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Stellungnahme des Merz Verlags zum Deutschen SpielePreis

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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ricco

keine Ergebnismanipulation (re: Stellungnahme des Merz Verlags)

Beitragvon ricco » 11. November 2000, 16:25

Hallo
Das ist echt zum lachen. Das Ergebnis ist manipuliert.
Der Leser und Käufer getäuscht worden und das auf das übelste. Da feiert sich der Merz Verlag in der Presse (TV, Radio, Tageszeitungen)und dabei ist das ganze eine Miniabstimmung von einer handvoll Leuten und die ist dann nach oben manipuliert.
Ricco

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Harald Schrapers

re: Es gab keine Ergebnismanipulationen

Beitragvon Harald Schrapers » 11. November 2000, 17:46

zu 1.:
Wie der Pöppel-Revue zu entnehmen ist, wurden in diesem Jahr alle ersten Stimmen der LeserInnenbefragung mit dem Faktor 3 (der - wie wir jetzt wissen - ein Faktor 36 ist) und alle zweiten Stimmen mit dem Faktor 2 (sprich 24) gewichtet. Dies erscheint mir durchaus sinnvoll und logisch und wenig manipulativ.
zu 2.:
Der Merz-Verlag hat die Daten der Leserumfrage (40 % des Dt. Spiele Preises) manipuliert. Da besteht kein Zweifel, und entschuldbar erscheint mir das ganze auch nicht.
Doch wer hier von Ergebnismanipulation sprechen möchte, soll bitte Ross und Reiter nennen. Welches Spiel von welchem Verlag sollte hier nach vorne manipuliert werden?
Gruß
Harald

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Harald Schrapers

keine Ergebnismanipulation (re: Stellungnahme des Merz Verlags)

Beitragvon Harald Schrapers » 11. November 2000, 17:56

Hallo Tom,
du schreibst, das Gesamtergebnis sei deiner Meinung nach tatsächlich manipuliert. Dies kann ich aber an Hand deines Beispiels nicht nachvollziehen. Denn Metro liegt im GESAMTergebnis auf dem Platz 14 und wird mit 8,5 Punkten ausgewiesen. Tadsch Mahal hat mit knapp 48,5 eine nahezu sechsfache Punktezahl erreicht. Ich kann nicht erkennen, wo dieses Verhältnis 8,5 zu 48,5 manipuliert wurde.
Klar ist aber eins: Rohdaten wurden in der Pöppel-Revue immer nur sehr bruchstückhaft veröffentlicht. Über 60 Prozent des Gesamtergebnisses liegen und gar keine Rohdaten vor. Die Bedeutung des Dt. Spiele Preises hat das nie geschmälert.
(Dass die Rohdaten der restlichen 40 % manipuliert sind, kann und will ich hier gar nicht verteidigen.)
Gruß
Harald

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Tom

keine Ergebnismanipulation (re: Stellungnahme des Merz Verlags)

Beitragvon Tom » 11. November 2000, 18:48

Hallo Harald!
Ich habe mich mit meinem Beispiel nicht auf das Endergebnis aller Stimmgruppen bezogen, sondern auf das Ergebnis der Leserumfrage.
Darum geht es schließlich, wenn mit dem Faktor 12 multipliziert worden ist.
Und um dieses Ergebnis drehen sich die Diskussionen.
Und den Rohdaten der Leserumfrage entnehme ich genau die Fakten, die ich in dem Beispiel geschildert habe.
Ich dachte, dass wäre klar.
Nice dice
Tom

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Thomas Rosanski

re: Es gab keine Ergebnismanipulationen

Beitragvon Thomas Rosanski » 11. November 2000, 20:15

> Der Merz-Verlag hat die Daten der Leserumfrage (40 %
> des Dt. Spiele Preises) manipuliert. Da besteht kein
> Zweifel, und entschuldbar erscheint mir das ganze
> auch nicht.
> Doch wer hier von Ergebnismanipulation sprechen
> möchte, soll bitte Ross und Reiter nennen. Welches
> Spiel von welchem Verlag sollte hier nach vorne
> manipuliert werden?
Es geht doch nicht nur darum, welches Spiel den wievielten Platz verdient bzw. bekommen hat. Vielmehr geht es doch auch darum, welchen Stellenwert der DSP an sich hat. Ich will das mal an einem Beispiel verdeutlichen, das aus der Politik kommt: Stell dir vor, nächsten Sonntag (also morgen) ist Wahl. Ich gehe heute abend auf die Straße und frage 10 Leute, was sie morgen wählen. Das ergibt 4 mal SPD, 4 mal CDU 2 mal Grün und 2 mal PDS. Jetzt gehe ich her und multipliziere die Ergebnisse der Einfachheit halber mit einem großen Faktor, sagen wir 10.000. Dann veröffentliche ich meine Prognose: "von 100.000 befragten Leuten würden 20 Prozent die PDS wählen". Welche Aussagekraft hätte meine Prognose, verglichen damit, dass ich tatsächlich 100.000 Leute befragt hätte (nicht mal unbedingt nach repräsentativen Kriterien ausgewählt, nur eben alles "wahlberechtigte")?
Klar, der Faktor war nicht 10.000, sondern wohl "nur" 12. Aber das würde beim DSP ja bedeuten, dass - sagen wir mal einfach - zwanzig "Freunde" gereicht hätten, um schon ein viertel der für den ersten Platz nötigen Stimmen zusammenzubekommen. Selbst wenn ich jetzt nicht behaupten will, dass jemand 20 "Freunde" zum mitmachen "überredet" hat, bei einer so kleinen Stichprobe fallen "Ausreisser" einfach stärker ins Gewicht und machen die Aussagekraft der Prozentzahlen wertloser.
Wichtig bei der jetzt nötigen Diskussion ist m.E. insbesondere, wie der Herausgeber des Preises seinen Preis positionieren will. Soll es eine Meinungsumfrage auf breiter Basis sein? Oder ein Kritikerpreis? Beides wäre für mich ok. Was ich nicht so schön fände, wenn man weiterhin eine Meinungsumfrage auf kleiner Basis, die durch den starken Einfluss von Aussreissern die Statisitk unglaubwürdig macht und daher eher eine Zufallsentscheidung ist. Ich will nicht, dass ein Spielepreis ausgewürfelt wird, so gerne ich sonst auch Glücksspiele als erfrischend neben den vielen Strategiespielen finde.

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Thomas Rosanski

Tippfehler

Beitragvon Thomas Rosanski » 11. November 2000, 20:17

Ich meinte in meinem Beispiel übrigens je 3 mal SPD und 3 mal CDU. War ein Tippfehler. Sorry!

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Jürgen Eberhardt
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Beiträge: 105

Beteiligung anderer Spielmagazine am DSP

Beitragvon Jürgen Eberhardt » 11. November 2000, 21:47

> Zur Verbreiterung der Basis könnte dieser Stimmzettel an Abonennten andere Spielemagazine versandt werden, z.b. der von uns so verschmähten Spielbox.
Im Prinzip keine schlechte Idee. Ein Problem sehe ich allerdings in den Mehrfachabonenten, die dann mehrmals Stimmen abgeben können (pro Zeitschrift eine).
Ich vermute mal, daß gerade unter denjenigen die beim DSP mit abstimmen (in der Regel also die gut Informierten), der Anteil dieser Mehrfachabonenten besonders groß ist.
Gruß Jürgen

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Hartmut

re: Stellungnahme des Merz Verlags zum Deutschen SpielePreis

Beitragvon Hartmut » 11. November 2000, 23:38

<<<Zur Verbreiterung der Basis könnte dieser Stimmzettel an Abonennten andere Spielemagazine versandt werden, z.b. der von uns so verschmähten Spielbox.>>>
Den Vorschlag habe ich an anderer Stelle auch schon begrüßt. Aber wer sind "wir" (bzw. "uns"), die "wir" die Spielbox verschmähen? "Uns RoGo"? Oder "Uns Forumsleser"? Ich verschmähe die Spielbox nicht, ganz im Gegenteil!
Hartmut

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Helmut
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Beiträge: 1529

re: Bingo

Beitragvon Helmut » 12. November 2000, 10:53

Meine Meinung kurz und bündig: Gute Idee!
Gruß
Helmut

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Peer

Was nun?

Beitragvon Peer » 12. November 2000, 11:17

Hallo Leute,
wie ich die Diskussion hier sehe bilden sich drei Gruppen:
die (zum Glück kleinste) freut sich hämisch über das Aufdecken der Manipulation. Hier kann ich nur, ich glaube es war Shaw, zititieren:
"Es ist schwieriger ein guter Gewinner, als ein guter Verlierer zu sein."
Ich finde es eher tragisch, dass manipuliert wurde.
Die zweite Gruppe schreit weiter und ist ganz empört das wir manipuliert wurden sind und diskutiert lieber darüber wie aussagelos das Ergebnis denn nun wirklich ist. Etwas unproduktiv. Und: Komisch, dass das Ergebnis dieses Jahr so ziemlich dem entsprach, was erwartet worden war. Der DSP wurde immer als das einzig Wahre dargestellt. So falsch konnte er doch gar nicht danebenliegen, oder? Es klingt blöde, aber ist es angesichts dieser Tatsache wirklich so schlimm gewesen?
Hier sind wir bei der dritte, der konstruktiven GRuppe: Der Sündenfall ist passiert, was tun wir, damit er sich nicht wiederholt?
Als Möglichkeiten wurden natürlich das miteinbeziehen mehrerer Zeitschriften genannt. Wie wärs zudem mit einer herunterladbaren Postkarte o.ä. bei den Internetseiten. Es müsste sich nur jemand finden, der doppelte und anonyme Abesender bei den Stimmen aussortiert (mit Computereinsatz)...
Das Problem ist glaub ich nur, dass die Zahl der Spieler einfach endlich ist (auch hier im Forum liest man immer dieselben Namen)
ciao
Peer (der gespannt ist, ob jemand bis hier gelesen hat...)

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Thomas Rosanski

re: Was nun?

Beitragvon Thomas Rosanski » 12. November 2000, 12:03

> Die zweite Gruppe schreit weiter und ist ganz empört
> das wir manipuliert wurden sind und diskutiert
> lieber darüber wie aussagelos das Ergebnis denn nun
> wirklich ist.
Solange es Leute gibt, die behaupten, dass die Manipulation doch überhaupt nichts ausmacht, weil sie die Rangfolge nicht verändert hat, muss man dagegenhalten dürfen, dass es zumindest einen Unterschied in der Wertigkeit des Preises macht. (Ähnelt der Preis eher einer Umfrage im Freundes- und Bekanntenkreis, oder stellt er annähernd eine repräsentative Meinung von vielen Vielspielern dar.)
> Der Sündenfall ist passiert, was tun wir, damit er
> sich nicht wiederholt?
Ehrlich gesagt, ich hab da jetzt auch kein Patentrezept. Schliesslich denke ich, stellt sich zunächst mal die Frage, wie der Veranstalter den Preis in Zukunft positionieren will. (Das habe ich hier ja schonmal geschrieben, gemeint ist - kurz gesagt - die Frage, ob es eher ein Kritikerpreis oder eine Meinungsumfrage sein soll). Eine Meinungsumfrage sollte m.E. möglichst offen gehalten sein, so dass jeder, der will, mitmachen darf. Hierbei ist es natürlich notwendig, doppelte Stimmabgaben zu vermeiden. Ein Kritikerpreis kann sich natürlich auch an der Meinungsumfrage orientieren, sollte aber deutlich betonen, dass hier einige, wenige Experten letztlich anhand verschiedener Kriterien die Liste ausgewählt hat.
Ich persönlich würde (wenn ich denn einen Preis herausgeben würde) eine ranglose Bewertung nach dem Motto "anspruchsvolles Strategiespiel 2001", "besonders lustiges Gruppenspiel 2001", "gutes Taktikspiel 20001" etc., wobei je nach Spielejahrgang auch mehrere Spiele mit der gleichen Auszeichnung (also ohne Rangfolge) versehen werden könnte. Die Kategorien sollten nicht fest vorgegeben sein, sondern sich an die Spiele anpassen. Es dürfte aber keine Preis-Inflation geben, d.h. es soll schon eine besondere Ehre sein, eine dieser Auszeichnungen zu erhalten. Ob man den Preis dann DSP oder Spieleoscar nennt, ist mir dabei egal. ("Deutscher SpielePreis 2001 - besonders lustiges Gruppenspiel" oder "Spieleoscar 2001 - anspruchsvolles Strategiespiel".)
> Das Problem ist glaub ich nur, dass die Zahl der
> Spieler einfach endlich ist.
Ja, das glaub ich auch. Deshalb denke ich auch, dass man sich das eingestehen sollte und von einer so wenig repräsentativen Meinungsumfrage wegkommen und mehr zu einem Kritikerpreis werden. Das fände ich einfach ehrlicher.
> Peer (der gespannt ist, ob jemand bis hier gelesen
> hat...)
Ja, sicher, ich lese immer den ganzen Beitrag, bevor ich antworte.
Thomas. (der allerdings nicht jeden Beitrag beantwortet:)

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Gustav der Bär

re: Bingo und Occam

Beitragvon Gustav der Bär » 12. November 2000, 14:39

Danke für deine Anregung im Hinblick auf Occam, lieber Benjamin.
Ich habe die Gelegenheit genutzt, mich etwas in die Gedankenwelt dieses mittelalterlichen Theologen und Enkenntnis-Theoretikers einzulesen. Occam (auch als "William of Ockham" bezeichnet) beschäftigt sich natürlich vordergründig mit der Frage, ob und in wie weit der göttliche Heilsplan durch die menschliche Vernunft und Einsichtsfähigkeit erkennbar ist.
Grundsätzliche Überlegungen wie die Sache mit dem "Rasiermesser" (etwa: Man soll bei der Beobachtung eines neuen Phänomens zunächst die einfachste Erklärung für die richtige halten und erst dann zu einer komplizierteren übergehen, wenn sie widerlegt wurde) passen natürlich auf alle Gebiete des Denkens.
Ich glaube allerdings nicht – und wie ich dich nach deinen Beiträgen einschätze, du auch nicht - dass das ein hinreichender Grund ist, Alternativen nicht zumindest in Erwägung zu ziehen. Dabei spreche ich allerdings weniger natur- und geisteswissenschaftliche Fragen an, sondern eher die Frage, ob man jemanden, der dem ersten Augenschein nach eines Vergehens verdächtig ist, auch gleich öffentlich verurteilen sollte, wenn nicht EINDEUTIGE Beweise vorlegen. Ich kann für mich selbst jedenfalls sagen, dass ich im Hinblick auf das Erheben von Vorwürfen in Zukunft so kritisch sein werde wie bisher.
Aber die Diskussionsteilnehmer hatten in der Beurteilung der "schweren Vorwürfe" der "Heiligen Kuh" ja ohnehin unterschiedliche persönliche Schwerpunkte gesetzt.
Auf jeden Fall werde ich mich mit Herrn Occam noch ein bisschen beschäftigen - gerade seine Interpretation der Zwei-Schwerter-Lehre (über die Beziehung von weltlicher und geistlicher Macht) ist für den Hobby-Mediävisten in mir von großem Interesse.
Liebe Grüße
Gustav der Bär

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Gustav der Bär

re: Stellungnahme des Merz Verlags zum Deutschen SpielePreis

Beitragvon Gustav der Bär » 12. November 2000, 14:48

> Hallo Gustav! Hat es Dir jetzt die Sprache
> verschlagen, oder bist Du immer noch der Meinung,
> dass es sich hier um eine zufällige Zahlenreihe
> handelt???
Hallo Thomas. Diese Meinung habe ich doch gar nicht vertreten, sondern die, dass es auf keiner anderen Basis als der Tatsache, dass die Zahlen durch 12 teilbar sind, nicht möglich ist, ein zweifelsfreies Urteil über das Zustandekommen des Ergebnisses zu sprechen.
Liebe Grüße
Gustav der Bär

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Gustav der Bär

re: Stellungnahme - noch´n Zitat

Beitragvon Gustav der Bär » 12. November 2000, 16:16

"Die Wirklichkeit ist nur veränderbar, insofern sie noch nicht ist. Wir können versuchen, die Zukunft zu beeinflussen, das ist alles." (Friedrich Dürrenmatt)
Ich verstehe natürlich, dass eine gewisse Versuchung darin liegt, ausgiebig über jemanden herzuziehen, den eine Verfehlung bereits zugegeben hat - man kann das ja aus dem beruhigenden Gefühl tun, dass er sich wahrscheinlich nicht zur Wehr setzen wird.
Ich sehe aber auch mit Freude, wieviele konstruktive Vorschläge hier für die Zukunft des Preises gemacht werden. Wie es in den nächsten Jahren um den Preis bestellt sein wird, das können wir (vielleicht) mit beeinflussen, wenn wir uns auf seine Zukunft konzentrieren, statt weiter auf der Bedeutung der bereits aufgeklärten Fehlern der Vergangenheit zu beharren.
Oder sind Spielepreise - wie einige meinen - wirklich ohne Bedeutung? Worüber unterhalten wir uns dann eigentlich?
Liebe Grüße
Gustav der Bär

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Wolfgang Ditt

Wie kommen Stimmen zusammen

Beitragvon Wolfgang Ditt » 12. November 2000, 17:41

Hallo,
das mit den Stimmkarten war endlich mal ein konstruktiver Vorschlag. Ich glaube nur, dass er nicht der richtige Weg ist, denn der Normalspieler kauft dann ein oder vielleicht auch drie Spiele, die er dann auf die Karte schreibt (was sonst?).
Vielmahr muss man sich fragen, wer für den DSP abstimmen kann und sollte. Man muss schon reichlich Spiele kennen, um auch wirklich die (subjektiv) besten Spiele eines Jahrganges zu nennen.
Wie aber kann ich das? Der Vielspieler hat die Spiel in Essen (für die Nürnberg-Neuheiten zu spät) und die Spieleclubs. Dort gibt es reichlich Neuheiten, ohne dass man den eigenen Geldbeutel belastet.
Deshalb mache ich mal folgenden Vorschlag: man gibt den Spieleclubs die Stimmkarten und dort weren sie verteilt und zurückgesendet. Für die endgültige Wertung werden dann Spieler/Spieleclubs zusammegefasst und mit 50% gewichtet, Händler und Jornalisten bekommen je 25%.
Dann ist es auch nicht mehr möglich, doppelt abzustimmen wie jetzt, nämlich einmal als Abonnent der PR und einmal im Spieleclub.
Eigentlich fand ich die Idee, andere Magazine mit einzubeziehen gut, aner je länger ich darüber nachdenke, je schlechter ist sie. Es bedeutet doch nur, dass in die ohnehin interessierten Kreise mehr Karten verteilt werden und der einzelne Karte aus PR, SPielbox, Fairplay... erhält. Das könnte höchstens dazu verführen, doppelt abzustimmen.
Wolfgang

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Benjamin Spicher

re: Stellungnahme des Merz Verlags zum Deutschen SpielePreis

Beitragvon Benjamin Spicher » 13. November 2000, 08:43

richtig, Gustav. ZEin zweifelsfreies Urteil kann man nach deiner Argumentation aber auch jetzt noch nicht sprechen. Schliesslich wäre es ja möglich, dass jemand dem Merz.Verlag schaden will und diese "Stellungnahme" auf deren Server veröffentlicht hat. Damit niemand reagieren kann hat er sämtliche Angestellten gekidnapt und in einer Abstellkammer gefesselt zurückgelassen. Unwahrscheinlich?? Nicht unwahrscheinlicher als die Zahlen ...

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Benjamin Spicher

re: Stellungnahme des Merz Verlags zum Deutschen SpielePreis

Beitragvon Benjamin Spicher » 13. November 2000, 08:51

>Noch ein Wort zu Gustav dem Bären. Ich finde es >ziemlich daneben, jetzt quasi im Siegestaumel dumme >Sprüche in seine Richtung abzusondern, nur weil er >eine gewisse Skepsis an den Tag gelegt und nicht >sofort Konspiration geschrieen hat. Denn lieber
>skeptisch sein und die Informationen hinterfragen, >als nachher "wir hatten Recht und Du nicht" zu sagen, >aber nichts zu hinterfragen.
Bringst du da nicht etwas durcheinander?? Hinterfragt wurde veröffentlichte Zahlen. Gustav hat sich gegendieses Hinterfragen ausgesprochen, nicht umgekehrt.

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Benjamin Spicher

re: Bingo und Occam

Beitragvon Benjamin Spicher » 13. November 2000, 10:01

Mein lieber Gustav
da bin ich aber froh, dass ich es war, der dich auf den Guten Occam gestossen hat. So hatte das ganze ja doch möglicherweise doch noch etwas Gutes. Der Unterschied zwischen uns ist wohl derjenige, dass du mehr oder weniger erwartet hättest, dass der Verlag von sich aus zugibt, dass gemauschelt wurde, während ich es nach wie vor mit dem Vorgehen von Verbrauchermagazinen halte, die Konzerne bei Vorlage klarer Verstösse zur Rede stellen (niemand hat etwas von anklagen im jusristischen Sinn gesagt). Ich weiss, ich weiss.. du denkst jetzt wahrscheinlich wieder, "aber diese Zahlenkombination war doch gleich wahrscheinlich wie jede andere".
Richtig, lieber Gustav, aber darauf brauchen wir nun wirklich und bittebitte NIE wieder einzugehen, weil du doch bitte endlich einsehen solltest, dass diese Argmentation falsch ist (Warum wurde unten schon zur genüge erörtert).
Natürlich sollen bei einem vorliegenden Problem Alternativen immer in Erwägung gezogen werden. Aber bitte nenn' mir in em Fall doch eine vernünftige Alternative zu derjenigen, die's doch tatsächlich war. Und BITTE nicht "Zufall"... die wäre nun wirklich nicht vernünftig.

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Jochen

Osterevents

Beitragvon Jochen » 13. November 2000, 10:34

Hallo
Die Spielkreise intensiver zu nutzen finde ich gut. Desweiteren wäre es eine Möglichkeit, das der Merzverlag im April in einigen großen Städten große Spieltage verantsaltet. Hier werden Spiel getestet und bewertet, unter Anleitung erfahrener Spieler aus den Spielkreisen. Diese könnten auch diesen Tag ausrichten und werden von den Verlagen mit Spielen unterstützt.Bei entsprechender Promotion und durchdachten Abläufen lassen sich so mehrere Effekte erzielen.
Nürnberger Neuheiten rücken schneller in den Mittelpunkt, höhere Stimmenanzahl, Öffentlichkeitsarbeit,Verbereitung des Kulturguts Spiel, Spielkreise erhöhen Bekanntheitsgrad....!!!
Der Event wird zeitgleich in 4-5 Städten durchgeführt. Spielkreise können sich für die Durchführung bewerben, indem sie wie bei der Olympiade eine Bewerbung abschicken, mit einem Konzept für den Tag.
So genug fantasiert , ich setz mich mal hin und bastel an einer Bewerbung. Mmh, mhm, wer könnte die Fackel tragen, wer die Nationalhymne singen: Wolfgang Kramer oder Klaus Teuber. Wir werden sehen.
Auf bald mal wieder
Jochen(der sonst nur liest)

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Benjamin Spicher

re: Stellungnahme - noch´n Zitat

Beitragvon Benjamin Spicher » 13. November 2000, 10:50

>Oder sind Spielepreise - wie einige meinen - wirklich >ohne Bedeutung? Worüber unterhalten wir uns dann >eigentlich?
Endlich sind wir mal einer Meinung.. zumindest fast. Ich glaube, der Preis "SdJ" hat durchaus seine Berechtigung, und sei es nur, weil er durch seinen Bekanntheitsgrad (den wohl niemand im Ernst abstreiten will) der Spieleindustrie zum Wohle von uns allen tüchtig unter die Arme greift. Ich habe auch gesagt, dass man das Ganze ruhig noch ausbauen könnte. Die Ganzen Diskussionen hier, wie die Kategorien denn zu nennen sein würden und so weiter sind typische "Spielerthemem" und für den gelegenheitsspieler absolut uninteressant. Der wünscht sich nämlich nur ein paar Tips mit denen er beim kauf nicht ganz daneben liegt, und da leistet die "SdJ"-Jury wirklich gute Arbeit.
Was ein "DSP" bei 300 Einsendungen soll weiss ich nun wirklich nicht. Wegen diesem Aufdruck wird kaum ein Spiel mehr verkauft (da unter nicht-Spielern gänzlich unbekannt), und repräsentativ für "die Spieler" ist er , wie wir alle jetzt wissen, auch nicht. Abgesehen davon, dass es für die hohe Übereinstimmung zwischen SdJ und DSP wohl auch den Grund gibt, dass durch die Nominierungen zum SdJ bereits auch eine Art Vorauswahl für den DSP getroffen werden könnte. Das werden dann wohl nämlich die Spiele sein, die vermehrt beachtet und probegespielt werden. Du merkst, lieber Gustav, ich bin vorsichtig in meiner Formulierung - es handelt sich hier um eine Hypothese, aber wohl keine so abwegige.

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Volker L.

re: Wie kommen Stimmen zusammen

Beitragvon Volker L. » 13. November 2000, 13:23

Auf jeden Fall sollten solche Stimmzettel aber auch
in Essen verteilt werden, sonst haben diejenigen
Gernespieler, die sich im Freundeskreis alle paar
Wochen treffen um zu Spielen, jedoch nicht in einem
Spieleclub sind, wieder keine Chnace.
Man koennte es ja so handhaben, dass die Karten nicht
offen ausliegen, sondern man sie nur auf gezielte
Nachfrage bekommt.
Gruss, Volker

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Roman

re: Wie kommen Stimmen zusammen

Beitragvon Roman » 13. November 2000, 17:19

Hi Volker,
Hi Volker,
>Auf jeden Fall sollten solche Stimmzettel aber auch
in Essen verteilt werden, sonst haben diejenigen
Gernespieler, die sich im Freundeskreis alle paar
Wochen treffen um zu Spielen, jedoch nicht in einem
Spieleclub sind, wieder keine Chnace.<
Das ist ein guter Einwand, hinter dem ich auch voll stehe. Ich finde es nämlich nicht gut, wenn man "organisiert" sein muss, um beim DSP mitzumachen. Ich persönlich spiele sehr viel, aber nicht in einem festen Spielekreis. Da ich dazu auch nicht Abonennt der Pöppel bin, kann ich ergo nach derzeitigem Schema nicht mitstimmen.
Meines Erachtens sollte man irgendwo die Stimmkarten oder eine Stimmberechtigung beantragen können (z.B. auch per Internet), und dann teilnehmen können. Kein Gelegenheitsspieler macht sich diesen Aufwand, aber Interessierte haben so eine einfachere Möglichkeit, den Preis mitzugestalten und für höhere Beteiligung zu sorgen. Das fände ich das Fairste. Und bei einer entsprechend hohen Beteiligung fällt auch das Argument der Einflussnahme durch "geschlossene Spielergruppen", die dieselben Stimmen abgeben.
> Man koennte es ja so handhaben, dass die Karten nicht
offen ausliegen, sondern man sie nur auf gezielte
Nachfrage bekommt.<
S.o., das muss nicht nur in Essen sein - nicht jeder hat immer Zeit, die Messe zu besuchen, man sollte sie auch so beantragen können.
>Gruss, Volker<
Ciao,
Roman

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Roman

re: Beteiligung anderer Spielmagazine am DSP

Beitragvon Roman » 13. November 2000, 17:39

Hi,
>Im Prinzip keine schlechte Idee. Ein Problem sehe ich allerdings in den Mehrfachabonenten, die dann mehrmals
Stimmen abgeben können (pro Zeitschrift eine).<
Jetzt macht mal daraus kein allzugroßes Problem. In den Zeiten elektronischer Datenverarbeitung sollte es kein unüberwindbares Problem sein, die Abonenntenlisten zusammenzutragen und die Gesamtliste entsprechend zu bereinigen.
Dennoch, wie schon an anderer Stelle gesagt, fände ich es gut, wenn man auch ohne Abonennt zu sein, ein Stimmkarte beantragen zu können. Wenn man nämlich die Sache mit dem "Fachpublikum" ernstnimmt, dürfte man auch keine Neuabonennten zulassen, oder müßte einen Nachweis fordern, wer sich wann wieviele Spiele kauft und ob er sie auch spielt etc etc. Und dann haben wir im Endeffekt nach sorgfältigem Aussieben wieder einen "Kritikerpreis" und keinen "Spielerpreis".
Ich finde jedenfalls, dass, wenn man keine Karte beantragen kann, dass man z.B. alle Teilnehmer hier im Forum, die aus den einen oder anderen Gründen keine Zeitschrift abonniert haben, benachteiligt. Und das ist meines Erachtens zu kurzsichtig, da das Internet auch für die Spieleszene zu einem bedeutenden Medium geworden ist - wenn nicht sogar zu dem bedeutendsten, weil es schnell & aktuell ist und einen Meinungsaustausch und Hilfestellung bei Fragen ermöglicht, wie es klassische Druckerzeugnisse mit beschränkter Mitarbeiterzahl eben nicht können.
Ciao,
Roman (dennoch Spielbox-Abonnent)

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Gerald Rüscher

Anders abstimmen, jawolljal (war: Bingo)

Beitragvon Gerald Rüscher » 13. November 2000, 19:40

> Aber, auf jeden Fall: der Modus der Umfrage,
> wie er auch sein mag, muss klar und deutlich
> erwähnt werden! So eine verdeckte
> Zahlenspielerei wie hier macht neben vielleicht
> einem positiven Aspekt (es sieht nach mehr
> aus, und schreckt Mehrfachstimmer ab) nur
> imageschädigendes und Unglaubwürdigkeit zur
> Folge - zu Recht.
Genau!
Wie wäre es damit: die Spielerschaft wird in Spielkreise unterteilt in denen separat über das prämierungswürdige Spiel abgestimmt wird. Jeder Spielkreis entsendet dann Wahlmänner nach Essen wo dann in einer Vollversammlung über den DSP abgestimt wird. Alle Wahlmänner pro Spielkreis müssen sich natürlich einheitlich für ein Spiel stimmen..
In den Spielkreisen selbst könnte man gelochte Zettel zum Abstimmen nutzen, die können dann zufallsfrei von Maschinen ausgezählt werden.
Wahfreie Grüßen,
Jerry

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Andreas Mutschke

re: Bingo

Beitragvon Andreas Mutschke » 13. November 2000, 23:18

Hi Sönke,
Deine Gedanken in Ehren, aber da fehlen doch noch etliche Überlegungen, die ich an Deiner Stelle angestellt hätte, bevor ich als Vordenker so eine Idee ins Netz blase. Ein echtes Gegengewicht zum ‚Spiel des Jahres' zu schaffen ist ansich gar nicht möglich, denn beide Preise haben doch völlig andere Ansatzpunkte. Der eine wird von einer kleinen Jury gewählt, die einen relativ guten Überblick über die Gesamtproduktion eines Jahres besitzt. Der andere Preis wird (jedenfalls von der Idee her - die nicht funktioniert, wie man sieht) von der breiten Masse gewählt. Auch von denen, die sich nur ein oder zwei Spiele im Jahr kaufen. Die sollen jetzt ihre Bewertung abgeben in Unkenntnis von 98 Prozent aller Neuheiten?! Hasbro würde sich die Hände reiben über Deinen Vorschlag. Na klar, in jedes POKEMON MONOPOLY ein Stimmkärtchen schmeissen, das ganze ordentlich im Fernsehen bewerben, möglicherweise noch mit einem Gewinnspiel koppeln und fertig ist der Deutsche Spielepreis, weil nämlich zigtausende 8-12jähriger, die nichts ausser eben diesem POKEMON MONOPOLY kennen, das so toll finden. Stellst Du Dir das so vor? Nicht, dass ich es Hasbro nicht gönne. Wenn die ein wirklich gutes Spiel haben, dann haben sie dafür auch einen Preis verdient, aber doch nicht so!
Wo bleiben denn whl dann die kleinen und mittleren Verlage? Queen, Eurogames, Winning Moves, Abacus, .... Chancenlos, weil die gar nicht über ein ausreichendes Vertriebsnetz verfügen, um gegen die Großverlage anzukämpfen. Stellst Du Dir das so vor? Je breiter die Basis wird, umso mehr wird das Ergebnis beeinflußt von Dingen, die nichts mit dem Spiel zu tun haben. Ganz vorne weg Fernsehwerbung, die aus Kostengründen nur wenigen Verlagen vorbehalten ist. Stellst Du Dir das so vor? Im Ernst, dafür braucht man keinen Deutschen Spielepreis, sondern muß nur die Verkaufszahlen der einzelnen Spiele abzulesen, um den Spitzenreiter auszuloben. Stellst Du Dir das so vor? Wenn ja, dann gute Nacht! Aber Dein Gedanke hat auch etwas Gutes: wir bräuchten uns über ‚inkompetente' Entscheidungen der Jury, der ich angehöre, nie nie wieder die Köpfe heißreden.
Gruß
Andreas Mutschke


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