Beitragvon ravn » 27. November 2009, 11:06
Ferdinand Köther schrieb:
>
> Mir scheint der Artikel (habe ihn nur überflogen) von
> jemandem geschrieben zu sein, der sich sich halt auch mal mit
> sowas beschäftigt, aber im Großen Ganzen kA davon hat.
>
> Das wirft für mich zwei (mindestens) Fragen auf:
>
> 1. Warum darf ein Banause über etwas schreiben, von dem er
> wenig versteht?
Weil er die Möglichkeit dazu hat!
In Zeiten vor dem Internet war es nur wenigen Leuten vorbehalten (oder Freaks, die sich im FIDO-Net & Co tummelten), ihre Meinung fernab des Freundes-Kollegen-Kreises zu äussern. Die Wenigsten haben Leserbriefe geschrieben oder sich direkt in Redaktionen engagiert. Da blieb die eigene Meinung eben meist im eigenen Kreis.
Heute gibt es dank Blogs & Co die Chance, ein viel grösseres Publikum zu erreichen. Da kann man direkt nach der Motivation fragen, was man davon hat, wenn einem wildfremde Menschen (denen man meist auch kaum sonst begegnen würde) auf einmal "zuhören", was man da in Text und Audio und Video so von sich gibt.
Die Qualität der Aussagen ist dadurch nicht zwangsläufig gestiegen, besoders weil es inzwischen (fast schon) schneller geht, eine Meinung zu veröffentlichen, als sich diese zu bilden. Dafür gibt es eben eine Vielfalt an Meinungen, die alle für einen selbst falsch oder unbedeutend sein können, die ich aber Niemanden verbieten möchte. Blöd wird es nur an der Stelle, die wirklich relevanten (weil begründeten und damit nachvollziehbaren und ebenso lesens-sehens-höhrenswerten) Meinungen zu finden. Da hilft das spielbox-Forum schon ungemeint, weil es kanalisiert.
Cu/Ralf