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[RF] Pantheon

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
Thygra
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Re: Vorschlag gegen Kartenpech

Beitragvon Thygra » 16. Mai 2011, 10:44

> Gruß Carsten (der seine Zeit gerade beim ESC vertut)

Der ESC war noch nie vertane Zeit. ;)

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Jerry

Re: Die Pantheonverschwörung

Beitragvon Jerry » 16. Mai 2011, 14:56

nascar8 schrieb:

> Ich glaube, der Brunnhofer ist ein alter (junggebliebener)
> Schelm, der sich über die ganzen Beiträgen zu seinem Werk
> echt ins Fäustchen lacht.

:eek: Ach [b]so[/b] ist das! :eek:

Spiel, Grafiker, Redaktion und Verlag als Marionetten in einer abgekarteten Vorstellung, nur um die Besucher dieses Forums in nutzlose Diskussionen zu verwickeln. Ein produktgewordener Trollversuch sozusagen. So einen diabolischen Masterplan hätte man in dieser unserer Nischenbranche gar nicht vermutet.Chapeau!

J.

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Chris
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Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Chris » 16. Mai 2011, 15:46

Hallo,

die interessante Frage lautet doch hier offensichtlich: "Wer spielt Pantheon mit mehr als 2 Spielern und findet es toll?". Das einzige Lob in dieser Diskussion beinhaltet doch meist den Satz "..also zu zweit haben wir...". Ich habe eine Vierer-Partie gespielt und mich dabei sehr geärgert. Das fing schon mit der Verteilung der "Startvorteile" an. Ein Spieler bekommt einen Halbgott (1 Punkt), der andere eine Säule und einen Fuß mehr. Es endet bei Beuteplättchen in den letzten Runden die auch mal an die 15 Siegpunkte bringen können oder eben nur einen Fuß mehr (wobei dann die Reihenfolge entscheidet - auf die ich keinen Einfluß habe - was ich mir noch holen kann).
Nochmal erwähnen möchte ich die Runden, bei denen ich überhaupt keine Aktion auswählen konnte, weil ich durch Abräumen aller Beuteplättchen nicht an die Reihe kam. Lustig, wenn man dann noch 7 oder mehr Karten auf der Hand hat und auf 7 Karten "ergänzt" wird - durch das zufällig gezogene Volk. Ich kenne spontan kein Spiel, bei dem ich - ohne mein eigenes Verschulden und Zutun - eine Runde komplett zum Zuschauen verurteilt werden kann.

Es stimmt, dass man mit einigen Änderungen noch etwas mehr herausholen kann - das nächste Volk aufdecken, die Stapel in Opferkarten und andere Karten sortieren. Aber das ist doch offensichtlich Redaktionsarbeit. Es kann ja sein, dass nach mehreren Spielen gewisse Probleme abgemildert werden können - bei mir wird dieser Fall aber nicht eintreten.

In dieser Situation erscheint mir eine Diskussion des Covers unnötig - angesichts der deutlichen Stolpersteine im Spielgeschehen.

Abschließend warte ich auf Beiträge in denen Pantheon wirklich polarisiert und in denen ich erkennen kann, warum dieses Spiel auch gerade zu viert einen Kauf Wert sein soll.

Grüße,

Chris

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Micha A.
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Beiträge: 1340

RE: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Micha A. » 16. Mai 2011, 16:03

"Chris" hat am 16.05.2011 geschrieben:
> Hallo,
>
> die interessante Frage lautet doch hier offensichtlich:
> "Wer spielt Pantheon mit mehr als 2 Spielern und findet es
> toll?"

Ich habe es bisher nur zu dritt und viert gespielt und fand es jedesmal zumindest ok (so ok, dass ich es ohne Probleme auch nochmal spielen würde).

Allerdings stelle ich Deine Kritikpunkte nicht in Abrede. Und hier hätte man durchaus etwas mehr Hand anlegen können.
Andererseits kommt es ja doch auch vor, dass die beschriebenen Punkte zwar eintreffen, aber sich doch auf verschiedene Spieler verteilen, so dass jeder einigermaßen gleichmäßig vom Pech gebeutelt ist. Von daher hielt sich der Frust bei mir immer in Grenzen.


> Ich kenne spontan kein Spiel, bei dem ich -
> ohne mein eigenes Verschulden und Zutun - eine Runde
> komplett zum Zuschauen verurteilt werden kann.

Da könnte ich Dir "Interstellar Mayhem" (Essen 2010) empfehlen. Zu sechst gespielt, der letzte in der Runde war genau 1x dran und ist dann ausgeschieden...

Gruß
Micha


*****************************************************************************************
Es lief alles nach Plan. Nur der Plan war beschissen.

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ravn

Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon ravn » 16. Mai 2011, 22:05

Chris schrieb:
>
> Hallo,
>
> die interessante Frage lautet doch hier offensichtlich: "Wer
> spielt Pantheon mit mehr als 2 Spielern und findet es toll?".
> Das einzige Lob in dieser Diskussion beinhaltet doch meist
> den Satz "..also zu zweit haben wir...". Ich habe eine
> Vierer-Partie gespielt und mich dabei sehr geärgert.

Ich habe es in einer Dreier-Runde gespielt und fand es richtig gut. Ob es zu viert hingegen abfällt? Könnte sein, aber dann spiel ich es lieber nochmals zu dritt und habe erneut Spass.

Cu / Ralf

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Björn-spielbox
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Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Björn-spielbox » 17. Mai 2011, 07:29

Ich habe es mehrmals zu dritt und zu viert gespielt... und ich fand es jedesmal klasse.

Gut, es ist reichlich ungerecht! Aber deswegen ungemein spannend - und herrlich erfrischend zu den ganzen Klötzchen-Abzähl-Spielchen, wo jedes kleine Ereignis möglichst genau vorausberechnet wird.

Ich erwähnte bereits mehrmals, dass ich ein absonderlicher Spieler bin...

Björn.

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Attila
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Re: [RF] Pantheon

Beitragvon Attila » 17. Mai 2011, 08:59

Hiho,

>
> 45 Minuten zu zweit ist vertretbar und das Glück war bei uns
> (jedenfalls nicht fühlbar) ausschlaggebend für den Sieg.

Also, wenn das wirklich so ist, dann habt ihr ganz sicher ein anderes Spiel gespielt.

Atti

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Helby
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Re: [RF] Pantheon

Beitragvon Helby » 17. Mai 2011, 12:02

Attila schrieb:
> > 45 Minuten zu zweit ist vertretbar und das Glück war bei uns
> > (jedenfalls nicht fühlbar) ausschlaggebend für den Sieg.
>
> Also, wenn das wirklich so ist, dann habt ihr ganz sicher ein
> anderes Spiel gespielt.

Wo ist in meiner Aussage das Problem, die Zeit oder das Glück?

Erst gestern wieder ganz knapp mit 101 zu 99 gewonnen, war wieder aüßerst spannend.
Meine Freundin von Anfang an auf Säulen gegangen, ich wollte auf Halbgötter gehen, aber da sie die erste Runde zu schnell beendete habe ich keine bekommen und bin dann auf Götter umgeschwenkt mit einigen Säulen auf dem Spielbrett, welche ich bei ihrer Bewegungsaktion öfter schön nebenbei mitsetzte.

Insgesamt habe ich darauf geachtet, dass sie pro Runde max. 1 Gott abbekommt und ich 2 und dazu so gespielt, dass ich die 3 Rundenendepunkte bekomme (ja das ist alles möglich in diesem Spiel).

Gegen Ende des Spiels war sie durch ihre Säulenstrategie so eingeschränkt, dass sie keine punkteträchtigen Aktionen mehr durchführen konnte, weil alle Säulen verbaut und sie den Punkt auf Opfer zu gehen um mehr und bessere Götter zu bekommen etwas verpasst hat.
Und ich konnte gerade gegen Ende die Götter fast nur durch meine Opferplättchen nehmen, so dass die letzten beiden Runden schnelle Durchläufer waren.

Wie schon geschrieben jedenfalls zu zweit ein Kracher und es freut mich zu lesen, dass es bei einigen auch mit mehr als 2 Spielern sehr gut ankommt.

Helby

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Tom Hilgert
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Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Tom Hilgert » 17. Mai 2011, 12:19

Chris schrieb:
> Das fing schon mit der Verteilung der "Startvorteile"
> an. Ein Spieler bekommt einen Halbgott (1 Punkt), der
> andere eine Säule und einen Fuß mehr.

Wenn man es mit der Variante spielt, hat man dieses Problem nicht und es gibt auch keinen wie auch immer gearteten Startspielervorteil.

> Es endet bei Beuteplättchen in den letzten
> Runden die auch mal an die 15 Siegpunkte bringen können oder
> eben nur einen Fuß mehr (wobei dann die Reihenfolge
> entscheidet - auf die ich keinen Einfluß habe - was ich mir noch holen kann).

Wenn DU in der Runde zuvor die Runde beendest , wirst Du immer der letzte in der naechsten Runde sein, ABER wenn es derjenige ist , der eine Bewegungsrunde gestartet hat (Fußspieler) und das letzte Plaettchen wird genommen, dann ist es eben der Fußspieler der die 3 Punkte bekommt und aber in der naechsten Runde der letzte ist (ein Satz den, man leider in der Regel schnell überliest). Somit hat man schon ein mehr Einfluß auf die Reihenfolge

> Nochmal erwähnen möchte ich die Runden, bei denen ich
> überhaupt keine Aktion auswählen konnte, weil ich durch
> Abräumen aller Beuteplättchen nicht an die Reihe kam.

das kann passieren, aber dann solltest Du mit den Göttern spielen und nicht noch als 3. oder 4. Spieler auch auf die "Säulenstrategie" gehen.

>Lustig, wenn man dann noch 7 oder mehr Karten auf der >Hand hat und auf 7 Karten "ergänzt" wird - durch das >zufällig gezogene Volk.

Diese Möglichkeit muss nur vom Regelerkärer erwähnt werden und dann wirst Du feststellen: Es pokert keiner darauf ,dass er seine Kartenhand halbiert

Ich kenne spontan kein Spiel, bei dem ich - ohne mein
> eigenes Verschulden und Zutun - eine Runde komplett zum
> Zuschauen verurteilt werden kann.
>

Ich finde es immer lustig, dass bei Pantheon immer mit Glück argumentiert wird. Ich weiss aus einigen Partien mittlerweile und von vielen anderen Spielern: Man muss es einmal gespielt haben, dass man weiss, was einen erwartet und dann kann man das "Glück" in ein Korsett zwingen, so dass meine Taktik aufgeht und und nicht wie das Spiel will.

Einfach nochmal spielen und dann sich ein Urteil bilden.

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Chris
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Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Chris » 17. Mai 2011, 14:07

Tom Hilgert schrieb:
>
> Chris schrieb:
> > Das fing schon mit der Verteilung der "Startvorteile"
> > an. Ein Spieler bekommt einen Halbgott (1 Punkt), der
> > andere eine Säule und einen Fuß mehr.
>
> Wenn man es mit der Variante spielt, hat man dieses Problem
> nicht und es gibt auch keinen wie auch immer gearteten
> Startspielervorteil.

Stimmt, das Problem taucht nicht auf. Aber wählt da jemand freiwillig den Halbgottbonus? Wieso gibt es dieses Bonusplättchen? Ob es einen Startspielervorteil gibt, kann ich nicht beurteilen.

> > Es endet bei Beuteplättchen in den letzten
> > Runden die auch mal an die 15 Siegpunkte bringen können oder
> > eben nur einen Fuß mehr (wobei dann die Reihenfolge
> > entscheidet - auf die ich keinen Einfluß habe - was ich mir
> noch holen kann).
>
> Wenn DU in der Runde zuvor die Runde beendest , wirst Du
> immer der letzte in der naechsten Runde sein, ABER wenn es
> derjenige ist , der eine Bewegungsrunde gestartet hat
> (Fußspieler) und das letzte Plaettchen wird genommen, dann
> ist es eben der Fußspieler der die 3 Punkte bekommt und aber
> in der naechsten Runde der letzte ist (ein Satz den, man
> leider in der Regel schnell überliest). Somit hat man schon
> ein mehr Einfluß auf die Reihenfolge

Das haben wir schon richtig gespielt. Aber wenn der Spieler nach mir die Runde beendet und ich zwei Säulenspieler vor mir habe komme ich in der neuen Runde trotzdem nicht mehr an die Reihe. Auch wenn ich danach der erste bin, hatte ich eine Runde ohne eigene Aktion. Das finde ich unbefriedigend.

> > Nochmal erwähnen möchte ich die Runden, bei denen ich
> > überhaupt keine Aktion auswählen konnte, weil ich durch
> > Abräumen aller Beuteplättchen nicht an die Reihe kam.
>
> das kann passieren, aber dann solltest Du mit den Göttern
> spielen und nicht noch als 3. oder 4. Spieler auch auf die
> "Säulenstrategie" gehen.

Es sollte aber nicht passieren. Vor allem, weil ich doch keine Schuld daran trage. Die vor mir bestimmen, was mit mir passiert. kann ja durchaus sein, dass ich mal die Möglichkeit habe mich zu revanchieren. Aber mehr als einen Gott pro Runde kann ich doch gegen Ende nicht kaufen, oder?

> >Lustig, wenn man dann noch 7 oder mehr Karten auf der >Hand
> hat und auf 7 Karten "ergänzt" wird - durch das >zufällig
> gezogene Volk.
>
> Diese Möglichkeit muss nur vom Regelerkärer erwähnt werden
> und dann wirst Du feststellen: Es pokert keiner darauf ,dass
> er seine Kartenhand halbiert

Stimmt. Wir hatten aber auch Runden, bei denen Spieler ihre Karten loswerden wollten und dann ihren Gott weggeschnappt bekamen und plötzlich auf den Karten sitzen blieben. Wenn dann die Runde zuende ist...
Wieso erfährt man nicht schon vorher, welches Volk als nächstes kommt? Vermutlich zu grüblerisch?
Klar, mit mehr Erfahrung "riskiert" man weniger. Aber solche Begebenheiten machen nicht gerade Lust darauf, diese Erfahrung zu sammeln.

> Ich kenne spontan kein Spiel, bei dem ich - ohne mein
> > eigenes Verschulden und Zutun - eine Runde komplett zum
> > Zuschauen verurteilt werden kann.
> >
>
> Ich finde es immer lustig, dass bei Pantheon immer mit Glück
> argumentiert wird. Ich weiss aus einigen Partien mittlerweile
> und von vielen anderen Spielern: Man muss es einmal gespielt
> haben, dass man weiss, was einen erwartet und dann kann man
> das "Glück" in ein Korsett zwingen, so dass meine Taktik
> aufgeht und und nicht wie das Spiel will.

Ich bezweifle, dass sich das Glück hier in ein Korsett zwingen lässt. Sicher kann man Schicksalsschläge etwas besser abfedern. Aber wie soll ich die beliebig zufälligen Beuteplättchen dazu bringen passend zu sein - hier währen doch unterschiedliche Plättchenvorrate für verschiedene Spielphasen sinnvoll. In den letzten Runden geht der Wert der Plättchen doch deutlich auseinander, oder?

> Einfach nochmal spielen und dann sich ein Urteil bilden.

Eher nicht. Ich habe mich wirklich über das Spiel geärgert und das kommt selten vor (zuletzt bei Tempus).

Aber trotzdem vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich glaube auch, dass mit zunehmender Erfahrung einige Probleme nicht mehr auftreten oder so stark in's Gewicht fallen.
Ich glaube aber auch, dass es möglich gewesen wäre auf diese "Hürde" zu verzichten und wunderer mich, warum das nicht geschehen ist.

Grüße,

Chris

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peer

Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon peer » 17. Mai 2011, 14:15

Hi,
Chris schrieb:

> Das haben wir schon richtig gespielt. Aber wenn der Spieler
> nach mir die Runde beendet und ich zwei Säulenspieler vor mir
> habe komme ich in der neuen Runde trotzdem nicht mehr an die
> Reihe. Auch wenn ich danach der erste bin, hatte ich eine
> Runde ohne eigene Aktion. Das finde ich unbefriedigend.

Andererseits sind in den späteren Runden ja auch mehr Punkte zu holen. So unbefriedigend es auch vielleicht sein mag - Spielentscheident ist was anderes (dazu später mehr).


> Ich bezweifle, dass sich das Glück hier in ein Korsett
> zwingen lässt. Sicher kann man Schicksalsschläge etwas besser
> abfedern. Aber wie soll ich die beliebig zufälligen
> Beuteplättchen dazu bringen passend zu sein - hier währen
> doch unterschiedliche Plättchenvorrate für verschiedene
> Spielphasen sinnvoll. In den letzten Runden geht der Wert der
> Plättchen doch deutlich auseinander, oder?

Ich glaube es geht tatsächlich sehr viel darum, wie man die Ausgangslage lesen kann. In meiner ersten Partie spielte ich mit einem anderen, dessen erste Partie es war und mit jemanden, der es zum achten (ode neunten?) Mal gespielt hat. Der hat dann mit fast 2 Umrundungen gewonnen. Das hat mich doch soweit überzeugt, dass man ne Menge machen kann.
Das Problem ist imho weniger das Glück sondern der Schmetterlingseffekt: Kleine Unterschiede können gegen Ende enorme Wirkungen haben. Das war auch schon bei St.Petersburg so, aber da sind die kleinen Effekte eher berechenbar. Daher wohl die Polarisierungen.

> Aber trotzdem vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich
> glaube auch, dass mit zunehmender Erfahrung einige Probleme
> nicht mehr auftreten oder so stark in's Gewicht fallen.
> Ich glaube aber auch, dass es möglich gewesen wäre auf diese
> "Hürde" zu verzichten und wunderer mich, warum das nicht
> geschehen ist.

Es scheint ja schon so zu sein, die Pantheon mögen. Einer meiner Freunde meinte gar, er findet es erst zu viert so richtig gut. Insofern polarisiert es eben. Und in der momentanen Spieleszene ist es vielleicht besser wenn man polarisiert als im Mittelfeld mitschwimmt. Autor und Verlag haben mit dem Spiel durchaus etwas Neues gewagt und das finde ich durchaus in Ordnung.
Ich habe meine Meinung noch nicht gebildet...

ciao
peer

Thygra
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Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Thygra » 17. Mai 2011, 15:09

Chris schrieb:
> Stimmt, das Problem taucht nicht auf. Aber wählt da jemand
> freiwillig den Halbgottbonus? Wieso gibt es dieses
> Bonusplättchen? Ob es einen Startspielervorteil gibt, kann
> ich nicht beurteilen.

Natürlich gibt es den. Der Startspieler ist durchschnittlich öfter am Zug. Im Spiel zu zweit hat er z. B. zu 50% einen Zug mehr als sein Gegner.

Thygra
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Beiträge: 3159

Re: [RF] Pantheon

Beitragvon Thygra » 17. Mai 2011, 15:11

Attila schrieb:
> Also, wenn das wirklich so ist, dann habt ihr ganz sicher ein
> anderes Spiel gespielt.

Hast du es denn schon mal zu zweit gespielt?

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Dietrich
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Re: [RF] Pantheon

Beitragvon Dietrich » 17. Mai 2011, 15:27

Moin,

Thygra schrieb:
> Hast du es denn schon mal zu zweit gespielt?

Wieso, ist es denn als Spiel konzipiert, das sich nur zu zweit spielen lässt?
Bei meinem Exemplar steht [i]'für 2-4 gewitzte Strategen'[/i] drauf ... Demnach ist eine Spielbarkeit zu zweit kein echtes Kriterium für die Güte des Spiels.

Apropos, wieso [i]Strategen[/i]? Man kann es höchstens als ein Taktikspiel bezeichnen, oder?

Schade, als Fan von [i]Sankt Petersburg[/i] und vor allem von [i]Stone Age[/i] hatte ich mir von [i]Pantheon[/i] wesentlich mehr versprochen.

Gruß, Dietrich

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Helby
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Re: [RF] Pantheon

Beitragvon Helby » 17. Mai 2011, 15:59

Dietrich schrieb:
> Thygra schrieb:
> > Hast du es denn schon mal zu zweit gespielt?
>
> Wieso, ist es denn als Spiel konzipiert, das sich nur zu
> zweit spielen lässt?

Thygras Frage beruht auf Attilas Aussage welche auf meinen Beitrag beruht und ist keine Spielerzahlaussage gewesen.

Helby

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Helby
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Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Helby » 17. Mai 2011, 16:11

Thygra schrieb:
>
> Chris schrieb:
> > Stimmt, das Problem taucht nicht auf. Aber wählt da jemand
> > freiwillig den Halbgottbonus? Wieso gibt es dieses
> > Bonusplättchen? Ob es einen Startspielervorteil gibt, kann
> > ich nicht beurteilen.
>
> Natürlich gibt es den. Der Startspieler ist durchschnittlich
> öfter am Zug. Im Spiel zu zweit hat er z. B. zu 50% einen Zug
> mehr als sein Gegner.

Eigentlich wechseln sich ja die Spieler ab, wenn einer dicht macht ist in der nächsten Runde der Mitspieler Startspieler, so sind beide theoretisch gleich oft Startspieler und haben deren Vorteile, so dass sich der Startspielervorteil im Laufe des Spiels ausgleicht.

Zu zweit hat man ja auch, wenn man die Variante spielt (was wir nur so spielen) bei den Anfangsplättchen eine sehr starke Auswahl zur Verfügung.
So sehe ich eigentlich überhaupt garkeinen Startspielervorteil im Spiel zu zweit.

Helby

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Bernd Eisen
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Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Bernd Eisen » 17. Mai 2011, 19:11

Hallo!

Ich spiele Pantheon zu viert und finde es ausgesprochen klasse!

Sicher, die allgemeine Schelte, was die Ungerechtigkeit angeht ist zum Teil berechtigt (ich selbst hatte in einer Partie als Startplättchen einen Gott und zug den +2 Geldgott = Spiel gewonnen), aber und nun komme ich zur Spieldauer: wie kann man für Pantheon 90 Minuten brauchen (außer man spielt es zum ersten mal und mit Neulingen)?
Selbst zu viert fluppt das Spiel in maximal 60 Minuten durch, wenn es jeder schonmal gespielt hat.

Man muss sich eben vom absolut durchplanbaren Spiel verabschieden und öffnen - sich der Situation anpassen und das Beste daraus machen.
Ich kann mich nicht an den Tisch setzen und sagen: so, jetzt spiele ich auf Säulen. Genausowenig kann ich mich bei Puerto Rico hinsetzen und sagen: so, jetzt spiele ich auf viel Mais verschiffen, wenn ich mit Indigo starte und rundenlang keinen Mais bekomme.

Seien wir ehrlich: ein Spiel das Polarisiert ist auf jeden Fall besser als das hundertste ganz gute Spiel

Grüße
Bernd

www.irongames.de

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Chris
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Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Chris » 17. Mai 2011, 19:25

Interessante Idee mit dem Schmetterlingseffekt. Aber ist es wirklich möglich, durch gutes Spiel ungünstiges Schicksal auszugleichen? Wenn in der letzten Runde zwei Spieler ein Beuteplättchen bekommen, bei dem man die oberste Gottheit zieht kann doch das Ergebnis sehr unterschiedlich sein. Der eine bekommt Plaesiris und zieht zwei Halbgötter und macht 12 zusätzliche Punkte (insgesamt 18 Punkte), der andere zieht einen Gott wie Taksator und freut sich riesig über die tolle Geldkarte (6 Siegpunkte). Schön, wenn der dritte Spieler nichtmal mehr das bekommt, sondern nur einen läppischen Fuß vor sich ablegen kann.
Klar klingt das nach konstruiertem Beispiel, aber so (ähnlich) lief es nunmal bei unserer Partie. Da konnte sich dann nicht mal der Sieger so richtig über seinen Sieg freuen.

Glück gehört zum Spiel dazu und Schach ist bestimmt nicht mein Fall, aber bei Pantheon wirkt das Schicksal besonders ungerecht. Wenn ich mir überlege, wie bei anderen Spielen, die ich als deutlich gerechter empfinde, auf harmlosen Glückselementen rumgeritten wird, wundere ich mich über den Rückhalt für Pantheon. Über die thematische Einbindung hat übrigens noch keiner ein Wort verloren (dafür über das Cover ;)).

Mir ist klar, dass viele Spiele mit der Erfahrung gewinnen. Aber wieso macht es Pantheon einem so schwer?

Grüße,

Chris

PS: Es ist übrigens schön, mal wieder eine Diskussion ohne ausufernde Polemik und beleidigte Leberwürste führen zu können. Vielen Dank für eure Mühe!

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peer

Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon peer » 17. Mai 2011, 20:28

Hi,
Chris schrieb:
>
> Interessante Idee mit dem Schmetterlingseffekt. Aber ist es
> wirklich möglich, durch gutes Spiel ungünstiges Schicksal
> auszugleichen? Wenn in der letzten Runde zwei Spieler ein
> Beuteplättchen bekommen, bei dem man die oberste Gottheit
> zieht kann doch das Ergebnis sehr unterschiedlich sein. Der
> eine bekommt Plaesiris und zieht zwei Halbgötter und macht 12
> zusätzliche Punkte (insgesamt 18 Punkte), der andere zieht
> einen Gott wie Taksator und freut sich riesig über die tolle
> Geldkarte (6 Siegpunkte). Schön, wenn der dritte Spieler
> nichtmal mehr das bekommt, sondern nur einen läppischen Fuß
> vor sich ablegen kann.

Ich würde dagegenhalten: a) hat der erste Spieler ja schon dafür gesorgt, dass er zum richtigen Zeitpunkt genug Füße setzen kann und b) hätte der dritte Spieler ja auch Götter nehmen können (und da kristallisiert sich irgendwann heraus was noch drin sein kann.
Ich glaube der Frustfraktor erklärt sich darüber, dass es a) eher taktisch als strategisch ist und b) sich eine überlegende Taktik nicht sichtbar auszahlt - man kann mehr Aktionen machen, mehr nehmen, mehr setzen, aber das wird nicht so sehr als Leistung wahrgenommen. Die Siegpunkte erscheinen Zufllig, obgleich sie durch taktisches "Groundwork" zustande kamen - zumindest gegen Ende, wenn die Enten fetter werden.
Aber wie groß das Ratio Glück vs Können ist, vermag ich wirklich noch nicht abzuschätzen. Wie gesagt, nach meinen Beobachtungen werden Neulinge ziemlich niedergemacht...


>
> Glück gehört zum Spiel dazu und Schach ist bestimmt nicht
> mein Fall, aber bei Pantheon wirkt das Schicksal besonders
> ungerecht. Wenn ich mir überlege, wie bei anderen Spielen,
> die ich als deutlich gerechter empfinde, auf harmlosen
> Glückselementen rumgeritten wird, wundere ich mich über den
> Rückhalt für Pantheon.

Naja, es ist auch eine Frage der Erwartungshaltung: Man darf eben kein strategisches Spiel erwarten. Deswegen sprach Bernd auch die Spieldauer an: Spielt man Pantheon aus dem Bauch heraus gehts nicht nur schneller, es ist auch angemessen. Denn es ist letztlich eben kein Strategiespiel. Wenn man sowas erwartet (eben vielleicht wegen der thematischen Einbidnung) wird man natürlich enttäuscht.

ciao
peer

Thygra
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Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Thygra » 17. Mai 2011, 20:31

Helby schrieb:
> Eigentlich wechseln sich ja die Spieler ab, wenn einer dicht
> macht ist in der nächsten Runde der Mitspieler Startspieler,
> so sind beide theoretisch gleich oft Startspieler und haben
> deren Vorteile, so dass sich der Startspielervorteil im Laufe
> des Spiels ausgleicht.

Nein, das ist falsch. Vielleicht habe ich mich auch unklar ausgedrückt: Der allererste Startspieler des Spiels wird zu 50% einen Zug mehr als sein Gegner haben. Grund: Entweder sein Gegner macht den letzten Zug des Spiels, dann waren beide gleich oft dran. Oder er selbst macht den letzten Zug des Spiels, dann war er einmal öfter dran.


> Zu zweit hat man ja auch, wenn man die Variante spielt (was
> wir nur so spielen) bei den Anfangsplättchen eine sehr starke
> Auswahl zur Verfügung.
> So sehe ich eigentlich überhaupt garkeinen
> Startspielervorteil im Spiel zu zweit.

Es ging ja auch ursprünglich um die Frage, ob es ohne die Variante einen Startspielervorteil gibt. ;-)

Thygra
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Re: [RF] Pantheon

Beitragvon Thygra » 17. Mai 2011, 20:34

Dietrich schrieb:
> Wieso, ist es denn als Spiel konzipiert, das sich nur zu
> zweit spielen lässt?

Beiträge bitte im Zusammenhang lesen, danke! ;-)

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Helby
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Re: Polarisiert Pantheon überhaupt?

Beitragvon Helby » 17. Mai 2011, 20:51

Thygra schrieb:
> Es ging ja auch ursprünglich um die Frage, ob es ohne die
> Variante einen Startspielervorteil gibt. ;-)

Upps, da ist mir wohl ein Satz durch die Lappen gegangen, so hast Du natürlich 100% Recht.

Helby

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Roman

Re: [RF] Pantheon

Beitragvon Roman » 18. Mai 2011, 00:50

Hi Dieter,

nascar8 schrieb:

> Ich glaube, der Brunnhofer ist ein alter (junggebliebener)
> Schelm, der sich über die ganzen Beiträgen zu seinem Werk
> echt ins Fäustchen lacht.

Das war doch spätestens seit Sankt Petersburg klar :) Die ganze Sache ist eine herrliche Provokation, um mal wieder ein bissl Leben in die Bude zu bringen. Sieht man von Pantheon ab, ist sie sogar gelungen: Bernd hat gezeigt, wie leicht man mit entsprechender Erfahrung in einer Redaktion auf Spieleautoren verzichten kann. Schade nur, dass er drei Anläufe brauchte, bis es jemand mitgenommen hat, denn die anderen beiden waren so gut, dass sich keiner darum gekümmert hat. Nicht mal die SAZ.

Gute Redaktionen brauchen keine Autoren - außer für Ausnahmefälle. Das ist die These, die hier im Raum steht. Diese Provokation finde ich persönlich sehr gelungen ;-)

Ciao,
Roman

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Reyk

Re: [RF] Pantheon

Beitragvon Reyk » 18. Mai 2011, 12:58

nascar8 schrieb:
> Ich glaube, der Brunnhofer ist ein alter (junggebliebener)
> Schelm, der sich über die ganzen Beiträgen zu seinem Werk
> echt ins Fäustchen lacht.

Das könnte es ziemlich genau treffen ;-)

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Chris
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Re: [RF] Pantheon

Beitragvon Chris » 19. Mai 2011, 19:05

Roman schrieb:

> Gute Redaktionen brauchen keine Autoren - außer für
> Ausnahmefälle. Das ist die These, die hier im Raum steht.
> Diese Provokation finde ich persönlich sehr gelungen ;-)
>

Tja, oder die These, dass es doch sinnvoll ist, wenn Autoren und Redaktion verschiedene Personen sind. Es wird dann bestimmt kritischer mit einem Produkt umgegangen wenn zwei Seiten beteiligt sind, oder?

Grüße,

Chris (der schon fast wieder so weit ist Pantheon doch nochmal zu spielen!)


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