Anzeige

Erste Erfahrung mit Seeland

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
hannes

Erste Erfahrung mit Seeland

Beitragvon hannes » 20. Februar 2010, 10:40

Gestern spielten wir zu dritt Seeland mit Inselplättchen und Stadtvögten aber ohne Rekordernten.

Nach dieser ersten Partie waren wir vom Spiel nicht sehr angetan. Seeland hat einen starken Königsmachereffekt. Wenn da jemand nur einmal nicht gut aufpasst, kann er seinem Nachfolger eine spielentscheidende Vorlage hinterlassen.

Dann denken wir, dass die Anordnung der Werkstätten auf dem Markt für das Dreierspiel ungünstig ist, da zwei Spieler - auch unabsichtlich - so spielen können, dass der Dritte weniger Möglichkeiten hat, eine Mühle zu ergattern. Der gute Zugang zu den Mühleplättchen ist aber wichtig, um spielerische Handlungsfreiheit zu erhalten.

Ich hoffe, dass eine nächste Partie zu viert und mit der taktischen Variante ausgeglichener und spannender verläuft.

Im Übrigen haben wir die Mühleplättchen bewusst immer mit der Werkstattseite aufs Brett gelegt, da die helle Seite sich besser von den übrigen Plättchen abhebt, was mindestens das richtige Bestimmen des Ernteertrags erleichtert.

Entwässerte Grüsse
hannes

Benutzeravatar
Dietrich
Kennerspieler
Beiträge: 1155

Re: Erste Erfahrung mit Seeland

Beitragvon Dietrich » 20. Februar 2010, 21:20

Moin,

ich bin mit der Aussage, ein Spiel sei nicht so gut, weil es die Möglichkeit eines Königsmachers gibt, nicht einverstanden. Zumal wenn die Aussage noch unterstützt wird durch eine Begründung wie "Wenn da jemand nur einmal nicht gut aufpasst, kann er seinem Nachfolger eine spielentscheidende Vorlage hinterlassen."
Dann dürfte man auch nie Schach spielen ... ist eine Scherz...
Diese Diskussion hatten wir manchmal bei Spielen: Da wähnt sich ein Spieler schon als Sieger, durch den Zug eines Dritten wird jedoch ein anderer noch vor ihm zum Sieger. Nur war es für den Dritten für ihn Zug, der zwar den Zweiten den Sieg einbrachte, aber auch für ihn am besten war.
Das Gefühl des Königsmachers gibt es bei vielen Spielen; bei einem Spiel mit diesen vielfältigen Setzmöglichkeiten ist es ein trügerisches, denn vielleicht ist der Zug des vorherigen Spielers auch für ihn der bessere. Dass er damit einen anderen zu mehr Punkten verhilft, ist möglich. Also gilt es, die Punktzahl der anderen so gut es geht zu minimieren. Das ist das Spiel ...

Die Kritik an der Anordnung der Werkstätten kann ich nicht nachvollziehen, da die Gulden immer weitergelegt werden und während der Züge des Dreierspiels jeder immer wieder einmal der 'Dritte' ist ... zudem kann man ja uch mit Landschaftsplättchen etwas erreichen. Wie habt ihr das denn gespielt ...

Zum letzten Satz - das ist im übrigen auch die Empfehlung des Autors ...

Benutzeravatar
Jerry

Re: Erste gute Erfahrung mit Seeland

Beitragvon Jerry » 21. Februar 2010, 00:10

Bei uns war Seeland bislang dreimal in tw. recht unterschiedlichen Runden (Viel-/Wenigspieler) auf dem Tisch gewesen und durchweg gut angekommen.

Am besten gefallen hat uns dabei eine Variante mit Stadtvögten aber zufälligen Aufbau. Einen Königsmachereffekt gibt es m.E. nicht. Natürlich kann man bei nachlässigem Spiel dem nächsten Spieler eine Vorlage hinterlassen (ist bei uns auch vorgekommen) aber Königsmacher heisst ja, dass ich selbst bei optimalem Spiel für mich entscheiden kann/muss wer das Spiel gewinnen wird. Und das gibt es hier nicht.

Insgesamt kann ich Seeland nur empfehlen. Ein wirklich schönes Legespiel das sofort auf meiner Wunsch-/Kaufliste gelandet ist.

J.

Benutzeravatar
hannes

Re: Erste gute Erfahrung mit Seeland

Beitragvon hannes » 21. Februar 2010, 00:45

Dank Jerrys Erläuterungen merke ich, dass Königsmachereffekt in Bezug auf Seeland der falsche Begriff ist. Sorry.

Ich meinte folgendes:
Wenn ein Spieler schlecht oder unaufmerksam spielt, hat der nachfolgende Spieler einen grossen Vorteil. Natürlich trifft das auf viele Spielen zu. Aber ich finde, dass dieser Effekt bei Seeland besonders stark ist.

Das ist meine Meinung nach bloss einer Partie. Ich möchte aber gerne noch ein paar weitere Partien spielen und die unterschiedlichen Varianten ausprobieren.

hannes

Benutzeravatar
Hartmut Th.

RE: Erste gute Erfahrung mit Seeland

Beitragvon Hartmut Th. » 21. Februar 2010, 00:51

"hannes" hat am 21.02.2010 geschrieben:
> Dank Jerrys Erläuterungen merke ich, dass
> Königsmachereffekt in Bezug auf Seeland der falsche Begriff
> ist. Sorry.
>
> Ich meinte folgendes:
> Wenn ein Spieler schlecht oder unaufmerksam spielt, hat der
> nachfolgende Spieler einen grossen Vorteil. Natürlich
> trifft das auf viele Spielen zu.

Richtig. Habe ich schon bei Agricola so empfunden - dennoch zweifellos gut. So what...

> Aber ich finde, dass
> dieser Effekt bei Seeland besonders stark ist.

Nö, nicht mehr wie bei anderen Spielern. Ist er (der Effekt) zu stark, ist Dein Mitspier zu schwach ;-)

verspielte Grüße, Hartmut

- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

Benutzeravatar
hannes

Re: Erste Erfahrung mit Seeland

Beitragvon hannes » 21. Februar 2010, 01:12

> Zum letzten Satz - das ist im übrigen
> auch die Empfehlung des Autors ...

Wer ist denn DER Autor? Ich dachte, es seien zwei Autoren ;-)

Zur Anordnung der Werkstätten: Es hat sich häufig ein Rhythmus eingestellt, bei dem der Spieler vor mir das zweite von den jeweils zwei hintereinander liegenden Mühleplättchen genommen hat. Im Zweier- und Viererspiel wird das kaum passieren, denke ich.

Ich glaube schon, dass wir richtig gespielt haben. Den Gulden-Umlege-Mechanismus haben wir verstanden.

hannes

Benutzeravatar
Luis A.
Kennerspieler
Beiträge: 102

RE: Erste gute Erfahrung mit Seeland

Beitragvon Luis A. » 21. Februar 2010, 09:19

ich schließ mich hier meinem vorschreiber an. uns hat seeland wirklich gut gefallen. die von dir beschriebenen effekte sind nicht "masgeblich", eben wie bei anderen spielen auch. wenn ich einen tipp abgeben darf, so nimmt seeland für mich eine favoritenrolle für das sdj ein.

Benutzeravatar
widow-s-cruse

Re: Erste Erfahrung mit einem Puzzel-Spielpan

Beitragvon widow-s-cruse » 21. Februar 2010, 11:15

Hallo,

ich kann nach einigen Partien eigentlich auch nur von guten Erfahrungen sprechen. Wenn...

... wenn da nicht dieses komische Spielbrett wäre. Schon bei der ersten Partie zeichnete sich ein Stirnrunzeln in meinem Gesicht ab. Hatte ich mich vergriffen; habe ich da ein Ravensburger Puzzel erwischt - was soll denn dass? Da musste erst Mal die Anleitung gelesen werden, nur um das Brett auf den Tisch zu legen. Na ja - eigentlich nicht schlimm.

Wäre da nicht das Verwerfen der Spielplanfelder. Die Bretter schlüsseln. Auf der Seite mit den aufgedruckten Ertragsfelden liegt das gepuzzelte Brett ja noch ordentlich und gut spielbar. Aber die Entdecker-Variante bereitet uns Probleme. Die Ecken der Felder stehen unterschiedlich hoch (3-4mm). Die Puzzelankerungen lösen sich beim Aufnehmen und Setzen der Ertragsfelder. Das ganze Spielfeld ist in ständiger unerwünschter Bewegung.
Da soll man nicht Seekrank werden. :-))

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Puzzel-Spielplan?

Liegt das Verwerfen der Spielplanfelder vielleicht nur an der Natursteinplatte unseres Spieltischs?

Ich mag dem Ravensburger Verlag zu den Einsparungen durch die unterlassene Klebebindung gratulieren.
Für meinen Teil mag ich behaupten, das die Puzzelverbindung nicht praktisch ist und schlecht funktioniert.

Ansonsten gefällt das Spiel sehr gut. Gerade mit dem Varianten-Spektrum ist Seeland für mich ein Kandidat für die Nominierung zum Spiel des Jahres.

Liebe Grüße

Nils
http://aiblinger-zockerbande.de

Benutzeravatar
Andy

Re: Erste Erfahrung mit einem Puzzel-Spielpan

Beitragvon Andy » 21. Februar 2010, 11:36

kann ich so nicht bestätigen, bei uns liegen die einzelnen Teile gut verzahnt und völlig plan auf dem (Holz)Tisch ansonsten ein recht kurzweiliges Legespiel mit schöner Optik
Gruss Andy


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 37 Gäste