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Wyatt Earp

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roman Pelek

Wyatt Earp

Beitragvon Roman Pelek » 20. Februar 2001, 02:37

Hi,
eigentlich hatte meine Freundin heute "Wyatt Earp" erstanden, da es sie interessierte. Nach dem etwas längeren Regelstudium (Herr Borg mag anscheinend "Sonderkarten gerne...) haben wir dann gleich eine Partie zu viert gestartet. Leider währte die nur, bis einer aus unserer Runde ein Glas Wasser darüber entleerte... Bis dahin schien's recht kurzweilig zu sein - auch wenn wir noch nicht jede Regel intus hatten. Wer kann mehr zu dem Spiel sagen? Wir darben nun doch etwas dahin, und schauen, ob sich die Nachbestellung des Schachtelinhalts finanziell lohnt :( Danke für Tipps!
Ciao,
Roman

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Carsten Wesel

re: Wyatt Earp

Beitragvon Carsten Wesel » 20. Februar 2001, 09:31

> Bis dahin schien's recht kurzweilig zu sein
Das war auch mein Eindruck, als ich es damals in Essen gespielt hatte. Das war allerdings auch nur der Eindruck nach einem Spiel - öfter habe ich es bisher noch nicht gespielt. Der damalige Eindruck ist auch unter dem unten angegebenen Link zu finden.
Gruß Carsten (mag die Großen von alea)

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Rüdiger Langtim

re: Wyatt Earp

Beitragvon Rüdiger Langtim » 20. Februar 2001, 10:02

Ich habe es jetzt zweimal gespielt.
Zum einen ist es natürlich eine interessante Abwandlung von Romme mit Sonderkarten.
Der Möglichkeit, Schluß zu machen, kommt eine sehr große Bedeutung zu.
Die Interaktion mit den Unterschlupf- und Wyatt Earp-Karten ist recht wirkungsvoll und die Einschränkung auf nur eine Sheriff-Karte pro Runde sorgt für die nötigen Zwänge.
Ich finde es athmosphärisch sehr dicht und stimmungsvoll und für eine Partie zwischendurch ganz gut geeignet, zumal die besseren Kartenspiele in diesem Jahr sehr dünn gesät sind.
Rüdiger

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Bernhard Naegele

re: Wyatt Earp

Beitragvon Bernhard Naegele » 20. Februar 2001, 22:58

Hallo Romon,
Ich habe in Essen mit Carsten besagtes Wyatt Earp gespielt und mir hat es damals nicht gefallen (viel zu hoher Glücksanteil für meine Alea-Erwartung). Jetzt habe ich es nochmal gespielt, ich glaube es ist völlig identisch veröffentlich worden, bekommts du geeignete Karten, geht was sonst eben nicht. Kurzum mir fehlt die Spieltiefe und eine abschließende Anmerkung sei erlaubt: Warum wird in Essen ein Test simuliert um dann die Spiele ohne nennenswerte Änderungen zu veröffentlichen (War bei Ra wohl nicht nötig, Tadsch Mahal weiß ich nicht mehr), mir gehts dabei eher ums Prinzip???
Gruß
Bernhard

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Ralf Abilgaard

Alea Testspielen für die Katz?

Beitragvon Ralf Abilgaard » 21. Februar 2001, 10:31

<Warum wird in Essen ein Test simuliert um dann die Spiele ohne nennenswerte Änderungen zu veröffentlichen (War bei Ra wohl nicht nötig, Tadsch Mahal weiß ich nicht mehr), mir gehts dabei eher ums Prinzip???>
Genau diese Frage habe ich hier schon vor ein paar Wochen gestellt, als es um die Diskussion zu Farbenblindheit ging. Wir hatten in Essen jemanden in der Spielrunde, der zwei der Farben (ich glaube ein leicht in lila spielendes rot und dunkelgrün)partout nicht unterscheiden konnte. Als wir das bei der Auswertung dem Verantwortlichen sagten, zeigte er an dieser Kritik nur wenig Interesse und sagte etwas mit dem Tenor, um so etwas könne man sich nicht auch noch kümmern. Jeder der Alea probegespielt hatte bekam dann ja auch einen neuen Satz Spielsteine in der Farbe weiß, da es da offensichtlich auch Probleme gab, die man mit dem Testen in Essen nicht rausfiltern konnte. Ich habe noch kein Wyatt Earp in der Hand gehabt, bin aber gespannt, ob die Farben noch einmal geändert wurde - ich glaube aber nicht daran.
Ich habe den Eindruck, daß as "Testen" in Essen weniger dem Testen, denn der Werbung dient. So ist das Spiel bei der Szene in aller Munde, geht nicht in den vielen Neuerscheinungen von Essen unter und, da schon seit Monaten druckfertig, früh nach Nürnberg präsentiert ist man eine der Ersten Neuheiten, die gekauft und besprochen werden. WEnn ich mir hier die Menge der Threads zu WE anschaue, hat's geklappt.
Gruß,
Ralf

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Roman Pelek

re: Alea Testspielen für die Katz?

Beitragvon Roman Pelek » 21. Februar 2001, 11:51

Hi Ralf,
Du sprachst das Problem der Farbgebung an. Ich bin nicht farbenblind, kann bei Wyatt Earp jedoch grün und blau quasi gar nicht, lila und rot nur schwer unterscheiden, wenn das Licht etwas dämmriger ist. Die Farbwahl wurde anscheinend also nicht geändert.
Ciao,
Roman

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Stefan Brück

re: Alea Testspielen für die Katz?

Beitragvon Stefan Brück » 21. Februar 2001, 14:01

>>> Warum wird in Essen ein Test simuliert um dann die Spiele ohne nennenswerte Änderungen zu veröffentlichen (War bei Ra wohl nicht nötig, Tadsch Mahal weiß ich nicht mehr), mir gehts dabei eher ums Prinzip?? <<<
>> Genau diese Frage habe ich hier schon vor ein paar Wochen gestellt, als es um die Diskussion zu Farbenblindheit ging. Wir hatten in Essen jemanden in der Spielrunde, der zwei der Farben (ich glaube ein leicht in lila spielendes rot und dunkelgrün)partout nicht unterscheiden konnte. Als wir das bei der Auswertung dem Verantwortlichen sagten, zeigte er an dieser Kritik nur wenig Interesse und sagte etwas mit dem Tenor, um so etwas könne man sich nicht auch noch kümmern.<<
Zwei Dinge zur Klarstellung:
1. alea präsentiert in Essen die jeweilige Neuheit in keinerlei Weise in einem Prod.vorstadium, um sie dort noch zu _testen_. Der _einzige_ Grund hierfür ist schlicht und einfach, dass wir es seit Jahren zeitlich nicht schaffen, Ende Oktober eine bereits produzierte Neuheit zu haben.
Dass wir in Essen anschließend Kritik abfragen und diese dann evtl. auch in das Endprodukt einfließen lassen, kann ja wohl nur in eurem Sinne sein, oder nicht!?
2. Auf den Einwurf in Essen (an den ich mich übrigens noch gut erinnern kann!), dass sich Farbenblinde mit WE schwer tun, wurde damals zum einen nicht in der oben beschriebenen Weise reagiert und anschließend sehr wohl eingegangen: Seit Essen steht auch auf den Photo-Karten der Name des betreffenden Outlaws. So what!? Ein bessere Unterscheidbarkeit als verschiedene Namen kann man Farbenblinden doch gar nicht liefern!!??
Auch möchte ich noch zu bedenken geben, dass die Farbpalette nicht endlos viele "bei dämmrigen Licht" gut unterscheidbare Farben liefert - die zudem dann auch noch zu Thema und grafischer Gestaltung passen müssen...
Und wenn das dann nicht stimmt, ist´s auch wieder nicht recht. Man möge sich nur an die Reaktionen auf die Kamele aus "Durch die Wüste" erinnern...
Auf die Vermutung, dass die Art der Präsentation der alea-Neuheiten in Essen einen eher "werbetechnischen" Hintergrund hat, gehe ich nicht weiter ein, da er jeglicher Logik entbehrt!
Beste Grüße.
Stefan

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Roman Pelek

re: Alea Testspielen für die Katz?

Beitragvon Roman Pelek » 21. Februar 2001, 16:33

Hi Stefan,
>2. Auf den Einwurf in Essen (an den ich mich übrigens noch gut erinnern
kann!), dass sich Farbenblinde mit WE schwer tun, wurde damals zum einen
nicht in der oben beschriebenen Weise reagiert und anschließend sehr wohl
eingegangen: Seit Essen steht auch auf den Photo-Karten der Name des
betreffenden Outlaws. So what!? Ein bessere Unterscheidbarkeit als
verschiedene Namen kann man Farbenblinden doch gar nicht liefern!!??<
Das ist richtig, auch ich habe dieses Merkmal zur Unterscheidung benutzt - ohne wäre es teilweise auch gar nicht möglich. Wenn man aber bedenkt, dass zum einen Handkarten sehr eng gefächert werden, bleibt einem beim kurzen Hinsehen nur die Farbe und die Ordnung auf seiner Kartenhand, um das richtig zu erfassen. Das geht schon bei guter Beleuchtung leicht daneben, der Spielfluss leidet schon etwas darunter, auch Fehler kommen vor. Mir sind die designtechnischen Probleme durchaus bewusst, aber vielleicht hätte man auch irgendein weiteres Merkmal am Rande (Symbole?) einführen können, um ad hoc besser zu unterscheiden.
Aber mit dem Problem, dass die Grün/Blau-Töne von Helligkeit und Farbintensität sehr nahe beieinanderliegen, steht ihr nicht alleine da, das ist bei vielen Spielen so - auch z.B. bei Capitol und den Dächern, da rutscht einem schon mal ein grünes Dach zum blauen Spieler beim Herauskramen aus der Schachtel.
Was mir positiv aufgefallen ist: die Neuheiten von Ravensburger haben alle eine klar unterscheidbare Farbwahl (weiss, gelb, rot, schwarz bei Java & Big Shot, weiss, gelb, blau, schwarz bei San Marco). Damit hatten wir keine Probleme, selbst blau und schwarz sind besser zu unterscheiden als grün und blau.
>Auch möchte ich noch zu bedenken geben, dass die Farbpalette nicht endlos
viele "bei dämmrigen Licht" gut unterscheidbare Farben liefert - die zudem
dann auch noch zu Thema und grafischer Gestaltung passen müssen...<
Derer sieben sind natürlich schwer, vielleicht hätten's ja Symbole getan, ich weiss es nicht. Grün und blau sind jedenfalls IMMER die zwei Problemfarben...
>Und wenn das dann nicht stimmt, ist´s auch wieder nicht recht. Man möge
sich nur an die Reaktionen auf die Kamele aus "Durch die Wüste" erinnern...<
Spiele mit einer solchen Farbenflut sind ja nun auch kaum vernünftig designerisch zu bewältigen...
>Auf die Vermutung, dass die Art der Präsentation der alea-Neuheiten in
Essen einen eher "werbetechnischen" Hintergrund hat, gehe ich nicht weiter
ein, da er jeglicher Logik entbehrt!<
Hm, was ist denn so schlimm daran, neugierig zu machen auf ein Spiel? Diese Art von Werbung ist in meinen Augen nix verdammungswürdiges. Sag' nicht, dass ihr das nicht auch wolltet...
Ciao,
Roman

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Ralf Abilgaard

re: Alea Testspielen für die Katz?

Beitragvon Ralf Abilgaard » 22. Februar 2001, 16:34

>1. alea präsentiert in Essen die jeweilige Neuheit in keinerlei Weise in einem Prod.vorstadium, um sie dort noch zu _testen_. Der _einzige_ Grund hierfür ist schlicht und einfach, dass wir es seit Jahren zeitlich nicht schaffen, Ende Oktober eine bereits produzierte Neuheit zu haben. Dass wir in Essen anschließend Kritik abfragen und diese dann evtl. auch in das Endprodukt einfließen lassen, kann ja wohl nur in eurem Sinne sein, oder nicht!?<
Die Aussage verstehe ich nicht ganz einerseits befindet sich die Neuheit nicht im prod.Vorstadium, andererseits ist sie nicht produziert und es bestehen doch noch Möglichkeiten das Endprodukt zu ändern - was denn nun?
Es ist durchaus im Sinne der Spieler, wenn wir noch Einflußmöglichkeiten haben, nur ist wie der hiesige und der Thread vor ca. einem Monat zeigen, bei vielen Leuten der Eindruck entstanden, daß die in Essen geäußerte Kritik nicht wahrgenommen wird. Wohl ein Kommunikationsproblem.
>2. Auf den Einwurf in Essen (an den ich mich übrigens noch gut erinnern kann!), dass sich Farbenblinde mit WE schwer tun, wurde damals zum einen nicht in der oben beschriebenen Weise reagiert und anschließend sehr wohl eingegangen: Seit Essen steht auch auf den Photo-Karten der Name des betreffenden Outlaws. So what? Ein bessere Unterscheidbarkeit als verschiedene Namen kann man Farbenblinden doch gar nicht liefern!!??<
Schön daß die Änderung vorgenommen wurde, daß zeigt daß Ihr die Kritik doch aufnehmt und Ihr Euch doch um sinnvolle Änderungen bemüht. Wie gesagt habe ich noch kein Wyatt Earp in der Hand gehabt und wußte daher nicht ob eine Änderung vorgenommen wurde oder nicht. In Essen ist bei uns leider der Eindruck entstanden, als ob Ihr Euch für diese Problematik nicht interessiert hattet. Auch hier denke ich, daß es sich um ein Kommunikationsproblem handelt, welches bei der Hektik der Messe wohl mal passiert. Vielleicht hätte man sich mehr Zeit nehmen sollen.
>Auf die Vermutung, dass die Art der Präsentation der alea-Neuheiten in Essen einen eher "werbetechnischen" Hintergrund hat, gehe ich nicht weiter ein, da er jeglicher Logik entbehrt!<
Also einen werbetechnischen Hintergrund muß es ja schon geben oder zahlt Ihr die Gebühren für den Messestand und das Personal und schlagt Euch fünf Tage lang den Messetrubel um die Ohren ohne Euch davon eine Werbung für das Spiel zu erhoffen? Wenn Ihr noch keine fertig produzierte Neuheit habt, könntet Ihr ja auch Euer bisheriges Sortimet präsentieren. So entscheidet Ihr Euch aber doch, mit der Präsentation vorab für das Spiel zu werben.
Aber Hut ab, schön daß Ihr bereit seit Eure Planungen zu zeigen und Euch damit so in die Diskussion zu stellen. Und toll, daß Ihr doch auf Änderungsvorschläge eingeht. Vielleicht müßt Ihr noch einen Weg finden um das besser rüber zu bringen, damit solche Mißverständnisse nicht häufiger vorkommen.
Gruß,
Ralf

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Roland G. Hülsmann

re: Alea Testspielen für die Katz?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 22. Februar 2001, 17:44

Du hast den Text wohl mißverstanden, obwohl er klar und deutlich ist:
Die Spiele befinden sich nicht im Vorstadium, um sie zu testen, sondern sie befinden sich im Vorstadium, weil sie nicht fertig geworden sind. Es steht nirgends, daß sie sich überhaupt nicht im Vorstadium befinden.

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Stefan Brück

re: Alea Testspielen für die Katz?

Beitragvon Stefan Brück » 23. Februar 2001, 11:46

>>> Aber Hut ab, schön daß Ihr bereit seit Eure Planungen zu zeigen und Euch damit so in die Diskussion zu stellen. Und toll, daß Ihr doch auf Änderungsvorschläge eingeht. Vielleicht müßt Ihr noch einen Weg finden um das besser rüber zu bringen, damit solche Mißverständnisse nicht häufiger vorkommen.<<<
Entschuldige bitte, Ralf, aber nicht alea hat hier irgendwelche Missverständnisse aufkommen lassen, sondern der ein oder andere Forumsteilnehmer, in dem er einfach mal ein paar Vermutungen und Behauptungen ins Blaue hinein gepostet hat...
Und du hast sicher Verständnis dafür, dass wir Verlage uns nicht immer in der Lage sehen - und sei es auch nur aus zeitlichen Gründen - all diese Äußerungen anschließend wieder "geradezubiegen"...
Grüße.
Stefan

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Ralf Abilgaard

re: Alea Testspielen für die Katz?

Beitragvon Ralf Abilgaard » 26. Februar 2001, 11:11

Hallo Stefan,
ich habe mal ein wenig im Archiv gestöbert und bei oberflächlicher Suche Postings von sechs Personen gefunden, welche alle den Eindruck hatten, daß die Kritiken aus Essen nicht umgesetzt würden. Außer von Dir, wurde in keinem der Threads den Spielern wiedersprochen, was darauf schließen läßt, daß es durchaus noch mehr Personen gab, denen es so ging.
Ebenfalls haben fast alle Poster nur Ihre Empfindungen und Eindrücke, also wie die Sache subjektiv dem Einzelnen erscheint, zum Ausdruck gebracht. In meinem Posting führte dieser Eindruck zu einer Schlußfolgerung, die anscheinend nicht richtig war - entschuldigung.
Aber wie belegt war ich nicht der Einzige, der diesen Eindruck formulierte und die sechs Poster sicherlich nicht die Einzigen, die ihn hatten. Insofern kann man hier wohl kaum von "ein oder anderen Forumsteilnehmern" reden. Die Eindrücke entstehen ja auf der Messe und nicht im Forum. Daher sollte doch Alea weniger daran gelegen sein, "Äußerungen ... geradezubbiegen", als solche Eindrücke gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Mißverständnisse sind seltenst einseitig entstehende Phänomene. Ich greife mir hierbei selber an die Nase und sollte hier nicht wieder vorschnelle Schlüsse äußern, die nur auf subjektiven Erfahrungen beruhen.
Gruß,
Ralf


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