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Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bert Heß

Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Bert Heß » 26. November 2000, 14:37

Nach einer Woche Dauerspielen im Sauerland lese ich diesen „Hammer“:
> Corné konnte nach eigenen Angaben aufgrund der Produktionskosten keine "Freiexemplare" zur Rezension verteilen, was nach seiner Darstellung ihm Nachteile verschafft:
>> For example an editor of the well-known Spielbox told me that "Morisi" wouldn't be mentioned in the Essen-report of that magazine if I didn't give him a free copy. I didn't see the report yet.< <
Und Roland Hoekstra bestätigt diese Szene.
Hier muß wirklich etwas sehr Seltsames vorgefallen sein. Ich schreibe seit 1993 die Messeberichte in der spielbox, so auch in diesem Jahr. Natürlich habe ich (!) kein Rezensionsexemplar als Vorbedingung für eine Erwähnung im Messebericht verlangt! Nur: Wie beweise ich das?
Kommt erschwerend hinzu, daß ich „Morisi“ tatsächlich nicht im Messebericht erwähne. Warum nicht? Weil es mir nicht als genügend erwähnenswert aufgefallen ist. (Da kann man mich jetzt für steinigen, das nehme ich auf meine Kappe.)
Hat vielleicht einer der Redakteure der spielbox mit der Sache zu tun? Nun, in den mittlerweile 15 Jahren, die ich für die spielbox tätig bin, hat es immer nur zwei Vorgaben gegeben: Termin und Umfang eines Beitrags, auf die Inhalte wurde nie Einfluß genommen.
Liegt also ein Mißverständnis vor? Hoffentlich! Eine Namensverwechslung (das gab es neulich ja auch hier im Forum, als jemand den Deutschen Spielepreis der spielbox zuschrieb...)? Hoffentlich!
Ich kenne auch keinen seriösen (!!) Spielejournalisten, der seine Rezensionen von Freiexemplaren abhängig macht. Jedem Verleger, der von so einem Schnorrer behelligt wird, sollte ihn umgehend vom Stand schmeißen. Die Redaktionen von Spielezeitschriften wollen mit solchen Leuten auch nichts zu tun haben. Das Freiexemplar ist verschwendet.
So, und was machen wir nun? Wie bekommen wir heraus, was wirklich war?
Bert Heß (etwas ratlos und ziemlich wütend)

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Wolfgang Ditt

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Wolfgang Ditt » 26. November 2000, 15:38

Hallo Bert,
ich kann dir bei der Frage, herausfinden wer es war, leider nicht helfen, aber vielleicht beim Unschuldsbeweis. Denn als der Verfasser des Messeberichts bist du natürlcih ein "Hauptverdächtiger" und es ist immer schwer, sich solcher Vorwürfe zu erwehren.
Ich bin, weil ich beruflich viel mit dem Internet zu tun habe, schon gefragt worden, wie man seine Identität im Netz nachweist und die einzige Lösung, die ich - außer einem persönlichen Treffen - dafür kenne, könnte dir hier helfen.
du fertigst zwei Scans an: einen Scan von deinem Ausweis (oder Pass) und eines von einem Foto, das dich so zeigt, wie du in Essen warst. Beide schickst du per Email an Corné van Moorsel, erzählst ihm von diesem Forum und der Beschuldigung und bittest ihn, wenn er sicher ist, dass der Mesch auf dem Foto nicht derjenige war, der die Story verursachte, es hier zu posten (oder bei sich auf der Site.)
Zum Vorgehen allgemein:
Den Scan vom Ausweis braucht man für die Identität, denn sonst könnte man ja irgendein Foto schicken. Das neuere Foto wiederum dient der (Nicht)Identifikation.
Wenn du die Email von CvM nicht hast, emaile mir. ich sende sie dir dann zu (an die Leser: ich bitte darum, sie icht hier zu posten, weil man Emails nicht einfach öffentlich zugänglich machen sollte. Danke.)
Wolfgang

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Roman

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Roman » 26. November 2000, 17:42

Hi Wolfgang,
>Wenn du die Email von CvM nicht hast, emaile mir. ich sende sie dir dann zu
(an die Leser: ich bitte darum, sie icht hier zu posten, weil man Emails nicht
einfach öffentlich zugänglich machen sollte. Danke.)<
Er hat das Rundschreiben von mir schon zugesandt bekommen mit einem ähnlichem Vorschlag, wie Du ihn gemacht hast - ich denke genau wie Du, dass das das beste ist; vielleicht läßt sich dann erfahren, ob das ein Missverständnis oder ein Schnorrer war, dem Corné aufgesessen ist.
Ansonsten ist die E-Mail ein Rundschreiben und somit öffentlich per se, nur fand ich den Text zu lange und für die meisten zu uninteressant, um ihn hier zu posten. Die auszugsweise Wiedergabe fand ich allerdings im Kontext der vielen Morisi-Fans und unsere Umfrage bzw. der Spielbox-Thematik für gerechtfertigt; ich denke bzw. hoffe aber, dass Dein oben angeführter Satz keine Kritik an meiner Publikmachung von Cornés Ausführungen an sich war, sondern nur von einem jetzigen Posten des gesamten (recht langen) Textes abhalten sollte.
Falls Du Vorschläge oder eine andere Sichtweise (bzgl. meines ursprünglichen Postings, das diese Diskussion hier ausgelöst hat) der Dinge hast, würde ich mich freuen, wenn Du das nochmal klarstellst.
Ciao,
Roman

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Wolfgang Ditt

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Wolfgang Ditt » 26. November 2000, 18:20

Hallo Roman,
an den ursprünglichen Posting habe ich nichts auszusetzen; ich denke, so ein Fall bedarf der Klärung.
Wir, Brigitte und ich, haben einiges für die Spielbox geschrieben und ich kann mir ein solches Auftreten nicht vorstellen. Bei so einer Nachricht bleibt aber leider immer etwas in den Köpfen der Leser hängen (eben nicht für sondern gegen den Angeklagten). Deshalb wäre ich froh, wenn über einen Weg wie du oder ich ihn vorgeschlagen haben, eine vollständiger Unschuldsbeweis gelänge.
Wolfgang

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Bert Heß

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Bert Heß » 26. November 2000, 19:32

Schon interessant, wie man mit ein paar Tastenanschlägen jemanden in Verdacht bringen kann...
So, falls jemand wissen will, wie ich aussehe:
http://members.aol.com/hess52146/Bert.jpg
Und jetzt bitte ich diejenigen, die Vorwürfe erheben, sich konkret zu äußern und dieses Affärchen zu beenden.
Corné schreibt "For example an editor of the well-known Spielbox told me ..." Wenn er weiß, daß es ein Redakteur ist, sollte er ihn kennen. Außerdem trägt jeder Journalist in Essen ein Presseschild mit seinem Namen.
Wer jemand als spielbox-Redakteur bezeichnet, muß ihn entweder (er)kennen oder anhand des Ausweises identifizieren.
Bert Heß (der lieber erst mal nicht zum Friseur geht.)

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Ronald Hoekstra

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Ronald Hoekstra » 26. November 2000, 23:38

>Liegt also ein Mißverständnis vor? Hoffentlich! Eine Namensverwechslung (das gab es neulich ja auch hier im Forum, als jemand den Deutschen Spielepreis der spielbox zuschrieb...)? Hoffentlich!
Der Mann der zu Corné gekommen war, zeigte einen Exemplar von Spielbox. Das habe ich selbst gesehen. Er hat einen braunen Karren bei sich. Ich hab einige Worte für Corné übersetzt. Corné hat den Mann gesagt er soll über Morisi schreiben weil es ein gutes Spiel ist und unabhängig ob er einen Rezensions Exemplar bekommen soll.
Corné ist momentan zu einer Börse, so er kann seinen E-mail nicht lesen.
Ronald

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Wolfgang Ditt

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Wolfgang Ditt » 27. November 2000, 10:28

Hallo Bert,
du hast vollkommen recht. Leider genügen ein paar Tastenanschläge, um jemanden in Misskredit zu bringen. Wie ich schon schrieb, kann ich mir ein solches Verhalten nicht vorstellen, weswegen ich mein erstes Posting hier getätigt habe.
Ich weiß auch, dass es den demokratischen Grundsatz, dass eine Schuld nachgewiesen werden muss, verletzt. Aber es nun einmla so, dass solche Anschuldigungen leicht ausgesprochen, aber schwer zu wiederlegen sind.
In der Hoffnung, dass sich die Sache schnell auf klärt.
Wolfgang

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Günter Cornett

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Günter Cornett » 27. November 2000, 13:16

<ZITAT> Ich weiß auch, dass es den demokratischen Grundsatz, dass eine Schuld nachgewiesen werden muss, verletzt. Aber es nun einmla so, dass solche Anschuldigungen leicht ausgesprochen, aber schwer zu wiederlegen sind. </ZITAT>
Man sollte zuerst immer die Betroffenen um Stellungnahmen bitten, bevor man oeffentlich in ein Forum irgendwelche Anschuldigungen postet. Was auf einem Missverstaendnis beruht, kann dann leicht geklaert werden.
Um Vorwürfe öffentlich zu posten, bedarf es einer ausgiebigen vorhergehenden Recherche. Wer das nicht macht, sollte - freundlich aber bestimmt - auf die Netiquette verwiesen werden.
Jemanden gar aufzuforden seine Identitaet durch Vorlegen des Personalausweises-Scans zu dokumentieren, halte ich jedenfalls für 100% falsch. Sie schadet dem Betroffenen: weil er sich verteidigen muss, weil mit seinem Perso-Scan weiterer Schindluder getrieben werden kann.
Das schadet uns allen, weil es akzeptiert wird, dass man jemanden einfach so beschuldigen kann. Allein die Verwendung des Begriffs 'Unschuldsvermutung' macht einem Menschen zu einem 'Angeklagten' - und das allein aufgrund eines Postings !
viele Grüße, Günter Cornett


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Roman

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Roman » 27. November 2000, 13:53

Hi Ronald,
wenn Du den Mann genau gesehen hast, sollte doch ein Blick von Dir auf die URL (siehe unten) mit Berts Photo reichen, um die Sache zu klären.
Ciao,
Roman

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Roman

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Roman » 27. November 2000, 14:11

Hi Günter,
>Man sollte zuerst immer die Betroffenen um Stellungnahmen bitten, bevor man oeffentlich in
ein Forum irgendwelche Anschuldigungen postet. Was auf einem Missverstaendnis beruht,
kann dann leicht geklaert werden.<
Da leider Corné wohl zur Zeit nicht zu erreichen ist, kann man nicht klären, mit welcher Sicherheit er zu der Feststellung kam, dass es wirklich ein Spielbox-Mitarbeiter war - da müssen wir wohl darauf warten.
>Um Vorwürfe öffentlich zu posten, bedarf es einer ausgiebigen vorhergehenden Recherche.<
S.o.
>Jemanden gar aufzuforden seine Identitaet durch Vorlegen des Personalausweises-Scans
zu dokumentieren, halte ich jedenfalls für 100% falsch. Sie schadet dem Betroffenen: weil
er sich verteidigen muss, weil mit seinem Perso-Scan weiterer Schindluder getrieben
werden kann.<
Normalerweise sollte Berts Bild reichen, um ihn zu identifizieren; Ronald & Corné haben den "Spielbox-Mitarbeiter" ja gesehen und sollten das wohl eindeutig klären können.
>Das schadet uns allen, weil es akzeptiert wird, dass man jemanden einfach so
beschuldigen kann. Allein die Verwendung des Begriffs 'Unschuldsvermutung' macht einem
Menschen zu einem 'Angeklagten' - und das allein aufgrund eines Postings !<
Wir haben es in diesem Fall ja nicht mit einem konkreten Angeklagten (der Name Bert Heß fiel ja zu keinem Zeitpunkt, er hat sich nur berechtigterweise gemeldet, weil er später den Messebericht der Spielbox geschrieben hat) zu tun, sondern mit dem Fall, WER sich nicht korrekt verhalten hat und ob es sich hier um jemanden handelt, der im Namen der Spielbox ein kostenloses Rezensionsexemplar "erpressen" wollte - insofern ist die Sachlage etwas diffiziler. Vielleicht hat Corné den Fehler gemacht, die Identität der Person nicht genau zu überprüfen.
Auf jeden Fall würde eine Klärung der von Corné van Moorsel geschilderten Szene eine wichtige Erfahrung bringen, was dem Umgang von Verlagen/Autoren mit Spielekritikern angeht. Evtl. ist es Verlagen/Autoren anzuraten, grundsätzlich die Presseausweise zu verlangen - wie KMW ja schon geschildert hat, haben in seinem Namen auch schon Leute Freiexemplare abgeholt. Nachteil an der Sache: wer z.B. nicht beruflich Spielerezensionen schreibt wird sich wohl so kein verbilligtes Exemplar zum Testen besorgen können. Und unschön ist es leider auch. Wenn allerdings solcher Identitätsbetrug häufig vorkommt, führt kein Weg daran vorbei... :(
>viele Grüße, Günter Cornett<
Ciao,
Roman

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Wolfganf Ditt

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Wolfganf Ditt » 27. November 2000, 15:04

Hallo Günter,
du hast mit deinen Ausführungen vollkommen recht. Nachdem du meinen Vorschlag stark kritisierst, lasse mich die Sache ein wenig ausführen:
der Vorwurf kam nicht von mir und ich habe auch keine Namen ins Spiel gebracht. Mein Posting war eine Antwort, genauer ein Vorschlag, auf BHs Posting und die Frage, wie man weiter damit verfahren kann. Da ich bzgl. Anschuldigungen genau so denke wie du, halte ich das ganze gegenüber BH für unfair und wollte (und will) helfen, damit klar ist, dass er nicht derjenige war. Leider gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten über das Internet und so ist mein Vorschlag zwangsläufig drastischer als dem Ganzen vielleicht angemessen ist.
Wolfgang

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Günter Cornett

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Günter Cornett » 27. November 2000, 17:04

Hallo Wolfgang,
es ist mir klar, dass der Vorwurf nicht von dir kam und auch von anderer Seite nicht mit boeswilliger Absicht vorgebracht wurde.
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass durch deinen Vorschlag eine 'Daum-isierung' betrieben wird. Irgendwoher kommen Vorwürfe (egal ob berechtigt oder nicht) und der Betroffene (egal ob mit Namen genannt oder nur andeutungsweise) steht vor der Wahl, sich verteidigen zu müssen (und damit die Rolle eines 'Angeklagten' zu übernehmen) oder sich nicht zu äußern (und sich damit 'verdächtig' zu machen).
Ich denke, das will hier im Forum keiner und daher können wir das Problem sicherlich in der Weise lösen, daß wir uns mit unbestätigten Vorwürfen zurückhalten.
In diesem Fall wäre der erste Ansprechpartner (schon von Seiten Cornés aus) die Spielbox gewesen, in Sachen 'Deutscher Spielepreis'-Diskussion zunächst die Röppel-Revue: Den Leuten ausreichend Zeit für eine Stellungnahme geben und wenn sich auch auf Nachfragen nichts täte, erst dann sollte man mal im Forum nachfragen...
Grundsätzlich gehe ich davon aus, daß in den allermeisten Fällen Mißverständnisse vorliegen.
viele Grüße, Günter

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Günter Cornett

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Günter Cornett » 27. November 2000, 17:04

Hallo Roman,
ich unterstelle auch dir nichts böses, aber es war schon etwas ungeschickt, Corné zu zitieren, ohne das Zitat einzuordnen, ohne es selber entsprechend zu kommentieren. Andrerseits kann man nicht alles vorraussehen; oft weiß man bei Absenden eines Beitrages nicht so genau, wie es von anderen aufgefasst wird.
<ZITAT>Wir haben es in diesem Fall ja nicht mit einem konkreten Angeklagten (der Name Bert Heß fiel ja zu keinem Zeitpunkt, er hat sich nur berechtigterweise gemeldet, weil er später den Messebericht der Spielbox geschrieben hat) zu tun, </ZITAT>
Das ist fast so, wie seinen Namen zu nennen
<ZITAT>sondern mit dem Fall, WER sich nicht korrekt verhalten hat und ob es sich hier um jemanden handelt, der im Namen der Spielbox ein kostenloses Rezensionsexemplar "erpressen" wollte - insofern ist die Sachlage etwas diffiziler. </ZITAT>
Ja, die Diskussion geht ja auch in die Richtung, das Freiexemplare durch falsche Identitätsangaben erschwindelt werden. Aber manche der ersten Eindrücken waren eben anders. Und auch davon kann was hängen bleiben.
<ZITAT>Vielleicht hat Corné den Fehler gemacht, die Identität der Person nicht genau zu überprüfen.</ZITAT>
Ich habe auch keine Lust, mir von jedem, der mich um ein Rezensionsexemplar bittet, einen Perso zeigen zu lassen, auch wenn unser Stand nicht so sehr von Besuchern belagert war wie Cornés. [Morisi gehört wohl doch in einen Messebericht ;-)]
Übrigens: Nur wenige Rezensenten erwarten von Kleinverlagen Freiexemplare; die meisten sind bereit einen ermäßigten Preis zu bezahlen.
<ZITAT> Auf jeden Fall würde eine Klärung der von Corné van Moorsel geschilderten Szene eine wichtige Erfahrung bringen, was dem Umgang von Verlagen/Autoren mit Spielekritikern angeht. </ZITAT>
Ja, irgendwas sollten wir da wohl machen, wenn das überhand nimmt.
Evtl. ist es Verlagen/Autoren anzuraten, grundsätzlich die Presseausweise zu verlangen - wie KMW ja schon geschildert hat, haben in seinem Namen auch schon Leute Freiexemplare abgeholt. Nachteil an der Sache: wer z.B. nicht beruflich Spielerezensionen schreibt wird sich wohl so kein verbilligtes Exemplar zum Testen besorgen können. Und unschön ist es leider auch. </ZITAT>
Und wer sich ein Spiel erschwindeln kann, kommt leider oft auch an Presseausweise heran.
<ZITAT>Wenn allerdings solcher Identitätsbetrug häufig vorkommt, führt kein Weg daran vorbei... :(</ZITAT>
Ich hoffe nicht,
viele Grüße, Günter

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Wolfgang Ditt

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Wolfgang Ditt » 27. November 2000, 20:24

Hallo,
auch hier volle Zustimmung. Das ganze ist ein Problem schneller, leicht zugänglicher Medien. Da kann ein einzelner einen solchen Vorwurf erheben. Das weitere Machen die Gedanken in den Köpfen der Leute.
Anschließend bleibt dann nur der Beweis der Unschuld. Leider )-:
Wolfgang

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Roman

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Roman » 28. November 2000, 00:51

Hallo Roman,
>ich unterstelle auch dir nichts böses, aber es war schon etwas ungeschickt,
Corné zu zitieren, ohne das Zitat einzuordnen, ohne es selber entsprechend
zu kommentieren. Andrerseits kann man nicht alles vorraussehen; oft weiß
man bei Absenden eines Beitrages nicht so genau, wie es von anderen
aufgefasst wird.<
Ich habe so etwas geahnt, habe deswegen das ganze zu Beginn wertfrei kommentiert. Aus dem Rundschreiben ist auch nicht mehr an Kontext herauszuholen, wenn Corné darin nicht mehr schreibt. Ich ging jedenfalls davon aus, dass, wenn er eine solche Aussage in einem öffentlichen Rundschreiben macht, die jeder erhalten kann, der seine E-Mail bei Corné hinterlegt hat, dass er berechtigte Gründe dafür hat.
Ich fand es jedoch angesichts des existenten Interesses an Morisi hier im Forum und unserer zitierten Umfrage angemessen, wenigstens die "wichtigsten" Stellen auch hier noch einmal zu veröffentlichen, dazu gehört eben auch diese. Siehst Du das anders?
>>Wir haben es in diesem Fall ja nicht mit einem konkreten
Angeklagten (der Name Bert Heß fiel ja zu keinem Zeitpunkt, er hat sich nur
berechtigterweise gemeldet, weil er später den Messebericht der Spielbox
geschrieben hat) zu tun,<<
>Das ist fast so, wie seinen Namen zu nennen<
Ich wußte gar nicht, wer den Bericht schreibt; und was Corné von der Identität der entsprechenden Person weiss, kann ich auch nicht beurteilen - darum dreht sich ja die Frage: ist er einem Schwindler aufgesessen?
Ich jedenfalls weiss nicht, wie man einen solchen Fall klären kann, ohne Cornés öffentlichen Text zur Diskussion zu stellen - hast Du eine Idee?
>Ja, die Diskussion geht ja auch in die Richtung, das Freiexemplare durch
falsche Identitätsangaben erschwindelt werden. Aber manche der ersten
Eindrücken waren eben anders. Und auch davon kann was hängen bleiben.<
Aber was kann man daran verbessern? Hätte ich z.B. vor dem weiterposten eines ohnehin schon öffentlichen Textes mit Corné diskutieren sollen, wie er darauf kommt? Habe ich mir überlegt - nur ob wir beide auf ein Ergebnis gekommen wären, bleibt zweifelhaft. Durch das Posten im Forum hat sich zum einen Ronald gemeldet, der als Zeuge dabei war, zum anderen hat Bert Heß, der nun den Messebericht geschrieben hat, zu Wort gemeldet und seine Position klar gemacht. Hätten Corné und ich diskutiert, wäre wahrscheinlich das ganze unter den Tisch gefallen, weil wir nix rausbekommen hätten. Und ich denke, dass ein solcher Fall auch sein Positives hat, nämlich dass die Klärung, im von mir erwarteten und erhofften positiven Ausgang, zum einen vielleicht etwas sensibler macht für Betrüger - und zum anderen klar herausstellen kann, wie die Spielezeitschrift "Spielbox" an ihre Rezensionsexemplare kommt - und dass eben nicht nur das rezensiert wird, was am einfachsten/günstigsten zu kriegen ist.
Für mich jedenfalls würde ein positiver Ausgang ein subjektiv positiveres Bild des Spielejournalismus bewirken.
>Ich habe auch keine Lust, mir von jedem, der mich um ein
Rezensionsexemplar bittet, einen Perso zeigen zu lassen, auch wenn unser
Stand nicht so sehr von Besuchern belagert war wie Cornés. [Morisi gehört
wohl doch in einen Messebericht ;-)]<
Gut, das ist ja okay. Aber dann dürfte man sich auch in öffentlichen Postings nicht mehr auf solche Situationen berufen bzw. sich bei mehrfacher Ausgabe von Freiexemplaren/verbilligten Exemplaren nicht wundern - das muss jeder mit sich selbst ausmachen; aber immerhin würde sowas geklärt werden. Ansonsten bin ich auch voll und ganz der Meinung, dass Morisi als Kleinverlagshighlight neben Roads&Boats wohl eine Messeberichtserwähnung verdient hätte.
>Übrigens: Nur wenige Rezensenten erwarten von Kleinverlagen
Freiexemplare; die meisten sind bereit einen ermäßigten Preis zu bezahlen.<
Wenn das so ist, ist das ja voll und ganz in Ordnung.
>Und wer sich ein Spiel erschwindeln kann, kommt leider oft auch an
Presseausweise heran.<
Naja, wenn sich manche Leute solche Mühe machen, dann muss man's eben hinnehmen. Ist aber kalkulierbarer. So wie's jetzt ist könnte aber jeder Leser einer Zeitschrift/Internet-Publikation mit Nennung eines bekannten Namens ein Exemplar kassieren. Und dazu gehört kein Aufwand, nur etwas Skrupellosigkeit.
Ich hoffe aber auch, wie Du, dass sowas wie hier dennoch Seltenheitswert hat, und sowas wie Ausweiskontrolle nicht notwendig werden wird. Aber sowas kann man eben nur in einer Diskussion klären, in der sich Autoren/Verleger und die entsprechenden Journalisten mal vermehrt äussern - hier im Forum wäre ein Platz dafür.
Ciao,
Roman

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Roman

Neue Medien, öffentliche Foren - Vor- und Nachteile

Beitragvon Roman » 28. November 2000, 01:14

Hallo Günter,
>In diesem Fall wäre der erste Ansprechpartner (schon von Seiten Cornés
aus) die Spielbox gewesen, in Sachen 'Deutscher Spielepreis'-Diskussion
zunächst die Röppel-Revue: Den Leuten ausreichend Zeit für eine
Stellungnahme geben und wenn sich auch auf Nachfragen nichts täte, erst
dann sollte man mal im Forum nachfragen...<
Ich denke ähnlich wie Du, und will mich nicht näher zu der SB-Angelegenheit äusseren, da alles schon in meinem anderen Posting steht.
Beim DSP ist die Sache aber ähnlich diffizil: zum einen äußerte sich nach Angabe einiger Mitschreiber hier der Merz-Verlag auf Anfrage nicht, zum anderen ist die Frage, ob ein öffentliches Zahlenmaterial nicht öffentlich diskutiert werden darf. Auf jeden Fall hat, obwohl die Praxis des Multiplizierens seit Jahren bestand bestand, erst auf die Diskussion hier im Forum etwas getan. Der Merz-Verlag hat auch in seinen offiziellen Publikationen den Faktor immer verschwiegen. Voll und ganz jedoch teile ich Deine Meinung, dass das ursprüngliche Posting, das den Stein ins Rollen brachte (und einige nachfolgende Beiträge), umsichtiger formuliert hätte sein müssen und, zusätzlich, nicht hätten anonym erfolgen dürfen.
>Grundsätzlich gehe ich davon aus, daß in den allermeisten Fällen Mißverständnisse vorliegen.<
...die aber auch der Klärung bedürfen.
Wir stehen hier auf jeden Fall vor einem Dilemma mit neuen, leicht zugänglichen Medien:
Zum einen kann durch öffentliche Diskussionen, in die ja auch die Kritiker, Spieleautoren, Verlage zu Wort kommen und ihre Position klar machen können, vieles Missliche ans Tageslicht kommen, was vorher untentdeckt blieb. Das ist in meinen Augen zweifelsfrei positiv.
Zum anderen können so auch genauso leicht ungerechtfertigte oder überzogen formulierte Anschuldigungen lange die Runde machen, was die Stellungnahme von Betroffenen erfordert, diese also in eine Defensivlage drängt, auch wenn die Verdächtigungen haltlos sind. Das ist problematisch bzw. eindeutig negativ.
Eine "Daumisierung" sehe ich hier allerdings nicht, da es eine öffentliche Diskussion ist, da hier jeder seinen Standpunkt selbst darlegen kann und nicht auf die verzerrte Wiedergabe von anderen angewiesen ist. Was bleibt ist, dass durch leicht zugängliche Foren wie dieses viel mehr und auch unangenehmere Fragen öffentlich aufgeworfen werden können, aber auch öffentlich geklärt. Das fördert die Transparenz, Kommunikation und Klärung von Zweifelsfragen, verlangt aber den in diesem Sektor Beschäftigten mehr Stellungnahmen ab. Neben banalen Regelfragen halt genauso wie bei unangenehmen Fragen.
Langer Worte, kurzer Sinn: einige Formulierungen hier sind in manchen Fällen klar zu hart und evtl. zu ahnden, zudem lehne ich es ab, dass jemand unter Pseudonym Anschuldigungen posten kann. Zum anderen bin ich der Meinung, dass öffentlich relevante Themen wie eine DSP-Auswertung oder ein öffentliches Rundschreiben zur Diskussion stehen müssen. Alleine der Versuch, so etwas zu unterbinden, wäre ein Eingriff in die Redefreiheit. Verletzung von Persönlichkeitsrechten sind im Einzelfall zu klären - der Hauptgrund, weswegen ich auch anonyme Postings ablehne.
Jedenfalls wird sich da im Umgang mit den neuen Medien noch einiges tun oder tun müssen.
Ciao,
Roman

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Günter Cornett

re: Neue Medien, öffentliche Foren - Vor- und Nachteile

Beitragvon Günter Cornett » 28. November 2000, 07:07

<ZITAT> Beim DSP ist die Sache aber ähnlich diffizil: zum einen äußerte sich nach Angabe einiger Mitschreiber hier der Merz-Verlag auf Anfrage nicht, zum anderen ist die Frage, ob ein öffentliches Zahlenmaterial nicht öffentlich diskutiert werden darf. </ZITAT>
Öffentliche Diskussion des Zahlenmaterials: ja. Vor konkreten Anschuldigungen allerdings sollte man aber vorher dem Merz-Verlag Zeit für eine Stellungnahme geben.
Wenn ich mich recht erinnere, wurde lediglich jemand am Stand dazu befragt, der spontan keine Auskunft geben konnte. Verständlich, denn man kann nicht davon ausgehen, dass jeder, der für die Pöppelrevue arbeitet, weiß wie die zahlen zustande kommen.
[Allerdings halte ich die Begründung die dann kam, für ziemlich dünn.]
<ZITAT>Zum einen kann durch öffentliche Diskussionen, in die ja auch die Kritiker, Spieleautoren, Verlage zu Wort kommen und ihre Position klar machen können, vieles Missliche ans Tageslicht kommen, was vorher untentdeckt blieb. Das ist in meinen Augen zweifelsfrei positiv.</ZITAT>
Das sachliche Ergebnis ist in beiden Fällen sicherlich positiv zu bewerten, ebenso dass oeffentlich diskutiert wird. Was ich kritisiere ist die Form: 'erst (ver)urteilen, dann nachfragen' ist eben die falsche Reihenfolge. Sowas kann auch ins Auge gehen.
<ZITAT>Eine "Daumisierung" sehe ich hier allerdings nicht, da es eine öffentliche Diskussion ist, da hier jeder seinen Standpunkt selbst darlegen kann und nicht auf die verzerrte Wiedergabe von anderen angewiesen ist. </ZITAT>
Die Daumisierung sehe ich darin, dass man durch öffentliche Vorwürfe gezwungen werden kann, sich äußern zu müssen, um sich zu verteidigen. ('wer sich verteidigt, klagt sich an').
Und nicht immer läßt sich ein Sachverhalt aufklären. Und was wäre zum Beispiel, wenn Bert Hess für 6 Wochen in Urlaub gefahren wäre und die Diskussion gar nicht mitbekommen hätte ?
Auch kann man nicht davon ausgehen, dass jeder Leser einen thread bis zu Ende verfolgt. Es kann leicht passieren, dass Vorwürfe z.B. in Spielerunden weitergetragen werden, die Dementis dann aber nicht. Daher kann auch das Erheben von Vorwürfen, die dann später widerlegt werden, zu einem nicht wiedergutzumachenden Schaden führen.
<ZITAT>Alleine der Versuch, so etwas zu unterbinden, wäre ein Eingriff in die Redefreiheit. Verletzung von Persönlichkeitsrechten sind im Einzelfall zu klären </ZITAT>
Besser als 'klären' wäre da dann doch wohl besser 'unterlassen' ;-).
Es geht mir keinesfalls darum Diskussionen zu unterbinden, aber die neuen Medien verführen gerade dazu, ein wenig zu schnell zu schiessen.
Viele Grüße, Günter

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Günter Cornett

re: Morisi-Fall Ein Betroffener meldet sich!

Beitragvon Günter Cornett » 28. November 2000, 07:07

<ZITAT>Aus dem Rundschreiben ist auch nicht mehr an Kontext herauszuholen, wenn Corné darin nicht mehr schreibt. Ich ging jedenfalls davon aus, dass, wenn er eine solche Aussage in einem öffentlichen Rundschreiben macht, die jeder erhalten kann, der seine E-Mail bei Corné hinterlegt hat, dass er berechtigte Gründe dafür hat.</ZITAT>
Hallo Roman,
gerade so entstehen Gerüchte und verbreiten sich, wobei der wesentliche Fehler wohl schon in Cornés Rundschreiben zu liegen scheint.
<ZITAT>Ich fand es jedoch angesichts des existenten Interesses an Morisi hier im Forum und unserer zitierten Umfrage angemessen, wenigstens die "wichtigsten" Stellen auch hier noch einmal zu veröffentlichen, dazu gehört eben auch diese. Siehst Du das anders?</ZITAT>
Wie gesagt: vor einer Veröffentlichung sollte man immer erst die Betroffenen befragen und ihnen Zeit geben zu antworten. Eine mail an Corné, eine an KMW und/oder jemand anderen von der Spielbox und abwarten.
Ich denke mal, dass es der Spielbox nicht gerade egal ist, was in ihrem Namen geschieht. Wenn sich absolut niemand rührt (was eher unwahrscheinlich gewesen wäre), dann ruhig ins Forum damit.
Viele Grüße, Günter

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Roman

re: Neue Medien, öffentliche Foren - Vor- und Nachteile

Beitragvon Roman » 28. November 2000, 11:43

Hi Günter,
[DSP]
>Öffentliche Diskussion des Zahlenmaterials: ja. Vor konkreten Anschuldigungen allerdings
sollte man aber vorher dem Merz-Verlag Zeit für eine Stellungnahme geben.<
Wie gesagt, die Form, in der das geschah kann ich auch nicht gutheissen. Weder das urspr. Posting unter Pseudonym noch dessen Inhalt.
>Das sachliche Ergebnis ist in beiden Fällen sicherlich positiv zu bewerten, ebenso dass
oeffentlich diskutiert wird. Was ich kritisiere ist die Form: 'erst (ver)urteilen, dann
nachfragen' ist eben die falsche Reihenfolge. Sowas kann auch ins Auge gehen.<
Dann sind wir uns ja weitgehend einig, dass es primär formale Mängel sind, die das negative an den Diskussionen mit sich bringen.
>Die Daumisierung sehe ich darin, dass man durch öffentliche Vorwürfe gezwungen werden
kann, sich äußern zu müssen, um sich zu verteidigen. ('wer sich verteidigt, klagt sich an').<
Ist eine durchaus berechtigte Sichtweise, auch wenn ich in vielen öffentlichen Diskussionen eine Stellungnahme von Personen eher als Entlastung empfinde - Schweigen ist meist schlimmer und kann dafür sorgen, dass unberechtigte Gerüchte zu hartnäckigen Auffassungen werden. Wie gesagt, dass ist eine persönliche Meinung von mir - aber natürlich hängt da auch immer der Eindruck mit, dass, wer sich meint äussern zu müssen, sich selbst zu Recht belastet fühlt.
>Und nicht immer läßt sich ein Sachverhalt aufklären. Und was wäre zum Beispiel, wenn
Bert Hess für 6 Wochen in Urlaub gefahren wäre und die Diskussion gar nicht
mitbekommen hätte ?<
Das ist wahr und in der Tat ein Problem. Allerdings ist gerade hier im Forum davon auszugehen, dass auch andere Spielbox-Mitarbeiter regelmäßig hier lesen und dies anmerken können. Jedenfalls haben wir ja schon das Dilemma, dass Corné van Moorsel nicht zu "kriegen" ist.
Wie gesagt, die Erfahrungen zeigen, dass hier in der Regel genug kompetente Leute mitlesen, so dass sich so etwas mit etwas Geduld klären lässt. Ich hatte ursprünglich auch gehofft, dass es im Fall "Freiexemplar" so geschieht, ohne dass sich das in eine allzu negativ-behaftete Schiene hineinfährt. Immerhin sind wir hier im Spielbox-Forum, ich habe die Sache ja nicht in irgendeiner Newsgroup gepostet (was ich bewusst unter diesem Aspekt unterlassen habe!). Fassen wir zusammen: die Hoffnung, dass das ganz schnell hier geklärt wird, hat sich leider nicht erfüllt; ebenso war die Annahme, dass Corné sich dessen sicher war, was er in ein öffentliches Rundschreiben hineinschreibt, wohl falsch. Wenn ich gewusst hätte, dass es dann so negativ läuft, hätte ich eher persönlich bei der SB und Corné nachgefragt. Was allerdings Corné jetzt nicht davon entlastet, sich evtl. besser zu überlegen, was er öffentlich in ein wohlformuliertes Rundschreiben schreibt - da hatte er eigentlich beim Verfassen genug Zeit, um nicht voreilig zu schreiben. Aber ich warte da mal auf seine Stellungnahme, welche Gründe er dafür hatte; vielleicht ja auch in irgendeiner Weise berechtigte (ich will auch Corné hier nicht vorverurteilen, das sollten wir hier alle auch nicht vergessen!)
Wobei wir allerdings wieder bei der Thematik wären, ob man im Internet für Zitate von anderen Quellen oder gar Verweise auf andere Quellen (Links) haftet. Ich meine, prinzipiell nicht (da sonst nämlich die Struktur des Internets zusammenbricht, weil sich ob der Verantwortung niemand mehr traut, irgendetwas in dieser Art zu verlinken oder zu posten), aber in diffizilen Fragen sollte die Erfahrung evtl. zu etwas vorsichtigerem Vorgehen anraten, um nicht ungewollt Schaden anzurichten (auch wenn man für die Aussagen und Missverständnisse an sich nichts kann, ausser auf etwas eh schon Öffentliches aufmerksam gemacht zu haben).
>Auch kann man nicht davon ausgehen, dass jeder Leser einen thread bis zu Ende verfolgt.
Es kann leicht passieren, dass Vorwürfe z.B. in Spielerunden weitergetragen werden, die
Dementis dann aber nicht. Daher kann auch das Erheben von Vorwürfen, die dann später
widerlegt werden, zu einem nicht wiedergutzumachenden Schaden führen.<
Du hast vollkommen recht, auch wenn ich persönlich nicht verstehen kann, wie so jemand, den so etwas ja anscheinend interessiert, den Thread nicht weiterverfolgt. Aber es passiert leider zu häufig.
>>Alleine der Versuch, so etwas zu unterbinden, wäre ein Eingriff in die Redefreiheit.
Verletzung von Persönlichkeitsrechten sind im Einzelfall zu klären<<
>Besser als 'klären' wäre da dann doch wohl besser 'unterlassen' ;-)<
Ich habe das eben aus der Sicht z.B. eines "Forenverwalters" geschrieben, man kann ja nix unterlassen, was ein anderer postet. Aber ansonsten hast Du natürlich Recht. Ich wollte nur andeuten, dass man auch z.B. mit dem Zensieren von Beiträgen vorsichtig sein muss.
>Es geht mir keinesfalls darum Diskussionen zu unterbinden, aber die neuen Medien
verführen gerade dazu, ein wenig zu schnell zu schiessen.<
Das ist in manchen Belangen toll, da man schnell mal was gefragt hat, und sich nicht immer tagelang den Kopf zerbrechen muss, bevor man sich an irgendwen wendet - andererseits sorgt's natürlich auch mal für peinliche Momente a la "Jetzt fällt's mir 2 Sekunden nach dem Abschicken ein, was ich falsch gemacht habe" oder z.T. auch zu in dieser Form ungerechtfertigten Anschuldigungen.
>Viele Grüße, Günter<
Ciao,
Roman (der jetzt auch mal eine Pause von Stellungnahmen in Anspruch nimmt und seine Arbeit weitermacht...)

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ralf

Vorverurteilung oder Streitkultur?

Beitragvon ralf » 28. November 2000, 16:45

Ich verstehe überhaupt nicht, warum sich alle plötzlich so aufregen. Schaut Euch mal die Chronologie dieses Threads an:
Es wurde niemand persönlich angeklagt. Corne van Morsel schilderte eine Situation, die ihm auf der Messe tatsächlich passiert ist und zwar mit den Worten "Ein Mitarbeiter der Zeitschrift Spielbox" (sinngemäß). Es war weder die Rede davon, daß der Mitarbeiter, welcher wirklich den Report schreibt es war, noch wurde ein Name genannt. Die Szene ist, wie durch einen Zeugen belegt wirklich passiert. Wieso soll Corne nicht davon reden dürfen.
Dies ist die offizielle Website der Spielbox hier wird es diskutiert. Was ist daran auszusetzen?
Wie auch Roman, wußten die meisten nicht, wer den Bericht zur Messe schreiben würde und haben somit auch keine Verdächtigungen geäußert.
Bert Heß fühlte sich offensichtlich angesprochen und hat gepostet, daß er es nicht war. Auch diese Aussage (um die auch gar nicht gebeten wurde) hat niemand in Frage gestellt. Aber sofort kamen Ratschläge zum Unschuldsbeweis. Hierbei gab jemand den Tip der Todsicheren Identifizierung mit Foto und Personalausweiskopie. Sicher eine sehr drastische Methode, die sofort Kritiker hervorgerufen hat, die es unverschämt fanden von Bert Heß den Pesonalausweis zu verlangen.
Aber Neimand hat in diesem Forum von Bert Heß einen Unschuldsbeweis verlangt! Seine Aussage er wäre es nicht gewesen wurde nie bezweifelt!
Doch jetzt kamen die Einwände, wie man überhaupt dazu kommt so etwas in diesem Forum zu veröffentlichen und jemanden vorzuverurteilen. Eine Vorverurteilung hat es nie gegeben! Ein Postig hat das andere ergeben und die eigentliche Frage wurde kaum noch diskutiert. Das mußte sie auch eigentlich nicht, denn die eigentliche Frage, ob nun jemand vom Nostheide Verlag das Freiexemplar erpressen wollte oder ob es sich nicht nur um Erpressung, sondern auch um Betrug handelt kann nur einer mit einre Stellungnahme klären - der Nostheide Verlag! Aber wie auch schon beim Deutschen Spielepreis der Merz Verlag hält man sich selbst mit einer kurzen Stellungnahme seitens der Redaktion seltsam zurück.
Es hätte doch schon gereicht zu sagen, man könne es sich nicht vorstellen, werde die Sache aber prüfen und baldmöglichst einwandfrei klären. Allen Diskussionen wäre der Wind aus den Segeln genommen worden, auch falls jemand in Urlaub gewesen wäre.
Beim deutschen Spielepreis lief es so ähnlich. Auch hier wurde die Diskussion von pro und contra hochgeschaukelt, um das Eigentliche wurde nicht mehr diskutiert und der Merz Verlag schwieg sich aus. Hätte man gleich eine Stellungnahme gebracht hätte es gar keine wilden Spekulationen geben müssen.
Dies ist doch ein Diskussionsfourum und bei Diskussionen fallen manchmal auch Worte die nicht lange überdacht wurden. Aber man sollte sich nicht bei jeder Kritik gleich auf den Schlips getreten fühlen, solange die Nettiquette gewahrt bleibt. Und bei einigen unangenehmen Themen muß man halt bohren - und zwar öffentlich - bis endlich eine Stellungnahme kommt. Ohne die andauernde Diskussion hier im Forum - noch bevor so etwas einmal in der Spielbox oder der Fairplay steht und dann wieder vergessen wird - wäre der Verlag ja gar nicht zur Stellungnahme genötigt gewesen.
Und auch die derzeitige Diskussion zeigt ein für mich neues Thema : Schnorrer, die sich als Journalisten von Fachzeitschriften ausgeben sind offenbar gar nicht so selten.
Wir sollten unsere Streitkultur wieder ein bisschen üben. Diskutieren und streiten ist nicht gleichzusetzen mit anklagen und vorverurteilen. Zugegeben, gegenüber Einzelpersonen sollte man etwas rücksichtsvoller sein, aber die Aktivitäten von Firmen und Institutionen sollten immer hinterfragt werden.

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Günter Cornett

re: Vorverurteilung oder Streitkultur?

Beitragvon Günter Cornett » 28. November 2000, 18:18

<ZITAT>Es wurde niemand persönlich angeklagt. Corne van Morsel schilderte eine Situation, die ihm auf der Messe tatsächlich passiert ist und zwar mit den Worten "Ein Mitarbeiter der Zeitschrift Spielbox" (sinngemäß). Es war weder die Rede davon, daß der Mitarbeiter, welcher wirklich den Report schreibt es war, noch wurde ein Name genannt. Die Szene ist, wie durch einen Zeugen belegt wirklich passiert. Wieso soll Corne nicht davon reden dürfen.</ZITAT>
Hallo Ralf,
es ist jetzt blöd Cornés Verhalten zu diskutieren, wo er die Diskussion nicht mitbekommt. Ich denke nicht, dass er irgendwas boeswillig verbreitet hat, aber sicher war seine rundmail ein wenig ungeschickt.
Nur soviel: Es ist für mich klar, dass die Szene passiert ist, aber nicht unbedingt, dass sie SO passiert ist. Sprachschwierigkeiten können z.B. Ursache eines Mißverständnisses sein.
Ist es so abwegig, dass vielleicht nicht der Messereport gemeint war, sondern die Leserreise, in dessen Bericht Verlage, die dafür Spiele spenden, als Sponsoren genannt werden ?
So etwas klärt man besser vorher ab, bevor man öffentlich oder halbhöffentlich (per rundmail) Anschuldigungen auch gegen Unbekannt postet.
<ZITAT>Dies ist die offizielle Website der Spielbox hier wird es diskutiert. Was ist daran auszusetzen?
Wie auch Roman, wußten die meisten nicht, wer den Bericht zur Messe schreiben würde und haben somit auch keine Verdächtigungen geäußert.</ZITAT>
Gerade wenn es solche Hinweise gibt wie 'Messereport' dann ist es für den Schreiber des Messereports nicht so einfach zu wissen, ob er sich angesprochen fühlen soll oder nicht. Scheiss-Situation. Andeutungen sind die fiesere Variante, weil sie es der Fantasie des Zuhörers überlassen, Gerüchte mit Fakten zu vermischen.
<ZITAT>Bert Heß fühlte sich offensichtlich angesprochen und hat gepostet, daß er es nicht war. Auch diese Aussage (um die auch gar nicht gebeten wurde) hat niemand in Frage gestellt. </ZITAT>
Und wenn er sich nicht geäußert hätte - selber Schuld, wenn man dann schlechtes über ihn oder die Spielbox denken würde ? Muss man denn zu allem Stellung nehmen, was über einen geäußert wird ?
<ZITAT> Doch jetzt kamen die Einwände, wie man überhaupt dazu kommt so etwas in diesem Forum zu veröffentlichen und jemanden vorzuverurteilen. Eine Vorverurteilung hat es nie gegeben! Ein Postig hat das andere ergeben und die eigentliche Frage wurde kaum noch diskutiert. </ZITAT>
So ist das in den Foren, gerade daher sollte man vorsichtig sein.
<ZITAT> Das mußte sie auch eigentlich nicht, denn die eigentliche Frage, ob nun jemand vom Nostheide
Verlag das Freiexemplar erpressen wollte oder ob es sich nicht nur um Erpressung, sondern auch um Betrug handelt</ZITAT>
...oder um ein Mißverständnis - wir wollen doch die naheliegendste Möglichkeit nicht aus den Augen verlieren!
<ZITAT>kann nur einer mit einre Stellungnahme klären - der Nostheide Verlag! </ZITAT>
Aus diesem Grunde sollte man eine solche Frage auch erst der Spielbox stellen.
<ZITAT>Aber wie schon beim Deutschen Spielepreis der Merz Verlag hält man sich selbst mit einer kurzen Stellungnahme seitens der Redaktion seltsam zurück.</ZITAT>
Manchmal braucht es eben Zeit, um etwas zu prüfen, um eine Stellungnahme intern zu diskutieren und zu formulieren. Wenn es Mode wird, dass man auf jedes Gerücht reagiert, gibt es bald eine Gerüchtekultur anstelle einer Diskussionskultur.
<ZITAT>Und bei einigen unangenehmen Themen muß man halt bohren - und zwar öffentlich - bis endlich eine Stellungnahme kommt.
Ohne die andauernde Diskussion hier im Forum - noch bevor so etwas einmal in der Spielbox oder der Fairplay steht und dann wieder vergessen wird - wäre der Verlag ja gar nicht zur Stellungnahme genötigt gewesen.</ZITAT>
Damit unterstellst du doch der Spielbox und der Pöppelrevue, dass sie sich nicht freiwillig äußern würden.
Wenn du deine Brötchen kaufst, nötigst du dann auch die Verkäuferin per Pistole oder Rechtsanwalt zur Herausgabe des Wechselgeldes oder läßt du ihr die Chance, es freiwillig zu tun, eventuell noch mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht ?
Nun ich gebe zu, die andere Methode ist sicherer, aber mir gefällt sie irgendwie nicht. Ja, vielleicht bin ich zu naiv...
<ZITAT>Und auch die derzeitige Diskussion zeigt ein für mich neues Thema : Schnorrer, die sich als Journalisten von Fachzeitschriften ausgeben sind offenbar gar nicht so selten.</ZITAT>
Seh ich noch nicht so. Es ist doch noch gar nicht klar, dass hier ein pöser Schnorrer am Werk war.
1995 war jemand mal an unserm Stand, der uns versprach ne Sendung in Pro7 über unser Spiel zu machen. Und auch dass sich mal jemand für KMW ausgegeben hat, sagt nichts über die Dimension des 'Schnorrer-Problems' aus.
Die Frage nach Freiexemplaren halte ich für durchaus verständlich. Ich erinnere mich, dass ich vor zehn Jahren auch mal ne Reihe Verlage angeschrieben habe, ob sie Spiele für einen Spieleclub zur Verfügung stellen. Da kannte ich den Unterschied zwischen Verlag und Kleinverlag auch noch nicht ;-).
Was ein gewisses Problem für uns (BAMBUS) ist: wir kriegen sehr häufig Faxe, in denen wir größtenteils sehr nett und unter Hinweis auf einen sozialen Zweck um Freiexemplare gebeten werden. Ich gehe schon davon aus, dass die überwiegende Mehrheit mir da nichts vormachen will. Aber wir können sie nicht immer alle beantworten.
Ein Horror wäre es, wenn wir in gleicher Menge mit Gerüchten konfrontiert würden, weil das möglicherweise die neue Form wird, in der man in den neuen Medien Auskünfte einholt...
<ZITAT>Wir sollten unsere Streitkultur wieder ein bisschen üben. Diskutieren und streiten ist nicht gleichzusetzen mit anklagen und vorverurteilen. </ZITAT>
Um diesen Unterschied ging es Roman, Wolfgang und mir, nicht darum Diskussionen zu verhindern.
viele Grüße, Günter

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KMW

re: Vorverurteilung oder Streitkultur?

Beitragvon KMW » 28. November 2000, 19:05

> (...) Aber wie auch
> schon beim Deutschen Spielepreis der Merz Verlag hält man sich
> selbst mit einer kurzen Stellungnahme seitens der Redaktion
> seltsam zurück.
Da ärgert mich die vorwurfsvolle Formulierung. Aber das nur am Rande. Außerdem habe ich bereits recht früh (25.11., 09:04) dazu eine Stellungnahme abgegeben und das kannst Du getrost als Stellungnahme der Redaktion werten, wenn's auch in diesem Fall die Online-Redaktion war.
Wir reagieren nicht auf jeden Atemzug im Forum. In diesem Fall wollten wir erstmal klären, wer da im Namen der spielbox agiert hat und uns dann ggf. äußern. Dank der Beschreibung von Ronald Hoekstra wissen wir wenigstens, daß keiner von uns gemeint sein kann, denn mit Bollerwagen oder ähnlichem waren wir nicht auf der Messe unterwegs.
"Wir", das sind (außer mir) Harald Hemmerlein und Angelika Pöllath, und diese beiden sind die einzigen Redakteure, die die spielbox hat. Da Corné in seinem Newsletter von einem "editor" schreibt, muss sich also jemand als Redakteur ausgegeben haben. Oder irgendwer hat mal wieder irgendwas mißverstanden.
Jedenfalls habe ich inzwischen Corné angemailt und um Aufklärung gebeten. Aber wie wir wissen, kann das noch dauern, weil er gerade unterwegs ist - wenn es sich überhaupt klären läßt. Und der Übeltäter selbst wird sich wohl kaum freiwillig zu erkennen geben.
Auch spielbox-Redakteure sind öfter mal unterwegs und lesen nicht ständig das Forum, ganz einfach, weil die beiden nicht nur die spielbox machen, sondern auch die Spielmittel und den Branchenbrief. Und beneidenswerterweise haben die beiden auch ein Wochenende fernab von einem PC (seufz!).
> (...) die eigentliche Frage, ob nun jemand vom Nostheide Verlag das
> Freiexemplar erpressen wollte (...)
Bleiben wir mal auf dem Teppich! Selbst wenn jemand von der Redaktion wegen eines Freiexemplars nachgefragt hätte, ist das noch lange keine Erpressung. Für eine Rezension braucht die Redaktion ein Exemplar, um es fotografieren zu lassen. Gerade bei Kleinverlagen gibt es selten oder nie Pressefotos, die man verwenden könnte. Und letzten Endes ist eine Rezension Werbung für das Spiel, ganz gleich, ob das Urteil positiv oder negativ ausfällt. Unter Marketingaspekten ist eine schlechte Kritik immer noch besser als gar keine Werbung. Das ist aber wohl nicht allen bewußt.
Die Rezensenten (alles freie Mitarbeiter, für die Printausgabe also auch ich) besorgen sich die Spiele, die sie besprechen wollen oder sollen, auf eigene Faust. Aus Gesprächen mit anderen weiß ich, daß wir bei Kleinstverlagen gar nicht erst nach Freiexemplaren fragen, sondern meist einen reduzierten Preis zahlen - oder auch den vollen, wenn's nicht anders geht (z.B. Morisi, Roads & Boats). Allerdings ist es mir in diesem Jahr auch passiert, daß ich trotzdem Freiexemplare in die Hand gedrückt bekam.
KMW

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KMW

re: Vorverurteilung oder Streitkultur?

Beitragvon KMW » 28. November 2000, 19:08

> Und auch dass sich
> mal jemand für KMW ausgegeben hat, sagt nichts über die
> Dimension des 'Schnorrer-Problems' aus.
Das wußte ich noch gar nicht - oder hab' ich's wieder gessen? Ein Glück, daß ich unverwechselbar bin, oder mit anderen Worten: einmalig!
KMW

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Guenter Cornett

re: Vorverurteilung oder Streitkultur?

Beitragvon Guenter Cornett » 28. November 2000, 20:25

Hallo KMW,
bevor wieder neue Gerüchte entstehen: Ich bezog mich mit dieser Bemerkung auf dein Posting vom 25.11., von dem mir vor allem der letzte Satz in Erinnerung geblieben war:
<ZITAT>
Als ich vor Jahren noch die Pöppel-Revue gemacht habe, ...
im Namen der Pöppel-Revue kostenlose Rezensionsexemplare seines Spiels abgeholt hätten.
...
Da hatte schlicht jemand in meinem Namen Spiele abkassiert.
KMW
</ZITAT>
An unserem Stand ist sowas noch nicht vorgekommen.
Auf keinen Fall sollte man ein länger zurückliegende Einzelfälle überbewerten. Sonst kommt man womöglich noch dahin, das sich niemand mehr traut zu fragen, wie ein Verlag es mit Rezensionsexemplaren hält.
viele Grüße, Günter

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ralf

re: Vorverurteilung oder Streitkultur?

Beitragvon ralf » 1. Dezember 2000, 12:57

1.Aber das ist doch jetzt endlich die Stellungnahme die notwendig gewesen wäre. Tenor: von uns wars keiner und wir gehen dem nach!
Wunderbar, bleibt bloß noch eine Warnung an die Verlage, sich die Identität von angeblichen Pressemitarbeitern genau bestätigen zu lassen Presseausweis o. ä.
In der Formulierung sollte eigentlich kein Vorwurf sein und Dein Posting vom 25. teilte lediglich mit: Ich wars nicht und es gibt noch die Möglichkeit eines Betrügers.
Aber sicherlich hast Du recht, daß im Forum die Erwartungshaltung auf eine rasche Antwort zu hoch ist. Wenn Du mich gefragt hättest wie lange der Tread um diese Sache läuft, hätte ich sicherlich mehr als sechs Tage geantwortet. Tatsache ist, daß der Thread erst so lange läuft und Euch eine Woche Reaktionszeit mindestens zugestanden werden muß - sorry.
Die Erwartungshaltung liegt wohl auch an der Unübersichtlichkeit des Forums, denn ich mußte heute immerhin acht Bilschirmseiten herunterblättern um an den ursprünglichen Thread zu kommen. Aber man kann nicht alles haben - entweder rege Beteiligung oder bessere Übersicht.
2. Natürlich ist es normal, wenn man für Rezensionen nach Freiexemplaren fragt und diese auch bekommt oder sogar ohne Nachfrage erhält. Das soll auch überhaupt nicht negativ bewertet werden und die Rezension stellt auch die von Dir beschriebene Werbung dar. Und es ist evtl auch so, daß man zumindest subjektiv lieber ein Freiexemplar rezensiert als eines, welches man teuer erstehen mußte. Aber die klare Aussage, daß man nur, wenn man jetzt ein Freiexemplar hergibt, in den wichtigen Report für Essen aufgenommen wird, stellt für mich einen Erpressungsversuch dar. Ob das eine juristisch eindeutige Sichtweise ist, ist nicht ganz klar, zumindest wäre ein solches Verhalten sittenwidrig. Das habe ich auch schon am 24.11. so geschrieben. Vielleicht war es unklug den Namen Nostheide und das Wort erpressen in einem Satz zu nennen, aber der Rest des Satzes sagt ja eindeutig, daß es eine andere - offensichtlich auch wahrscheinlichere Möglichkeit gibt.
Ich sagte nur, daß eine Frage geklärt werden muß und warf Euch die Erpressung doch gar nicht vor. Bisher sieht ja alles danach aus, daß es sich um einen Betrüger handelt.
Schnellebig wie das Forum ist, scheint die Aufregung jedoch nach nicht mal einer Woche bereits verflogen und es wird kaum noch darüber diskutiert. Am Ende wir der Verlag evtl. noch mal eine Stellungnahme herausbringen, in der vor Betrügern gewarnt wird und der Fall sollte erledgt sein.
Gruß,
ralf


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