Hallo Braz,
ganz herzlichen Dank für deine Erläuterungen. Sie zeigen mir klar unsere unterschiedlichen Vorlieben. Ich persönlich bin mit den Martin Wallace Spielen nie richtig warm geworden und während andere direkt seine Spiele haben möchten, bin ich da abwartend; oft soweit, dass ich sie gar nicht kennen lerne.
In der Regel bin ich auch Eroberungsspielen ziemlich abgeneigt. Somit fallen noch mal zwei von dir geschätzte Spiele bei mir eher unter den Tisch. Ansprechend fand ich da deine Beschreibung von Stronghold, weil ich immer schon dem Fantasybereich zugeneigt war (bin ein Ex-Rollenspieler, hab mit D&D angefangen, als es nur auf Englisch erhältlich war und hab über 12 Jahre gespielt).
Was Maria und Friedrich angeht, sind mir beide nicht richtig aufgefallen. Bezogen auf deine komplette Liste, habe ich nur bei "Hansa Teutonica" das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Ansosnten bleibt von dem, was ich gern spiele nur "Tore der Welt" von deiner Liste übrig.
Bei der ganzen Diskussion geht mir etwas anders durch den Kopf: Es gibt zahlreiche komplexere Spiele, die hier als gut und sehr gut bezeichnet werden. Als Folge wird jedes nur wenig erwähnt, aber keines steht im Mittelpunkt (wie z. B. Agricola oder PR früher). Erinnert mich ans Fernsehen. Als es nur drei Sender gab, war es oft Thema von Bezaubernde Jeanny bis High Chapparal und Durbridge. Heute ist die Breite viel größer, aber gesprochen wird viel weniger darüber. Und so sehe ich diesen Jahrgang eben eher skeptisch. Wenn die Spiel '10 war, werden die Spiele kaum noch Erwähnung finden.
Ob sie dann noch auf den Tisch kommen, wird man sehen, denn die Zeit ist schnelllebig und ob das alte noch hervorgeholt wird, wenn es weitere 10, 20 oder gar 50 Spiele im persönlichen Lieblingssektor gibt?
Golbin