Beitragvon Martin » 23. August 2010, 19:52
Knut schrieb:
>
> Martin schrieb:
> >
> > (...) Das machen im
> > übrigen auch nicht nur Hobby-Onlineredakteure, sondern auch
> > gestandene SdJ-Jury-Mitglieder, die mal eben mit ihrer
> > Visitenkarte wedeln und den Standbetreiber auffordern, die
> > gesamte Neuheitenpalette zuzusenden (Hab ich so erlebt).
> > Manches Spiel findet sich dann auch anschließend unter
> > Kleinzeigen auf spielbox.de.
>
> Habe ich Dich jetzt richtig verstanden, dass Du einzelnen
> Jury-Mitgliedern unterstellst, wahllos Spiele abzugreifen und
> sie dann hier unter Kleinanzeigen zu verkaufen?
Nein, da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.
Der letzte Satz bezog sich nicht auf den besagten SDJ-Journalisten, sondern allgemein auf Inserenten auf spielbox.de. Zu Zeiten, als ich noch Händler war fiel es mir immer wieder auf, dass auf spielbox.de haufenweise original verpackte Spiele angeboten wurden, die teilweise noch nicht im Handel waren. Ich hatte damals einzelne Inserenten gefragt, woher sie die Spiele her haben und die Antwort erhalten, es seien Pressemuster.
Die Geschichte mit dem Jury-Mitglied ist mir in der Tat vor einigen Jahren auf der Nürnberger Messe passiert. Hier konnte ich den Gesprächsverlauf als zufällig dabei Stehender verfolgen.
Was die Jury-Mitglieder mit ihren Spielen machen, weiß ich nicht und es interessiert mich auch nicht wirklich. Ich wünsche mir, dass sie sie wem auch immer zum Spielen zur Verfügung stellen.
Beide Fälle haben nichts miteinander zu tun, auch ist es nicht meine Absicht, irgendwen zu verunglimpfen. Sollte dies der Fall sein, bitte ich hiermit um Entschuldigung.
>
> > ... Eine
> > Rezension in der Brigitte wird da sicherlich höher
> > eingeschätzt als Max und Ernas Spielkreis.
>
> Mag sein, dass sie höher eingeschätzt wird; ob sie dem Verlag
> tatsächlich mehr bringt, sei dahingestellt. Als ich vor
> Urzeiten noch die Pöppel-Revue machte, erzählte mir der
> Betreiber eines Kleinstverlags ganz begeistert, dass er nach
> einer Rezension in der Pöppel-Revue mehr Spielbestellungen
> erhalten habe als nach einer Vorstellung des Spiels in der
> Frankfurter Rundschau.
Als Händler habe ich immer wieder herausragende Resonanz auf große Magazine wie Stern oder Brigitte erhalten, auf Spielezeitschriften dagegen eher weniger. Das mag aber daran liegen, dass die Leser der Pöppel-Revue eher bei Versendern bestellen, als in einem kleinen Laden. Außerdem gibt bzw. gab es in meiner Stadt sicherlich nur eine sehr begrenzte Zahl Pöppel-Revue-Leser. Daher kann es gut sein, dass der Kleinverlag eine große Nachfrage beobachtet, die nicht bis zu mir durchgeschlagen ist.
Schöne Grüße
Martin