Beitragvon Roman Pelek » 21. Februar 2001, 16:33
Hi Stefan,
>2. Auf den Einwurf in Essen (an den ich mich übrigens noch gut erinnern
kann!), dass sich Farbenblinde mit WE schwer tun, wurde damals zum einen
nicht in der oben beschriebenen Weise reagiert und anschließend sehr wohl
eingegangen: Seit Essen steht auch auf den Photo-Karten der Name des
betreffenden Outlaws. So what!? Ein bessere Unterscheidbarkeit als
verschiedene Namen kann man Farbenblinden doch gar nicht liefern!!??<
Das ist richtig, auch ich habe dieses Merkmal zur Unterscheidung benutzt - ohne wäre es teilweise auch gar nicht möglich. Wenn man aber bedenkt, dass zum einen Handkarten sehr eng gefächert werden, bleibt einem beim kurzen Hinsehen nur die Farbe und die Ordnung auf seiner Kartenhand, um das richtig zu erfassen. Das geht schon bei guter Beleuchtung leicht daneben, der Spielfluss leidet schon etwas darunter, auch Fehler kommen vor. Mir sind die designtechnischen Probleme durchaus bewusst, aber vielleicht hätte man auch irgendein weiteres Merkmal am Rande (Symbole?) einführen können, um ad hoc besser zu unterscheiden.
Aber mit dem Problem, dass die Grün/Blau-Töne von Helligkeit und Farbintensität sehr nahe beieinanderliegen, steht ihr nicht alleine da, das ist bei vielen Spielen so - auch z.B. bei Capitol und den Dächern, da rutscht einem schon mal ein grünes Dach zum blauen Spieler beim Herauskramen aus der Schachtel.
Was mir positiv aufgefallen ist: die Neuheiten von Ravensburger haben alle eine klar unterscheidbare Farbwahl (weiss, gelb, rot, schwarz bei Java & Big Shot, weiss, gelb, blau, schwarz bei San Marco). Damit hatten wir keine Probleme, selbst blau und schwarz sind besser zu unterscheiden als grün und blau.
>Auch möchte ich noch zu bedenken geben, dass die Farbpalette nicht endlos
viele "bei dämmrigen Licht" gut unterscheidbare Farben liefert - die zudem
dann auch noch zu Thema und grafischer Gestaltung passen müssen...<
Derer sieben sind natürlich schwer, vielleicht hätten's ja Symbole getan, ich weiss es nicht. Grün und blau sind jedenfalls IMMER die zwei Problemfarben...
>Und wenn das dann nicht stimmt, ist´s auch wieder nicht recht. Man möge
sich nur an die Reaktionen auf die Kamele aus "Durch die Wüste" erinnern...<
Spiele mit einer solchen Farbenflut sind ja nun auch kaum vernünftig designerisch zu bewältigen...
>Auf die Vermutung, dass die Art der Präsentation der alea-Neuheiten in
Essen einen eher "werbetechnischen" Hintergrund hat, gehe ich nicht weiter
ein, da er jeglicher Logik entbehrt!<
Hm, was ist denn so schlimm daran, neugierig zu machen auf ein Spiel? Diese Art von Werbung ist in meinen Augen nix verdammungswürdiges. Sag' nicht, dass ihr das nicht auch wolltet...
Ciao,
Roman