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Ölpreis

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Tom Tykwer
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Beiträge: 116

Ölpreis

Beitragvon Tom Tykwer » 23. Mai 2008, 11:18

Hallo zusammen,

da ja der Ölpreis und die damit verbundenen Schreckensszenarien immer präsenter werden stellt sich mir die Frage ob dies auch unser liebstes Hobby (nein nicht das Auto) beeinflusst. Der Spiegel schreibt dass die Freizeitaktvitäten wieder gen Kultur, Gemeinschaft und Geselligkeit geht. Heißt das, dass wieder mehr gespielt wird? Aber gleichzeitig auch dass die Preise für Spiele teurer werden?

Was denkt Ihr?

Grüße Tom

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Joker13
Kennerspieler
Beiträge: 651

Re: Ölpreis

Beitragvon Joker13 » 23. Mai 2008, 11:26

Das mit dem Preis sehe ich anders. Wenn mehr gebrettelt wird, dürfte sich das positiv auf den Preis auswirken, weil die Auflagen der Spiele dann grösser werden. Also werden die anteilsmässigen Fixkosten pro Spiel geringer ausfallen.

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Big Daddy
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Beiträge: 521

Re: Ölpreis

Beitragvon Big Daddy » 23. Mai 2008, 11:31

Hallo,

wenn das Geld knapper wird, kann es durchaus sein, dass das gemeinsame Spielen wieder stärker in den Mittelpunkt rückt. Auch wenn Spiele ja nicht gerade billig sind, so ist das Spielen der Spiele doch recht preisgünstig im Vergleich zu manch anderen Freizeitaktivitäten.
Ich denke an Äußerungen hier im Forum, dass z. B. Agricola schon über 60 mal gespelt wurde, d. h. man kommt auf einen Preis von 50 ct pro Spielspass von mehr als 2 Stunden, da kann man doch wirklich nicht klagen.
Und bei Kartenspielen, die im Bereich von ca. 8 EUR liegen, ist der Kostenfaktor pro Spiel wahrscheinlich noch günstiger.
Vielleicht liegt es aber auch gar nicht am Ölpreis und es wird wieder mehr gespielt, weil einfach mal wieder ein Trend in diese Richtung geht - warum auch immer.
Es ist im Endeffekt auch egal - Hauptsache es wird viel gespielt, denn dann ist auch sichergestellt, dass es weiterhin viele und tolle Spiele gibt.
Ich freu mich jedenfalls schon wieder auf Essen, was uns dort wohl wieder erwarten wird.

Mit freundlichen Grüßen
Big Daddy

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Philipp Sprick
Spielkamerad
Beiträge: 44

Re: Ölpreis

Beitragvon Philipp Sprick » 23. Mai 2008, 12:21


Hallo zusammen,

für die Verlage bedeuten die hohen Energiepreise verstärkten Kostendruck und Kalkulationsprobleme ("wie soll ich das alles zu diesem Preis in diese Schachtel bekommen...").

Das Ganze hat also nicht nur Gutes ...

Viele Grüße
Philipp

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Christian Hildenbrand

RE: Ölpreis

Beitragvon Christian Hildenbrand » 23. Mai 2008, 12:33

"Philipp Sprick" hat am 23.05.2008 geschrieben:

> "Kalkulationsprobleme"

Moin Philipp,

das ist schön treffend ausgedrückt ... :-/

Grüße nach RV,

Christian (war geschockt von den anziehenden Preisen in den letzten Monaten)

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Andreas Keirat

RE: Ölpreis

Beitragvon Andreas Keirat » 23. Mai 2008, 12:36

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> "Philipp Sprick" hat am 23.05.2008 geschrieben:
>
> > "Kalkulationsprobleme"
>
> Moin Philipp,
>
> das ist schön treffend ausgedrückt ... :-/
>
> Grüße nach RV,
>
> Christian (war geschockt von den anziehenden Preisen in den
> letzten Monaten)

Tja, dann heisst es vielleicht bald auch bei Spielen immer mehr "Jute statt Plastik" ?

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

(gibt es da nicht schon ein Teppich-Spiel, was in dieser Weise Vorreiter für Legespiele sein könnte? *grins*)

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Joker13
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Beiträge: 651

RE: Ölpreis

Beitragvon Joker13 » 23. Mai 2008, 12:48

> Tja, dann heisst es vielleicht bald auch bei Spielen immer
> mehr "Jute statt Plastik" ?

Oder (noch) mehr Holz, was ja auch nicht zu verachten ist. ;)

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Peter Gustav Bartschat

Re: Ölpreis

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 23. Mai 2008, 17:38

Ich denke, dass im Laufe der Zeit - wobei ich nicht einmal annähernd ahne, über wieviele Jahre oder Jahrzehnte diese Zeit laufen wird - Energie so teuer wird, dass sie für Privathaushalte unerschwinglich wird, im besseren Fall nur in geringen Mengen verfügbar ist.

Wenn die Haushalte sich dann einschränken müssen, weil sie aus der Auswahl Fernseher, Stereoanlage, PC, Kühlschrank, Herd, Waschmaschine nur noch genau ein Gerät betreiben können, dann erwarte ich persönlich die Wahl eher aus der Troika Kühlschrank, Herd, Waschmaschine als aus dem übrigen.

Wenn es so kommt, dann würde der Anteil der PC- und Konsolenspiele an den Spielen insgesamt zurückgehen, und das kann dazu führen, dass es eine Zunahme an Konsumenten von Brett- und Kartenspielen gibt.

Wer aber heute nicht spielen mag, der wird auch ohne Strom vermutlich nicht spielen mögen, sondern weiterhin etwas anderes tun.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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ravn

Re: Ölpreis zerstört überregionale Spieletreffs

Beitragvon ravn » 23. Mai 2008, 18:49

Ganz konkret merke ich die Auswirkungen schon jetzt. Vor dem Feiertag für 1.509 Super tanken müssen, weil mit Bus & Bahn zu weiter entfernten Spieletreffs kommen, das ist bei mir in der Walachei schlicht zeitig unmöglich. Noch muss ich mich da nicht einschränken, sind eben laufende Kosten. Aber wenn das Autofahren noch weitaus teurer wird (davon gehe ich aus), dann werden die Spieletreffs irgendwann wohl notgedrungen enger zusammenrücken bzw. das Einzugsgebiet schrumpfen...

Cu/Ralf

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Ölpreis zerstört überregionale Spieletreffs

Beitragvon Marten Holst » 23. Mai 2008, 19:31

Wobei man mal ein Rechenbeispiel ansetzen kann:

fahre ich 30km zu einem wöchentlichen Spieletreff (und zurück), so sind das 60km pro Woche oder rund 250km im Monat. Bei 8l/100km kommen wir also auf 20l, zu (zukünftig) 2€/l also 40€ monatlich für das Hobby "überregionaler Spieletreff". Das ist für viele durchaus einsparbar, aber durchaus eine Hausnummer, insbesondere da die anderen Kfz-Fahrten ja ein Loch in die Kasse reißen. (Sicherlich ist das auch mit der Steuer im Wortsinne gewollt, zu viele km soll man ja auch nicht abreißen, immerhin ist Autofahren per se auch mit einem volkswirtschaftlichen Minus negativer Externalitäten behaftet).

Den Massentod sehe ich aber dennoch nicht, denn der Unterschied zu jetzt beträgt "nur" knappe 10 Öronen. Und dass Dinge immer teurer werden ist nicht nur üblich sondern für das gängige Wirtschaftssystem ist eine leichte Inflation sogar zum Funktionieren notwendig (wobei an sich dabei vorgesehen ist, dass auch Löhne und Gehälter da immer mal wieder mitspielen, hier hapert es ein wenig). Sicher kommt irgendwann der Tropfen mit dem Fass, aber dass eine Massenabwanderung kommen wird, glaube ich nicht. Vielleicht eine Rückbesinnung auf Einsparmöglichkeiten (sparsamere Autos, Fahrgemeinschaften), wenn diese denn möglich sind, einige Leute könnten auch eher woanders am Autofahren sparen, irgendwann wird der ÖPNV vielleicht billiger (wobei der auf dem Land oft nicht existiert, zumindest nicht für Spieleabendzwecke, wenn man um 23:15h noch heim will).

Es wird sicherlich einige Leute geben, die zu knabbern haben werden und das Hobby zurückfahren (3 statt 4 Wochen "reicht" aber schon finanziell), das ist bedauerlich. Aber für das Hobby insgesamt sehe ich eigentlich keine wirkliche Gefahr.


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