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Aus der Wertung fallen - spannend oder frustrierend?

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peer

Aus der Wertung fallen - spannend oder frustrierend?

Beitragvon peer » 31. März 2010, 20:23

Hi,

ich dachte ich mach aus Eigeninteresse eine kleine Umfrage:
Es gibt Spiele bei denen ein Spieler aus der Wertung fällt: z.B. Der Spieler mit der meisten Korruption bei Kleopatra und die Baumeister oder der Spieler, der am wenigsten gespendet hat bei Hab & Gut.
Findet ihr so ein Element eher frustrierend (weil es ja meistens nicht 100%ig berechenbar ist) oder eher spannend (weil es ja nicht 100%ig berechenbar ist)?

Hintergrund: Ein Proto von mir verwendet diesen Mechanismus und wir hatten eine Diskussion, ob er das Spiel verbessert oder nicht - unabhängig von der Umfrage werde ich natürlich fleißig testen und schrauben, aber mich interessier natürlich die kollektive Forumsmeinung ;-)

ciao
peer

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Duchamp

Eher spannend

Beitragvon Duchamp » 31. März 2010, 20:41

Eher spannend. Also, etwas wahrscheinlicher spannend als frustrierend. Weil es das Risiko steigert, auf ein bestimmtes Element besonders zu "pokern", aber eben auch darauf aufzupassen, und nicht "nur" gleichmäßig Punkte zu sammeln.
Bei "König von Siam" fallen ja auch alle aus der Wertung, wenn die Briten zu oft kommen, oder? ;-)

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Ferdinand Köther
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Re: Aus der Wertung fallen - spannend oder frustrierend?

Beitragvon Ferdinand Köther » 31. März 2010, 21:17

Hallo peer,

spannend oder nicht finde ich eher ein Spiel als Ganzes als einen einzelnen Mechanismus - in einem spannenden Spiel gefällt mir dieser Mech gut, da er zur Spannung beiträgt.

Entspannte Grüße,
Ferdi

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widow-s-cruse

Re: Aus der Wertung fallen - spannend oder frustrierend?

Beitragvon widow-s-cruse » 31. März 2010, 21:58

Hallo Peer,

zähl Livingstone auch noch zu diesen Spielen.

Auf dem letzten Spielabend hatte ich wieder einige Gruppeneinsteiger. Auf Grund guter Erfahrungen lege ich denen unteranderem gerne Livingstone auf. Während des ganzen Spiels waren die Spenden an die Queen ein Gag. Die ständige Spende ist bei dem Spiel nicht erforderlich, weil auch am Spielende alles gespendet werden kann. Aber so wie dieser Meachanismus von den Spielern genutzt wurde, war es natürlich eine Gewinn für die Spielfreude. Der Höhepunkt trat natürlich zum Spielende mit dem Vergleich ein. Den Spielen, den es traff, hat das Spiel trotzdem gefallen

Für mich persönlich finde das Dilemma an dem Mechanismus interessant. Man ist immer hin- und hergerissen zwischen Punkteoptimierung und der Erfahrung der Schadenfreude der lieben Mitspieler, wenn man kurz vorm Spieleende einknickt.

Liebe Grüße

Nils
http://aiblinger-zockerbande.de

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Volker L.

kommt drauf an

Beitragvon Volker L. » 1. April 2010, 00:54

peer schrieb:
>
> Es gibt Spiele bei denen ein Spieler aus der Wertung fällt:
> z.B. Der Spieler mit der meisten Korruption bei Kleopatra und
> die Baumeister oder der Spieler, der am wenigsten gespendet
> hat bei Hab & Gut.
> Findet ihr so ein Element eher frustrierend (weil es ja
> meistens nicht 100%ig berechenbar ist) oder eher spannend
> (weil es ja nicht 100%ig berechenbar ist)?

Tendenziell interessant, wenn es zum Thema passt;
so ein Mechanismus sollte aber nur dann rein, wenn es
ausschließlich der Entscheidung des Spielers unterliegt,
wieviel er für diese Abrechnung tut.
Wenn man aber an das, was man bräuchte, gar nicht erst
rankommt, und im Spiel vor der Situation steht "ich würde
ja gerne Objekt XY spenden, aber ich habe keins und kriege
auch auch keins", dann sorgt das eher für Frust.

Gruß, Volker

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Björn-spielbox
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Re: Aus der Wertung fallen - spannend oder frustrierend?

Beitragvon Björn-spielbox » 1. April 2010, 08:01

Also bei Samurai von Knizia gab es diesen Effekt auch - und da ist es ganz schön kniffelig. Man sammelte 3 Sorten Steine. Für die Endwertung musste man bei mind. einer Sorte die Mehrheit haben - sonst schied man aus der Wertung aus. Wer überblieb zählte die verbliebenden Figuren, die nicht für die Mehrheit herhalten mussten. Wer da die meisten Figuren hatte, gewann.
Da verdeckt gesammelt wurde, musste man ganz schön im Überblick haben, wie viele Figuren ich minimal brauche für die Mehrheit um bei den anderen Figuren nicht hinten anzustehen.

Auch bei Kleopatra funktioniert dieser Mechanismus ganz gut - dort erhöht er die Spannung.
Bei Livingstone fand ich das nicht so prickelnd, weil am Ende das restliche Geld gespendet wurde - fertig. Das ist kein schönes Gefühl - so als wenn man am zweiten Tiebreaker verliert.

Wenn man dieses Ausscheiden über das gesamte Spiel hinaus beeinflussen kann, finde ich sowas sehr gut!

Schöne Ostertage,
Björn.

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gimli043
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Re: Aus der Wertung fallen - spannend oder frustrierend?

Beitragvon gimli043 » 1. April 2010, 08:32

Hallo,

ich finde den Mechanismus prinzipiell sehr gut. "Kleopatra" und "Hab & Gut" gefallen mir beispielsweise sehr gut. Allerdings ist damit klar, dass man das Spiel nicht zu zweit spielen kann. Auch zu dritt spiele ich solche Spiele nur ungern. Aber ab vier Leute dann sehr, sehr gerne.
Bei 3 Spielern ist einfach das Risiko noch viel zu groß und in meinen Partien war es dann eigentlich immer so, dass keiner sich wirklich was getraut hat und alle sehr, sehr verhalten gespielt haben.

Viele Grüße,

Rene'

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gimli043
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Re: Aus der Wertung fallen - spannend oder frustrierend?

Beitragvon gimli043 » 1. April 2010, 08:34

--- falsch eingeordnet, sollte eigentlich direkt als Antwort auf peer's Frage ---

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Axel Bungart

Re: Aus der Wertung fallen - spannend oder frustrierend?

Beitragvon Axel Bungart » 1. April 2010, 09:03

Hi Peer,

ich finde das bei mehr als drei Mitspielern gar nicht übel, da es den Anreiz für Spieler erhöht, doch noch Vorletzter zu werden, auch bei fünf oder sechs Spielern. (Wenn es absehbar ist, dass man eher hinten landet.)

Bei drei, vielleicht auch vier, Spielern empfinde ich es als ein zu stark ausgrenzendes Element.

Gruß
Axel

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Matthias Prinz
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Re: Aus der Wertung fallen - spannend oder frustrierend?

Beitragvon Matthias Prinz » 1. April 2010, 11:22

Hallo peer,

ich persönlich mag diesen Mechanismus nicht sonderlich, vor allem wegen der psychologischen Komponente, dass es am Spielende einen "Verlierer" gibt. Es spielt dabei keine Rolle, wie gut er während des Spiels gespielt hat. Die Spannung, ob ich am Ende überhaupt bei der Wertung mitzureden habe, ist mich persönlich keine "positive" Spannung, sondern eher irgendwie mit Stress belegt. Das Gefühl alleine zu scheitern finde also negativer belegt als das Gefühl, möglicherweise nicht zu gewinnen.

Das Gegenstück dazu ist ja der "Sudden Death", bei dem es auf einen Schlag nur einen Gewinner gibt. Das finde ich wesentlich kribbeliger.


Gruß
- Matthias


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