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Spielepreis - ob?! und welcher?!

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Heinrich Glumpler

Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Heinrich Glumpler » 9. Februar 2001, 08:43

Hi,
ich würde anregen, einmal darüber nachzudenken, welchen Sinn Spielepreise haben (und sie haben einen Sinn!). Sobald das mal klar ist, kann man (relativ) objektive Kriterien vorgeben, die von einem "sinnvollen" Spielepreis erfüllt werden müssen.
Der nächste Schritt könnte dann darin bestehen, bestehende Spielepreise unter die Lupe zu nehmen - und damit meine ich nicht nur SdJ und DSP. Meines Erachtens lässt sich jede Rangliste in einen "Preis" verwandeln. Ranglisten gibt es eine ganze Menge, weshalb ich anregen würde,
a) die Kriterien zu nennen
b) vorhandene Preise und Ranglisten unter die Lupe zu nehmen.
Die Idee ist mir gekommen, als ich mir die "Top 100" angesehen habe. Diese Rangliste macht - was Objektivität angeht - einen sehr guten Eindruck auf mich.
Die Frage ist allerdings: gehört Objektivität zu den Kriterien (nicht lachen, Spielen ist weitgehend subjektiv).
Welche Ranglisten gibt es?
Wenn ich dazu komme, poste ich meine Kriterien und die Ranglisten, die ich kenne. Wie sehen Eure aus?
(ach ja: Top 100 = http://scv.bu.edu/~aarondf/Top100/)
Grüsse
Heinrich

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Markus Barnick

re: Spielepreis - ob?! und welcher?! -> MB-Preis

Beitragvon Markus Barnick » 9. Februar 2001, 09:36

du nimmst mir genau meinen Gedanken vorweg.
Ich wollte hier heute vorschlagen, quasi einen eigenen Preis zu vergeben. Statistiker haben wir ja hier genug: Abstimmungen und Wahlen über das beste Spiel waren hier ja schon öfters.
Ich hab schon scherzhafterweise überlegt, ob ich das "Markus-Barnick-Preis" (MB-Preis) nennen sollte ;-)))
Aber wie wäre es z.B. mit "Spielbox-Preis"?
Wird von den Lesern dieses Forums bzw. der Spielbox oder anderen "Nicht-nur-Gelegenheits-Spielern" und "Nicht-und-oder-doch-Profis" vergeben.
Wäre dann ein weiterer Menüpunkt auf dieser Seite. KMW kann das doch sicher programmieren, daß jeder nur 1 gültige Stimme abgeben kann (auch ein Punkt in Sachen Ehrlichkeit seitens der Spieler).
Allerdings sollte die Auswahl sich nicht nur auf 1 Spiel beschränken.
Jeder soll die Wahl zwischen 3 Spielen haben, denen er je 1-3 Punkte vergeben kann.
Soweit meine Gedanken erstmal.

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David Frogier

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon David Frogier » 9. Februar 2001, 10:14

Euer Engagement in Ehren, aber die Frage ist doch nicht nur, wie ein Preis zustande kommt, sondern auch FÜR wen er gemacht ist und wem er nützt.
Natürlich können jetzt alle Forumsteilnehmer sagen, welches Spiel das beste für sie ist. Und dann? Dann weiß am Ende jeder, dass ein anderer dasselbe Spiel am besten findet, oder dass ein anderer eben ein anderes Spiel am besten findet. Kauf ichs mir deswegen? Nein. Bestes Beispiel ist die Diskussion um HdR weiter unten.
Wirkt die "Rangliste" nach außen? Wird irgend jemand, der kein Forumsleser ist, sagen: "Oh, die Forumsteilnehmer der spielbox finden xy am besten, das sollte ich mir dann mal kaufen?" Nein.
Ich denke, bevor wir weiter diskutieren sollte uns klar werden, dass keiner der beiden Preise jemals für UNS gemacht wurde, nämlich für die, die ohnehin ganz genau wissen, was an neuen Spielen heraus kommt, sondern für die ANDEREN, die da draußen, für die "Torres" zur Zeit ein ganz neues und aktuelles Spiel des Jahres ist.
Und nochwas: Niemand kann so einfach "programmieren", dass im Internet jeder nur einmal abstimmen kann. Erst recht nicht in einem Forum, in dem keiner von uns registriert ist; und selbst das könnte ziemlich leicht umgangen werden.
Und wahrscheinlich sagt dann am Ende ein Preis, den 8 Leute aus diesen und jenen Motiven vergeben haben mehr aus, als ein Preis, bei dem jeder, der Lust hatte (es sei denn du führst Wahlzwang ein; und dann für wen?) eventuell auch mehrmals gesagt hat, er findet dieses Spiel jetzt am besten.
Aber mal ganz ehrlich: Wer von uns Forumsteilnehmern hier hat denn jemals ein prämiertes Spiel gekauft, nur weil es prämiert wurde? Ohne sich vorher anderweitig zu erkundigen, worum es geht und wie es sich spielt?

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Heinrich Glumpler

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Heinrich Glumpler » 9. Februar 2001, 11:44

Hi,
kurze Reaktion:
Hi Markus: langsam, langsam - ich wollte eigentlich keinen eigenen Preis kreiren. Eher das Gegenteil: ich wollte anregen, die vorhandenen Ranglisten in Augenschein zu nehmen und zwar...
Hi David: ...NACHDEM die Kriterien klar sind, was mit diesem Preis zu erreichen sein soll (Du sprichst mir aus der Seele).
Am liebsten würde ich folgendes machen:
Eine Liste der Kriterien
Eine Liste der (vorhandenen) Ranglisten/Preise
Eine Zuordnung, welche Rangliste/Preis welches Kriterium erfüllt
Wenn tatsächlich keine Rangliste/Preis das entscheidende Kriterium erfüllt (über das man sich ja auch erst mal einigen müsste), kann (!) man drüber reden, was eigenes zu basteln.
Sorry, dass ich selbst noch nichts anbiete, aber ich bin derzeit ein wenig im Stress... vielleicht können wir den Thread später nochmal systematisch angehen...
Grüsse
Heinrich

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Frank "Riemi" Riemenschneid

re: Spielepreis - ob?! und welcher?! -> MB-Preis

Beitragvon Frank "Riemi" Riemenschneid » 9. Februar 2001, 12:55

Und noch einen Preis!
Ich hatte kurzzeitig die gleichen Gedankengänge.
Aber ich finde zwei Spielepreise sind genug. Wen sollte ein Dritter, Vierter Spielepreis denn interessieren? Wenn wir damit anfangen, dann könnte jedes Spieleforum, jede Spielezeitschrift und jeder größerer Club seinen Spielepreis vergeben.Dann könnte man bei einem Spiel wie SvC vor lauter verliehener Preise das Cover nicht mehr erkennen oder schlimmer zehn Spiele die alle die besten des Jahres sind.
Wir könnten ja alle in den Verein (Spiel des Jahres) eintreten und versuchen das Problem von innen zu lösen statt von außen nichts zu bewegen.
Gruß
Riemi (Der es schade findet wie die zwei wichtigsten Spielepreise sich selber deklassieren)

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Henrik Schrader

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Henrik Schrader » 9. Februar 2001, 12:59

Hi !!
Bei den ganzen Diskusionen um den DSP und dem SdJ sollte man sich mal überlegen für wen eigendlich mitlerweile die Preise gemacht sind.
Der ursprünglich Sinn mag ja darin gewesen sein dem Verbraucher empfehlenswerte Spiele zu präsentieren.
Ich glaube nicht das man das heute noch so stehen lassen kann.
Es ist doch so daß mitlerweile jedes Jahr eine fast unüberschaubare Menge an Spielen rauskommt und daraus soll jetzt binnen kürzester Zeit ein SdJ gekührt werden.
Ich unterstelle jetzt mal den einzelnen Mitgliedern der Jury ( zurecht oder unrecht ) daß sie in der kurzen Zeit garnicht in der Lage sind sich ein umfassendes Bild der Neuerscheinungen machen können.
Die Mitglieder schreiben zwar Rezensionen über die Spiele in diversen Zeitungen und geben ihre Meinung zu diesen kund, aber dieses sind doch fast ausschließlich nur Spiele die der Kunde in den Kaufhäusern ect. auch finden kann.
Folge: Ein großer Konzern wie Ravensburger, der überall mit seinen Spielen präsent ist, bekommt auch dadurch überproporzional viel Aufmeksamkeit; kleine Verlage die vieleicht auch gute oder gar bessere Spiele auf den Markt bringen dagegen werden fast vergessen.
Dann wird abgestimmt, alle kennen natürlich die Highlights der großen, und die der kleine ???
Im Endeffekt bekommt ein großer Konzern wie Ravensburger und Kosmos den Pöppel.
Die kleinen Verlage verkaufen wieder weniger Spiele und verschwinden noch mehr in der Versenkung oder werden gar aufgekauft bzw. gehen pleite.
Die Spielepreise sind also nur dazu da großen Spieleverlagen zu Umsatzsteigerungen zu verhelfen ( da das jeweilig ausgezeichnete Spiel sich ja auch entsprechend verkauft ), für den Kunden bringt das garnichts, der weiß nur welches das wohl beste Spiel der großen Verlage ist, die unmengen Spiele der kleinen Verlage lernt er ja garnicht kennen.
Also schaffen wir doch die Preise ganz ab, wenn die Preise sowiso nicht fair verteilt werden können dann doch lieber garnicht.
Gruß Henrik
( den schon immer Kommentare stutzig machten wie: kann den Preis nicht bekommen weil zu billig, nicht fäig binnen kurzer Zeit genügend Spiele auf den Markt zu bringen usw. )

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Holger Peine

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Holger Peine » 9. Februar 2001, 13:25

> Im Endeffekt bekommt ein großer Konzern wie Ravensburger und Kosmos den Pöppel.
Das ist so nicht richtig: Letztes Jahr z.B. hat zwar Ravensburger den Preis für Torres bekommen, aber die beiden anderen Nominierten, "Ohne Furcht und Adel" und "Carolus Magnus" stammen von den Kleinverlagen Hans im Glück und Winning Moves. Auf der Auswahlliste finden sich regelmäßig auch Kleinverlags-Titel (letzes Jahr z.B. Kardinal). Kleinverlage haben den Titel auch schon gewonnen, so Hans im Glück (für El Grande und Manhattan).
(Oder kann man einen Verlag mit zwei Vollzeitmitarbeitern wie Hans im Glück schon nicht mehr als Kleinverlag bezeichnen?)

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KMW

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon KMW » 9. Februar 2001, 13:26

Aus akutem Zeitmangel nur ein ganz kurzer Hinweis:
Hier auf der Site gibt's die Seite "prämierte spiele"; dort sind nicht nur Spielepreise gelistet, sondern auch Umfrageergebnisse. Wenn Ihr mir weitere Links nennt, nehme ich sie dort auf.
KMW

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Henrik Schrader

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Henrik Schrader » 9. Februar 2001, 14:39

Hi !
Manchmal muß man ein Problem überspitzt darstellen um zu zeigen wo das Problem ist.
Naturlich hat schon so manscher kleinverlag früher den Pöppel bekommen ( man hatte den Eindruck das jeder mal abwechselnd dranwar ).Aber ich sehe deutliche Tendenzen
dazu das vorallem begünstigt durch den Pöppel, kleine Spielverlage von den großen verdrenngt werden.
Der Jury kann man durchaus vorwerfen dieses willentlich zu unterstützen, ansonsten hätten sie schon Maßnahmen ergreifen können die dagegensteuern.
Aber ist das denn gewollt ? Nur wirtschaftlich große Verlage können garantieren bundesweit auch überall präsent zu sein und nebenher auch noch jährlich zumindest prämierungswürdige Spiel auf den Markt zu bringen.
Der Bauer kümmert sich natürlich vorallem um seine besten ( ertragreichsten ) Kühe.
Die einzige Möglichkeit die ich sehe ist der verzicht auf den Pöppel und an dessen Stelle eine wertungsfreie Liste besonders empfehlenswerter Spiele rauszugeben.
Die Liste kann man natürlich noch ausweiten mit Kinderspiel und Kartenspiel.
Ich stelle mir das so vor .
Jedes Jahr gibt die Jury wie jetzt den Träger des SdJ
die neue Liste bekannt mit Spielen des Aktuellen Jahrgens, die sie besonders empfehlenswert findet.
z.B. die 10 empfehlenswertesten Brettspiele, 5 Kinderspiele und 5 Kartenspiele.
oder so ähnlich, auch eine bestimmte anzahl auf den Listen würde ich nicht festlegen, wenn es 16 Spiele in einem Jahr sind die der Jury gefallen haben warum sollen dann halt nicht auch 16 draufstehen.
Der 2. und wichtigere Punkt ist das ganze dann auch zu präsentieren. Warum sollte nicht im gesammten deutschsprachigen Raum dann nich eine Beilage in den Tageszeitungen beiliegen, wo die Jury dann den aktuellen Jahrgang präsentiert.
Die Spiele werden einzeln vorgestellt und jeder kann sich dann entscheiden welches denn seine Fovorieten in dem Jahr sind und dann ( Vieleicht mit der Beilage ) einkaufen gehen.
Das währe jetzt doch mal eine richtige PR Aktion
( bekomme ich jetzt auch 5 Stellige Summen der Jury ? )
bestimmt besser als so ein paar läppische Städe bei Messen, wo eh nur die Leute hingehen die gut über Spiele informiert sind.
Auserdem würde es das Geld der Kunden gleichmäßiger auf dem Spielemarkt verteilen und für mehr Chancengleichheit sorgen.
Henrik

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Roman Pelek

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Roman Pelek » 9. Februar 2001, 15:02

Hi Henrik,
>Im Endeffekt bekommt ein großer Konzern wie Ravensburger und Kosmos
den Pöppel.<
Der Nachteil eines Preises liegt darin, dass die meisten Unkundigen sich nur für den Sieger interessieren. Wenn ich mir die Auswahllisten und Nominierungen der vergangenen Jahre anschaue, finden sich da in meinen Augen genug gute Kleinverlagstitel (z.B. Zoch, Holzinsel, Doris&Frank). Und mit Hans im Glück ist ein Kleinverlag dabei, der auch schon mit El Grande den Titel bekommen hat und auch letztes Jahr wieder nominiert war.
Ob es nun berechtigt ist, dass z.B. Ravensburger jetzt wieder zweimal den Titel bekommen hat, obwohl je nach subjektivem Empfinden bessere Spiele oder für Familien geeignetere Spiele auf der Auswahlliste standen, darüber kann man sich wirklich lange streiten - aber eine offenkundige "Fehlentscheidung" zugunsten der Großen kann auch aufgrund der Qualität der SdJ's Tikal und Torres nicht sehen, auch wenn ich in beiden Fällen andere Spiele als SdJ bevorzugt hätte.
Aber mal kurz theoretisch angedacht: mir hätten "Union Pacific" und "Tadsch Mahal" als SdJ persönlich am besten gefallen. Wären sie's nun geworden, dann wären Amigo und Alea, also Ravensburger, Preisträger, und somit genauso Großverlage. Und mit Amigo, die mit "Elfenland" Preisträger waren, ein Verlag gleich zweimal und sogar mit Spielen vom selben Autor - also sicherlich eine genauso kritisierbare Entscheidung, die Stimmen hervorgerufen hätte a la "Schon wieder der Autor, schon wieder der Verlag".
Was willst Du da machen? Was hättest Du Dir denn für Entscheidungen gewünscht, auf die Deine Kritik nicht zugetroffen hätte?
Ich persönlich würde mir wünschen, wenn man den Leuten irgendwie vermitteln könnte, dass sie nicht, wenn sie ein Spiel kaufen, das SdJ kaufen müssen; sondern sich vielleicht lieber aufgrund ihres persönlichen Geschmacks eins von der Auswahlliste aussuchen?
Es ist eine extrem heikle Entscheidung, was man als SdJ kürt, da bei den breiten Massen nur dieses Spiel wirkliche Beachtung findet. Und da Spiele immer AUCH subjektiv sind, gibt es selten Titel, die so herausragen, dass sie alleinig den Titel verdient hätten. Leider fallen die, die da auf der Strecke bleiben, untern Tisch.
Ich finde, man sollte da irgendwie ansetzen, den Leuten die Auswahlliste als Kaufentscheidung wirklich nahezubringen. Wenn ich von einigen Leuten gehört habe, die sich das SdJ Torres gekauft haben und damit überfordert waren bzw. ein Spiel genommen haben, das überhaupt nicht ihren Neigungen entspricht, finde ich so etwas bedauerlich.
Also, ums kurz zu machen: auch ich hätte oftmals ein anderes SdJ gerne gesehen, und meine Erfahrungen mit Gelegenheitsspielern bestätigen das auch. Tikal und Torres waren meiner Meinung nach nicht primär Familienspiele, andere Spiele funktionieren bei uns mit Gelegenheitsspielern viel besser. Aber um mehr Kleinverlage mit dem Titel zu bedenken, da müsste doch manchmal mehr an Qualität her.
Wenn ich nachdenke, kommen meine momentanen Lieblingstitel Java, Babel, Carcassonne und San Marco auch 2x von Ravensburger, 1x Kosmos und 1x Hans im Glück...
Apropos Großverlage: wenn man sich z.B. Hasbro anschaut, glänzen die in Ihrem Spieleprogramm, abgesehen von "ollen Avalon-Hill-Kamellen", nicht gerade durch Qualität. Ravensburger und Kosmos mit ihrem Spieleprogramm dagegen haben auch in meinen Augen ein exzellentes Spieleprogramm. Und als Kleinverlag ist Hans-im-Glück hervorragend bestückt (El Grande, Euphrat & Tigris, Carcassonne, OFUA).
Ciao,
Roman

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Henrik Schrader

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Henrik Schrader » 9. Februar 2001, 15:06

Hi !
Erst mal sorry für die viele Rechtschreibfehler im obigen Beitrag. ( peinlich... )
Das die Jury sich mal grundsäliche Gedanken machen sollten wie es mit dem Preis weitergehen soll, hat nichts damit zu tun das auch ihre Strukturen und Präsentation in der Öffentlichkeit dringend einer gravierenden Veränderung bedarf.
Ich glaube aber nicht das dazu Leute wie Synest Ernst dazu bereit sind, zumindest was ich so zwischen den Zeilen seiner Stellungnahme gelesen habe.
Noch als Ergänzung :Weniger ist mehr, soll heißen es ist besser nur einen "Spielepreis" (oder Liste ) zu haben, die von einer Jury die das dann auch nachvollziebar veröffentlicht, als daß Hinz und Kunz mit einem ostfriesischen oder bayerischen Spield es Jahres aufwartet.
Otto Normalverbraucher währe sicherlich überfordert, der will nur für besondere Anlässe ( Weinachten oder Geburstag zu verschenken bzw. auch mal für sich )ein paar Spiel präsentiert bekommen, die er in seiner wenigen Zeit die er hat schnell und bedenkenlos kaufen kann, ohne nacher einen Reinfall zu befürchten.
Henrik

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Henrik Schrader

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Henrik Schrader » 9. Februar 2001, 15:10

Hi Roman !!
Du siehst das Problem .
Wäre nich das SdJ sondern nur die Liste wäre ja alles
O.K.
Siehe oben .
Henrik

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Gerd Hebbinghaus

re: Spielepreis - ob?! und welcher?! Messebesucher als Jury?

Beitragvon Gerd Hebbinghaus » 9. Februar 2001, 19:02

Die Idee auf einen Preisträger ganz zu verzichten finde ich sehr gut. Dann kann man wirklich eine Empfelungsliste in mehreren Kategorien erstellen, und jeder kann sich daraus sei SdJ wählen.
Könnte man nicht jedem Messebesucher in Essen mit der Eintrittskarte einen Stimmzettel geben auf dem er von allen Neuerscheinungen einige für die einzelnen Kategoriien ankreuzen kann?
Dann würden halt Gelegenheitsspieler, Familien und Spieleprofis jeweils ihre Empfelungsliste mit bestimmen können. Ich denke einen besseren Querschnitt durch die Spielelandschaft findet man sonst nirgendwo. Allerdings könnten dann wohl einige jeden Tag einen Stimmzettel abgeben. Aber bei anderen Preisen wurde ja auch einfach multipliziert ;-)
Wenn dann noch ein wenig von den Lizensgebühren für Preise abgezweigt würde, oder die Verlage einige Spiele als Preise stiften würden wäre der Anreiz zur Teilnahme gegeben. Und es kämen sicher mehr Stimmen zusammen als beim Spielepreis (ohne Multiplikation).
Gruß Gerd

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Martin Wehnert
Kennerspieler
Beiträge: 255

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Martin Wehnert » 10. Februar 2001, 11:02

Eigentlich will ich mich ja gar nicht in die Diskussion einmischen, aber so ein Blödsinn regt mich doch zu sehr auf!
Kleine Verlage werden bei der SdJ-Vergabe benachteiligt???
Von welchem Verlag stammen denn die Spiele Ohne Furcht und Adel, Manhattan, El Grande, Mamma Mia, Zicke zacke Hühnerkacke, Metro, Kardinal, Husarengolf, Venice Connection, etc, etc. etc.
Alles Spiele, die den Hauptpreis SdJ, Sonderpreis Kinderspiel, Nominiert zum SdJ oder Auswahlliste SdJ erhalten haben. Zugleich Verlage mit 2-4 Mitarbeitern!
"Große Verlage" (das ist anscheinend vielen gar nicht bekannt) gibt es in Deutschland allenfalls eine Handvoll. Das beste Beispiel ist Hans im Glück, der aus exakt zwei Personen besteht und bei SdJ doch sicher nicht zu schlecht weggekommen ist.
Fazit: Erst mal nachdenken, vielleicht sogar nachfragen und dann schreiben; viel Blödsinn bliebe diesem Forum erspart!

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Volker Weitzel

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Volker Weitzel » 11. Februar 2001, 10:41

Danke Martin!
Für manche Leute ist Herausposaunen halt wichtiger als Nachdenken ...

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Michael Schramm

re: Spielepreis - ob?! und welcher?!

Beitragvon Michael Schramm » 12. Februar 2001, 07:46

Hallo Volker,
leider hast Du 100%ig recht, schlimm ist daran vor allem, dass genau diese Statements offenbar besonderen Langzeiteffekt im Gedächtnis der Menschen haben!
Bis bald und nice dice
Michael


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