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La Citta: Fein, fein!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Gerald Rüscher

La Citta: Fein, fein!

Beitragvon Gerald Rüscher » 22. April 2000, 19:17

Nachdem sich ja schon so einige positiv zu La Citta geäußert haben, möchte ich dem noch ein weiteres Lob hinzufügen:
La Citta ist endlich mal wieder ein Spiel, das ein Thema stimmig umsetzt. Man hat ja oft bei Spielen das Gefühl, dass einem abstrakten Spielmechanismus mit Müh und Not ein Thema aufgedrückt wird (passiert recht häufig z.B. bei Spielen von Reiner Knizia). La Citta is da wirklich anders. Thema, Spiel und Material passend wirklich hervorragend zusammen, vor allem kleinen Bürgerfiguren sind allerliebst und man hat wirklich das Gefühl, Oberhaupt einer kleinen Provinz zu sein.
Was mir auch gut gefallen hat: es spielt sich so ein bisschen wie Civilization: man balanciert dauernd hin und her, um sein kleines Städtereich am Leben zu halten und wie Mario schon zutreffend schrieb, hat man nie genug Aktionen um alles wirklich zur Zufriedenheit zu regeln. Sehr schön!
Für mich eines der echten Highlights dieses Jahrgangs (natürlich nach Torres :-)
Gruß & nice dice,
Jerry

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Achim Zänkert
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re: La Citta: Fein, fein!

Beitragvon Achim Zänkert » 22. April 2000, 19:42

Diesen Ausführungen kann man uneingeschränkt zustimmen. La citta ist sicher eines der, wenn nicht das Spielehighlight 2000.
Sollte Klaus Teuber Konkurrenz bekommen?

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Markus Caspari

re: La Citta: Fein, fein!

Beitragvon Markus Caspari » 24. April 2000, 13:43

Achim: Schau Dir mal genau an wer an dem Spiel mitgewirkt hat.

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Achim Zänkert
Brettspieler
Beiträge: 64

re: La Citta: Fein, fein!

Beitragvon Achim Zänkert » 24. April 2000, 19:06

Markus: Danke für den Hinweis; vielleicht kannst Du mir auch gleich erklären, wie weit "redaktionelle Bearbeitung" geht.
Tschüß Achim

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Michael Maschke

re: La Citta: Fein, fein!?

Beitragvon Michael Maschke » 25. April 2000, 13:34

Hi,
ich bin mir nach (nur) einer gespielten Partie mit meinem Urteil noch nicht ganz so sicher.
Wir haben gleich mit der variablen Startaufstellung gespielt, weil das (siehe Siedler) normalerweise mehr Spaß macht. Dummerweise ergab sich so eine Getreidefelder Kombination von einem 2er und einem 3er Feld und der Mitspieler, der hier eine seiner Städte baute konnte mit jedem Bauernhof 5 Getreide einheimsen, was ihm unserer Einschätzung nach mit deutlichem Abstand den Sieg brachte. Vielleicht lags aber auch nicht nur daran. Es gilt auf jeden Fall bei einer zweiten Partie mehr auf die MitspielerInnen Acht zu geben, obwohl wir den Eindruck hatten, daß man bei einmal Führenden nur ab einem bestimmten Vorsprung kaum noch was machen kann wenn einem z.B. dauernd die Bürger ausgehen weil man entweder zu wenig Getreide hat oder ständig Leute durch Abwanderung verliert. Wir haben übrigens zu dritt gespielt...
Lohnt sich eigentlich der Bau neuer Städte (außer vielleicht ganz am Anfang) überhaupt. Schließlich gibts nur 6 Runden und Ressourcen sind genauso knapp wie der Platz auf dem Plan?!
Insgesamt hatte ich ein wenig das gleiche Spielgefühl wie bei Giganten: Tolles Material, gute Idee, alles durchdacht, aber irgendwie will der Funke nicht so recht auf die SpielerInnen überspringen.
Nun ja, wie gesagt, ich habs erst einmal gespielt und das sind alles nur so allererste Gedanken zu La Cittá...
Ci@o, Michael

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Gerald Rüscher

re: La Citta: Fein, fein!?

Beitragvon Gerald Rüscher » 25. April 2000, 15:23

Zum "Standortvorteil" bei üppigen Bauernhöfen:
An so einem Ort zu siedeln (ups, will sagen einen Stadt zu errichten) ist sicher ein Vorteil. Ein wenig wird dies aber durch die Siedler-mäßige Einsetzregel ausgeglichen.
Der Bau neuer Städte lohnt sich nach meiner Einschätzung vor allem gegen Ende. Immerhin bekommt man mit einer neuen Stadt 4 Bürger geschenkt, also 4 Siegpunkte. Die Startstädte sollten zu diesem Zeitpunkt schon ausgereizt sein.
Gruß & nice dice,
Jerry

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Michael Maschke

re: Bau von neuen Städten

Beitragvon Michael Maschke » 26. April 2000, 00:21

Hi,
hmmm, so ganz umsonst ist der Bau neuer Städte nicht. Es gibt drei Bürger gratis und den vierten muß man von einer eigenen Stadt abzwacken.
Gerade am Ende ist hier doch aber jeder Bürger wichtig um bei Abwanderung nicht immer gleich ein Gebäude zu verlieren oder um überhaupt neue Gebäude errichten zu können, um so die ständige abwanderung zu einer besseren Nachbarstadt zu vermeiden. Gerade wegen letzterem hatte ich eher den Eindruck, daß drei Städte fast schon zuviel sind, um noch auf Bedrohungen durch Nachbarn reagieren zu können, oder!?
Ci@o, Michael

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Ulrich Schumacher

re: Bau von neuen Städten

Beitragvon Ulrich Schumacher » 26. April 2000, 06:44

Hallo!
Beim Bau einer neuen Stadt gibt es doch nur zwei Bürger gratis und dazu wird einer aus einer eigenen anderen Stadt gestellt, oder? (Habe gerade die Regeln nicht zur Hand)
Am Schluß noch Städte zu bauen ist wegen der Ernährungsfrage ziemlich schwierig. Es sei denn die vorhandenen Städte sind ohnehin schon unterernährt (wie mir dummerweise passiert ist) und noch ein paar Bürger mehr sollen die saftige Endstrafe etwas abmildern. Außerdem können geschickt gesetzte Städte einem Gegenspieler genau eine solche Endstrafe noch einbringen, indem seinen gutausgebauten Städten noch ein Bürger zuviel zugeschustert wird. Aber auch das will gut überlegt sein.
Grüße
Uli

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Achim Zänkert
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re: La Citta: Fein, fein!?

Beitragvon Achim Zänkert » 26. April 2000, 12:14

Hi Michael,
entdecke die Möglichkeiten! Wenn es jemandem gelungen ist, diesen erlesenen "Nahrungsmittelbeschaffungsplatz" zu ergattern, muss es sich wohl um den Startspieler handeln (sonst hätten die anderen einen Fehler gemacht).
Beispielsweise könnten die Mitspieler versuchen, ihm durch Setzen ihrer eigenen Städte im wahrsten Sinn des Wortes "das Wasser abzugraben", zumindest aber in seinem Expansionsdrang stark einzuschränken. Im übrigen kann i.d.R. immer ein zweiter Spieler ebenfalls vom 3er Getreidefeld profitieren.
Was den weiteren Bau von Städten anbelangt, so bringt es durchaus Vorteile, dies in einer der ersten Runden zu versuchen, da
1. die gegnerischen Städte noch nicht erheblich
"attraktiver" sind und man somit nicht zwingend den
ständigen Verlust an Bürgern zu befürchten hat und
2. man neben den 2(fett) neuen Bürgern bei Gründung jedes
weitere Jahr einen zusätzlichen Bürger bekommt.
Ferner muss man nicht jede Stadt voll ausbauen. Beispielweise kam es bei uns in einem Spiel (vier Personen) vor, dass eine Stadt im wesentlichen sich dem Bergbau widmete (in einer entlegenen Gegend mit nur einem Nachbarn), während logischerweise eine andere die Nahrungsmittelerzeugung übernehmen musste. Die Bergbauerstadt verlor zwar hin und wieder einen Bürger durch Abwanderung in die Nachbarstadt aber durch den jährlichen Bevölkerungszuwachs lieferte sie tapfer Jahr für Jahr vier Einheiten Gold und damit konnte man viel anfangen.
Kurz gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass man ein Spiel nur deshalb gewinnt, weil man eine Stadt an einem 2er und 3er Nahrungsfeld besitzt; da müssen auch schon die Mitspieler durch eigene Versäumnisse beigetragen haben, aber das ist bei einer ersten Partie eines doch komplexeren und wie ich meine mehr als gelungenen Spieles verständlich.
Also entdecke die Möglichkeiten und lass frohe und glückliche Bürger um Dich sein!
Tschüss!
Achim

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Hannes

re: La Citta: Fein, fein!? - Halbfein eben

Beitragvon Hannes » 29. April 2000, 14:35

Im allgemeinen schließe ich mich Dir an;
Hab es zwar im Erstspiel auch falsch gespielt (Aus/Abwanderung => Aktionsbeschränkung)... jedoch find ich die "Bestrafung":
Abwanderung -> Bauten auflösen -> gegebenenfalls Auswanderung -> Aktionsbeschränkung
doch einen echten Hammer. Da ist doch der Punkt, wo man eigentlich schon sagen kann "Tja, war nett - was spielen wir nun?" weil man da in einem Wisch gleich X Aktionen der Vergangenheit und eine für die Zukunft verliert.
Auch stört mich ein bissl, daß sich die 'nutzlosen' Politikkarten anhäufen. Die bleiben dann halt liegen, weil ich klarerweise eher eine verdeckte Karte ziehe, als eine 0-Aktion für mich zu machen und dem Folgespieler ein interessantes Gebäude aufzudecken.
Ich frag mich schon, wie ein Spieler, der mal ins Hintertreffen kam, sich je wieder erholen kann - ein guter Start gebremst werden kann. Die selbstregulierende Spielmechanik "Alle gegen den Führenden" geht hier nicht, weil man irgendwie doch für sich alleine vor sich hin spielt und die Mitspieler reine Gegenspieler sind.
So rein generell find ich, daß La Citta mich reizt es erneut zu spielen - hab aber den Eindruck, daß es sehrsehrsehr destruktiv ist.
Dadurch hab ich das "Problem" der 'Zielgruppe'. Aussehen, riechen und schmecken tut's wie ein Aufbauspiel - ist es eines? Denn das durchaus erträgliche "Wir bauen alle unsere Schnürlstädte lieb um die Wette auf und wer die bessere hat gewinnt", werden jene Spieler, die aus welchen Gründen auch immer, nicht die 'bessere' haben, permanent im Spiel bestraft.
Gruss
Hannes

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Achim Zänkert
Brettspieler
Beiträge: 64

re: La Citta: Fein, fein!? - Halbfein eben

Beitragvon Achim Zänkert » 29. April 2000, 15:49

Hallo Hannes,
da ich zugegebener Maßen - man wird es sowieso schon bemerkt haben - ein Fan dieses Spiels bin, habe ich Deinen Beitrag mit Interesse gelesen.
Vorab interessierte mich, welche Politikkarten Du als "nutzlos" erachtest.
Die "Bestrafungen" machen alle ihren Sinn. Sollte die Auswanderung (besser das Verhungern) nicht geahndet werden, so kann gerade dann ein Führender (und das ist ja i. d. R. gerade der Spieler mit der größten Population) in der Tat kaum noch gebremst werden. So muss er sich vermehrt um die Ernährung seiner Bürger kümmern und kann sich nicht schwerpunktmäßig dem Ausbau der Städte widmen.
Die Konsequenzen, die sich aus der Abwanderung ergeben erscheinen zwar hart, beinhalten aber viel taktisches Potenzial. Zum einen sind sie jedem Mitspieler bekannt, so dass man durchaus Vorsorge treffen kann. Man braucht sich nur eine Bevölkerungseinheit je Stadt als Reserve zu halten;
in diesem Zusammenhang sei auch an die Karte "Goldene Zeiten" erinnert. Mit Hilfe von "Bürgernähe" kann man drohendes Unheil eventuell erkennen und entsprechend reagieren (wie wäre es mit "Brot und Spiele"?).
Natürlich können mehrere Spieler zusammenarbeiten und gegen den führenden agieren. Durch geschickte Expansion eigener Städte z.B. kann man gezielt "Einfluss" auf eine andere nehmen und wo steht, dass man sich dabei nicht absprechen darf?
Viel Spaß mit La Citta!
Tschüss
Achim

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Gerd Fenchel

re: La Citta: Fein, fein!? - echter Hammer?

Beitragvon Gerd Fenchel » 29. April 2000, 23:20

Hallo Spieler,
Also in La Città muß man nach der Wanderung von Bügern Gebäude abreisen auf denen kein Bürger steht. Damit muß man auf Gebäude verzichten. Das ist zwar im Moment eine Bestrafung. Jedoch kann man in der nächsten Runde wieder andere Gebäude bauen, was nicht möglich wäre wenn man das Gebäude behalten würde. Denn dann könnte man wegen Bürgernot kein neues Gebäude bauen. Also bleibt man dadurch flexibel.
Also meiner Meinung nach kein echter Hammer!
Die Politikkarten bieten doch alle sehr gute Möglichkeiten. Natürlich kann einem nachfolgenden Spieler eine neue Karte eine neue Möglichkeit eröffnet werden. Es ist aber wohl kaum so, daß alle Spieler nur auf eine Karte warten. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten die einem Vorteile bieten. Viele Wege führen nach Rom.
Der Fehler durch einen schlechten Start ist in dem Spiel nicht so schwerwiegend wie in anderen komplexen Spielen. Die Aktionskarten und Poltikkarten erlauben einem Spieler hier noch flexibel zu reagieren. Allerdings kann ein Spieler der in Runde 5 im Hintertreffen ist, in Runde 6 nicht mehr Sieger werden. Dies wäre allerding für die anderen Spieler auch sehr deprimieren. Die würden dann sagen: Wieso soll ich mich 5 Runden lang anstrengen wenn man in der letzten Runde noch mal alles auf den Kopf stellen kann.
Viel Spaß beim Spielen Gerd

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Hannes

re: La Citta: Fein, fein!? - Halbfein eben

Beitragvon Hannes » 30. April 2000, 02:22

Servus,
> Vorab interessierte mich, welche Politikkarten Du
> als "nutzlos" erachtest.
"Nutzlos" ergibt sich. Hauptsächlich interessant sind die Gebäudekarten, können wir uns darauf einigen? Denn sie sind die "Waffen" im Spiel und neben dem Baumeister (der halt irre teuer ist) die einzige Möglichkeit, um ans schwere Gerät zu kommen. So gilt, vorausgesetzt man hat das Gold, das Hauptaugenmerk jenen Karten. Was hab ich davon, wenn ich Bürgernähe schnupper, oder durch Brot und Spiele mal kurz auffette, wenn ich dadurch zum Beispiel ein mittleres Gebäude aufdeck, was mir sogleich die Hölle heiß machen kann.
Bei uns lagen dann eben Bürgernähe, Reiche Ernte und Brot und Spiele aus. Nahm sich ein Spieler davon eine Karte und es wurde ein Gebäude aufgedeckt, war dieses schwupps wieder weg.
[Die "Bestrafungen" gegen den Führendern]
Ja - da macht es Sinn. Aber im Katastrophenfall trifft es eben auch die "arme Sau", die dabei noch ärmer wird.
> Natürlich können mehrere Spieler zusammenarbeiten und
> gegen den führenden agieren. Durch geschickte
> Expansion eigener Städte z.B. kann man gezielt
> "Einfluss" auf eine andere nehmen und wo steht,
> dass man sich dabei nicht absprechen darf?
Gut, gut - aber da wir früher oder später (eher früher) recht bald alle im gegenseitigen Einfluß stehen, nehmen wir, bei allen Absprachen und bei aller Liebe, wohl auch gegenseitig Bürger weg.
Aber wie schon gesagt :o) ich spiel es sicher nochmal, um zu gucken, was Sache ist.
Was mir noch immer als "Frage" bleibt: Find allein ich, daß es primär ein Zerstör-, denn ein Aufbauspiel ist? Und da tu ich mir halt eher schwer, eine Spielrunde zusammenzustellen, wo niemand traurig oder sauer ist, weil seine süße Stadt flöten geht.
Servus
Hannes

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Hannes

re: La Citta: Fein, fein!? - echter Hammer?

Beitragvon Hannes » 30. April 2000, 02:42

Juhu,
> Also in La Città muß man nach der Wanderung
> von Bügern Gebäude abreisen auf denen kein
> Bürger steht. Damit muß man auf Gebäude
> verzichten. Das ist zwar im Moment eine
> Bestrafung...
Und was für eine! Bürger wachsen nicht ausreichend auf den Bäumen und man verliert so nebenbei leicht ein Gebäude, was 2 oder mehr Goldstücke kostete, was auch nicht von irgendwoher kommt. Was bauen wir dann wohl in der nächsten Runde? Hm? Wahrscheinlich ist ja ein Gebäude flöten geganen was "Anziehung" wert war. Also wurde so nebenbei die Stadt, die schon unattraktiv war, noch unattraktiver.
> ...bauen, was nicht möglich wäre wenn man das
> Gebäude behalten würde. Denn dann könnte man
> wegen Bürgernot kein neues Gebäude bauen.
Auch richtig.
> Also bleibt man dadurch flexibel.
*lach* Na Du verstehst Verluste zu verkaufen ;o)
> Also meiner Meinung nach kein echter Hammer!
Doch. Wenn es einen Spieler da voll erwischt, bis hin zur Auswanderung, dann ist es nicht einfach der Hammer, das ist dann der Überhammer.
> Die Politikkarten bieten doch alle sehr gute
> Möglichkeiten.
Bedingt. Die reinen Gebäudekarten sind die einzige Möglichkeit (neben der teureren Baumeisterkarte), um an die wahren Anziehungspunkte zu kommen. Wenn mir die fehlen, dann kann ich hundertmal dem Volk aufs Maul schauen, was mir so fehlt - es bringt mir nix. Und mit Einzelgebäude dahinrurcheln ist ab einem gewissen Punkt uninteressant - vor allem, wenn man eh damit rauft, genug Bürger zu haben, um nicht nur Plättchen zu besetzen, sondern auch eventuelle Abwanderungen zu verkraften.
> Der Fehler durch einen schlechten Start ist
> in dem Spiel nicht so schwerwiegend wie in
> anderen komplexen Spielen.
Komplex?
Egal - Im grunde sowieso gleich, ob komplex oder simpel - ein schlechter Start ist meistens... eben schlecht. Aber während ich bei anderen Spielen mehr das Gefühl des Hinterherhoppelns und eventuellen Aufholens habe, ist in La Citta eher der Punkt da, wo ich mein: Die Stadt? Die kann ich abschreiben, weil kaum bau ich auf, muß ich eh schon wieder abreissen.
Aber wieder mal - ich gab hier nur meinen Ersteindruck wieder, der ja auch besagt - ich spiel es gern wieder. Es ist sehr schön und liebevoll aufgemacht und durchaus interessant. Überhaupt mal gucken, wie es sich ändert, wenn man es mit der Aus/Abwanderung richtig spielt. Frustriert mich eh, daß ich das in der Regel verwurschtelt hab - ist eh klar geschrieben. Naja.
Inwieweit es seinen auffällig destruktiven Charakter aber verliert, auf das bin ich gespannt.
Servus
Hannes

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Bernd

re: La Citta: Fein, fein!? - Halbfein eben

Beitragvon Bernd » 30. April 2000, 10:41

Hallo Hannes,
was meinst Du mit verdeckten Karten ziehen? Es dürfen doch nur die offen ausliegenden Politikkarten gezogen werden.
Nutzlose Politikkarten gibt es eigentlich gar nicht, sie haben alle ihre Daseinsberechtigung. Und sollte die Auslage nicht zu meinen Absichten passen, ja dann muß ich halt umdisponieren. Die Kunst bei diesem Spiel besteht meiner Meinung nach darin, in einer Politikrunde einen bestimmten Plan zu verfolgen, gleichzeitig aber so flexibel zu bleiben, daß man auf unangenehme Aktionen der Mitspieler reagieren kann.
Zu der "Hammerbestrafung" kann ich nur sagen, daß doch jeder Spieler die Regeln kennt, auf dem Spielplan sieht, was auf ihn zukommt, und entsprechend agieren kann.
Wenn immer nur Politikkarten ausliegen würden die mir alles ermöglichen und ich keine Bestrafung für schlechtes Spielen bekäme, bedürfte es keinerlei taktischer oder strategischer Überlegungen, und das Spiel wäre ziemlich reizlos.
Bernd

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Hannes

re: La Citta: Fein, fein!? - zu 2. wars jetzt mal sehr fein

Beitragvon Hannes » 30. April 2000, 17:06

Also heut hatte ich die Möglichkeit, es zu 2. zu spielen. Da entwickelte es sich sehr schön - es griffen auch sämtliche Mechanismen und ... ja, war eine ausgesprochen runde Sache und gefiel sehr gut.
Erst recht gespannt bin ich nun, wie das bei einer Wiederholung des Spiels zu 3. wird. Ob die Ressourcenplättchen vorgestern einfach nur echt dumm auslagen? hmmm - na, ich werd's ja bald sehen.
Heute - im Gegensatz zu vorgestern eben, wo fast mehr abgerissen, denn gebaut wurde - kam auch kein "destruktives Gefühl" auf.
Tja :o) mal gucken
Gruss
Hannes


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