon ludosophicus » 8. Januar 2008, 10:48

Hallo Micha,

um das Forum nicht weiter mit eigenen Formulierungen belästigen zu müssen, habe ich mich nochmal auf die verspielte Suche nach einem passenden Zitat begeben und bin soeben bei Hermann Hesse fündig geworden. Ich habe mir erlaubt, es spaßeshalber mal geringfügig zu verändern:

"Nebenbei sei festgestellt: das Wort 'Autorenspiel'* ist weder sehr alt noch ist es in vielen deutschen Mundarten gemeinsam gewesen. Man hat dieses merkwürdige Wort, das etwas höchst Lebendiges und Energisches und daneben auch etwas Rohes, ja Unpassendes hat, früher nur in Sachsen und vielleicht in Thüringen gekannt und gebraucht, es ist erst im 21.** Jahrhundert in die Schriftsprache eingegangen und allgemein geworden. Süddeutschland und Schweiz haben es vorher nicht gekannt, hier war der älteste und schönste Name für das 'Autorenspiel'*: 'Gesellschaftsspiel'*** (auch Zwiespalter), aber weil die Sprache der Menschen ebenso wie die Sprache und Schrift auf den Falterflügeln nicht ein Werk des Verstandes und der Berechnung, sondern der schaffenden und dichtenden Spielkräfte ist, hat sich die Sprache hier wie bei allen Dingen, die das Volk liebt, nicht mit einem Namen begnügt, sonderm ihm mehrere, ja viele gegeben."

Zur Wiederherstellung des korrekten Zitates bitte selbst ersetzen:
* 'Schmetterling' (statt 'Autorenspiel')
** 18. (statt 21. Jahrhundert)
*** Fifalter (statt 'Gesellschaftsspiel')

Ein weiteres (unverändertes) Hesse-Zitat möchte ich noch anfügen, dass von dem Zustand transpersonaler Erfahrung brichtet. Heidegger nannte diesen Erfahrungsmodus "Feldweg", den er als unmittelbare Erfahrung des Daseins verstand. Das "Dasein" ist für ihn "der vorrangige Ort der Wahrheit". Hermann Hesse schreibt über seinen "Gang im Frühling", in dem ihm "das Spiel der Wandlung" und "das Lied der Vergänglichkeit" unmittelbar zuteil werden:

"Zehnmal und hundertmal noch wirst du mich wieder einfangen, bezaubern und einkerkern, Welt der Worte, Welt der Meinungen, Welt der Menschen, Welt der gesteigerten Lust und der fiebernden Angst. Tausendmal wirst du mich entzücken und erschrecken, [...] holde Oper voll melodischem Unsinns!"

Spielerische Grüße
sendet Mirko (der mitfühlend auf Nietzsche-Zitate verzichtet) :))

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Peter Gustav Bartschat

Anmerkung zu Definitionen

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 8. Januar 2008, 11:22

Es kann sein, dass ich es hier schon mal in anderem Zusammenhang erzählt habe, aber mir gefällt's immer wieder:

Science Fiction-Fans machen sich ganz schön Mühe zu definieren, was eigentlich Science Fiction ist.

Der Science Fiction-Autor Brian Aldiss hat mal ein Sachbuch über die Geschichte der Science Fiction-Literatur geschrieben: "Der Milliarden-Jahre-Traum".

Darin gibt es auch ein Kapitel über die unterschiedlichen Ansätze einer Definition von Science Fiction, das er mit seiner eigenen Definition beschließt:

"Science Fiction ist das, was in den Science Fiction-Regalen der Buchhandlungen angeboten wird."

Vielleicht ist ein Autorenspiel ja dadurch gekennzeichnet, dass es als Autorenspiel angeboten, angesehen, betrachtet oder besprochen - wird.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Andreas Last

Re: Anderer Versuch einer Definition

Beitragvon Andreas Last » 8. Januar 2008, 12:36

Dem stimme ich zu: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=185859&t=185793& :-)

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Thomas

Re: Versuch einer Definition

Beitragvon Thomas » 8. Januar 2008, 12:41

Ein Lexikon sollte einen Begriff ja nicht definieren, sondern die gebräuchliche Verwendung dokumentieren. In diesem Sinne habe ich mich mal - zugegeben nur kurz und nur im Internet - auf die Suche nach tatsächlichen Anwendungsfällen des Wortes "Autorenspiel" gemacht und möchte euch eine interessante Auswahl der Fundstellen nicht vorenthalten:

"Kategorie:Autorenspiel. Diese Kategorie enthält Artikel über Spiele, Spiele, die man im Handel kaufen muss und sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie von einem bekannten Autor (wie etwa Klaus Teuber) entworfen sind. Sie müssen also eindeutig einem oder mehreren Verfassern zuordenbar sein."
Quelle: http://www.unknowns.de/wiki/index.php/Kategorie:Autorenspiel

"Scotland Yard ist kein Autorenspiel, sondern wurde von Ravensburger durch eine Projektgruppe konsequent als Spiele-Bestseller entwickelt. "
- Harald Schrapers
Quelle: http://gamesweplay.de/scotland.html

"Es handelt sich dabei fast ausschließlich um sogenannte Autorenspiele, bei denen der Name des Erfinders auf die Schachtel gedruckt ist."
- Michael Prüller (DiePresse) in "And now: Das deutsche Spiel"
Quelle:
http://diepresse.com/home/spectrum/spielundmehr/336479/index.do

"Und Autorenspiele ist etwas zuweit gefasst, da es SPiele sind, wo der Autor des Spiels in den Vordergrund rückt."
- Honigkuchenwolf im Forum Blutschwerter
Quelle: http://www.blutschwerter.de/f202-kartenspiele/t15172-namen-fuer-das-ganze-genre.html

"Mit diesem wirklich ambitionierten Autorenspiel überraschte damals ausgerechnet der Ravensburger Spieleverlag [...], dem nachgesagt wurde, sich auf spielerischen Einheitsbrei für globalisierte Märkte spezialisiert zu haben."
- Harald Schrapers
Quelle: http://www.gamesweplay.de/tikal.html

"Es ist nicht die Äußerlichkeit des aufgedruckten Namens, die ein Spiel zu einem Autorenspiel machen, sondern die Tatsache, dass ein Autor für seine Arbeit anteilig bezahlt wird, meist in Form von Prozenten am Umsatz. Dass der Autor auch auf der Schachtel steht, ist erst danach relevant. Das ist aber in 99 Prozent der Fälle zutreffend."
- Frank Jaeger - AMIGO im Spielbox-Forum
Quelle: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=185965&t=185793

"Was war euer erstes Autorenspiel, also nicht Mensch ärgere dich nicht oder Fang den Hut oder sowas, sondern euer erstes "richtiges" Spiel."
- Maxi Heininger in Spielbox-Forum, 4. August 2002
Quelle: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=48372&t=48372

So, dann noch viel Spaß dabei, die verschiedenen Auffassungen von "Autorenspiel" zusammenzubringen.

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Duchamp

Re: Anmerkung zu Definitionen

Beitragvon Duchamp » 8. Januar 2008, 12:43

Vielleicht sollte man erst mal fragen, was ein „Autor“ ist?

Der unvermeidliche „Wikipedia“-Artikel ist hier m.E. ziemlich auf den Punkt:

„Ein Autor (lat.: auctor; Urheber, Schöpfer, Förderer, Veranlasser) ist der Verfasser oder geistige Urheber eines Werkes. Dabei handelt es sich meist um Werke der Literatur im weitesten Sinn (Schriftsteller, Fachbuch-, Lehrbuch-, Sachbuch-, Drehbuch-, Fernseh-, Opern- oder Bühnenautor). Seltener wird, mit einem deutlichen juristischen Beiklang, als Autor der Urheber eines Werkes der nichtliterarischen Kunst (etwa Musik, Fotografie, Filmkunst) und der Wissenschaft verstanden.“

Und im juristischen Sinne:

„Autorschaft umfasst in der Gegenwart ein Recht am geistigen Eigentum.“

Interessanterweise gab (und gibt) es im Studiosystem der USA ja eben keine "Film-Autoren", sondern fest angestellte Drehbuchschreiber. Bis heute sind meist drei bis vier solche benannt (Idee, Dialoge, Gagschreiber, etc.), wobei der Regisseur ja auch noch als „Autor“ des eigentlichen Filmwerks dazukommt (plus Kameramann, Set-Designer, etc.), was das ganze Film-Urheberrecht ja so schön kompliziert macht. Den Oscar für den besten Film bekommt übrigens der Produzent desselben (also der Chef der Produktionsfirma, nicht der „ausführende Produzent“!) als Hauptverantwortlicher.

Die französischen Filmkritiker haben dann Hitchcock, Welles und andere als Autoren postuliert und eben NICHT eventuelle Drehbuchschreiber. Sie haben den film-schöpferischen Aspekt stark hervorgehoben gegenüber einer handwerklich-kommerziellen Sichtweise auf das Kino als reines Unterhaltungsmedium.
Die „Autorenfilmer“ im deutschen Sinne, wie Faßbinder, Wenders, Herzog oder Achternbusch haben dann tatsächlich fast alles selber gemacht, das heißt, der Regisseur schrieb oft sein eigenes Drehbuch. Das Ergebnis war SEIN Film und niemandes sonst, mögen da noch so viele mitgemischt haben und eine Produktionsfirma (oft auch noch die eigene) Geld hineingesteckt haben.

Es ist eben ein Unterschied, ob naturgemäß viele Menschen in den Produktionsprozess einer Sache eingebunden sind oder fast ausschließlich einer (wie bei Romanen, bei denen der Anteil des Verlages an dem, was der Rezipient tatsächlich liest, eher klein sein dürfte).

Und bei Gesellschaftsspielen? Bereits auf der „Banda“-Schachtel von Ravensburger stand 1973 „von Alex Randolph“ vorne drauf. Aber was bedeutet das? Hat der alles selber gemacht, sogar die grünen Linien gezeichnet? Sicher nicht.

Ich unterteile dieses weite Feld in fünf Kategorien mit fließenden Grenzen:

1. Das „Reine Autorenspiel“. Dazu gehören Friedmann Frieses Spiele bei 2F, Wittigs Edition Perlhuhn-Serie seiner eigenen Spiele, "Neue Heimat" von Klaus Zoch, gerade in seinem eigenen Kleinverlag "Chili-Spiele" herausgebracht oder auch „Chaos Tiles“ von Ed Pegg oder „Sunda to Sahul“ von Don Bone, die von der Idee bis zur fertigen Schachtel im Grunde im Alleingang produziert wurden und werden.

2. Das „Spiel eines Autors in Zusammenarbeit mit einem Verlag“: Die meisten Spiele, die man so kennt und spielt, gehören hierher, wobei die Betonung auf „eines“ Autors liegt. Der Verlag holt noch einen Illustrator dazu, regt Änderungen an oder drängt den Autor zur Änderung des Themas. Der tut, wie ihm geheißen, es bleibt auch im Grunde sein Spiel, aber sein Anteil am Endprodukt erreicht nicht den des „reinen“ Autorenspiels. Grauzone natürlich dort, wo ein Verlag NICHTS ändert, sondern das Spiel eines Autors pur so weitergibt. Die bisherige Diskussion betrifft m. E. diese Grauzone.

3. Das „Team-Spiel“: Zwei-Entwickler-Teams (wohlgemerkt nicht Autor/Illustrator, sondern zwei gleichberechtigte Erfinder) oder ganze Gruppen, wie z.B. bei „Scotland Yard“ sind keine „Autoren“ im eigentlichen Sinne. Ein neueres Beispiel hierfür wäre „Maestro Leonardo“ von „Acchitocca“, einer vierköpfigen Spiele-Erfinder-Gruppe aus Italien. Niemand ist mehr „Autor“, weil eben keine Einzelperson die letzliche „Autorität“ besitzt.

4. Das „Verlagsspiel“. Ich versuche seit längerem herauszufinden, wer das phantastische, zu Unrecht längst vergessene „Räuber Hotzenplotz“, 1968 im Abel Klinger Verlag erschienen, entwickelt hat. Es gibt schlicht keinen Autor. Offenbar hatte niemals eine einzelne Person oder eine Gruppe, sondern lediglich ein Spiele-Verlag jemals die Rechte an diesen Spielen. „Autor“ nicht vorhanden ... Reines Handwerk sozusagen.

5. Der „Klassiker“. Regeln lange bekannt, niemand hat (mehr) die Rechte, niemand ist als Autor gesichert bekannt.

Zusammenfassung:

Der Begriff „Autorenspiel“ ist ähnlich diffus und eher zufällig kombiniert wie der „Designertisch“ oder der „Bestsellerautor“. Jeder Tisch wird in irgendeiner Form designt (und hat also einen "Designer") und wie viele "Bestseller" (was genau ist das eigentlich?) ein Autor geschrieben haben muss und wie viele Nieten er fabriziert haben muss, um zum „ehemaligen Bestesellerautor“ zu werden, wissen allein sprachschändende Feuilletonisten.
Und nur die interessiert das eben auch, weil sie Schlagworte brauchen.

Wir hier sollten vor allem vermeiden, irgendwelche Wertungen mit einem dieser diffusen Begriffe zu verbinden. Aus allen Kategorien gibt es wunderbare, zeitlose Spiele und hirnlose, in keinem Sinne funktionierende „Spiele“, die keinerlei Erwähnung verdienen, ob verlegt oder nicht.

Und meine schönste Kommode ist 130 Jahre alt, genau wie mein schönstes Schachspiel - beide haben weder Autor noch Designer ...

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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Micha A.
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RE: Anmerkung zu Definitionen

Beitragvon Micha A. » 8. Januar 2008, 12:56

"Duchamp" hat am 08.01.2008 geschrieben:

> Der Begriff „Autorenspiel“ ist ähnlich diffus und eher
> zufällig kombiniert wie der „Designertisch“ oder der
> „Bestsellerautor“. Jeder Tisch wird in irgendeiner Form
> designt (und hat also einen "Designer") und wie viele
> "Bestseller" (was genau ist das eigentlich?) ein Autor
> geschrieben haben muss und wie viele Nieten er fabriziert
> haben muss, um zum „ehemaligen Bestesellerautor“ zu werden,
> wissen allein sprachschändende Feuilletonisten.
> Und nur die interessiert das eben auch, weil sie
> Schlagworte brauchen.
>
> Wir hier sollten vor allem vermeiden, irgendwelche
> Wertungen mit einem dieser diffusen Begriffe zu verbinden.

Bravo!!!

Zustimmende Grüße
Micha (aus dessen subjetkiver Sicht es nur wichtig ist, ob ein Spiel Spaß macht oder nicht)

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Peter Gustav Bartschat

OT: Aufgabe von Lexika

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 8. Januar 2008, 15:53

Thomas schrieb:
> Ein Lexikon sollte einen Begriff ja nicht
> definieren, sondern
> die gebräuchliche Verwendung dokumentieren.

Hierzu möchte ich zu bedenken geben, dass das bedeuten würde, ein Lexikon solle den Begriff "Platzangst" als "Angst vor engen Räumen" beschreiben: Das ist zwar nicht seine Definition, aber seine gebräuchliche Verwendung.

Ich erlaube mir, die Nützlichkeit eines solchen Lexikons zu bezweifeln ... zumindest dann, wenn man es in der Hoffnung aufschlägt, die Bedeutung des Wortes "Platzangst" zu erfahren.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Thomas

Re: OT: Aufgabe von Lexika

Beitragvon Thomas » 8. Januar 2008, 16:31

Peter Gustav Bartschat schrieb:
> Hierzu möchte ich zu bedenken geben, dass das bedeuten würde,
> ein Lexikon solle den Begriff "Platzangst" als "Angst vor
> engen Räumen" beschreiben: Das ist zwar nicht seine
> Definition, aber seine gebräuchliche Verwendung.

Das "Duden Deutsches Universalwörterbuch" dokumentiert genau diese umgangssprachlich gebräuchliche Verwendung: http://www.duden-suche.de/suche/artikel.php?shortname=fx&artikel_id=123622

> Ich erlaube mir, die Nützlichkeit eines solchen Lexikons zu
> bezweifeln ... zumindest dann, wenn man es in der Hoffnung
> aufschlägt, die Bedeutung des Wortes "Platzangst" zu erfahren.

Ich erlaube mir, dir die Nützlichkeit eines solchen Lexikons für mich zu begründen: Wenn ein Lexikon nur die formal korrekte Bedeutung wiedergeben würde, würde ich viele Texte von Dritten, die das Wort in der falschen aber gebräuchlichen Bedeutung verwendet würde, falsch verstehen. Ich gebe aber zu, dass ein Lexikon, welches nur die gebräuchliste Form aufführt, für mich auch unvollständig ist.

Das wäre so, als würde ein Lexikon für das Wort "Spiel" nur eine Bedeutung kennen.

In diesem Sinne denke ich, dass es nicht [i]die[/i] richtige Bedeutung von "Autorenspiel" gibt, und dass ein guter Lexikoneintrag eben auch die unterschiedliche Verwendung des Wortes widerspiegeln sollte. (Nebenbei, der Duden und der Brockhaus kennen noch gar keine Bedeutung von "Autorenspiel").


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