Beitragvon Guido » 13. Januar 2008, 20:02
Hallo Alex und alle anderen,
nun, mich hat Lost Cities auch nicht umgehauen. Ich kann Alex Eindruck teilen. Ich persönliche finde es nicht total langweilig, aber auch nicht wirklich gut. Ich denke, ich kenne die taktischen Möglichkeiten, finde sie aber zu einseitig. Zwar ist es auch bei Lost Cities so, dass der bessere Spieler häufiger gewinnt, also ist es nicht nur ein Glücksspiel, aber ich muss zugeben, dass sich mir gelegentlich der Eindruck aufdrängt, gespielt zu werden. Es gibt wenige wirkliche Entscheidungen und wenn ist das ganze ziemlich repititiv. Karte nachziehen, gucken wo sie ablegbar ist. Das war's. Und das Spielbrett als Interaktionsmöglichkeit, zum Bluffen, Spielende hinaus zögern? Mh, kommt in vielen Partien die ich gespielt und gesehen habe im Endeffekt weniger zum Einsatz. Tatsächlich ergeben sich einfach nicht genug wirkliche Entscheidungen. Auch nicht auf subtiler Ebene. Alex, Dein leicht enttäuschter Eindruck ist also nicht ganz verwunderlich!
Und doch, es kann hin und wieder spannend sein. Es gibt auch viele Leute denen das Spiel super viel Spaß macht. Aber als eines der besten Spiele ever zu bezeichnen... nun, ja, das Spiel scheidet einfach zu sehr die Geister. Ich habe immer Probleme, dieses Spiel weiter zu empfehlen, da ich neben Begesterung oft auch gelangweilte Blicke gesehen habe. Als lockeres Kartenablegespiel mit taktischem Anspruch empfehle ich persönlich lieber Revolte in Rom oder Halali. Da ist wirkliche Interaktion und Spaß!
Gruß
Guido