Beitragvon Thomas Rosanski » 12. November 2000, 12:03
> Die zweite Gruppe schreit weiter und ist ganz empört
> das wir manipuliert wurden sind und diskutiert
> lieber darüber wie aussagelos das Ergebnis denn nun
> wirklich ist.
Solange es Leute gibt, die behaupten, dass die Manipulation doch überhaupt nichts ausmacht, weil sie die Rangfolge nicht verändert hat, muss man dagegenhalten dürfen, dass es zumindest einen Unterschied in der Wertigkeit des Preises macht. (Ähnelt der Preis eher einer Umfrage im Freundes- und Bekanntenkreis, oder stellt er annähernd eine repräsentative Meinung von vielen Vielspielern dar.)
> Der Sündenfall ist passiert, was tun wir, damit er
> sich nicht wiederholt?
Ehrlich gesagt, ich hab da jetzt auch kein Patentrezept. Schliesslich denke ich, stellt sich zunächst mal die Frage, wie der Veranstalter den Preis in Zukunft positionieren will. (Das habe ich hier ja schonmal geschrieben, gemeint ist - kurz gesagt - die Frage, ob es eher ein Kritikerpreis oder eine Meinungsumfrage sein soll). Eine Meinungsumfrage sollte m.E. möglichst offen gehalten sein, so dass jeder, der will, mitmachen darf. Hierbei ist es natürlich notwendig, doppelte Stimmabgaben zu vermeiden. Ein Kritikerpreis kann sich natürlich auch an der Meinungsumfrage orientieren, sollte aber deutlich betonen, dass hier einige, wenige Experten letztlich anhand verschiedener Kriterien die Liste ausgewählt hat.
Ich persönlich würde (wenn ich denn einen Preis herausgeben würde) eine ranglose Bewertung nach dem Motto "anspruchsvolles Strategiespiel 2001", "besonders lustiges Gruppenspiel 2001", "gutes Taktikspiel 20001" etc., wobei je nach Spielejahrgang auch mehrere Spiele mit der gleichen Auszeichnung (also ohne Rangfolge) versehen werden könnte. Die Kategorien sollten nicht fest vorgegeben sein, sondern sich an die Spiele anpassen. Es dürfte aber keine Preis-Inflation geben, d.h. es soll schon eine besondere Ehre sein, eine dieser Auszeichnungen zu erhalten. Ob man den Preis dann DSP oder Spieleoscar nennt, ist mir dabei egal. ("Deutscher SpielePreis 2001 - besonders lustiges Gruppenspiel" oder "Spieleoscar 2001 - anspruchsvolles Strategiespiel".)
> Das Problem ist glaub ich nur, dass die Zahl der
> Spieler einfach endlich ist.
Ja, das glaub ich auch. Deshalb denke ich auch, dass man sich das eingestehen sollte und von einer so wenig repräsentativen Meinungsumfrage wegkommen und mehr zu einem Kritikerpreis werden. Das fände ich einfach ehrlicher.
> Peer (der gespannt ist, ob jemand bis hier gelesen
> hat...)
Ja, sicher, ich lese immer den ganzen Beitrag, bevor ich antworte.
Thomas. (der allerdings nicht jeden Beitrag beantwortet:)