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[RF] Polis: Prestige im Kampf abgeben, wenn man keines mehr hat?

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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[RF] Polis: Prestige im Kampf abgeben, wenn man keines mehr hat?

Beitragvon ravn » 24. Oktober 2012, 11:44

Hallo,

was passiert im Spiel "Polis", wenn ich im Kampf Prestige abgeben muss, aber eben keines mehr besitze?

Zum Beispiel weil ich alles in meinem Zug ausgegeben habe, dann ein Kampf folgt und ich nur noch zwei Karten habe und die Karte "-1" somit spielen muss, was mich ein Prestige kostet. Oder dürfte ich die sogar freiwillig spielen, auch wenn ich das Prestige nicht abgeben kann?

Oder wenn ich gerne im oder vor dem Kampf fliehen möchte und somit auch 1 Prestige (an den Mitspieler) verlieren würde, obwohl ich keines mehr habe.

Cu / Ralf

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Re: [RF] Polis: Prestige im Kampf abgeben, wenn man keines mehr hat?

Beitragvon Dumon » 25. Oktober 2012, 07:29

Dasist eine wirklich interessante Frage. Und eine, auf die ich (noch) keine Antwort habe. Werde es mal an den Autor weiterleiten, und melde mich, sobald ich was hab...
;)

Grütze,
Dumon

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Re: [RF] Polis: Prestige im Kampf abgeben, wenn man keines mehr hat?

Beitragvon Dumon » 25. Oktober 2012, 10:02

Habe grade Antwort vom Designer erhalten - anscheinend bist Du nicht der Einzige, dem diese Situation unterkam. Oder Du hast sie auch in einem spanischen Forum gestellt...
;)

Also, hier die offizielle Antwort:

Hat ein Spieler kein Prestige, so kann er sich nicht zurückziehen!

Die Karte "Ruf der Salpinx" (Salpinx Call) kann vom Angreifer nicht gespielt werden, wenn kein Prestige vorhanden ist. Als Verteidiger kostet sie allerdings kein Prestige, und kann somit ohne Probleme gespielt werden.

Sollte der seltene Fall eintreten, dass der Angreifer nur noch zwei Karten hat, und daher die Karte "Ruf der Salpinx" spielen MUSS, so muss er hoffen, durch die andere ausgespielte Karte den nötigen Prestige-Punkt zu bekommen.
Ist dies nicht der Fall, und er würde durch die Kampfrunde auf -1 Prestige kommen, so verliert er augenblicklich das Spiel.

Somit ist dies eine vierte Möglichkeit, das Spiel zu beenden. Fran, der Autor, fand, dass es durchaus gerechtfertigt sei, dass ein Spieler durch diese Situation das Spiel verlieren könne, da es auf schlechte Spieltaktik zurückzuführen sei...
;)

Grütze,
Dumon

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Re: [RF] Polis: Prestige im Kampf abgeben, wenn man keines mehr hat?

Beitragvon ravn » 25. Oktober 2012, 10:55

Danke für die Infos.

Heisst also umso mehr, ab Runde 4 nicht immer alles Prestige bis zum Rundenende auszugeben, um nicht in diese Falle zu tappen, wenn man in einen Kampf gezwungen wird oder den selbst risikiert.

Cu / Ralf

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Re: [RF] Polis: Prestige im Kampf abgeben, wenn man keines mehr hat?

Beitragvon Dumon » 25. Oktober 2012, 11:15

Ganz ehrlich...
...in Runde 4 solltest Du niemals in die Situation kommen!!! Wenn Du in Runde 4 irgendwann all Dein Prestige ausgegeben hast, dann hat der Gegner leichtes Spiel mit Dir - auch dann, wenn er Dich nicht zum Kampf zwingt...

...denn die einzige Möglichkeit, dann noch an Prestige zu kommen, ist das Glück im Kampf, oder Bürgerkrieg. Und es sollte dem Gegenspieler durchaus möglich sein, beides so einzuschränken, dass Du kaum noch Chancen hast, wieder an welches zu kommen...

...obwohl in dem Fall natürlich das Vernichten von Einheiten (i.e. der Kampf) eine sehr elegante Lösung des Gegners wäre, denn dann müsstest Du ja wieder neue Einheiten ausheben, was Deine Bevölkerung verringert, und Dir dadurch ggf. weniger Chancen auf Megalopoleis lässt, und eben auch weniger Siegpunkte insgesamt.

Eine solche Situation sollte eigentlich ab der 3. Runde nicht mehr eintreten...
;)

Grütze,
Dumon

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Re: Polis: Prestige-Punkte sind Aktions-Potentiale

Beitragvon ravn » 25. Oktober 2012, 11:54

Dumon schrieb:

> Ganz ehrlich...
> ...in Runde 4 solltest Du niemals in die Situation kommen!!!

[...]

> Eine solche Situation sollte eigentlich ab der 3. Runde nicht
> mehr eintreten...
> ;)

Nach der ersten Partie, die ich gerne als Lern-Erfahrung verbuche, weiss ich jetzt, wie wichtig die Balance zwischen dem Ausgeben von Prestige-Punkten und deren Zugewinn ist. Im Kern sind das eigentlich "Aktions-Potentiale", die man hier ausgibt und die man bei oder in Folge von bestimmten Aktionen wieder oder besser noch in grösserer Menge zurück bekommen kann.

Eigentlich muss man sich bei jeder Aktion fragen, ob die einem kurz- oder langfristig wieder Prestige einbringen kann. Und wenn nicht, ob die stattdessen Weizen bringt, damit die Bevölkerung versorgt ist und darüber hinaus noch wachsen kann. Wenn man beide Fragen für sich verneint, sollte es schon wirklich gute taktisch-strategische Gründe geben, die Aktion zu machen - noch mehr, wenn man dadurch Prestige erst einmal ausgibt.

Dadurch, dass einige Aktionen grundsätzlich 1 Prestige kosten, egal wie intensiv man die dann nutzt (1 oder X Hobliten ausheben an einem Ort kostet nebem dem Eisen pro Hoblit trotzdem nur ein Prestige), kann man schnell denken, ok, dann mache ich eben das maximal Mögliche in der Situation, damit der Prestige-Punkt möglichst effektiv ausgegeben ist. Blöd nur, dass dann all zu oft die verbrauchte Bevölkerung oder die Ressourcen an anderer Stelle dann fehlen.

Mit altbekannten Landnahme- und Masse-ist-alles-Strategien kommt man bei Polis nicht wirklich weit. Zumindest bin ich in meiner Erstpartie damit untergegangen.

Richtig verstanden?

Cu / Ralf

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Re: Polis: Prestige-Punkte sind Aktions-Potentiale

Beitragvon Dumon » 25. Oktober 2012, 13:46

Ich bin selbst auch noch im Lernprozess, habe gerade mal 4,5 Partien hinter mir. Allerdings ist das, was Du grade oben genannt hast, genau das, was ich allen Leuten gesagt habe, die sich auf der SPIEL von mir die Regeln zumindest grob erklären ließen:

Jede Aktion muss einen Vorteil beinhalten. Machst Du die Aktion nur, weil Du derzeit nichts anderes machen zu können glaubst, Dir nichts besseres einfällt, oder weil sie "okay" ist - mach was anderes! Wenn eine Aktion sich nicht lohnt, dann ist sie unnötig, und spielt womöglich als verschwendetes Potential noch dem Gegner in die Hände!

Im Prinzip hast Du es schon richtig verstanden. Aber...
...das Problem ist der Mitspieler. Denn auf seine Handlungen muss man ebenfalls reagieren. Fängt er also an, wie ein Irrer Einheiten auszuheben, dann muss man wohl ein wenig nachsteuern, da er sonst recht fix die Oberhand gewinnen kann. Genauso ist es eine sehr schlechte Idee, zu früh zu passen, denn das kann dem Gegner einen unaufholbaren Vorteil verschaffen...

Polis ist, alles in allem, ein Balanceakt zwischen "was kann ich", "was will ich", "was bringt es mir" und "was muss ich, weil der Gegner x oder y macht". Das hilft natürlich nicht als Einstiegstipp, aber das macht auch gleichzeitig den Wiederspielreiz und die Variantenvielfalt aus...

Grütze,
Dumon


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