Beitragvon Ralf Abilgaard » 6. Februar 2001, 16:13
>Spielen und kaufen sollte man sowieso nur was einem selbst gefällt.<
Für Dich, als informiertem Leser von Kritiken, wie für die meisten Forumsteilnehmer, ist der Preis SdJ in der Tat recht egal. Aber ab diesem Label hängt für viele sehr viel Geld! Für die Allgemeinheit der Käufer hat der Preis noch immer eine Sogwirkung (SdJ = gutes oder sogar bestes Spiel). Mit dieser Sogwirkung hat der Verein einiges für das Kulturgut Spiel getan. Nicht zuletzt auch dem Pöppel mit dem Lorbeerkranz ist die Zunahme an guten Brettspielen in den letzten 20 Jahren zu verdanken - auch durch den verbesserten Verkaufserfolg.
Wenn der Preis aber nicht mehr unabhängig vergeben würde, sondern auch bei der Jury - und sei es nur indirekt - wirtschaftliche Interessen einen Ausschlag geben könnten, dann verliert der Preis an Bedeutung und die breite Masse das Interesse - evtl. auch an den Spielen insgesamt.
Es kann allen Interessierten also nicht egal sein, was hinter den Kulissen abläuft.
So, das war jetzt eine Ganze Menge und ich hoffe, daß ich damit niemandem auf den Schlips getreten bin. Ich habe bewußt den Konjuktiv in dem Satz benutzt, in dem es um die Vergabe und um wirtschaftliche Interessen geht. Und werfe hier niemandem Manipulation oder schlimmeres vor! Es ging mir rein um die Bedeutung des Preises für das Kulturgut Spiel und wir sollten auf jeden Fall Stellungnahmen und Veröffentlichungen abwarten, bevor wir jetzt die finanzielle Abhängigkeit bei der Preisvergabe diskutieren.
Gruß Ralf