Beitragvon Marten Holst » 23. Mai 2008, 19:31
Wobei man mal ein Rechenbeispiel ansetzen kann:
fahre ich 30km zu einem wöchentlichen Spieletreff (und zurück), so sind das 60km pro Woche oder rund 250km im Monat. Bei 8l/100km kommen wir also auf 20l, zu (zukünftig) 2€/l also 40€ monatlich für das Hobby "überregionaler Spieletreff". Das ist für viele durchaus einsparbar, aber durchaus eine Hausnummer, insbesondere da die anderen Kfz-Fahrten ja ein Loch in die Kasse reißen. (Sicherlich ist das auch mit der Steuer im Wortsinne gewollt, zu viele km soll man ja auch nicht abreißen, immerhin ist Autofahren per se auch mit einem volkswirtschaftlichen Minus negativer Externalitäten behaftet).
Den Massentod sehe ich aber dennoch nicht, denn der Unterschied zu jetzt beträgt "nur" knappe 10 Öronen. Und dass Dinge immer teurer werden ist nicht nur üblich sondern für das gängige Wirtschaftssystem ist eine leichte Inflation sogar zum Funktionieren notwendig (wobei an sich dabei vorgesehen ist, dass auch Löhne und Gehälter da immer mal wieder mitspielen, hier hapert es ein wenig). Sicher kommt irgendwann der Tropfen mit dem Fass, aber dass eine Massenabwanderung kommen wird, glaube ich nicht. Vielleicht eine Rückbesinnung auf Einsparmöglichkeiten (sparsamere Autos, Fahrgemeinschaften), wenn diese denn möglich sind, einige Leute könnten auch eher woanders am Autofahren sparen, irgendwann wird der ÖPNV vielleicht billiger (wobei der auf dem Land oft nicht existiert, zumindest nicht für Spieleabendzwecke, wenn man um 23:15h noch heim will).
Es wird sicherlich einige Leute geben, die zu knabbern haben werden und das Hobby zurückfahren (3 statt 4 Wochen "reicht" aber schon finanziell), das ist bedauerlich. Aber für das Hobby insgesamt sehe ich eigentlich keine wirkliche Gefahr.