Beitragvon myzy » 28. Oktober 2009, 01:00
Hey Sebastian,
gute [sic!] Nachrichten - du bist nicht allein! Eigentlich wollte ich gerade pennen, auf deinen Beitrag hin musste ich dann aber einfach nochmal aufstehen. Collector's Edition also ausgepackt, wie immer nach dem Öffnen erstmal andächtig inhaliert und geschnüffelt - und dann gezählt. Hat gedauert, aber nun steht fest: Alle 456 Beine der Familienmitglieder sind in einwandfreiem Zustand, bis auf ein paar leicht schräg gefräste Holzrohstoffe und ein lustiges Leinenunikat ist sowohl farblich als auch haptisch alles in Ordnung. Die Starthilfe ist gleich zweimal enthalten, auch das tut mir nicht weh. Dafür hapert's bei den Kohlen: In der Anleitung ist ja bei allen vier Währungen von jeweils 45 einzelnen Pfund-, Grivna-, Gulden- und Marknoten die Rede... in meiner Ausgabe sind es jeweils nur 35 Stück, was entweder auf einen Abpack- oder vielleicht auch einen Druckfehler in der Anleitung schließen lässt. Im Grunde wäre mir das fast egal, sofern der (mir noch nicht vertraute) Mechanismus des Spiels selten bis gar nicht Notenknappheit bedingen würde. Da aber jeder Spieler zu Beginn bereits fünf Einheiten jeder Währung bekommt, erscheint mir das eher zweifelhaft. Zwar gäbe es als Alternative noch die 5er-Scheine; bei den meisten Spielen startet man aber vom Gefühl und der Dramaturgie her lieber mit einem Kapital aus kleinem Geld, die dicken Scheine wollen schließlich erstmal verdient werden (geht mir zumindest meistens so).
Die 5er-Noten sind bei mir alle komplett - bis auf Brügge, da habe' ich nur 14 Scheine statt der angegebenen 15. Ein Tipp in diesem Zusammenhang, wahrscheinlich unnötig, aber dennoch: Das Geld ist saudünn, daher pappt leicht mal Schein an Schein - also ganz genau auseinanderklamüsern, ich hab' mich anfangs deswegen ein paar Mal verzählt.
Was aber nun tun?
Da können letztendlich wohl am schnellsten die Troisdorfer und Dirk Henn für Klarheit sorgen... ich stimme da auch Suryoyo zu, habe immer nur sehr gute Erfahrungen mit Queen gemacht (auch wenn die kleinen Läden immer über ihre Verkaufspolitik schimpfen, aber das ist wohl eine andere Baustelle.). Schreibst Du denen mal und postest hier deine Erfahrungen? Das wäre nett!
Ansonsten habe ich mich sehr über die schöne und sehr robuste Trenneinlage gefreut, überhaupt bereue ich den Kauf nicht, die Kiste ist toll! Schaut doch mal alle auf euren Urkunde nach, ich hab' die Nummer 322... vielleicht kann man so den Fehlerteufel dingfest machen, Achim hat ja zum Beispiel ein Exemplar ohne Fehler erwischt - was ihm nach dem Fabrikmanager übrigens auch ausdrücklich gegönnt sei! ;-)
Abschließend noch eine Sache: Ich freue mich selbst immer diebisch darüber, wenn ich ein Spiel ausgepackt, auf Vollständigkeit und Fehlerlosigkeit des Materials überprüft und dessen Einzelzteile oft sogar mit Extra-Tütchen gebührend archiviert habe - kürzlich bin ich aber in einer unserer Spielerunden noch einmal daran erinnert worden, dass auch in kleinen Fehlern viel Spaßpotential stecken kann: Bezeichnender Weise geschah das bei Eketorp, ebenfalls bei Queen verlegt. Dort hatte ich eine Ausgabe erwischt, wo ein Wikinger mit einem verkrüppelten Bein unterwegs war - Ehrensache, dass daraus der schreckliche Einar wurde, dem es natürlich immer in den heikelsten Rohstoff- und Belagerungskämpfen gelang, den Sieg davonzutragen. Das hat natürlich mit Fantasie zu tun - denn ist nicht Fantasie das, was uns Spieler, die wir uns in Miniaturwelten hineinträumen, besonders auszeichnet?
LG,
myzy