Beitragvon Roman Pelek » 16. Februar 2001, 14:55
Hallo,
>wer zahlt denn dann für Organisation, Geschäftsstelle und vor allem... wer
zahlt für die Werbung???<
Hier kämen wir zur Frage, wie man die Geschäftsbereiche von der eigentlichen Kritikertätigkeit trennt, und das die zentrale Frage. Aber auch das Verfahren der Lizenzgebühren stünde ja zur Diskussion, um Zweifel nicht erst aufkommen zu lassen. Da gibt's viel zu bedenken - es bleibt nur zu hoffen, dass viel dazu gedacht wird von Leuten, die auch imstande sind, es zu realisieren. Sprich: ich befürchte, wie die meisten anderen auch, dass da eher die Sache weiterläuft wie bisher.
>war nicht einer der Hauptaustrittsgründe von Michael Knopf (der ausdrücklich
in seinem Beitrag der Jury KEINE Bestechlichkeit unterstellt, Roman)<
Ich kann mich auch nicht entsinnen, dies so formuliert zu haben, und wollte diese Assoziation auch nicht in meinem Beitrag bzw. meinen Beiträgen wecken.
>die
Tatsache, dass in der Jury niemand Lust hatte, das Thema Werbung
engagiert anzugehen und nach einer besseren, wenn vielleicht auch
kostspieligeren Möglichkeit Ausschau zu halten?<
Wobei hierbei ja auch der Hintergedanke war, die Verknüpfungen zum Spielearchiv etwas zu lockern, um die Finanzierungsfallstricke dort zu umgehen.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, hier mein persönliches Resümee aus dem Gehörten:
a) Die engen finanziellen und personellen Verbindungen zwischen Spielearchiv und SdJ müssen stark gelockert werden, um Zweifelsfragen und Verantwortlichkeiten bei der Finanzierung auszuräumen
b) Die Pressearbeit für das SdJ muss in diesem Rahmen neu organisiert werden, wobei Finanzierung und Fachkompetenz der Verantwortlichen den Ansprüchen genügen müssen (was schwierig wird)
c) Die für das SdJ stimmberechtigten Jurymitglieder sollten von diesem organisatorischen und finanziellen Ballast weitesgehend freigehalten werden und sich um das kümmern, was wirklich wichtig ist: nämlich das ausgiebige Testen und Bewerten von Spielen, um fachkundig ein SdJ küren zu können.
Sowas geht aber nicht mit internen Querelen plus persönlicher und finanzieller Verantwortung für das Spielearchiv. Sicherlich muss hier abgewägt werden, Bereiche, die einer Fachkompetenz in Sachen Spiel entbehren können, in professionelle Hände zu verlagern, um den anderen die Konzentration auf ihren Aufgabenbereich zu ermöglichen.
Aber, nuja, wir hier müssen's eh abwarten, und unsere Sandkastenphilosophierereien werden wahrscheinlich nicht viel bewirken. Der Austritt hat gezeigt, dass hier ja anscheinend nicht die nötige Konsequenz bzgl. solcher Umstrukturierungen vorhanden zu sein scheint. Aber vielleicht nimmt sich die Jury ja ein bisschen von der öffentlichen Resonanz zu Herzen. Schliesslich ist Ihre "Ware" ja im Prinzip fachkundige Öffentlichkeitsarbeit für das Hobby "Spiel".
Ciao,
Roman