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Wow: Diplom-Ludothekar...

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Maddin

Wow: Diplom-Ludothekar...

Beitragvon Maddin » 19. August 2008, 16:21

Tach zusammen!

Unglaublich. Gibt's sowas auch bei uns? Vorzugsweise in Norddeutschland? Ich hätte da im nächsten Jahr (wg. Elternzeit) durchaus Zeit und Interesse dran...

Also: alle Anbieter bitte unter meiner o.a. E-Mail-Adresse melden! Bringe durchaus einschlägige Erfahrung mit!

Immernoch sprachlose Grüße,
Maddin = : - )
(Hab's auf'm Kalender gegengecheckt: heute ist NICHT der erste April...)

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toolate
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Re: Wow: Diplom-Ludothekar...

Beitragvon toolate » 20. August 2008, 14:06

Naja, eben mal wieder die bekanntlich titelgeilen Österreicher...
Ich schätze mal nicht, dass dieses Diplom mehr wert ist, als das Bauern-Diplom beim Schach, ich denke jedenfalls (leider) nicht, dass du im Anschluss auch nur einen Verlag finden wirst, der dich als professionellen Testspieler o.ä. einstellen wird. Solange du also nicht vor hast größere "Spieleveranstaltungen zu planen" oder eine "Ludothek zu iniitieren" wirst du wohl nicht allzuviel verpassen (und selbst wenn, ob dir das ganze bei diesen Tätigkeiten entscheidende Vorteile bringt, wage ich jetzt einfach mal zu bezweifeln).
mfg,
toolate

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Maddin

Re: Wow: Diplom-Ludothekar...

Beitragvon Maddin » 20. August 2008, 15:15

Schon klar,
deswegen ja auch mein "1. April-Check".

Allerdings irritieren mich dann zwei weitere Elemente:
a) Der Anbieter ist staatlich und seriös (nehme ich an).
b) Er verlangt 1500,- Euronen pro Nase. Das ist jedenfalls erheblich mehr als die 60 oder 80 Deutschmarks oder später auch Euro, die mein freier Jugendverband damals den Ehrenamtlichen als Selbstbeteiligung an den Kosten für Jugendgruppenleiterschulungen etc. abgefordert hat - bei etwa vergleichbarem zeitlichen Aufwand.
Also doch irgendwie folgenschwerer beruflich?

Allerdings lässt
c) die Gesamtzahl der Plätze (immerhin 24 für ein mittelgroßes österreichisches Bundesland) und nicht zuletzt
d) die Aufforderung, gleich in Gruppen an dem Lehrgang teilzunehmen,
eher doch daruf schließen, dass das wohl nur etwas zum privaten Übers-Bett-hängen ist...

Immernoch grübelnde Grüße,
Maddin = : - )

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toolate
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Re: Wow: Diplom-Ludothekar...

Beitragvon toolate » 21. August 2008, 17:32

Naja, nur weil etwas teuer ist, muss es noch lange nicht besonders "gehaltvoll" sein.
Ansonsten könnt ich mir vorstellen, dass da noch Kost und Logis mit drin sind. Da das ganze über 5 Wochenenden geht wären das dann pro Wochenende 300¤ für den Kurs und zwei Übernachtungen mit Frühstück, immernoch nicht billig, aber wohl vertretbar. Aber natürlich steht das so nirgends auf der Seite, von daher ist es also durchaus möglich, dass das ganze auch einfach nur überteuert ist. :)

mfg,
toolate

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Christian Hildenbrand

Re: Wow: Diplom-Ludothekar...

Beitragvon Christian Hildenbrand » 21. August 2008, 18:44

Hallo Martin,

es ist schade, dass in den Reaktionen auf Dein Eingangspostings nicht über den Schachtelrand geblickt wird, sondern mehr oder weniger abwertend von Titelgeilheit und wertlosem Diplom gesprochen wird.

Es gibt so etwas vergleichbares in Deutschland durchaus:
http://www.deutsche-ludotheken.de
Ludotheken sind sicherlich bedeutend seltener zu finden als Bibliotheken, aber Ludothekare sind deswegen sicherlich nicht weniger qualifiziert als Bibliothekare, eben nur auf einem anderen Gebiet.

Inwiefern es aber Chancen gibt, in dieser Branche seine berufliche Basis zu finden, kann ich nicht sagen. Aber ich bin mir sicher, dass die Veranwortlichen beim Verband der Deutschen Ludotheken gerne Antworten geben, wenn man sie fragt. ;)

Grüße in den Norden,

Christian (würde sich über eine Ludothek im Ort durchaus freuen)

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toolate
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Re: Wow: Diplom-Ludothekar...

Beitragvon toolate » 22. August 2008, 01:06

Lieber Christian,
da du dich ja eindeutig auf meinen Beitrag beziehst, erlaube ich mir den Versuch ein paar Missverständnisse aufzuklären, die wohl entstanden sind:
Ja, ich weiß, daß es auch hierzulande Ludotheken gibt und es lag mir fern, die Leistung der dort arbeitenden Menschen in irgendeiner Weise schmälern zu wollen. Im Gegenteil, ich finde es toll, dass es sowas gibt und ja, auch ich hätte eine solche Einrichtung gerne hier in meiner Nähe.
Auf der anderen Seite halte ich es allerdings in der Tat für völlig übertrieben und weit hergeholt den Teilnehmern eines zweiwöchigen Kurses (5x 3 Tage) plus Praktikum einen solchen Titel aufzudrücken. Es wird jedenfalls der Leistung, die man für ein "richtiges" Diplom erbrigen muss in keiner Weise gerecht. Ebensowenig denke ich, dass die Teilnehmer dort auch nur annähernd das lernen können, was ein Bibliothekar so alles weiß und kann. In so kurzer Zeit wird man jedenfalls nur dann Experte irgendwas (so der Untertitel einer der beiden verlinkten Seiten), wenn man die Messlatte entsprechend tief anlegt.
Und nochmal ich habe nichts dagegen, wenn derartige Veranstaltungen angeboten werden und ich bestreite auch nicht, dass man da durchaus was lernen kann, aber warum muss man denn dem Kind einen meiner Meinung nach so überzogenen Namen geben? Warum sagt man nicht einfach, dass es eine Fortbildung ist und gut? Es ist die Kombination, die mich dazu bringt, darüber zu spotten, nicht mehr und nicht weniger.

In diesem Sinne, eine angenehme Nachtruhe und schöne Grüße aus dem Süden. :)
mfg,
toolate

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Maddin

Re: Wow: Diplom-Ludothekar...

Beitragvon Maddin » 25. August 2008, 08:30

Hallo Christian,
moin toolate,

ja - ich sehe wir nähern uns hier an.
@Christian:
Natürlich ist mir in meiner recht breiten Tätigkeit in der ehren- und nebenamtlichen Jugendarbeit und als Vater zweier Grundschulkinder auch häufiger mal die Arbeit der "Spieliotheken" untergekommen. Davon gibt es hier im Norden in der Tat jede Menge; ein Ort der Größenordnung 5.000-20.000 Einwohner ohne Spieliothek ist seltener als mit. Allerdings erscheinen mir diese Einrichtungen - bitte nicht böse sein - als weniger beruflich denn als eher hobbymäßig getragen: freundliche Mütter aus dem Schulelternbeirat zählen Spielmaterial und schlagen die Spiele in Selbstklebefolie ein, Öffnungszeiten sind regelmäßig einmal wöchentlich 2-3 Stunden am Nachmittag.
Ich will das ja gar nicht verurteilen: bei der o.a. Größenklasse von Orten reicht das ja sicher zur Versorgung der örtlichen Grundschule und ihrer Schüler mit Spielen wie "Dr. Bibber" und "Villa Paletti" aus. Aber ob das dann eine "LUDOTHEK" ist, bei der man "Diplom-Ludothekare" einsetzt? Im Übrigen teile ich leider toolates Ansicht vom (offen- oder doch nur scheinbaren?) Missverhältnis zwischen Kosten, Titel, Aufwand und tatsächlichem Nutzen des hier angebotenen Fortbildungslehrgangs - und dies zumindest solange, bis mich jemand vom Gegenteil überzeugt kriegt...

Liebe Grüße,
Maddin = : - )


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