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Lost Cities - Strategie?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Axel Bungart

Lost Cities - Strategie?

Beitragvon Axel Bungart » 13. Januar 2008, 16:04

Liebe Gemeinde,

nach ein paar Partien Lost Cities bin ich eigentlich ein bißchen enttäuscht. Hatte ich doch irgendwie immer eine recht gute Meinung dazu im Ohr.

Meist ärgere ich mich darüber, gerade die Karte nachzuziehen, die ich nicht mehr anlegen kann, weil ich just die entsprechende Folgekarte gelegt habe.

Vielleicht mache ich ja was falsch, jedenfalls bin ich noch nicht dahinter gekommen, wie man es am besten spielt. Gibt es dazu ein paar gute Hinweise, wie man es angehen sollte? Bin auf Eure Ratschläge gespannt.

Gruß
Axel

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Marc Noelkenbockhoff
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Beiträge: 283

Re: Lost Cities - Strategie?

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 13. Januar 2008, 16:18

Zunächst einmal:

Lost Cities ist einer der besten Spiele aller Zeiten (für mich jedenfalls).

Es gibt immer mal wieder einzelne Spiele, wo man nicht viel machen kann, weil der Gegner die besseren Karten zieht.
Aber sowas gleicht sich aus.

Es gibt zahlreiche Strategien:

1. Beobachten, was der Gegner anlegt oder in die Mitte ablegt.

2. Eben nicht zu früh sich aller Chancen berauben, indem man die Karten zu früh anlegt.

3. Wenn man von einer Farbe zu Beginn beispielsweise 2 Verdoppler und die 5 und 10 hat legt man erst die Verdoppler und muss sich dann in Geduld üben und nicht sofort die 5 nachlegen. Aber sollte der Gegner beispielsweise in dieser Farbe die 3 und 4 gelegt haben, kann man natürlich auch mal die 5 legen, wenn es keine Alternativen gibt.
In so einem Falle riskiere ich es auch mal, in einer anderen Farbe ein paar Minuspunkte zu kassieren und hoffe, vielleicht auch noch den 3. Verdoppler und hohe Karten in der Farbe zu ziehen. Klappt natürlich nicht immer.

4. Im Laufe des Spiels schauen, was der Gegner gelegt hat (viele Verdoppler?, in welcher Farbe hat er noch Potenzial?). Das ist wichtig, um abzuschätzen, wieviel Risiko man eingehen muss, um das Spiel zu gewinnen.

5. Auch das taktische Spielen zum Ende hin (wo man den Zeitpunkt des Spielendes beeinflussen kann) ist wichitg, um den Gegner nicht unnötig Chancen zu lassen.

Ich merke gerade beim Schreiben, dass es noch so viel mehr gäbe, aber ich hoffe, das reicht für den Anfang.

Es ist wirklich eines der besten Spiele überhaupt und gebe dir den Tip, es noch einige Male zu spielen.
Es ist wie so oft, dass mit dem Spielen auch die Routine kommt und man dann eher sieht, was gerade sinnvoll ist.

Gruß

Marc

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desmodus

Re: Lost Cities - Strategie?

Beitragvon desmodus » 13. Januar 2008, 17:13

Also,

um mal vorwegzunehmen, auch ich finde, dass Lost Cities eines der besten (2er) Spiele überhaupt ist.
Sicher ist ein Kartenspiel, sodass auch ein Anfänger einen sehr erfahrenen Spieler schlagen kann. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden ob man lieber ein Spiel mit der totalen Kontrolle und ohne Glück spielt (dann gibts außer Go und Schach eigentlich nichts anderes) oder ob es auch Spass machen soll, wenn die Spieler unterschiedliche Niveaus haben.

Falls Du Englisch kannst empfehle ich die beiden folgenden Links. Wenn Du die gelesen hast, dann weißt Du alles was es zu diesem Thema zu wissen gibt:

http://www.boardgamegeek.com/thread/77824
http://www.boardgamegeek.com/thread/118721

Und merke Dir schon mal Joe's Leitmotiv: You only get to play 22 cards into your suits!!! :-))

Viel Spaß beim Üben

desmodus (der auch nach weit über 2000 Partien Lost Cities immer noch gerne spielt)

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Hartmut Th.

RE: Lost Cities - Strategie?

Beitragvon Hartmut Th. » 13. Januar 2008, 18:48

"Axel Bungart" hat am 13.01.2008 geschrieben:

Hallo Axel,

> Vielleicht mache ich ja was falsch, jedenfalls bin ich noch
> nicht dahinter gekommen, wie man es am besten spielt.

Das ist dann eben das, was man das "gewisse Etwas" nennt. So genau kann ich das daher auch nicht sagen, nur dass ich das Spiel sehr gut finde und mit meiner Frau leider einen wichtigen Gegenpol für Zweipersonenspiele gerade an diesem Titel verloren habe. Soll heißen: das lief leider immer sehr einseitig zu meinen Gunsten und ich kann noch nicht einmal genau fassen, was sie denn falsch gemacht hat (so wie es Dir vielleicht ähnlich geht). So tut sie es denn als "Glücksspiel" ab, was es nach meinem Verständnis aber weit entfernt von einer Fifty-Fifty-Quote doch irgendwo nicht sein kann ;-) Das Spiel ist einfach gut aber man muss es eben auch mögen. Ich weiß, das hilft nicht wirklich weiter, aber vielleicht platzt der Knoten noch...

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

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Twixtim
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RE: Lost Cities - Strategie?

Beitragvon Twixtim » 13. Januar 2008, 19:10

> kann ;-) Das Spiel ist einfach gut aber man muss es eben
> auch mögen. Ich weiß, das hilft nicht wirklich weiter, aber
> vielleicht platzt der Knoten noch...

Ich kenne nur ganz wenige andere Spiele, in denen die Zwickmühle zwischen vorsichtiger und aggressiver Spielweise so offensichtlich ist. Darum spiele ich "Lost Cities" auch nach vielen, vielen Partien immer noch gern.


Tim

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Marc Noelkenbockhoff
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RE: Lost Cities - Strategie?

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 13. Januar 2008, 19:13

Genau das ist es :-).

Gruß
Marc (der in der BSW kurz vor dem Gewinn des LC-Städtepokals steht :-) )

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Guido
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Re: Lost Cities - Strategie?

Beitragvon Guido » 13. Januar 2008, 20:02

Hallo Alex und alle anderen,

nun, mich hat Lost Cities auch nicht umgehauen. Ich kann Alex Eindruck teilen. Ich persönliche finde es nicht total langweilig, aber auch nicht wirklich gut. Ich denke, ich kenne die taktischen Möglichkeiten, finde sie aber zu einseitig. Zwar ist es auch bei Lost Cities so, dass der bessere Spieler häufiger gewinnt, also ist es nicht nur ein Glücksspiel, aber ich muss zugeben, dass sich mir gelegentlich der Eindruck aufdrängt, gespielt zu werden. Es gibt wenige wirkliche Entscheidungen und wenn ist das ganze ziemlich repititiv. Karte nachziehen, gucken wo sie ablegbar ist. Das war's. Und das Spielbrett als Interaktionsmöglichkeit, zum Bluffen, Spielende hinaus zögern? Mh, kommt in vielen Partien die ich gespielt und gesehen habe im Endeffekt weniger zum Einsatz. Tatsächlich ergeben sich einfach nicht genug wirkliche Entscheidungen. Auch nicht auf subtiler Ebene. Alex, Dein leicht enttäuschter Eindruck ist also nicht ganz verwunderlich!

Und doch, es kann hin und wieder spannend sein. Es gibt auch viele Leute denen das Spiel super viel Spaß macht. Aber als eines der besten Spiele ever zu bezeichnen... nun, ja, das Spiel scheidet einfach zu sehr die Geister. Ich habe immer Probleme, dieses Spiel weiter zu empfehlen, da ich neben Begesterung oft auch gelangweilte Blicke gesehen habe. Als lockeres Kartenablegespiel mit taktischem Anspruch empfehle ich persönlich lieber Revolte in Rom oder Halali. Da ist wirkliche Interaktion und Spaß!

Gruß
Guido

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Guido
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PS. ...

Beitragvon Guido » 13. Januar 2008, 20:04

Nur für die Regelfuchser, ich meinte natürlich erst Karte ablegen und dann nachziehen....(aber auch nicht soviel spannender ;-) )

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Axel Bungart

Re: PS. ...

Beitragvon Axel Bungart » 15. Januar 2008, 20:38

Tja, der bahnbrechende Tip war jetzt nicht dabei. :-/ Zumindest habe ich alles korrekt gespielt.

Trotzdem vielen Dank für Eure Hinweise!

Gruß
Axel

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TRH
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Re: Lost Cities - Strategie?

Beitragvon TRH » 16. Januar 2008, 08:27

Moin,

Als
> lockeres Kartenablegespiel mit taktischem Anspruch empfehle
> ich persönlich lieber Revolte in Rom oder Halali. Da ist
> wirkliche Interaktion und Spaß!
>
> Gruß
> Guido

interessant, Halali hab ich nach einigen wenigen Partien wieder verkauft, Lost Cities bestimmt schon über 200 Mal gespielt. Ist für mich auch das deutlich bessere Absackerspiel, aber gut, die Geschmäcker sind verschieden...

Gruß Tom


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